(Minghui.org) Ich grüße den verehrten Meister! Grüße an die Mitpraktizierenden!

Mein Dank geht an die Minghui-Website, weil sie mir die Gelegenheit gibt zu berichten, wie ich mir die notwendigen Fähigkeiten aneignete, um den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen.

„Ich meine, ihr könnt eure Fähigkeiten benutzen und, wie ihr sagt, dem Meister helfen, das Fa zu berichtigen und Lebewesen zu erretten. So tut man das.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung am Welt Falun Dafa Tag, 13.05.2014)

Viele Praktizierende aus unserer Gegend wurden zur Zeit der Olympischen Spiele 2008 in Peking verhaftet. Drei Praktizierende wurden für sieben Jahre eingesperrt. Mehr als zehn verurteilte man zu Zwangsarbeit.

Als ich nach einem Monat Untersuchungshaft wieder daheim war, stellte ich fest, dass alle Praktizierenden, die koordinierten oder wichtige technische Fähigkeiten hatten, noch im Gefängnis waren. Als wir uns wieder trafen und entschieden, weiter die drei Dinge zu machen, bedeutete das, dass wir zu wenige Leute mit technischen Fähigkeiten hatten.

Ich bereute sehr, dass ich diese Fähigkeiten nicht erlernt hatte, als ich genügend Zeit und die Gelegenheiten dafür gehabt hatte. Früher fuhr ich die technisch unterstützenden Praktizierenden herum, wenn diese Computer und Software einrichteten, Drucker warteten und Geräte und Material für die örtlichen Praktizierenden kauften. Doch weder lernte ich die technischen Fähigkeiten, noch schrieb ich mir die Kontakte auf, bei denen wir Geräte und Material kauften.

Ich stand vor mehreren Problemen. Es gab niemanden mit der notwendigen technischen Expertise und ich konnte niemanden kontaktieren. Trotzdem erwarteten meine Mitpraktizierenden, dass ich die Dafa-Projekte leitete. Ich beschloss, die notwendigen Fähigkeiten zu erlernen.

Doch meine Familie unterstützte mich nicht. Vor kurzem war meine Mutter verstorben, als sie die Schikanen und den gewaltigen Druck durch die Behörden nicht mehr ertragen konnte. Meine Freunde und Verwandte hatten Angst, mit mir zu tun zu haben. Meinetwegen wurden die Familien meines Bruders und meiner Schwester rund um die Uhr überwacht.

Ich sagte mir, dass ich mich von diesen Hindernissen nicht aufhalten lassen würde. Ich musste die Fähigkeiten lernen, um meinen Mitpraktizierenden dabei zu helfen, Leben zu retten.

Handys nutzen und dabei anonym bleiben

Als erstes brauchten wir anonyme Handys, um die wahren Umstände der Verfolgung erklären zu können. Weil die Behörden die Handy-Kommunikation abhören, mussten wir anonyme Telefone verwenden, um nicht zurückverfolgt zu werden.

Ich lud ein Programm herunter und ging an einen abgeschiedenen Ort, um an den Handys zu arbeiten. Das Programm sollte die Seriennummer des Telefons verändern, doch es funktionierte einfach nicht. Ich versuchte es immer wieder und vergaß dabei die Zeit.

Mein Handy lag daheim, weil man mich darüber finden konnte. Als ich endlich wieder zuhause war, überraschten mich meine jüngere Schwester und ihr Mann, die auf mich warteten. Sie waren sehr besorgt. Weil ich nicht zum Mittagessen heimgekommen und auf dem Handy nicht zu erreichen gewesen war, hatten sie sich Sorgen gemacht, ich könnte wieder verhaftet worden sein.

Ein anderes Mal kaufte ich einige Telefone, bei denen man die Seriennummer ändern konnte. Meine Nichte sah, wie ich an ihnen arbeitete, und rief ihre Eltern ein. Meine Schwestern kamen und wollten die Handys kaufen. Mir war klar, dass sie mich beschützen und daran hindern wollten, die Telefone Mitpraktizierenden zu geben. Sie glaubten, wenn ein Praktizierender verhaftet würde, könnten die Behörden mich als Quelle der Handys finden. Ich konnte sie nicht vom Gegenteil überzeugen.

Schlussendlich meisterte ich die Fähigkeit, die Telefone anonym zu machen und begann diese Sache mit meinen Mitpraktizierenden zu teilen. Durch diese Bemühungen erkannte ich die Wichtigkeit von Fähigkeiten und technischem Wissen.

Der Meister hat mich ermutigt und mir geholfen und ein Wunder geschah, als ich es brauchte.

2013 verkündeten die Behörden, dass ab September jeder einen Ausweis vorzeigen musste, wenn er Sim-Karten kaufte. Bevor die Regelung in Kraft trat, kaufte ich noch schnell einige hundert Sim-Karten und aktivierte sie. Dann verteile ich die Karten an die bei diesem Projekt beteiligten Praktizierenden.

Am 1. September 2013 trat die Regelung in Kraft. Mein Lieferant rief mich an und sagte, dass die auf diese Weise aktivierten Karten nicht mehr funktionieren würden. Der Benutzer der Karte müsste sie über einen Anruf erneut aktivieren.

Meine Mitpraktizierenden brachten mir die Karten zurück, weil sie nicht mehr funktionierten. Ich dachte, wir könnten sie noch irgendwie verwenden, da es sich um eine wertvolle Ressource handelte, die nicht verschwendet werden sollte.

Ich steckte eine Karte in mein Handy und aktivierte sie. Sie funktionierte. Ich versuchte es mit einer weiteren Karte und diese funktionierte ebenfalls. Zum Schluss fand ich heraus, dass nur die Karten nicht mehr funktionierten, die meine Mitpraktizierenden aktiviert hatten. Andere intakte Karten konnten ohne Probleme aktiviert werden.

Später bemerkte ich, dass jede Sim-Karte aktiviert werden konnte, so lange ich sie einige Zeit bei mir hatte. Der Meister sagte:

„Wir kultivieren uns zu Gottheiten, da gibt es bestimmt Wunder.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz im Westen der USA 2004, 28.02.2004)

Installieren eines Betriebssystems

Als nächstes musste ich lernen, wie man ein Betriebssystem installiert. Weil viele örtliche Produktionsstätten für Materialien zerstört worden waren und die Ausrüstung beschlagnahmt worden war, mussten wir neue Computer kaufen und das Betriebssystem installieren.

Ich folgte der Anleitung auf einer Website wie man Computer kauft. Doch die Anleitung für die Installation eines Betriebssystem war viel zu kompliziert für mich. Was sollte ich machen?

Ein Mitpraktizierender vermittelte mir einen Praktizierenden von außerhalb der Stadt, der mir beibringen konnte, wie es ging. Ich lud die örtlichen Praktizierenden an einen Ort ein, an dem wir die Sache lernen konnten. Als der Praktizierende ankam, war er ziemlich überrascht, dass alle seine „Schüler“ schon graue Haare hatten.

Ich sagte ihm, er solle nicht nervös sein, sondern uns einfach lehren und wir würden lernen. Meine Methode war vermutlich die dümmste. Ich schrieb alles auf, was er sagte und auch jeden Schritt der Installation. Dann übten wir ein paar Mal.

Am Ende war ich die einzige Praktizierende, bei der der Computer funktionierte. Doch ich konnte nur das machen, was man mir beigebracht hatte und nicht mit neuen Problemen umgehen. Wir richteten einen Kommunikationskanal über die Minghui-Website ein, so dass uns der Praktizierende gegebenenfalls helfen konnte.

Ich begann auf den PCs das Betriebssystem zu installieren und stattete neue Produktionsstätten für Dafa-Materialien aus. Doch der Praktizierende, der uns geholfen hatte, wurde verhaftet und zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Wir fanden einen anderen Praktizierenden. Kurze Zeit später wurde auch er verhaftet und für zehn Jahre eingesperrt.

Die zwei Ereignisse rüttelten mich wach. Ich erkannte, dass ich mich nicht auf meine Mitpraktizierenden verlassen sollte, um technische Unterstützung zu erhalten. Mein Eigensinn hatte ihnen Trübsal gebracht. Ich beschloss, mich von dem Eigensinn der Abhängigkeit zu trennen und die technischen Fähigkeiten zu lernen, die ich brauchte.

Ich ging mit meinem Laptop in Computergeschäfte und stellte Fragen, um zu lernen. Ich schrieb meine Fragen online in Foren und probierte die Antworten auf meinem Laptop aus.

Als Microsoft den Support für Windows XP einstellte, schafften wir erfolgreich den Umstieg auf Windows 8. Nun kann ich sogar Praktizierende in anderen Städten lehren und technischen Support leisten.

Es ist genau so, wie ein Praktizierender einmal auf der Minghui-Website schrieb.Unsere Fähigkeiten kommen teilweise vom Meister und teilweise lernen wir sie von Mitpraktizierenden und aus der eigenen Erfahrung.

Dafa-Bücher drucken bis zu dem Tag, an dem das Fa die Welt berichtigt

Seit 2008 durchwühlen die Behörden die Wohnungen der Praktizierenden und haben viele Dafa-Bücher beschlagnahmt. Deshalb gab es nur noch wenige. Einige Praktizierende in unserer Gegend begannen sie zu drucken. Doch weil ihnen die Erfahrung beim Druck fehlte, war die Qualität der Bücher nicht gut.

Die hohe Nachfrage nach Dafa-Büchern durch Mitpraktizierende brachte mich dazu, über den Buchdruck nachzudenken.

Wir folgten einer Anleitung im Internet und kauften die notwendige Ausrüstung, wie Papierschneider, Laserdrucker und Laminiergerät. Dann druckten wir zur Übung normale Bücher, wie die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei und Anything for Power: The Real Story of China's Jiang Zemin.

Nachdem wir die Fähigkeiten für das Drucken und Herstellen von Büchern gemeistert hatten, stellten wir Dafa-Bücher her.

Wir sind sehr respektvoll und demütig, wenn wir Dafa-Bücher drucken. Die Praktizierenden, die an diesem Projekt teilnehmen, erinnern sich oft gegenseitig daran, dass es eine große Ehre ist, sie zu drucken. Wir spüren ein ehrwürdiges Gefühl in unserem Herzen wann immer wir die Bücher drucken und herstellen.

Wenn wir Exemplare des Zhuan Falun herstellen, achten wir auf die höchste Qualität. Dann laminieren wir den Einband und legen ein schönes Lesezeichen hinein.

Wir drucken auch andere Dafa-Bücher. Die Bücher sind so schön, dass viele Praktizierende nicht glauben konnten, dass sie vor Ort gedruckt wurden.

Seit wir mit dem Projekt begonnen haben, haben wir jährlich fast 1.000 Exemplare des Zhuan Falun gedruckt und auch einige tausend andere Dafa-Bücher. Die Bücher erfüllten die Nachfrage der örtlichen Praktizierenden und es gab auch genug für andere Gegenden.

Die Dafa-Bücher wurden in einem sehr kleinen Raum gedruckt und hergestellt, ohne Heizung oder Klimaanlage. Der Raum war voll von Ausrüstung und Material. Im Winter brachen die laminierten Blätter vor Kälte und im Sommer schaltete sich der Drucker vor Hitze aus.

Für die meisten Chinesen ist der chinesische Neujahrstag eine Zeit um Verwandte und Freunde zu besuchen. Ich verbrachte den Tag immer in dem kleinen Raum, weil es der ruhigste Tag im Jahr war und mich niemand bei der Arbeit störte.

Einmal fragte mich eine Praktizierende, wie lange ich vorhätte, Dafa-Bücher zu drucken und herzustellen. Die Antwort lautete: So lange die Mitpraktizierenden mich brauchen. Ich bin bereit das zu machen bis die Fa-Berichtigung in der Menschenwelt ankommt.

Aneignen anderer Fähigkeiten, Anforderungen und Wissen

Vor kurzem hatte ich das Gefühl, dass viele Fähigkeiten und viel Wissen, die nicht direkt mit Dafa-Projekten zu tun haben, auch wichtig sind. Autofahren ist so eine Sache. 2008 wurde mein Auto beschlagnahmt mit der Ausrede, dass ich damit Exemplare der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei transportiert hatte. Als ich im Oktober 2009 freigelassen wurde, wollte ich mein Auto zurück. Ich sprach mit meiner älteren Schwester darüber und sie war der Ansicht, dass ich es lassen sollte. Sie hielt es für besser, die Behörden nicht durch Fragen nach dem Auto zu nerven.

Doch als ich ihre Wohnung verließ, rief mich ein Polizist an und sagte mir, ich solle mein Auto abholen. Mir war klar, dass der Meister mir half, mein Auto zurück zu bekommen.

Es war das einzige Auto, das wir hatten. Ich brachte damit Praktizierende in die umliegenden Dörfer, um Informationsmaterialien über Dafa zu verteilen. Wir fuhren in die Nähe von Orten, an denen Praktizierende eingesperrt waren, um dort aufrichtige Gedanken auszusenden.Wir nahmen an Fa-Konferenzen in anderen Städten teil, kauften Material und chauffierten Rechtsanwälte, die eingesperrte Praktizierende verteidigten.

Rechtskenntnisse sind eine weitere Fähigkeit. Ich besuchte in der Schule mehrere Kurse zum Thema Recht. Mit diesem Wissen half ich Mitpraktizierenden, Rechtsanwälte zu engagieren, indem ich Falun Dafa aus der rechtlichen Sicht erklärte.

Als wir begonnen hatten, Strafanzeigen gegen Jiang Zemin zu erstatten, schrieb ich für einen Praktizierenden eine Anzeige und der Rechtsanwalt ließ sie den inhaftierten Praktizierenden unterschreiben.

Bevor die Minghui-Website eine Vorlage für die Strafanzeigen bereitgestellt hat, nutzte ich diesen Brief als Vorlage, die vielen örtlichen Praktizierenden half.

Andere Fähigkeiten, wie Sprache, Kulturwissen und Schreiben sind auch wichtig. Da ich über Bildung verfüge, konnte ich einige meiner Fähigkeiten nutzen, um den älteren Praktizierenden dabei zu helfen, ihre Erfahrungsberichte zu schreiben und zu überarbeiten. Und ich half dabei, die Berichte bei der Minghui-Website einzureichen.

Fähigkeiten

Was ist eine Fähigkeit? Ich glaube, wenn man etwas kann, das der Fa-Berichtigung hilft oder einem Praktizierenden bei der Bestätigung des Fa hilft, ist das eine Fähigkeit. Es kann etwas sehr Einfaches sein und muss nicht komplex sein.

Zum Beispiel lernte ich vor ein paar Jahren, wie man einen Drucker zurücksetzt. Bald darauf luden mich Praktizierende in anderen Städten ein, damit ich ihnen das beibrachte.

Über die Jahre lernte ich wie man DVDs über die wahren Umstände der Verfolgung herstellt, Programme installiert, um die Internet-Firewall zu umgehen, Wand- und Tisch-Kalender druckt und herstellt, Siebdruck, Nachrichten über die Verfolgung auf Papiergeld druckt, Aufkleber druckt und neue Geräte bedient.

Als 2013 Shen Yun DVDs und Etiketten zum herunterladen bereitgestellt wurden, brauchte ich einen ganzen Tag, um das Drucken und Verpacken zu meistern. Dann brachte ich es anderen Praktizierenden bei, die an dem Projekt arbeiteten.

Der Meister ermutigte mich in dieser Nacht, indem er mir eine andere Dimension zeigte, in der die Bäume so grün und die Landschaft wie ein Gemälde war.

Koordinatoren sollten neue Fähigkeiten lernen

Ich bemerkte, dass einige Koordinatoren mit dem Koordinieren von Projekten sehr beschäftigt waren und technisch versierte Praktizierende mitnahmen, damit diese bei verschiedenen Dingen halfen. Jahre später wussten sie noch immer nicht, wie man sich mit dem Internet verbindet, chinesische Schriftzeichen eingibt oder Emails verschickt. Oft behaupten sie, sie seien zu beschäftigt oder zu alt zum Lernen.

Ich denke, wenn alle Koordinatoren in ihrer Gegend Experten für technische Dinge werden würden, dann würde die technische Unterstützung auf mehr Praktizierende verteilt werden. Dann hätten alle diese Praktizierende ausreichend Zeit, um die Übungen zu machen und das Fa zu lernen. Dadurch würden sie nicht mehr von den alten Mächten verfolgt werden, nur weil sie zu erschöpft sind oder keine Zeit haben, das Fa zu lernen.

Danach sollten die Praktizierenden mit Fähigkeiten die anderen Praktizierenden lehren.

Ich glaube, wenn ein Praktizierender versteht, was es bedeutet, den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen, wird er immer mit: „Ich schaffe das“ antworten, wenn Dafa uns braucht.

Ich empfinde, dass ich in den letzten paar Jahren sehr viel gelernt und verstanden habe. Ich weiß, dass ich noch weit von dem entfernt bin, was Dafa fordert. Doch ich werde mich fleißig kultivieren und dabei noch mehr Fähigkeiten lernen, weil sie alle vom Meister kommen.

„Kultivierung hängt von einem selbst ab, Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 44)

Alles wird vom Meister gesteuert. Ich muss es nur von ganzem Herzen machen.

Ich danke Ihnen, Meister! Ich danke euch, Mitpraktizierende!