Herr Sun Xianming aus der Provinz Jilin starb an den Folgen körperlicher Folter während zweimaliger Inhaftierung im Zwangsarbeitslager

(Minghui.de) Der Falun Gong-Praktizierende Herr Sun Xianming, 59 Jahre alt, kam aus dem Bezirk Dongchang der Stadt Tonghua, Provinz Jilin. Er wurde zweimal zu Zwangsarbeit verurteilt. Obwohl er schon bettlägerig war und nur noch ca. 30 kg wog, war er gezwungen, aufgrund der Verfolgung sein Zuhause zu verlassen. Er verstarb am 30. April 2011.

Sun Xianming war Arbeiter in der Öl-Mechanik Fabrik (die Fabrik ist jetzt geschlossen). Im November 2001 verleumdete die KPCh Falun Dafa durch Propaganda-Plakate in der Stadt Tonghua. Sun Xianming befestigte daraufhin in der Nähe von Propaganda-Plakaten Informationsmaterialien über die wahren Umstände der Verfolgung von Falun Gong und Transparente mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut“. Am 15. November 2001 gegen 4 Uhr morgens schrieb er eine Botschaft an die Straßen-Überführung des zweiten Kaufhauses. Sie lautete: „Die Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens wurde von der Gangsterbande Jiangs fabriziert, um Falun Gong zu verfolgen“ und verlangte weiterhin, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Daraufhin wurde er von dem Polizisten Yao der Abteilung für politische Sicherheit der Polizeistation des Bezirkes Dongchang verhaftet. Seine Wohnung wurde von dem Polizisten Shen Shuheng und seinen Kollegen von der Abteilung für staatliche Sicherheit unrechtmäßig durchsucht.

Herr Sun Xianming wurde gesetzwidrig zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er wurde im Arbeitslager Chaoyanggou der Stadt Changchun von der Wache Zhu Shenglin brutal gefoltert, so dass sein linker Arm ausgerenkt und gebrochen war. Obwohl er nicht mehr in der Lage war, sich zu bewegen, schüttelte Zhu Shenglin weiter an seinem Arm. Er schrie vor Schmerz und bekam einen Schweißausbruch. Zhu setzte seine Schikane weiter fort, indem er ihn an ein Etagenbett band und ihn mit mehreren Elektrostöcken gleichzeitig traktierte. Dadurch erlitt er schwerwiegende Verbrennungen am Brustkorb. Ohne ärztliche Behandlung seines Armes und der Verbrennungen wurde er gezwungen, den ganzen Tag lang Maiskolben zu pflücken, wodurch sein Arm stark anschwoll. Seine Qualen setzten sich am Abend fort, indem er bis Mitternacht auf einem kleinen Hocker sitzen musste. Diese Tortur wurde dann um 2 Uhr fortgesetzt.

Die Wärter stifteten auch Insassen dazu an, ihn zu treten und auf ihn einzuschlagen sowie ihn mit gebeugtem Oberkörper in einem Winkel von 90 Grad für lange Zeit stehen zu lassen. Während den Wintermonaten zwangen sie ihn, an der Tür zu sitzen, wo er der Kälte und dem Wind ausgesetzt war. Zusätzlich übergossen sie ihn mit kaltem Wasser. Später trug man ihn ins Lager zurück, wo er weiter Kälte und Wind ausgesetzt wurde.

Folterdemonstration: Schocks durch Elektrostäbe

Nach fast einem Jahr solcher Misshandlungen bekam Herr Sun schwere Tuberkulose und war einem Kollaps nahe. Er bat darum, noch ein letztes Mal seine Familienmitglieder sehen zu dürfen. Die Polizisten glaubten, dass er nicht mehr lange leben würde und entließen ihn auf Kaution. Als seine Frau kam, um ihn aus dem Zwangsarbeitslager abzuholen, erkannte sie ihren Ehemann nicht mehr und fragte ihn zum wiederholten Mal: „Bist du Ming? Bist du Ming? ... ...“ Nachdem er wieder zu Hause war, ließ er sich im Stadtkrankenhaus röntgen. Das Ergebnis zeigte, dass sein Oberarm gebrochen und zu 90 Grad ausgerenkt war. Er wurde im Stadtkrankenhaus operiert, konnte seinen Arm jedoch trotzdem nicht mehr bewegen. Um für seinen Fall zu appellieren, hatte er die regionalen Behörden aufgesucht, wie z.B., das Petitionsbüro, den nationalen Volkskongress, die politische Beratungskonferenz, das Gericht, die Staatsanwaltschaft und die Gewerkschaft der Stadt Tonghua sowie die Staatsanwaltschaft und das Justizbüro der Provinz Jilin. Er erhielt jedoch keine Antwort.

Als er am 2. April 2008 in einem Wohnbezirk Plakate mit Informationen über die wahren Umstände anbrachte, wurde er von Polizisten der Minzhu Polizeiwache festgenommen. Er wurde in die Polizeistation des Bezirkes Dongchang der Stadt Tonghua gebracht. Später verurteilte man ihn unrechtmäßig zu zwei Jahren Zwangsarbeit und misshandelte ihn dann weiter im Fenjin Zwangsarbeitslager. Seine Haftzeit sollte im April 2010 enden. Weil er sich aber weigerte, die fünf Erklärungen zu schreiben, wurde seine Haftzeit um zwei Wochen verlängert. Nach all diesen Qualen, denen er ausgesetzt war, litt er unter fortgeschrittener Tuberkulose und konnte keine Nahrung mehr aufnehmen.

Herr Sun hatte eine Größe von 1,75 m und sein früheres Gewicht betrug etwa 70 Kilogramm. Aufgrund der Misshandlungen reduzierte sich sein Gewicht um etwa 40 Kilogramm. Sein ganzer Körper war von Krätze bedeckt. Er schwebte in Lebensgefahr.

Seine Angehörigen gingen zum Amt für Zwangsarbeit (der Provinz Jilin), um Herrn Suns Freilassung zu fordern, was letztendlich zu seiner Entlassung aus dem Arbeitslager führte.

Seit April 2011 wurde er von Beamten des „Büro 610“ der Stadt Tonghua schikaniert. Obwohl er bettlägerig und körperlich sehr schwach war, war er gezwungen, seine Wohnung zu verlassen. Er verstarb am 30. April 2011 in einer anderen Stadt.