Provinz Shandong: Vier Falun Gong-Praktizierende aus der Stadt Qingdao rechtswidrig verurteilt

(Minghui.org) Vier Falun Gong-Praktizierende aus Jiaonan, Stadt Qingdao, Provinz Shandong, wurden rechtswidrig zu Gefängnisstrafen verurteilt und befinden sich jetzt im Gefängnis Jinan. Herr Zhang Maoyuan wurde zu sieben Jahren, Herr Li Qibing zu dreieinhalb Jahren und Herr Geng Dexiao zu fünf Jahren Haft verurteilt. Herrn Yin Qiyes Haftzeit ist noch zu klären.

Behinderte Senioren ohne Fürsorge, weil ihre Kinder verhaftet wurden

Das Komitee für Politik und Recht der Regierung Jiaonan und das Büro 610 in Qingdao verhafteten 14 Falun Gong-Praktizierende im März und April 2012. Herr Zhang Maoyuan und seine Frau Feng Jinhua wurden am 27. März auf dem Nachhauseweg von der Arbeit von Polizisten der Wache Zhangjialou festgenommen. Herr Zhang wurde in das Gefängnis Jiaonan gebracht, während Frau Feng in das Gefängnis Dashan in Qingdao gebracht wurde. Bei Frau Feng wurde später hoher Blutdruck festgestellt und das Gefängnis verweigerte ihre Aufnahme. Das Komitee für Politik und Recht und das Büro 610 verlegten sie daraufhin in das Gehirnwäschezentrum Jinan.

Herr Zhang und Frau Feng waren in ihrem Heimatort, dem Dorf Xiaohedong in Jiaonan als gute Menschen bekannt. Sie sorgten gut für beide alten Eltern: einen 85 Jahre alten Vater, ein Veteran, der seit zehn Jahren gelähmt im Bett liegt und eine 87 Jahre alte Mutter, die blind ist und nicht alleine zurechtkommt. Ihre fürsorglichen Kinder kümmerten sich gut um beide und umsorgten sie.

Nachdem die Polizisten Herrn Zhang und Frau Feng verhaftet hatten, sperrten sie die beiden behinderten Senioren in ihre Zimmer ein. Als die Verwandten davon Kenntnis erlangten, hatten diese beiden alten Leute zwei Tage lang nichts zu essen gehabt. Die Angehörigen und die Nachbarn brachen in Tränen aus, als sie sie rufen hörten: „Wo ist unser Sohn? Warum kocht er uns nichts und bringt uns kein Essen!“

Vater eines kleinen Mädchens festgenommen

Der Falun Gong-Praktizierende Li Qibing (45) arbeitete als Arzt im Krankenhaus für Frauen und Kinder in Jiaonan. Seine Frau arbeitet im Ausland und er lebte zusammen mit seiner siebenjährigen Tochter Zhenzhen und seinen Eltern, die fast 80 Jahre alt sind. Außerdem half Herr Li auch oft seinen Schwiegereltern, die in der gleichen Stadt wohnen.

Herr Li wurde am 6. März mittags zu Hause festgenommen. Die Großeltern getrauten sich nicht, dies ihrer Enkelin Zhenzhen zu sagen, als sie nach Hause kam. Stattdessen behaupteten sie, dass ihr Vater geschäftlich unterwegs sei. Als dieser jedoch mehrere Tage später immer noch nicht zu Hause war, stellte Zhenzhen ständig Fragen in Bezug auf den Verbleib ihres Vaters. Einmal weinte sie so sehr, weil sie ihn so vermisste, dass sie sich erbrach. Zhenzhen wurde normalerweise täglich von ihrer Großmutter mütterlicherseits von der Tagespflege abgeholt und manchmal blieb sie bei dieser Großmutter über Nacht. Nun will sie jedoch immer sofort nach Hause, um dort zu sein, falls ihr Vater freigelassen wird. Sie trugen ihr auf, fleißig zu lernen und zu lernen, wie man Briefe schreibt, damit sie ihrem Vater schreiben könne. Das Kind nickte immer unter Tränen.

Als Herr Li im Gefängnis Jiaonan eingesperrt war, ließ das Büro 610 von Jiaonan keine Familienbesuche bei ihm zu. Erst einen Monat später erhielt sein Vater eine Benachrichtigung vom Büro 610 Jiaonan, in der die Verhaftung seines Sohnes Li Qibing bestätigt wurde. Die ganze Familie verfiel in tiefe Betrübnis, als sie erfuhr, dass er vor Gericht gestellt würde.

Am 6. August fand die Verhandlung gegen Geng Dexiao, Yin Qiye und Li Qibing im Stadtgericht Jiaonan statt. Die Verhandlung von Herrn Zhang Maoyuan fand am 22. August statt und die von Zhang Shuxin, Zhang Shuwen, Chen Yuzhen und Frau Feng Jinhua am 23. August. Der Staatsanwalt Sun Chunfang beschrieb nur kurz den Fall und Richter Liu Jinren ging ebenso kurz die Anklagepunkte durch.