Auflistung der Strafanzeigen gegen Jiang Zemin, die am 5. Oktober 2015 in Kopie bei Minghui eingegangen sind

(Minghui.org) Viele Falun Gong-Praktizierende machen gegenwärtig von ihrem Recht Gebrauch, Jiang Zemin wegen der Initiierung der Verfolgung von Falun Gong anzuzeigen. Großen Schaden und unermessliches Leiden mussten sie in den vergangenen 16 Jahren erfahren. Die Anzahl der Strafanzeigen gegen das ehemalige chinesische Staatsoberhaupt nimmt weiter zu.

Die Minghui-Website erhält täglich von vielen Praktizierenden Kopien ihrer Strafanzeigen gegen Jiang. Wir präsentieren in diesem Beitrag Auszüge von Strafanzeigen, die am 5. Oktober 2015 in Kopie bei Minghui eingegangen sind.

Die Strafanzeigen wurden an das Oberste Volksgericht und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft gemailt, die verpflichtet sind, alle Strafanzeigen zu bearbeiten, die von Bürgern eingehen. Das hatte vor kurzem das Oberste Volksgericht selbst festgelegt.

Ein Opfer sexuellen Missbrauchs schildert in ihrer Strafanzeige das Verbrechen, das ihr und über zehn weiteren Falun Gong-Praktizierenden im Zwangsarbeitslager Dalian widerfuhr. Eine Buchhalterin und eine Geburtshelferin erzählen von der Folter, die sie während der zehn Jahre im Zwangsarbeitslager ertragen mussten.

Auflistung von ausgewählten Strafanzeigen:

Fall 1: Fu Shuying

Beruf: Unbekannt

Heimatstadt: Stadt Dalian in der Provinz Liaoning

Strafanzeige gestellt: 28.07.2015

Hauptfakten der Verfolgung: Fu Shuying wurde im Jahr 2000 verhaftet, als sie in Peking gegen die Verfolgung von Falun Gong protestierte. Sie bekam eine zweijährige Strafe im Arbeitslager Dalian. Während eines Hungerstreiks wurde sie brutal zwangsernährt. Anschließend versetzten ihr die Wärter elektrische Schläge, bis sie Schaum vor dem Mund hatte und unkontrolliert zuckte.

Am 19. März 2001 wurden über zehn Praktizierende, darunter auch Frau Fu, sexuell misshandelt. Ihnen wurden Schuhbürsten, weiche Trinkflaschen, Zahnbürsten, Gurken, Besenstiele und Fäuste in ihre Vaginas gesteckt. Viele der Opfer bluteten stark und konnten weder stehen noch gehen. Ein Opfer erlitt später einen Nervenzusammenbruch.

Frau Fu, damals 57 Jahre alt, wurde im Februar 2002 erneut mit sexueller Misshandlung gefoltert. Ihre Arme und Beine wurden auseinander gezogen und festgebunden. Die Wärter befahlen den Insassen einen langen Stock in ihre Vagina zu stecken. Sie benutzten außerdem einen Stuhl und Zahnbürsten, um an ihrer Vagina zu reißen und zu kratzen, was eine Infektion verursachte.

Ihre Gesundheit verschlechterte sich und ihre Haft wurde nach eineinhalb Jahren zur medizinischen Behandlung ausgesetzt. Zwei Wochen später nahm man sie wieder fest und brachte sie ins Arbeitslager zurück.

Am 13. Juli 2005 verhafteten sie Frau Fu erneut, verprügelten sie brutal und als sie in einen Hungerstreik trat, wurde sie zwangsernährt. 19 Tage später forderten sie ihre Familie auf, sie abzuholen. Zu diesem Zeitpunkt war Frau Fu fast schon tot.

Die Gesundheit ihres Mannes verschlechterte sich durch den Stress der Misshandlung seiner Frau, woraufhin er starb.

Aktuelle Situation: Frau Fu ist bettlägerig und wird von ihren Verwandten versorgt.

Details zur Strafanzeige von Frau Fu in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/10/5/惨遭性折磨-大连七旬老人控告元凶江泽民-317053.html

Fall 2: Wu Wanming

Beruf: Buchhalterin

Heimatstadt: Tianjin

Strafanzeige gestellt: 03.06.2015

Hauptfakten der Verfolgung: Wu Wanming wurde viermal festgenommen und war insgesamt 16 Monate in Haft.

Nach ihrer ersten Verhaftung am 29. Juli 1999 bekam sie von ihrem Arbeitgeber die Kündigung.

Bei ihrer dritten Inhaftierung am 26. Juni 2000 wurde sie an einen Eisenstuhl gefesselt und brutal zwangsernährt. Später verurteilte man sie zu 18 Monaten Zwangsarbeit. Sie musste viele Stunden am Stück arbeiten und an Gehirnwäschesitzungen teilnehmen. Nach elf Monaten Haft erlitt sie einen Nervenzusammenbruch und wurde entlassen.

Ihre Tochter war zu Beginn der Verfolgung in der ersten Klasse. Das kleine Mädchen wurde Zeugin der Verhaftung ihrer Mutter, der Durchsuchung ihrer Wohnung durch die Polizei und der Belästigungen durch die Behörden.

Am 2. September 2015 wurde Frau Wu abgefangen, als sie gerade in einem Bus zum internationalen Flughafen von Peking saß, wo sie ihre Tochter abholen wollte. Die Polizisten sagten ihr, das Falun Gong-Praktizierende wegen der geplanten Militärparade nicht nach Peking reisen dürften und brachten sie einem Polizeiwagen zum Flughafen.

Details zur Strafanzeige von Frau Wu in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/10/5/天津会计师吴万明女士控告首恶江泽民-317039.html

Fall 3: Huang Pingping

Beruf: Geburtshelferin

Heimatstadt: Landkreis Shan in der Provinz Shandong

Strafanzeige gestellt: Nicht angegeben

Hauptfakten der Verfolgung: Huang Pingping wurde am 31. März 2008 an ihrem Arbeitsplatz im Krankenhaus verhaftet. Die Polizei durchwühlte ihre Wohnung und schickte sie für zwei Jahre ins Zwangsarbeitslager. Sie musste viele Stunden am Stück arbeiten, stundenlang auf einem „kleinen Hocker“ sitzen und man ließ sie nicht schlafen.

Nach ihrer Freilassung durfte sie ihre Stelle als Geburtshelferin im Krankenhaus nicht wieder antreten. Stattdessen musste sie Wartungsarbeiten durchführen.

Für ihre Eltern war es eine psychische Folter zu sehen, dass ihre einzige Tochter auf diese Weise leiden musste. Die Gesundheit ihres Vaters verschlechterte sich und er wurde nach ihrer Verhaftung bettlägerig. Ihre Mutter verlor an Gewicht und war sehr mager.

Die Beamten des Büro 610 schikanierten sie an ihrer Arbeitsstelle und bei ihr zu Hause.

Details zur Strafanzeige von Frau Huang in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2015/10/5/遭非法劳教迫害-山东单县青年医生控告元凶-317076.html

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der KPCh und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen Diktator an