Todesmeldung: Mutige Tat forderte nach langen Jahren ein weiteres Opfer (Provinz Liaoning) (Fotos)

Weil sie im Fernsehen Programm über Falun Gong sendete, wurde Praktizierende zu Tode verfolgt

(Minghui.org) Berichte über Falun Gong werden vom chinesischen kommunistischen Regime stark zensiert, seit es die Praktik verboten hat. Frau Yang Chunling hatte sich über diese Zensur hinweggesetzt, indem sie sich das Kabelfernsehnetz zu Nutze machte und ein Video über die berüchtigte Geschichte des Regimes und dessen Verfolgung von Falun Gong abspielte. Doch vor kurzem bezahlte sie den höchsten Preis für ihren Mut, die Zensur der Partei zu durchbrechen. Sie starb am 2. April 2014, ein Jahr nach ihrer Freilassung aus dem Gefängnis, im Alter von 40 Jahren.

Verlobte Yang Chunling und Yang Benliang

Sieben Jahre Gefängnis wegen Ausstrahlung von Programm über Falun Gong

Frau Yang und andere Falun Gong-Praktizierende hatten am 5. September 2005 das Kabelfernsehnetzwerk von Liaoyang, Provinz Liaoning, benutzt und ein 90 Minuten langes Video gesendet, das die ´Neun Kommentare über die kommunistische Partei `beinhaltete, ein Dokumentarbericht über die berüchtigte Geschichte der Partei und ihrer Verfolgung von Falun Gong.

Im Gegenzug gaben die Behörden der KPCh den Befehl „tötet sie alle“, und die lokale Polizei begann eine Welle von Verhaftungen.

Frau Yang war am 13. Oktober 2005 in ihrem Haus in Dalian, Provinz Liaoning, verhaftet worden. Sie wurde in die Haftanstalt Liaoyang gebracht und eingesperrt. Aus Protest gegen die Festnahme war sie damals in einen Hungerstreik getreten und hatte später, als sie krank wurde, aus medizinischen Gründen Haftaussetzung bekommen.

Dann, im April 2006, war sie in Fushun, Provinz Liaoning, wieder verhaftet und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Ihr Verlobter, Yang Benliang, war auch für sein Engagement bei der Sendung verhaftet worden. Später wurde er zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt.

Frau Yangs zukünftige Schwiegermutter, Frau Cao Yuzhen, war verhaftet worden, als sie Frau Yang und ihren Verlobten besuchte, danach hielt man sie in der Haftanstalt Liaoyang fest und verurteilte sie später zu neun Jahren Gefängnis.

Frau Yangs Bericht über ihre Verfolgung und Misshandlung

„Ich wurde im Jahr 2006 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Polizei brach meinen rechten Arm, als sie mich verhafteten. Während ich eingesperrt war, ging ich acht Monate lang in einen Hungerstreik, um gegen meine Haft zu protestieren. Die Behörden der Haftanstalt versuchten mich drei Mal in ein Gefängnis zu bringen, doch wegen meiner schlechten Gesundheit wurde ich dort abgelehnt. Das Frauengefängnis Liaoning, auch bekannt als Gefängnis Dabei, hat mich schließlich aufgenommen, nachdem sie von Funktionären der Haftanstalt bestochen worden waren.

Ich wurde in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Die dortigen Wärter beauftragten einige Insassen, die ehemalige Praktizierende waren und dem starken Druck nicht hatten standhalten können, mir rund um die Uhr verleumderische Materialien über Falun Gong vorzulesen. Doch hatten sie keine Chance meinen Glauben zu erschüttern, denn ich antwortete mit den Worten ´Falun Gong ist gut`.

Die Gefängnisbehörden verlangten, dass ich während der Weihnachtszeit 2006 arbeitete. Ich weigerte mich und sagte laut: ´Falun Gong ist gut`. Insassin Zhao Yan bedeckte meinen Mund mit ihrer Hand, stieß mich zu Boden und brach mir den rechten Arm. Der Gefängniswärter Cong Zhuo, Chef der Behindertenabteilung des Gefängnisses und zuständig für die Gehirnwäsche von Praktizierenden, sah alles, unternahm aber nichts. Sie brachten mich in ein Krankenhaus wo die Ärzte eine Schiene aus zwei Holzbrettern machten und an meinem Arm anbrachten. Der gebrochene Knochen war jedoch sichtlich verschoben.

Weil ich mich weigerte in der Werkstatt noch mehr Arbeit zu leisten und weil ich ´Falun Gong ist gut` sagte, befahlen die Gefängniswärter den Häftlingen, mich zu überwachen. Mir wurde mehrere Tage lang der Schlaf entzogen.“

Yang Chunhua, die jüngere Schwester von Frau Yang, berichtet

Frau Yang Chunhua berichtet über ihre Schwester

„Die Polizei schlug meine Schwester grausam und brach ihr den Arm, als sie festgenommen wurde.

Im Gefängnis befahl Cong Zhuo den vier brutalsten Häftlingen, sie zu schlagen. Sie stießen sie zu Boden, setzten sich auf sie und schlugen auf ihre Brüste und Geschlechtsteile.

Die Häftlinge schleppten sie einmal zurück in ihre Zelle, als sie herausgeeilt war und „Falun Gong ist gut“ rief. Sie stülpten ihr einen Plastikbeutel über den Kopf, warfen sie zu Boden, setzten sich auf sie und schlugen sie stundenlang. Über Nacht wurde ein gesundes und lebhaftes Mädchen zum Krüppel.

Dennoch hegte meine Schwester keinen Groll gegen die Häftlinge und erzählte ihnen von den Prinzipien von Falun Gong Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.

Eine Insassin, die wegen Mordes eingesperrt war und die äußerst grausam und gnadenlos gewesen war, wurde durch sie verändert. Sie sagte zu meiner Schwester: „Wenn ich freikomme, werde ich nicht mehr gewalttätig sein. Ich werde auch Falun Gong lernen.”

Die siebenjährige Freiheitsstrafe forderte ihren Tribut an der Gesundheit meiner Schwester. Ihr Herz schlug unregelmäßig und bei ihr wurden drei harte Knoten in der Brust diagnostiziert. Die Knoten brachen auseinander und Eiter und Blut liefen heraus. Trotzdem forderten die Gefängnisbehörden immer noch von ihr, dass sie eine Garantie-Erklärungen schrieb und auf Falun Gong verzichtete. Das war die Bedingung für ihre Freilassung.

Meine Schwester blieb trotz aller Folter standhaft in ihrem Glauben an Falun Gong.“

Sie starb ganz alleine

Frau Yang wurde am 11. März 2013 freigelassen, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert worden war. Sie hatte niemanden, denn ihre Mutter war gestorben und ihr Verlobter und die zukünftige Schwiegermutter waren immer noch eingesperrt.

Obwohl Frau Yang freigelassen worden war, war sie nicht frei, denn sie wurde von Polizisten vor Ort überwacht, sogar wenn sie einkaufen ging. Sie hatte Angst, dass sie wieder festgenommen würde. So befand sie sich Tag für Tag unter enorm großem Druck und konnte sich nicht mehr von den Foltermethoden, die sie hatte erleiden müssen, erholen.

Frau Yang Chunhua berichtete: „Meine Schwester weigerte sich in der ersten Woche nach ihrer Freilassung etwas zu essen. Sie glaubte, dass jemand ihr vergiftetes Essen gegeben hätte. Sie konnte oft nicht schlafen und ging mitten in der Nacht nach draußen und war voller Angst.“

Am 1. April 2014, an ihrem 40. Geburtstag, versuchte Frau Yang ihren 76 Jahre alten Vater und ihre Schwester Chunhua anzurufen. Sie war jedoch zu schwach die Nummern zu wählen und musste eine Freundin darum bitten, es für sie zu tun. Diese Freundin machte sich Sorgen um sie. Doch Frau Yang sagte, es ginge ihr gut. Am nächsten Tag fand diese Freundin sie tot auf dem Boden liegen. Sie starb ein Jahr nach ihrer Freilassung aus dem Gefängnis.

Ihr Verlobter und die zukünftige Schwiegermutter, die immer noch eingesperrt sind, wissen immer noch nichts von ihrem Tod.

Rückblick: Frau Yang berichtet über ihre Haft im Zwangsarbeitslager im Jahr 2002

„Ich wurde im Mai 2002 zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das berüchtigte Zwangsarbeitslager Masanjia in Shenyang, Provinz Liaoning gebracht, weil ich Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt hatte. Mir wurde gesagt, ich müsse bis Ende 2002 Falun Gong aufgeben. Um dies zu erreichen folterten sie mich. Ich wurde im Bad eingesperrt und durfte viele Tage lang nicht schlafen. Später brachten sie mich zu Gehirnwäschesitzungen in andere Arbeitslager.

Eines Tages ergriff ein Gefängniswärter meine Haare und schlug meinen Kopf gegen die Wand. An meiner Stirn war eine Beule so groß wie ein Ei, die einen Monat lang ständig blutete. Mein Gesicht war stark aufgeschwollen und sie erlaubten meiner Familie nicht, mich zu besuchen. Sie riefen: ´Bestehst du nicht darauf, die Wahrheit zu sagen, so wie es Falun Gong erklärt? Genau das verdienst du und du wirst es nicht bereuen.`

Folternachstellung: Haare ergreifen und den Kopf gegen die Wand schlagen

Ich wurde in die Abteilung gebracht wo sich standhafte Praktizierende befanden. Sie zwangen mich, meine Beine übereinander zu legen, so wie bei der Falun Gong Meditation, verschnürten mich und fesselten meine Hände mit Handschellen 36 Stunden lang an einen Heizkörper. Als sie mich losbanden, konnte ich mich nicht bewegen, trotzdem befahlen sie einigen Häftlingen, mich zu schlagen.

Folterdarstellung: Die Beine in der Lotusposition verschnürt

Um meinen Glauben zu erschüttern brachten sie mich in eine Einrichtung zur strikten Disziplin, wo sie versuchten, mich dazu zu zwingen, Falun Gong aufzugeben. Die Wärterin Zhang Lei entzog mir den Schlaf und fesselte mich viele Tage lang mit Handschellen an einen Heizkörper. In der Zwischenzeit verleumdete sie Falun Gong und drohte: ´Wenn du darauf bestehst Falun Gong zu praktizieren, wirst du ins Gefängnis Dabei gebracht.`

Die Wärterinnen versuchten mit vielen verschiedenen Dingen Praktizierende zu zwingen, Falun Gong aufzugeben. Die Praktizierende Frau Zhang aus Benxi, Liaoning, wurde mit einem zusammengerollten Bettlaken gewürgt.

Als die Arbeitslagerbehörden es nicht schafften, dass ich meinen Glauben aufgab, verlängerten sie meine Haftzeit um fünf Monate.“

Die jüngere Schwester von Frau Yang war zur gleichen Zeit zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Ihre Haftstrafe wurde um vier Monate verlängert, weil sie sich weigerte Falun Gong aufzugeben.

Mutter stirbt vor Kummer

Frau Yangs Mutter, Frau Dong Baoxin, hatte vom Mai 2002 bis zum September 2004 viele Male versucht, ihre Töchter zu sehen, als diese im Arbeitslager festgehalten wurden, doch ohne Erfolg.

Auch sie selbst blieb im Zuge der brutalen Verfolgungspolitik des Regimes nicht verschont. Zweimal war sie festgenommen worden, weil sie mit Menschen über Falun Gong sprach.

Sie war im Dezember 2000 verhaftet worden, als sie mit ihren Töchtern in ihrem Haus in Dalian Informationsmaterialien über Falun Gong herstellte. Ihre Töchter konnten damals der Verhaftung entkommen, aber sie wurde nach Fushun gebracht, wo sie zu Zwangsarbeit im dortigen Arbeitslager verurteilt wurde. Sie wurde grausam gefoltert. Einen Monat später wurde ihre Haft aus medizinischen Gründen ausgesetzt, als sie eine schwere Lebensmittelvergiftung bekam.

Im Januar 2001 waren Frau Dong und ihre Töchter erneut verhaftet worden. Sie wurden in der Polizeistation Houjiagou 24 Stunden in einen Eisenkäfig gesperrt und später in ein Drogenrehabilitationszentrum des Amtes zur Gesetzvollstreckung in Dalian gebracht.

Als Frau Yang Chunhua freigelassen wurde, wollte die Polizei ihre neue Adresse wissen. Deshalb verließ sie ihre Heimat, um weiteren Schikanen zu entgehen.

Frau Dongs Gesundheitszustand war bereits lebensgefährlich. Sie wurde vor Kummer und Stress krank. Doch die lokalen Polizisten hörten nicht auf, sie zu schikanieren. Sie musste deshalb ihr Haus verkaufen und in eine andere Stadt ziehen.

Als Frau Yang aus dem Zwangsarbeitslager Masanjia freigelassen wurde, konnte Frau Dong ihre Tochter noch nicht einmal erkennen. Im Oktober 2004 starb Frau Dong vor Kummer.

Hintergrund

Frau Yang wurde in der Stadt Fushun, Provinz Liaoning geboren. Sie absolvierte die Universität Liaoning und nahm danach eine Arbeit in der Bibliothek der Universität für Technologie in Dalian an. Später arbeitete sie nach Aussagen ihrer Schwester als Englisch Übersetzerin für ein Handelsunternehmen in der Provinz Liaoning. Ihr zukünftiger Ehemann war Chinesisch Lehrer in der Mittelschule Nr. 51 in Dalian.

Beide schätzten Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht und verlobten sich bald. Im Dezember 2004 wollten sie heiraten.

Das Einspeisen der ´Neun Kommentare über die kommunistische Partei` in das Kabelnetz war neun Monate, nachdem sie sich zur Eheschließung hatten registrieren lassen. Die Hochzeit fand nie statt.

Auch Yang Benliang war in den vergangenen Jahren in verschiedenen Gefängnissen eingesperrt gewesen und ist zurzeit immer noch in Haft. Er weiß noch nichts vom Tod seiner Verlobten.