Ein zunehmender Trend: Polizisten in China folgen nicht mehr blind allen Befehlen

(Minghui.org) Seit Mai 2015 haben mehr als 160.000 Falun Gong-Praktizierende Strafanzeige gegen das ehemalige chinesische Staatsoberhaupt Jiang Zemin eingereicht, weil er hauptverantwortlich ist für die Verfolgung von Falun Gong in China. Obwohl die Anzeigeerstatter rechtlich geschützt sein sollten, schikanieren die lokalen Polizisten einen Teil dieser Praktizierenden. Die persönlichen Daten und Adressen der Anzeigeerstatter entnehmen die Polizisten einfach den Strafanzeigen.

Mittlerweile zeichnet sich jedoch eine neue Entwicklung ab: Viele Polizisten wollen diese Praktizierenden, die eine Strafanzeige gestellt haben, nicht mehr belästigen. Sie wollen nicht mehr den Anweisungen folgen, Praktizierende festzunehmen, die nur ihre gesetzlichen Rechte ausüben. So führen diese Polizisten die Befehle von oben nur noch ganz oberflächlich aus. Die  fortlaufenden Bemühungen der Praktizierenden zeigen also Wirkung, die Illegalität und Brutalität der 16 Jahre andauernden Verfolgung aufzudecken.

Es folgen nun Berichte über drei Begegnungen, die sich kürzlich zwischen Falun Gong-Praktizierenden und Polizisten aus der Provinz Jilin ereignet haben. In all diesen Fällen beendeten die Polizisten die Schikanen und ergriffen keine weiteren Maßnahmen mehr gegen die Praktizierenden.

„Die Verfolgung wird Schande über Ihre Vorfahren und Kinder bringen"

Ein Polizist kam mit der Kopie meiner Strafanzeige gegen Jiang Zemin zu mir nach Hause.

Er fragte: „Haben Sie das geschrieben, ist das Ihr Name und Ihre Adresse?“

Ich antwortete: „Ja.“

„Schöne Handschrift. Warum haben Sie die Strafanzeige erstattet?“

„Wegen des neuen chinesischen Gesetzes“, erwiderte ich.

Der Polizist schwieg und ich nutzte die Gelegenheit, um ihm zu sagen: „Ich bin ein vernünftiger Mensch und glaube nicht einfach alles. Aber seitdem ich das Buch Zhuan Falun lese, haben sich meine Ansichten über die Welt und das Leben geändert. Mir ist der wahre Sinn des Lebens klar geworden.

Unser Meister lehrt Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht und fordert uns auf, die Interessen anderer vor unsere eigenen zu stellen. Ich habe auch gelernt, dass Selbstlosigkeit der einzige Weg zum Glück ist.“

Der Polizist wollte gehen, aber ich hielt ihn auf: „Sie können erst gehen, wenn ich fertig bin. Ich bitte Sie, Falun Gong nicht länger zu verfolgen. Ich hoffe, dass Sie Ihr Bestes versuchen, um Falun Gong-Praktizierende in Zukunft zu schützen. Wenn Sie Falun Gong verfolgen, werden Sie Schande über Ihre Vorfahren und Kinder bringen.“

Als der Polizist dann ging, traf er draußen meinen Nachbarn. Mein Nachbar sagte zu ihm: „Falun Gong-Leute sind sehr gut. Sie berühren unsere Herzen, und was sie getan haben [Strafanzeigen gegen Jiang erstatten], ist sehr ermutigend.“

Der Polizist sagte nichts dazu und ging schnell weiter.

Es müssen Tausende von Strafanzeigen gegen Jiang im ganzen Land sein“

Zwei Polizisten kamen zu mir nach Hause.

Einer fragte: „Haben Sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet?“

Ich antwortete: „Ja, das habe ich.“

„Wer hat Sie aufgefordert, das zu tun?“

„Niemand. Es war meine Idee.“

„Haben Sie irgendwelche Materialien über Falun Gong im Haus?“

„Nein. Sie haben mir alles weggenommen.“

„Haben Sie Bücher von Falun Gong?“

„Ja.“

„Geben Sie sie mir.“

„Nein“, lehnte ich entschlossen ab. „Was soll ich dann lesen, wenn ich sie Ihnen gebe?“

„Wo haben Sie Ihre Strafanzeige ausgedruckt?“, wollte er wissen.

„Das kann ich Ihnen nicht sagen. Eigentlich sind alle Opfer von Jiangs Verbrechen. Sie tun, was Ihr Chef Ihnen sagt, aber Sie wissen nicht, was Sie tun. Wenn Falun Gong nicht gut ist, wie kommt es dann, dass es auf der ganzen Welt praktiziert wird? Sie sollten daran denken, dass Falun Gong gut ist. Es ist gut für Sie.“

„Sie haben meine Frage nicht beantwortet. Aber das ist in Ordnung. Hatten Sie keine Angst, dass Sie Schwierigkeiten bekommen würden, wenn Sie Ihre Identität und Adresse in die Strafanzeige schreiben?“

„Nein, ich habe keine Angst. Ich hätte es nicht getan, wenn ich Angst gehabt hätte. Es ist eigentlich alles enthalten, um meine Identität zu beweisen.“

Der Polizist wandte sich an seinen Kollegen und sagte: „Es gibt so viele Anzeigeerstatter in unserer Gegend. Ich denke, es müssen viele Tausende von Strafanzeigen gegen Jiang im ganzen Land sein.“

„Ja, es sind bereits über 160.000“, bestätigte ich.

Dann kamen zwei weitere Polizisten hinzu.

Einer fragte: „Können Sie mir zeigen, wie Sie die Meditationsübung machen?“

Ich tat es und alle sahen zu. Einer bemerkte: „Die Energiekanäle in ihrem Körper sind jetzt alle offen, wenn sie die Meditationsübung macht.“

Ein Polizist fragte mich: „Sind Sie sicher, dass Sie den Rechtsstreit gewinnen werden?“

Ich antwortete: „Zu 100 %. Was wir wollen, sind unsere grundlegenden Menschenrechte.“

Daraufhin fragte mich der Polizist, ob ich einen Beleg für den Eingang meiner Strafanzeige erhalten hätte, und ich erzählte ihm, dass das Oberste Gericht mir den Beleg auf mein Mobiltelefon geschickt habe.

Ein Polizist schlug vor, meine Wohnung zu durchsuchen, aber sein Kollege sagte: „Warum sollten wir? Es gibt nichts in ihrer Wohnung.“ Dann gingen sie.

Wer ist Ihr Chef? Ich werde ihn verklagen!“

Ein Polizist rief mich an: Haben Sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet?“

„Ja, habe ich.“

„Warum haben Sie das getan?“

„Ich zeige Jiang an, weil er mich verfolgt.“

Der Polizist sagte, dass er das Original meiner Strafanzeige vorliegen habe.

Ich sagte zu ihm: „Das kann nicht sein. Wie kann sie in Ihre Hände gelangt sein? Sind Sie vom Obersten Gericht in Peking? Sind Sie zuständig für diesen Fall?“

Er begann auszuweichen: „Nicht wirklich. Mein Chef hat mich beauftragt, Sie anzurufen.“

„Meine Strafanzeige ist gesetzlich geschützt", wandte ich ein, „und was Sie tun, ist gegen das Gesetz. Wer ist Ihr Chef?“

„Warum wollen Sie wissen, wer mein Chef ist?“

„Weil ich ihn verklagen will!“

Da legte der Polizist den Hörer schnell auf.

Hintergrund

Im Jahr 1999 überging Jiang Zemin als damaliger Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) die anderen Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros und begann mit der gewalttätigen Unterdrückung von Falun Gong.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen Diktator an.