Opfer von Folter und Vergewaltigung erstattet Strafanzeige gegen Jiang Zemin

(Minghui.org) Wegen ihres Glaubens an Falun Gong erlitt Frau Ren Jinping aus der Stadt Langfang, Provinz Hebei, unglaubliche Folter. Nun erstattete sie Strafanzeige gegen den ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) Jiang Zemin, weil er die Verfolgung von Falun Gong begann.

Um den Haupttäter vor Gericht zu stellen erinnert sich Frau Ren als direktes Opfer der unbarmherzigen Verfolgung an die dunkelsten Momente ihres Lebens der letzten zehn Jahre. Sie führt die zahlreichen Vorfälle auf, bei denen sie wegen ihres Glaubens zum Ziel wurde – neun Festnahmen, unrechtmäßige Inhaftierungen, grausame Folter, Vergewaltigung durch einen Polizisten, Zwangsarbeit und sexueller Missbrauch.

Sie erinnert sich auch daran, wie sie am Boden zerstört war, als sie ihre Mutter und ihren Vater in nur fünf Monaten nacheinander verlor und die Schuldgefühle, ihren engen Familienmitgliedern Schmerz und Leid gebracht zu haben. So schmerzhaft es auch ist, sagt sie trotzdem: „Meine Leiden sind nur die Spitze des Eisbergs des Leidens der Falun Gong-Praktizierenden in China während der letzten 16 Jahre.“

„Ich möchte nur Strafanzeige gegen Jiang erstatten“, stellt sie klar. „Obwohl viele Beamte der Staatssicherheit direkter an meiner Verfolgung beteiligt waren, trage ich ihnen das nicht mehr nach – nicht einmal dem Polizisten, der mich vergewaltigt hat. Sie alle wurden auch nur selbst benutzt und waren selbst Opfer.“

In ihrer Strafanzeige gegen Jiang führt Frau Ren unrechtmäßige Gefangenschaft, Folter, Organraub und Völkermord auf. Sie schickte die Anzeige am 26. Juni 2015 los und sie kam am nächsten Tag bei, Obersten Volksgericht und der Obersten Staatsanwaltschaft an.

Das Folgende ist eine Zusammenfassung der Leiden, die Frau Ren erlitt.

Wiederholte Verhaftungen

Frau Ren begann 1995, Falun Gong zu praktizieren und wurde kurz darauf gesund. Sie war voller Energie und dachte mehr an andere. Ihre Familie, Freunde und Nachbarn waren verblüfft, wie sehr sie sich verändert hatte.

Als Jiang Zemin die Verfolgung von Falun Gong begann, reiste Frau Ren zwischen Oktober 1999 und Mai 2000 zwei Mal nach Peking, um für das Recht zu appellieren, praktizieren zu dürfen. Beide Male wurde sie verhaftet, geschlagen und musste Strafe zahlen. Nach der zweiten Verhaftung brachte man sie zurück nach Langfang und fesselte sie in der Haftanstalt der Stadt für 45 Stunden auf ein Totenbett.

Im Juni 2000 verhafteten drei Polizisten Frau Ren, weil sie in der Öffentlichkeit die Falun Gong-Übungen gemacht hatte. Bei hellem Tageslicht schlugen sie sie mehr als eine Stunde lang, bis sie das Bewusstsein verlor und brachten sie danach in die Haftanstalt der Stadt. Direktor Xing schlug sie mit einem Schuh, was zu schweren Schwellungen und Gehörverlust führte.

Um im September 2000 einer Verhaftung zu entgehen, verließ Frau Ren vorrübergehend ihre Wohnung und wohnte in Peking. Während dieser 19 Monate wurde sie drei Mal verhaftet, weil sie Menschen von Falun Gong erzählte oder Informationsmaterialien aufhängte. Zweimal brachte man sie in eine Haftanstalt, wo man sie folterte und sie fast Opfer des Organraubs wurde. Ein anderes Mal wurde sie von einem Polizisten vergewaltigt.

Wir könnten leicht jemanden Passendes finden“

Im September 2000 wurde Frau Ren verhaftet, nur wenige Monate, nachdem sie nach Peking gezogen war. Während ihrer Haft in der Haftanstalt Chaoyang wurde sie heimlich im Allgemeinkrankenhaus für Zivilluftfahrt eingehend untersucht und es wurden verschiedene Tests bei ihr durchgeführt.

„Der Arzt sah sich meine Ergebnisse an und sagte: 'Diese Ergebnisse sind großartig. Wir könnten leicht jemanden Passendes finden.' Zu jener Zeit wusste ich nicht, was er meinte.“

Am folgenden Tag holten die Wärter sie nach Mitternacht aus ihrer Zelle, fesselten ihre Hände mit Handschellen hinter dem Rücken und legten ihr Fußfesseln an. Man sperrte sie in den Kofferraum eines Autos, das von bewaffneten Polizisten eskortiert wurde. In dieser zusammengekrümmten Haltung im Kofferraum mit gefesselten Händen und Füßen wurden die Schmerzen bald unerträglich.

Nach einer Stunde Fahrt ging der Motor kaputt. Das Fahrzeug wurde in die Haftanstalt Chaoyang zurück geschleppt. Man sagte Frau Ren, dass sie nicht über den Vorfall sprechen solle.

Jahre später sah sie eine Fernsehsendung über den staatlich geförderten Organraub bei lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China. Plötzlich wurde ihr klar, was ihr hätte geschehen können. „Ich zittere noch immer vor Angst, wenn ich daran denke, was mir in dieser Nacht hätte passieren können.“

Von Polizist vergewaltigt

Während Frau Ren im Mai 2001 in Peking Plakate mit Informationen über Dafa aufhängte, wurde sie von einem Polizisten aufgehalten. Als er sie abtastete wollte er sie befummeln. Weil sie das nicht zuließ, schlug er sie mit einem Gummiknüppel, bis sie ohnmächtig war. Danach zerrte er sie zu einer nahegelegenen Brücke und vergewaltigte sie.

„Ich spürte einen gewaltigen Schmerz im Unterleib und wusste sofort, was geschehen war. Als er fertig war, schob er den Gummiknüppel in meine Vagina und setzte sich auf mich. Ich weiß nicht, wie viele Stunden vergangen waren, als ich endlich wieder zu Bewusstsein kam.“

Als sie den Polizisten in der Nähe Rauchen sah, rief sie um Hilfe. Das schien ihn gar nicht zu beeindrucken. „Ja, ich habe dich vergewaltigt. Ich hätte dich auch töten und in den Fluss werfen können. Wir haben Anweisungen von Oben, dass wir Falun Gong-Praktizierende so behandeln können, wie wir wollen.“

Nachdem er gegangen war, gelang es ihr unter großen Schmerzen heimzukommen. Die nächsten paar Tage blieb sie im Bett und verlor immer wieder das Bewusstsein. Sie konnte sich überhaupt nicht bewegen. Mittlerweile ist der körperliche Schmerz verschwunden, doch der psychische Schaden wird den Rest ihres Lebens bleiben.

Krankenhaus der Staatssicherheit

Während Frau Ren im Oktober 2001 Flugblätter über Dafa verteilte, wurde sie in Peking verhaftet. In der Polizeistation Sanjianfang wurde sie für einen Tag und eine Nacht in einen Metallkäfig gesperrt. Später brachte man sie in die Haftanstalt Chaoyang, wo sie für mehr als zwei Monate eingesperrt wurde.

Sie wurde geschlagen, musste lange Zeit am Stück stehen und man verbrannte ihr Gesicht mit Zigarettenstummeln. Weil sie sich weigerte, eine Garantieerklärung zu schreiben, dass sie ihren Glauben aufgeben würde, wurde sie in eine kleine Zelle gesperrt. Sie war dem Tode nahe, als man sie im Dezember in das Krankenhaus der Staatssicherheit brachte.

Im Keller des Krankenhauses sperrte man Falun Gong-Praktizierende aus dem ganzen Land ein. Die meisten wurden hierher gebracht, nachdem sie durch Folter kurz vorm Sterben waren. Alle Praktizierenden wurden mit Handschellen und Fußfesseln mit gespreizten Gliedern ans Bett gefesselt. Man ließ sie nur herunter, wenn sie aßen oder die Toilette benutzen mussten.

Jeden Morgen entnahm man den Praktizierenden Blut. Wer sich wehrte erhielt Elektroschocks. Während der 27 Tage, in denen Frau Ren dort war, entnahm man ihr fast jeden Tag 60 ml Blut.

Als die Behörden des Polizeiamtes Langfang herausfanden, wo sie war, brachte man sie zurück und direkt in die Gehirnwäsche-Einrichtung Yuecheng. Während des Monats, den sie dort war, schlugen die Wärter sie jeden Tag, damit sie ihren Glauben aufgab.

Folter im Zwangsarbeitslager Kaiping

Im März 2004 verhaftete man Frau Ren in ihrer Wohnung in Langfang und brachte sie in das Frauenzwangsarbeitslager Kaiping in der Stadt Tangsahn. Dort war sie zwei Jahre, davon mehr als ein Jahr in einer kleinen Zelle.

Drei Wochen lang musste sie am Stück 24 Stunden am Tag stehen, was zu Inkontinenz und geschwollenen Beinen führte. Die Wärter misshandelten sie rund um die Uhr. Manchmal zwang man sie, sich hinzuknien, und schockte ihre Fußsohlen mit elektrischen Schlagstöcken. Die Fenster ihrer Zelle waren während der Folter zugeklebt, damit niemand ihre Schreie hörte. Im Sommer stieg die Temperatur auf mehr als 38 Grad.

Einmal zogen vier Wärterinnen sie nackt aus und rissen ihr alle Schamhaare aus. Dann zwang man sie zu stehen, obwohl sie stark blutete. Zum Schluss wurde sie ohnmächtig und fiel zu Boden.

Leiden der Familie

Nachdem Frau Ren im September 2000 ihre Wohnung verlassen hatte, wurde ihr Mann Wang Zhixin, der nicht praktiziert, unrechtmäßig verhaftet und für zwei Wochen eingesperrt. Da beide Eltern weg waren und ohne Ort, an den er gehen konnte, musste ihr Sohn auf der Straße schlafen. Die Polizei schikanierte und bedrohte auch regelmäßig ihren Mann.

Die Polizei schikanierte auch oft Frau Rens alten Eltern in ihrer Wohnung, fast immer mitten in der Nacht. Einmal brachte man das Paar spät nachts auf die Polizeistation und ließ es erst nach Mitternacht frei. Ständige Angst und Sorge zehrten an der Gesundheit ihrer Eltern.

Als Frau Ren 2004 in das Zwangsarbeitslager gebracht wurde, verschlechterte sich die Gesundheit ihrer Mutter rapide. Sie verstarb weniger als einen Monat später. Fünf Monate später starb ihr Vater.

„Als ich vom Tod meiner Eltern hörte, brach es mir das Herz und ich verlor das Bewusstsein. Die Schuldgefühle zerreißen mich in Tausend Stücke, wann immer ich an sie denke.“

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong- Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen den ehemaligen Diktator an.