Todesmeldung! Sportlehrer starb nach langjähriger unmenschlicher Verfolgung (Foto)

(Minghui.de) Wang Yuncai war Sportlehrer in der 3. Grundschule der petrochemischen Firma in der Stadt Tianjin. Weil er trotz Verfolgung weiterhin an „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“ glaubte, wurde er 9-mal festgenommen und kam 3-mal ins Zwangsarbeitslager. Seit Beginn der Verfolgung 1999 wurde er gesetzwidrig in Gefängnissen bzw. Psychiatrien gefangen gehalten. Seine Wohnung wurde durchsucht und geplündert, er wurde während der Haft aufgehängt, verprügelt, sexuell belästigt und der Gehirnwäsche unterzogen. Insgesamt war er sieben Jahre lang hinter Gittern und steckte sich mit Lungentuberkulose an. Trotzdem wurde er ins Zwangsarbeitslager gebracht, wo er weiterhin verfolgt wurde. Nach langjähriger Misshandlung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Am 16. Juni 2011 verstarb Herr Wang im Alter von 46 Jahren.

Herr Wang Yucai

Wang Yuncai hatte im Sportinstitut Tianjin studiert. Seit 1991 arbeitete er als Sportlehrer. Aufgrund seines Fleißes und Erfolges erhielt er eine Anerkennung als „ausgezeichneter Lehrer“. Seit 1998 praktizierte er Falun Gong, wovon er gesundheitlich und geistig profitierte. Er war stets bereit, Anderen zu helfen.

Im Juli 1999 initiierte die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine flächendeckende grausame Verfolgung gegen Falun Gong-Praktizierende. Weil Herr Wang in der Öffentlichkeit Falun Gong-Übungen praktizierte, wurde er 15 Tage lang gefangen gehalten. Im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Dagang wurde er von der Polizei bedroht und beleidigt. Die Polizei stiftete kriminelle Gefangene dazu an, ihn zu schlagen, ihm den Schlaf zu entziehen, ihm im Sommer eine dicke Winterjacke anzuziehen oder ihn lange Zeit in einer bestimmten Körperhaltung ausharren zu lassen.

Im September 1999 fuhr Herr Wang nach Peking, um bei der Regierung eine Petition einzureichen. Er wurde er vom Sicherheitsdienst seiner Firma festgenommen, im Untersuchungsgefängnis Dagang eingesperrt und schließlich in die Psychiatrie gebracht, wo er zwangsernährt wurde. Dann kam er wieder ins Untersuchungsgefängnis. Die Psychiatrie und das Untersuchungsgefängnis erpressten von ihm insgesamt 5000 Yuan. (Das sind in China einige Monatslöhne und entspricht umgerechnet ca. 500 Euro).

Ende 1999 ging Herr Wang abermals an die Öffentlichkeit und machte dort die Falun Gong-Übungen. Daraufhin wurde er wiederum 15 Tage lang eingesperrt. Damals war die Zeit des Chinesischen traditionellen Neujahrs 2000 – ein wichtiges Familienfest in China. Er jedoch  durfte nicht nach Hause.

Anfang 2000 hatte Herr Wang vor, seine Petition bei den Behörden einzureichen. Anschließend wurde er von der Polizeidienststelle Shengli im Bezirk Dagang für ein Jahr lang ins Zwangsarbeitslager geschickt, mit der Begründung, dass er die öffentliche Ordnung gestört habe. Im Untersuchungsgefängnis wurde er von den Polizisten Li Diangang und Shan zwangsernährt. Weil er nicht kooperierte, ohrfeigten sie ihn und nötigten ihn, 300 Yuan zu zahlen. Im Arbeitslager Shuangkou wurde er von der Polizei bzw. kriminellen Gefangenen geschlagen, beschimpft und mit Elektrostäben geschockt. Er durfte nicht schlafen und musste unter dem Bett liegen. Außerdem musste er übermäßig viel arbeiten usw.

Im Jahr 2002 nahm ihn die Polizei in Tianjin fest. Die Mitarbeiter des örtlichen "Büro 610" Mu Ruili und Laomi zogen ihn bis auf die Haut aus, hängten ihn auf und prügelten auf ihn ein. Außerdem spielten sie an seinem Geschlechtsteil herum, um ihn zu demütigen. Ein Polizist zeigte mit dem Finger auf sich und sagte zu ihm: „Ich bin eben so ein von euch bezeichneter‚ böser Polizist.“ Diesmal wurde Wang Yuncai zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Infolge der langjährigen seelischen und körperlichen Quälereien erkrankte Herr Wang an Lungentuberkulose und wurde deswegen zweimal vom Arbeitslager abgelehnt. Unter diesen Umständen wurde er im Untersuchungsgefängnis der Polizeibehörde Dagang vier Monate lang gefangen gehalten. Noch bevor die Krankheit ausgeheilt war, verlegte man ihn ins Arbeitslager Banqiao. Weil er dort mit Hungerstreik gegen die Misshandlung protestierte und Protestbriefe schrieb, wurde er nach sieben Monaten freigelassen, um sich medizinisch behandeln zu lassen.

Nach drei Monaten seiner Freilassung hatte die KPCh ihren 16. Volkskongress. Zu diesem Anlass nahm die Polizeidienststelle Shengli Herrn Wang erneut fest und brachte ihn ins Arbeitslager. (Anmerkung der Übersetzerin: Die KPCh hat Angst vor öffentlichen Protesten und so nimmt sie solche Anlässe als Vorwand, Falun Gong-Praktizierende festzunehmen) Das war das 6. Mal, dass er verfolgt wurde. Schließlich wurde er freigelassen.

Als Herr Wang einmal sein Kind abholte, wurde er von sieben oder acht Polizisten aufgehalten, umringt und grundlos vor den Augen seines Kindes verprügelt. Bei den Schlägern handelte es sich um: Wang Jintang, Wang Chunhe, Zhang Lei und Wang Fujun usw. Danach wurde er verschleppt. Seine Wohnung wurde geplündert und er kam erneut ins Arbeitslager. Weil seine Frau diesen großen Druck nicht mehr ertragen konnte und von anderen animiert wurde, sich scheiden zu lassen, reichte sie schließlich die Scheidung ein. So wurde er nicht nur körperlich und seelisch von der Polizei gequält, sondern verlor auch noch seine Familie. Er litt sehr darunter.

Eines Tages war er auf dem Weg, um sein Kind zu besuchen. Als sein Kollege Zhang Liusuo vom Sicherheitsdienst der petrochemischen Firma davon erfuhr, ging er mit dem Parteisekretär Zhang Fusheng zu Herrn Wangs Eltern und wollte sie anstiften, Wang Yucai zu beschimpfen und zu schlagen. Dies lehnten die Eltern ab. Daraufhin wollten sich die beiden rächen und nahmen Herrn Wang erneut fest. Es war das 8. Mal, dass er verhaftet wurde.

Als seine 3-jährige Haftzeit im Arbeitslager um war, ging Herr Wang zurück zu seinem Arbeitsplatz. Sein Vorgesetzter Zhang Fusheng gab ihm nur 400 Yuan (ca. 40 Euro) monatlich und entließ ihn schließlich aus der Firma.

Obwohl Herr Wang mehrmals verfolgt wurde und unzählige Leiden ertragen hatte, dachte er im Herzen immer noch daran, die von Lügen der KPCh vergifteten Menschen aufzuklären. Als er im Jahre 2005 auf dem Land Informationsmaterialien über die Verfolgung gegen Falun Gong verteilte, wurde er von einem Bauer, der die wahren Hintergründe nicht kannte, angezeigt . So wurde Herr Wang Yuncai erneut festgenommen. Weil sein Gesundheitszustand extrem schlecht war, wurde sein Urteil „Umerziehung durch drei Jahre Arbeit “ außerhalb des Arbeitslagers vollstreckt. Dies war das 9. Mal, dass er verfolgt wurde.

Drei Jahre später wollte die Erziehungsbehörde ihn nicht wieder als Sportlehrer anstellen, weil sich das "Büro 610" eingemischt hatte. Erst Anfang 2009 bekam der damalige ausgezeichnete Sportlehrer einen Platz als Pförtner in der Erziehungsbehörde.

Infolge der langjährigen Verfolgung verschlechterte sich sein Gesundheitszustand. Anfang 2010 konnte er fast nicht mehr laufen. Er musste seinen Arbeitsplatz aufgeben und wurde von seiner alten Mutter gepflegt. Schließlich starb er am 16. Juni 2011.