(Minghui.org) Seit die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Gong begann, wurde auch der Mittelschullehrer Liu Naihe aus der Stadt Lianyungang schikaniert und verfolgt. Seit dem Jahr 2005, als er festgenommen wurde, durchlitt er die schlimmsten Torturen.

Erst kürzlich wurde er wieder festgenommen. Das war Ende Juli 2014. Beamte aus dem Büro 610 in Haizhou und der Polizeistation der Wirtschaftsförderungszone Haizhou waren an seiner Verhaftung beteiligt. Sein derzeitiger Aufenthaltsort ist uns nicht bekannt.

2005: Verfolgung in der Gehirnwäsche-Einrichtung Xinghua

Die Gehirnwäsche-Einrichtung Xinghua befindet sich in der Stadt Xinghua in der Provinz Jiangsu. Wer hier fremd ist, liest das Schild „Rechtserziehungsanstalt der Provinz Jiangsu“ und ahnt nicht, dass es sich eigentlich um eine Gehirnwäsche-Einrichtung handelt, geschaffen durch das Büro 610.

Die Mehrheit der Personen, die in der Einrichtung festgehalten werden, sind Falun Gong-Praktizierende aus der Provinz Jiangsu. Die Einrichtung wird auf Provinzebene durch das Büro 610 verwaltet. Die Büros 610 aus der Stadt und dem Landkreis holen Beamte mit Erfahrung in der „Umerziehung“ von Praktizierenden aus Polizeidienststellen, Arbeitslagern und Gefängnissen und setzen sie ein, um die Praktizierenden in der Gehirnwäsche-Einrichtung zu verfolgen, während lokale Polizisten als „Helfer“ angestellt werden.

Gehirnwäsche-Einrichtung Xinghua in der Provinz Jiangsu

Herr Liu Naihe wurde von Kuang Jun und anderen Beamten aus dem Büro 610 in Haizhou verhaftet und im Jahr 2005 von der Gehirnwäsche-Einrichtung übernommen. Er wurde gezwungen, sich Falun Gong verleumdende Videos anzusehen.

Er wurde auch gezwungen, auf Büchern von Falun Gong und einem Porträt des Gründers von Falun Gong zu sitzen. Sie ließen ihn auch auf ein Foto des Meisters Li treten. Durch diese Form seelischer Folter, wollten sie ihn zwingen, Falun Gong aufzugeben. Herr Liu wurde durch das Ereignis tief traumatisiert.

Foltermethode: Spreizen der Beine

Folterillustration: Beine spreizen

Als Herr Liu sich weigerte zu kooperieren, wurde er noch brutaler gefoltert. Eine Form der Folter, die angewandt wurde, heißt „Beine Spreizen“. Liu wurde festgehalten und gezwungen, seine Beine um 180 Grad auseinander zu spreizen. Unter den quälenden Schmerzen brach ihm der kalte Schweiß aus. Die Wärter quälten ihn weiter, bis er das Bewusstsein verlor. Um ihn wieder zu beleben, tauchten sie ihn in kaltes Wasser und setzten die Folter fort. Herr Liu war anschließend mehrere Monate nicht in der Lage zu gehen.

Daumenabdruck unter Zwang

Als Herr Liu durch die Folter total benommen war, packten die Wärter seine Hand und setzten seinen Daumenabdruck auf gefälschte Dokumente, die erklärten, dass er auf Falun Gong verzichtete.

Folternachstellung: Daumenabdruck unter Zwang

Im Zwangsarbeitslager Fangqiang gefoltert

Praktizierende, die sich in einer Gehirnwäsche-Einrichtung befinden und sich weigern, ihren Glauben aufzugeben, werden oft Gefängnissen oder anderen Einrichtungen für die weitere Verfolgung übergeben. Dies wurde auch mit Herrn Liu getan. Nachdem er in der Gehirnwäsche-Einrichtung durch die Folter fast zu Tode gekommen war, schickten ihn die Behörden in das Zwangsarbeitslager Fangqiang.

Zwangsarbeitslager Fangqiang

Jiang Guozhang, selbst ein Insasse, war für die im Arbeitslager Fangqiang inhaftierten drogensüchtigen Häftlinge verantwortlich. Ihm wurde gesagt, seine einzige Aufgabe sei es, Möglichkeiten zu erfinden, Praktizierende zu foltern. Etwas anderes habe er nicht zu tun. Es war eine entspannende Arbeit für ihn, und es war egal, ob Praktizierende dabei zu Tode gefoltert wurden.

Jiang Guozhang hatte bereits viele Praktizierende verfolgt, bevor er in das Lager kam. Er folterte Liu bis an den Rand des Todes. Herr Liu bestand nur noch aus Haut und Knochen und sein Gewicht war schließlich bei 36 kg, obwohl er über 1,70 m groß war.

Jiang Guozhangs Gefängnisstrafe wurde für seine Teilnahme an der Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden um acht Monate reduziert.

Mit kaltem Wasser übergossen

Folterillustration: Mit kaltem Wasser übergießen

Eines Tages im tiefsten Winter forderten die Wärter mehrere Gefangene auf, Herrn Liu nackt auszuziehen. Seine Peiniger öffneten mehrere mit eisigem Wasser gefüllte Behälter und schütteten den Inhalt über ihn. Zwei Gefangene zogen ihn zum Fenster, hielten seine Hände gegen die Gitterstäbe und ließen ihn im kalten Wind frieren.

Es war so kalt, dass seine Peiniger, die dicke Kleidung trugen, es auch unerträglich fanden. Als sie ihre Hände wegzogen, um sie zu wärmen, riss Herr Liu sich von ihnen los und lief weg. Die Gefangenen erwischten ihn und schlugen ihn mit einem Mopp, traten ihn und schleppten ihn zurück. In dem folgenden Kampf schlug er mit dem Kopf auf den Zementboden. Blut strömte aus seiner Stirn. Die Narbe ist noch heute deutlich sichtbar. Die Wärter standen vor dem Raum und sahen durch einen Spalt in der Tür zu, wie er gefoltert wurde.

Drei Monate in einem Käfig eingeschlossen

Folterillustration: In einem kleinen Käfig eingeschlossen

Herr Liu wurde im Arbeitslager Fangqiang auch für mehr als drei Monate in einen kleinen Käfig - 1,50 m hoch, 0,70 m breit und 1,00 m lang - gesperrt. Er nahm seine Mahlzeiten dort ein und erleichterte sich in dem Käfig. Er bekam nur sehr geringe Mengen an Nahrung.

Während des Tages wurde er der sengenden Sonne ausgesetzt und musste darin stehen bleiben. Da er zu groß war, um in dem Käfig aufzustehen, musste er sich bücken. Im Laufe der Zeit schmerzten alle Muskeln in seinem Körper unerträglich. Oft war es sehr heiß und feucht in der Nacht, so dass die Mücken erbarmungslos zustachen. Er konnte sich nicht hinlegen und musste sich in dem Käfig einrollen. An regnerischen Tagen war er den kalten Winden schutzlos ausgesetzt.

Aus medizinischen Gründen entlassen, dann gezwungen, das Haus zu verlassen, um einer Verhaftung zu entgehen

Herr Liu trat nahezu acht Monate in einen Hungerstreik, um der Verfolgung zu widerstehen. Er wurde eine lange Zeit brutal zwangsernährt und musste sogar Exkremente essen.

Folterillustration: Zwangsernährung

Die Wärter erlaubten ihm nicht, sich die Haare zu schneiden oder den Bart zu stutzen, und so sah Herr Liu ganz ungepflegt aus und bot einen scheußlichen Anblick.

Am Ende wurde Herr Liu ernsthaft krank. Die Ärzte sagten, dass seine inneren Organe beschädigt seien. Da die Wärter glaubten, dass er nicht mehr lange leben würde, entließen sie ihn aus medizinischen Gründen. Seine Familie wurde benachrichtigt, sie sollten ihn nach Haus holen. Er durfte seine Haare erst am Tag vor seiner Entlassung schneiden. Bevor ihm erlaubt wurde zu gehen, drohten die Wärter ihm, sie würden ihn zu einem noch schrecklicheren Ort schicken, wenn er nicht aufhörte, Falun Gong zu praktizieren.

Nach seiner Freilassung wurde Herr Liu durch das Praktizieren von Falun Gong wieder gesund. Allerdings suchten Kuang Jun und die anderen Beamten weiterhin nach ihm. Sie behaupteten, dass er entlassen worden sei, bevor seine Haftstrafe abgelaufen war. Sie sagten, sie brauchten ihn im Arbeitslager, um bestimmte Dokumente zu unterzeichnen.

Herr Liu Naihe ging für eine lange Zeit in die Obdachlosigkeit.

Herr Liu ist in den Vierzigern. Er war Mittelschullehrer in der Stadt Lianyungang. Seit er im Jahr 1997 begonnen hatte, Falun Gong zu praktizieren, war er gesund und sein Temperament verbesserte sich. Er wurde zu einem fleißigen Mitarbeiter und war freundlich zu anderen. Immer, wenn seine Freunde oder Verwandten Hilfe brauchten, war er für sie da.

An der Verfolgung von Herrn Liu beteiligte Personen:

Xiang Ruliang (相入亮), Leiter der Staatssicherheitsabteilung Haizhou: + 86-15861238566 Zhou Zhenghuan (周正焕), politischer Leiter des Gefängnisses: + 86-15861238590
Kuang Jun (匡军): + 86-15861238600
Lu Tongling (卢同领), Büro 610 in Lianyungang: + 86-15905139822
Lu Hongtao (吕宏韬), Staatssicherheitsabteilung Lianyungang: + 86-13805133832
Ding Weiyong (丁维永), Polizeidienststelle der Stadt Lianyungang: + 86-15861239777