Todesmeldung. Nach zehn Jahren Haft stirbt Falun Gong-Praktizierender im Alter von 41 Jahren (Fotos)

(Minghui.org) Nach zehn Jahren Haft wurde Herr Xu Huijian im April 2011 freigelassen. Er war nur noch Haut und Knochen.

Wegen der schweren Arbeit und schlechten Ernährung im Gefängnis war Herr Xu an schwerer Tuberkulose erkrankt. Er hustete die ganze Zeit, oft auch Blut. Sein Brustfell (die Haut um die Lungen) verformte sich und er konnte nicht mehr auf dem Rücken oder der rechten Seite liegen. Nur noch auf der linken Seite konnte er für kurze Zeit schlafen und hatte oft sehr große Schmerzen.

Nachdem er sehr viel Blut gespuckt hatte, verstarb Herr Xu am 24. Dezember 2014. Er war erst 41 Jahre alt.

Xu Huijian in seiner Wohnung

Blutergüsse an Xu Huijians linkem Arm

Lebensentscheidungen

Herr Xu kam aus der Stadt Baishan, Provinz Jilin. Er besuchte in den 1990er Jahren die Universität für Wissenschaft und Technologie Changchun. Man wählte ihn aus, nach dem Abschluss Hochschullehrer zu werden. Doch im Juli 1999 begann das kommunistische Regime Chinas mit der Verfolgung von Falun Gong; das war kurz vor seinem Abschluss. Die Behörden der Universität hatten damals von ihm verlangt, die Praktik aufzugeben, wenn er Dozent werden wollte. Herr Xu lehnte ab.

Am 12. April 2001 wurde Herr Xu verhaftet, während er Informationsmaterialien über die Verfolgung druckte. Polizisten brachen in seine Wohnung ein und beschlagnahmten einen Kopierer, Handys und weitere persönliche Besitztümer. Sie informierten niemanden von seiner Verhaftung.

Erst zwei Jahre später fand Herrn Xus Familie heraus was geschehen war, als sie über ihn in der Zeitung lasen. Er war im Oktober 2002 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Haft

Herrn Xus Familie besuchte ihn im Gefängnis Jilin. Er war bereits ausgemergelt und schwach.

Später brachte man Herrn Xu in das Gefängnis Tiebei in Changchun. Dort verlangte man von Besuchern ein Empfehlungsschreiben des örtlichen Büros 610. Nach großen Schwierigkeiten gelang es Herrn Xus Eltern endlich, ihren Sohn zu sehen. Er war noch dünner geworden und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Doch um seinen Eltern keine weiteren Sorgen zu bereiten, beklagte er sich überhaupt nicht über das Leiden, dass er die Jahre über ertragen hatte.

Mehrere Monate später verlegte man Herrn Xu in das berüchtigte Gefängnis Gongzhuling. Dort wurden alle neu angekommenen Falun Gong-Praktizierenden unter scharfe Überwachung gestellt. Wenn sie sich weigerten, Falun Gong zu widerrufen, wurden sie zur Strafe in andere Gefängnistrakte gebracht.

Alle Häftlinge mussten Tag und Nacht schwer arbeiten, ohne freie Tage. Diese Arbeit und das schlechte Essen schwächten das Immunsystem der Häftlinge, und viele erkrankten an Tuberkulose. So auch Herr Xu.

Anfang 2008 wurde Herr Xu in den Patiententrakt verlegt. Seiner Familie gelang es nicht, ihn zu besuchen. Man verlangte von ihnen ein Empfehlungsschreiben des örtlichen Büros 610. Doch dieses weigerte sich, ein Schreiben auszustellen.

Als Herr Xu im April 2011 freigelassen wurde, war er nur noch Haut und Knochen. Er konnte sich danach nicht mehr erholen.