(Minghui.org) Ich habe vor dem 20. Juli 1999 angefangen, Falun Gong zu praktizieren. Ich möchte gerne davon berichten, wie ich die Zeit im Gefängnis als Gelegenheit genutzt habe, um Dafa zu bestätigen und Menschen zu erretten.

Im Jahr 2012 verurteilten sie mich zu drei Jahren Gefängnis. Ich wurde dem „Intensiv-Disziplinierungsteam” von Wärtern zugeteilt, das die Praktizierenden unter Anwendung von Gewalt Gehirnwäschen unterzog. Ich musste 16 bis 17 Stunden am Tag Zwangsarbeit verrichten und mir nach der Arbeit Videos ansehen, die Falun Gong verleumdeten. Ich erlitt verschiedene Arten von Folter.

Trotz der exzessiven Arbeit und des Mangels an Erholung fühlte ich mich nicht bitter, denn der Meister und Dafa stärkten mich. Ich erzählte den Häftlingen von Falun Gong und sang für sie. Manche brachen in Tränen aus und applaudierten mir. Eine sagte: „Dieses Lied ist so schön. Dadurch fühle ich mich sehr gut.”

Ich konnte nur zwei Lieder singen: „Falun Dafa ist gut” und „Für dich gekommen”. Unerwartet spielten sie bei der Errettung der Menschen eine wichtige Rolle. Ich war keine gute Sängerin, aber die Liedtexte und die Melodie erhellten die Herzen der Menschen. Dafas tiefer Sinn und positive Energie berührten ihre klare Seite. Ich sang immer wieder für sie. Ich sprach mit ihnen über Falun Gong und über den Austritt aus der Partei.

Als einmal eine Professorin Zhang in das Gefängnis kam, um eine Rede zu halten, sendete ich die ganze Zeit über aufrichtige Gedanken aus. Als sie fragte, ob jemand Fragen hätte, stand ich rasch auf und sagte: „In der Nacht, in der ich in das Gefängnis gebracht wurde, habe ich zwei sich drehende Falun gesehen − fünf Mal in die eine Richtung und fünf Mal in die andere. Der Falun war farbenprächtig und sehr schön. Und auch wenn ich das Zhuan Falun lese, sehe ich, wie sich die Wörter in Buddhas in gelben Roben verwandeln. Können Sie mir das erklären?“

Die Professorin wurde still und sah verlegen aus. „Wir können später darüber reden“, sagte sie. Nach einer Weile wurde ihre Stimme sanft und gedämpft.

Nach ihrer Rede sprach sie mit mir. Sie sagte: „Ich glaube Ihnen und möchte nicht versuchen, Sie ‚umzuerziehen’.“ Ich spürte, dass sich ihre Haltung zu Falun Gong verändert hatte. Danach hörte ich sie Falun Gong nicht mehr verleumden.

Eines Tages beorderte die Gefängnisleiterin mich zu sich, um mich zu belehren. Ich erzählte ihr von Falun Gong. „Wie können Sie es wagen, darüber zu sprechen?“, sagte sie und schaltete das Aufnahmegerät ein. Das schüchterte mich nicht ein. Ich sagte, dass sie aus der Kommunistischen Partei austreten solle, um eine gute Zukunft zu haben. Sie stoppte die Aufnahme und ihr Gesichtsausdruck wurde sanfter.

„Falun Gong lehrt die Menschen, gut zu sein”, sagte ich „und nicht zurückzuschlagen oder zurückzuschimpfen. Andere haben mich schlecht behandelt, aber ich habe sie gut behandelt. Sie wissen das. Sagen Sie mir, was ich falsch gemacht habe.“

Ihr Ton wurde milder und ich spürte, wie ihre Gutherzigkeit erschien.

Häftlinge kamen und gingen in den mehr als drei Jahren, die ich im Gefängnis zubrachte. Ich erzählte ihnen von Falun Gong und den drei Austritten. Für die Neuankömmlinge sang ich Dafa-Lieder. Ich war mir meiner Verantwortung und Mission bewusst, wenn ich die Gesichter sah, die ungeduldig auf ihre Erlösung warteten, und die Gesichter, die weinten, wenn sie meine Lieder hörten.

An meinem Entlassungstag kamen viele Menschen, um sich von mir zu verabschieden. Eine neue Insassin sagte mit eifriger Stimme zu mir: „Helfen Sie mir, mit meinem richtigen Namen aus der Partei auszutreten.“

Andere sagten: „Bitte denken Sie daran, mein Name ist soundso.” Ich merkte mir ihre Namen und half ihnen später beim Austritt.

Ich lernte die Namen von über 90 Personen auswendig, die aus der Partei austreten wollten. Außerdem hinterließ ich ihnen zwei Dafa-Lieder, die ihre Seelen berührten. Ich war besonders froh, das Gefängnis zu verlassen, und sang: „Falun Dafa ist das aufrichtige Fa, Buddha-Licht strahlt …“