Deutschland, Bremen: Folterkäfig vor dem Bahnhof

Medienbericht beschreibt den Protest der norddeutschen Praktizierenden gegen die Unterdrückung von Falun Gong in China

(Minghui.de) Der Weserkurier, Bremens Tageszeitung, berichtete am 28. Juli 2011 in seinem Regionalteil über den Protest der norddeutschen Falun Gong-Praktizierenden vor dem Bahnhof in Bremen anlässlich des 12. Jahrestages der Verfolgung von Falun Gong in China.

Dieser Tag war geprägt von Regenschauern und Sturmböen und besonders über den Bahnhofsvorplatz fegten immer wieder orkanartige Windböen, die die Transparente der Falun Gong-Praktizierenden wegrissen und Haltestangen zerbrachen. Der Weserkurier vermerkt hierzu:

„Auch starker Wind hat die Teilnehmer der Falun Dafa-Demonstration vor dem Hauptbahnhof nicht aus ihrer Ruhe und Konzentration gerissen … Die Frauen und Männer führten die fünf Formen der Körper- und Meditationsbewegungen des Falun Dafa vor und verteilten Flugblätter und Informationsmaterial. Es war eine stille Form des Protestes, auch wenn drastische Bilder von Folteropfern und Leichen, denen Organe entnommen wurden, den einen oder anderen vorbeihastenden Passanten geschockt haben dürften.“

Bericht in der Tageszeitung Weserkurier zu einer Veranstaltung der norddeutschen Falun Gong-Praktizierenden vom 28. Juli 2011

Besonderes Interesse des Journalisten erweckte ein kleiner Käfig, der neben dem Informationsstand der Falun Gong-Praktizierenden aufgestellt war.

„Um die Foltermethoden anschaulich zu machen, war ein Käfig kaum größer als einmal ein Meter vor einem kleinen Stand ausgestellt. In solchen Käfigen würden Anhänger der Falun Dafa in China gesperrt und gefoltert.“

Weiter nahm der Journalist Bezug auf die Untersuchungsergebnisse von David Kilgour und David Matas im Jahre 2006, wonach es eindeutige Indizien für Folter, Mord und Organraub an Falun Gong-Praktizierenden gebe. Kilgour und Matas Untersuchungsergebnisse seien vom UN-Sonderberichterstatter Manfred Nowak bestätigt.

Aufgrund der Informationssperre im diktatorisch regierten China ist es oft nicht leicht, Daten über das Schicksal der inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden zu erhalten. Unter der Gefahr, dadurch selber zur Zielscheibe von Verhaftung und Folter zu werden, sammeln die Falun Gong-Praktizierenden alle erhältlichen Informationen und senden sie anschließend an die Minghui-Webseite. Im Weserkurier heißt es dazu: „Die Informationen über die Verfolgung würden über das Internet aus China rausgeschmuggelt. Dabei würden sich die Informanten in große Gefahr bewegen, denn wenn sie dabei erwischt würden, drohe ihnen das Gefängnis oder das Arbeitslager“, zitiert der Weserkurier eine Falun Gong-Praktizierende aus Hannover.

„Kaum vorstellbar ist, warum eine solche Bewegung, der es im Wesentlichen um Kräftigung der physischen und psychischen Gesundheit geht, in einem solchen Maße verfolgt wird“, stellt die Tageszeitung dann fest. Und weist darauf hin: „Eine gesunde Bevölkerung sollte eigentlich in staatlichem Interesse sein.“ Der Journalist macht insbesondere die große Anzahl der Falun Gong-Praktizierenden als Grund für den Beginn der Verfolgung aus. „Die Falun Dafa-Bewegung entwickelte sich ab 1992 aus den Lehren ihres Gründers Li Hongzhi und gewann rasch neue Anhänger…Die Bewegung hatte bis zu ihrem Verbot im Jahr 1999 nach eigenen Angaben zwischen 70 bis 100 Millionen Anhänger.“Dies waren damals beinahe doppelt so viele Menschen als es Parteimitglieder in der Kommunistischen Partei Chinas gab.

Der Artikel endet mit dem Fazit: Seit dem Beginn der Verfolgung versuchen die Falun Gong-Praktizierenden in der ganzen Welt, „auf die Lage der Menschen in China hinzuweisen, wie zum Beispiel die Gruppe vor dem Bremer Hauptbahnhof. Sie tun dies in einer ihrer Bewegung angemessenen Form.“ Bei Interesse, Falun Gong kennenzulernen, verweist der Journalist auf den Übungsplatz im Bremer Bürgerpark.

Dazugehöriger Minghui-Bericht: http://www.minghui.de/artikel/65654.html
 

Rubrik: Medienberichte