(Minghui.org) Kurz vor Beginn ihrer zweiten Gerichtsverhandlung am 22. Oktober verliert Frau Wang Xiaoxia das Bewusstsein. Man hat sie vor Gericht gestellt, weil sie Falun Gong-Praktizierende ist. Falun Gong ist ein spiritueller Kultivierungsweg, der seit 1999 vom kommunistischen Regime in China verfolgt wird.

Der Richter wartet eine halbe Stunde auf die Ankunft des Gerichtspräsidenten, damit dieser die ärztliche Betreuung von Frau Wang genehmigt. Als sie dann endlich ins Krankenhaus gebracht wird, können die Ärzte keinen Herzschlag mehr feststellen. Drei Tage später wird sie für tot erklärt.

Ein Leben genommen

Die 45-jährige Frau aus Chongqing klagte vor der Gerichtsverhandlung am 19. Oktober 2015 über Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Trotz ihrer Beschwerden ordnete der Vorsitzende Richter jedoch an, dass die Verhandlung durchgeführt werden solle.

Als Frau Wang dann zum Zeugenstand geführt wurde, verlor sie das Bewusstsein. Obwohl ihre Familie eindringlich darum bat, sie rasch in ein Krankenhaus zu bringen, bestand der Richter darauf, den Gerichtsregularien zu folgen. Diese besagen, dass jegliche medizinische Hilfeleistungen für Falun Gong-Praktizierende vom Gerichtspräsidenten genehmigt werden müssen.

Frau Wang lag 30 Minuten lang bewusstlos da, bis der Gerichtspräsident erschien und ihren Transport in ein Ortskrankenhaus genehmigte.

Zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät – ihre Herztöne waren nicht mehr feststellbar, sie hatte aufgehört zu atmen. Am Abend des 22. Oktober 2015 verstarb sie schließlich.

Jahre des Leidens 

Frau Wang wurde am 11. April 2015 festgenommen, weil sie DVDs von Shen Yun Performing Arts verteilt hatte. Hierbei handelt es sich um eine chinesische Tanzshow, die Inspiration aus Falun Gong gezogen hat. Wegen hohem Blutdruck wurde Frau Wang später Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung gewährt.

Das Bezirksgericht Beibei in Chongqing veranstaltete am 18. September 2015 die erste Anhörung. Die Verhandlung wurde vertagt, als Frau Wang das Recht auf einen Strafverteidiger forderte.

Vor dieser jüngsten Festnahme war Frau Wang bereits zweimal verhaftet worden, weil sie Falun Gong-Praktizierende ist. So hatte sie in der Zeit von 2000 bis 2002 eineinhalb Jahre in einem Zwangsarbeitslager verbracht. Ihr Ehemann Chen Mingxi, auch ein Falun Gong-Praktizierender, wurde einmal zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und bis zur Behinderung gefoltert.

Die Polizei schikanierte das Ehepaar fortwährend und durchsuchte die Wohnung der Eheleute, wenn sie gerade nicht inhaftiert waren.

Kontaktdaten zu den Verfolgern:

Deng Haiyan, Vorsitzender Richter am Bezirksgericht Beibei: +86-23-68316671;Wu Yongdong, Polizist bei der Staatssicherheitsabteilung im Bezirk Yubei, er verhaftete Frau Wang: +86-23-61998192;Zou Shengyong, Polizist bei der Staatssicherheitsabteilung im Bezirk Yubei, er verhaftete Frau Wang: +86-13608331813;Li Kang, Polizist aus der Polizeiwache Caijia, er durchsuchte Frau Wangs Wohnung: +86-15909392789;Xiang Feng, Polizist aus der Polizeiwache Caijia, er durchsuchte Frau Wangs Wohnung: +86-13638305717.