(Minghui.org) In China werden Ärzte oft als „Engel in Weiß“ bezeichnet. Mein Großvater war einer der zahlreichen Ärzte der chinesischen Medizin. Viele Menschen in unserer Gemeinde hatten eine sehr hohe Meinung von ihm und respektierten ihn in hohem Maße.
Es war keine Überraschung, dass meine Mutter hoffte, dass ich Medizin studieren und auch Arzt werden würde, um die Familientradition fortzusetzen. Ich versuchte es, war aber nicht in der Lage dazu.

Chinas medizinische Gemeinschaft hat sich mit den Jahren verändert, viele Ärzte betrachten die Patientenbehandlung nicht mehr als ihre oberste Priorität. Anspruchsvolle Auszahlungen und Bestechungsgelder als Voraussetzung für die medizinische Versorgung sind immer mehr an der Tagesordnung.

Doch die Praktiken der Ärzte in den Arbeitslagern sind noch schockierender: Die landesweite Verfolgung von Falun Gong verwandelte viele Ärzte von „Engeln in Weiß“ zu „Mördern in Weiß“.

Nachfolgend sind zwei Fälle aufgeführt, die sich im Wangcun Arbeitslager in der Provinz Shandong zugetragen haben.

Frau Gu Jing

Frau Gu Jing (谷 静), 72, lebte in einer Personalwohnung auf dem Gelände des Taicheng Petrochemie-Unternehmens in der Stadt Tai'an, Provinz Shandong. Im März 2000 verurteilte man sie wegen des Praktizierens von Falun Gong zu zwei Jahren Zwangsarbeit. Als sie gefoltert wurde, bis sie in Lebensgefahr schwebte, entschied das Arbeitslager, sie aus medizinischen Gründen zu entlassen.

Am Tag vor ihrer Entlassung kam Frau Gu auf die Krankenstation, wo ein Arzt ihr eine Injektion mit einer unbekannten Substanz gab. Kurz danach traten bei ihr Atembeschwerden, Bauchschmerzen, Erbrechen und starker Durchfall auf.

Die Lagerleitung war sich ihres endlichen Schicksals so sicher, dass sie ihren „Tod“ bald darauf vorzeitig auf der lokalen Polizeidienststelle meldeten.

Frau Gus Tochter war am nächsten Tag total verwirrt, als sie Besuch von einem Freund bekam, der sie über den „Tod“ ihrer Mutter trösten wollte. Dieser Freund hatte Insider-Informationen von einem Verwandten gehört, der bei der Polizei arbeitete, und dachte fälschlicherweise, dass ihre Mutter in der Tat durch die Injektion gestorben wäre.

Frau Wang Cuilan

Im Januar 2001 wurde Frau Wang Cuilan (王翠兰) zu drei Jahren im Wangcun Arbeitslager verurteilt, wo man ihr zusätzlich zu Folter mit Schlägen und Zwangsernährung unbekannte Substanzen verabreichte. Als Ergebnis dieser Behandlung wurde sie schließlich psychisch krank.

Nachdem sie im Jahr 2003 aus dem Arbeitslager entlassen worden war, lief Frau Wang oft von zu Hause fort. Folglich musste ihre Familie sie einsperren. Nachdem sie Zehntausende von Yuan ausgegeben hatten und sie in mehreren psychiatrischen Einrichtungen gewesen war, gab es immer noch keine Besserung. Im März 2012, nach etwa zehn Jahren des Kampfes mit einer psychischen Erkrankung, starb Frau Wang Cuilan im Alter von 45 Jahren.

Psychiatrische Misshandlung ist nur eine der vielen Qualen, die Falun Gong-Praktizierende während der anhaltenden Verfolgung in China seit Juli 1999 ertragen müssen. Einige Ärzte haben auch am Organraub an lebenden Praktizierenden teilgenommen. Dieser Vorwurf kam zum ersten Mal im Jahr 2006 auf, und obwohl dies jetzt allgemein als Tatsache akzeptiert wird, hat sich das Ausmaß noch nicht vollständig offenbart.