(Minghui.org) Ich bin eine junge Praktizierende aus Deutschland und bin 14 Jahre alt.

Bis vor Kurzem habe ich mir immer viele Gedanken darüber gemacht, wie ich in meinem Umfeld Menschen von Falun Gong erzählen könnte, um sie zu erretten. Da ich noch nicht so alt bin, fand ich immer, dass es für andere seltsam wäre, wenn ich erzählen würde, ich würde einen Kultivierungsweg namens Falun Gong praktizieren. Ich fand, dass das etwas sehr Außergewöhnliches ist, was man erst als Erwachsene beschließt zu tun. Ich bin natürlich sehr dankbar, Falun Gong schon seit meiner Geburt zu kennen und nun auch wirklich praktizieren zu können, aber ich traute mich vor allem nicht, anderen Jugendlichen davon zu erzählen.

Ich dachte fiel darüber nach, ob die Befürchtung, dass andere das nicht verstehen könnten, richtig war. Denn schließlich sollen wir Praktizierende nach meinem Verständnis in der Gesellschaft ja auch nicht seltsam wirken.

Andererseits wollte ich mit der Menschenerrettung auch nicht bis zu meinem 18. Geburtstag warten. Deshalb nahm ich mir manchmal morgens vor: „Heute gibst du dieser bestimmten Person einen Flyer, egal ob du es in dem Moment merkwürdig findest oder nicht!“ Die Reaktionen dieser Personen waren nie negativ, aber richtig positiv auch nicht. Sie sagten meistens einfach: „Was ist das?“ oder „Aha, okay. Danke.“ Ich aber war nach jedem Flyer, den ich vergeben hatte, sehr erleichtert und froh, dass ich mich getraut hatte. Denn an den Tagen, an denen ich mir vorgenommen hatte, einen Flyer zu verteilen oder jemandem einfach nur von Falun Gong zu erzählen, war ich die ganze Zeit angespannt, bis ich es sozusagen „hinter mir hatte“. Ich dachte mir immer Sätze aus, die ich beim Verteilen sagen würde. Mir schien es nicht richtig, dass mich diese Art von Menschenerrettung so viel Energie kostete. Jedoch hielt ich es auch nicht für richtig, dass ich mit circa 20 Schülern seit mehreren Jahren in eine Klasse ging und mit einigen sogar gut befreundet war, aber nur etwa fünf von ihnen wussten, was Falun Gong ist.

Eine sehr gute Chance ergab sich mir, als wir im Religionsunterricht der Schule das Thema „Meditation“ behandelten und ich Falun Gong vorstellen durfte. Ich gab jedem der zehn Schüler, die am Religionsunterricht teilnahmen, und der Lehrerin einen Flyer und zeigte ihnen die Übungen. Einige waren begeistert und sogar interessiert, an den Übungen im Park teilzunehmen. Sie haben es zwar bis heute noch nicht gemacht, teilen mir aber immer wieder mit, dass sie es einmal machen wollen. Diese Chance hat mir sehr geholfen, da ich nun zumindest mit der Hälfte der Klasse über Falun Gong reden konnte, ohne dass sie es eventuell seltsam fanden.

Sprachreise nach England

Nun, zum Ende des Schuljahres, gab es das freiwillige Angebot einer Sprachreise nach England, woran ich teilnahm. Dort wohnten wir eine Woche lang jeweils zu zweit in einer Gastfamilie. Ich machte mir vorher schon Gedanken, wie ich dort die Zeit und eine passende Situation zum Fa-Lernen und Praktizieren der Übungen finden würde. Ich dachte, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn ich zu Hause geblieben wäre. Dann hätte ich wie immer das Fa lernen und die Übungen praktizieren können, ohne mich anderen anpassen zu müssen. Da ich es allerdings nicht mehr ändern konnte, beschloss ich, diese Reise zu nutzen, um den Menschen von Falun Gong zu erzählen.

So kam ich also mit meiner Freundin A in eine Gastfamilie. Dieser Freundin hatte ich schon einmal von Falun Gong erzählt und sie fand es sehr gut und war Falun Gong gegenüber recht aufgeschlossen. Auch als ich ihr von der Verfolgung erzählte, stimmte sie mir zu, dass dies eine sehr schlimme Sache sei. Somit fiel es mir auch in England leicht, ihr zu erklären, dass ich jeden Tag das Fa lernen und die Übungen praktizieren würde. Danach war ihr Interesse sogar so sehr geweckt, dass ich ihr jeden Tag eine Übung beibrachte und wir uns an einem Abend ziemlich lange über die Verfolgung und generell das Gute und Schlechte in der momentanen Welt unterhielten.

Außerdem fand ich einen passenden Moment, unserem dortigen Englischlehrer einen Flyer zu geben. Er meinte daraufhin, dass er schon von der Verfolgung von Falun Gong in China gehört habe, und versicherte mir, den Flyer durchzulesen. Ich freute mich, dass ich es geschafft hatte, ihm den Flyer ohne viele Vorüberlegungen zu geben und er dadurch hoffentlich errettet werden konnte.

Am Ende der Woche in England verabschiedeten meine Freundin A und ich uns von den Gasteltern. Dabei gab ich der Gastmutter einen Flyer, den auch sie mir versprach zu lesen.

So hatte ich meine einwöchige Englandreise erfolgreich genutzt, um drei Menschen über Falun Gong aufzuklären. Das mag im Vergleich zu anderen Praktizierenden nicht viel sein, doch war es für mich schon ein guter Fortschritt.

Klassenfahrt

Direkt in der darauffolgenden Woche fuhr ich mit meiner Schulklasse auf Klassenfahrt. Erfüllt von den positiven Erfahrungen der vorhergehenden Woche nahm ich ein Tablet mit der Musik der Übungen mit, um eventuell noch anderen Mitschülern meiner Klasse die Übungen beizubringen. Am ersten Abend wurde ein WM-Fußballspiel von Deutschland gezeigt, das sich all meine Freundinnen ansahen. Meine Freundin A (von der Englandreise) und mich interessierte das allerdings nicht so sehr, sodass wir stattdessen in unserem Zimmer wieder gemeinsam eine Übung machten. Schon da erzählte sie begeistert den anderen Mädchen aus unserem Zimmer, wie toll diese Übungen seien und dass ich ihr diese beigebracht hätte.

Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam mit dem Fahrrad zu einer anderen Jugendherberge. Da es sich dabei eigentlich um ein evangelisches Jugendzentrum handelte, gab es in unserem Gebäude einen „Raum der Stille“. Während ich mich in meinem Zimmer beschäftigte, hatten sich dort ein paar Schüler meiner Klasse, unter anderem meine Freundin A, eingefunden und waren auf die Idee gekommen zu meditieren. Da erzählte meine Freundin A, dass ich ihr die Übungen von Falun Gong beigebracht und auch die Übungsmusik dabei hätte. So kamen sie zu mir, um mich zu fragen, ob sie die Musik haben dürften. Ich war sehr überrascht, dass ich ihnen nun die Übungen beibringen konnte, ohne irgendetwas dafür getan zu haben. Es war ihre eigene Idee gewesen, die Übungen zu lernen.

Während ich sie ihnen beibrachte, kamen immer mehr Mitschüler, die mitmachen wollten. Manche von ihnen waren schon dabei gewesen, als ich damals im Religionsunterricht die Übungen erklärt hatte, und hatten dies in guter Erinnerung behalten.

Zum Schluss waren wir rund zehn Personen, die die Übungen machten. Allerdings kam dann um 22.45 Uhr unser Klassenlehrer herein und bat uns, in die Betten zu gehen. Obwohl alle noch die 5. Übung zu Ende lernen wollten, brachen wir ab und gingen schlafen. Im Bett spürte ich, wie warm mir war und dass sehr viel Energie durch meinen Körper kreiste.

Ich machte mir Gedanken, ob unser Schullehrer Falun Gong nun in schlechter Erinnerung behalten würde, weil wir es noch so spät abends geübt hatten. Doch war auch diese Sorge unbegründet. Denn als wir in der folgenden Woche wieder bei ihm Unterricht hatten, wertete er die Klassenfahrt aus, indem er zu jedem Schüler etwas Charakteristisches sagte, das er sich von der Klassenfahrt über ihn gemerkt hatte. Bei mir meinte er, dass es für Jugendliche in unserem Alter bestimmte Klischees gäbe, wofür man sich interessiere und womit man sich beschäftige. Deshalb fand er es sehr gut und bemerkenswert, dass wir, vor allem natürlich ich, uns mit dieser Art von Meditation beschäftigt hätten. Durch diese positive Bemerkung bekam ich die Chance, auch ihm einen Flyer zu geben, um ihm näher zu erklären, um was für eine Praktik es sich bei Falun Gong handelte.

In den Sommerferien erlebte ich noch eine weitere Erfahrung, die mich erkennen ließ, dass meine Sorge, Jugendliche könnten Falun Gong nicht verstehen, nicht berechtigt war. Sie waren manchmal sogar so begeistert von den Übungen, dass sie auch andere davon überzeugten mitzumachen.

Mir ist bewusst, dass allein die Übungen die Menschen nicht erretten können. Jedoch haben mich diese Erfahrungen zumindest motiviert, mit noch mehr Menschen über Falun Gong zu sprechen und somit möglichst viele wirklich zu erretten.

Da ich in meinen Erkenntnissen bestimmt noch Fehler habe, bitte ich um Verständnis!

Danke, Meister, für diese Erfahrungen!