(Minghui.org) Eine Erfahrung in einem Medienunternehmen der Falun Dafa-Praktizierenden prägte im vergangenen Sommer einige Zeit meiner Kultivierung. Natürlich gab es genügend Gründe, im Außen danach zu suchen, warum eine meiner Kolleginnen mir mit Missachtung und unverhohlenem Desinteresse begegnete. Und das, nachdem ich so viel für dieses Unternehmen seit seiner Gründung eingesetzt hatte. Gedanken an eine Beendigung meiner Mitarbeit kamen mir immer wieder. Nicht, dass ich mich für unentbehrlich hielt, aber der Abschied wäre mir wie ein Weglaufen vor einem unerkannten Problem und einem Eigensinn erschienen.

Die Situation eskalierte, als wir bei einer internen Tagung alle miteinander in intensivere Gespräche kamen. Die Kollegin schrie mich an: „Ich will das nicht hören, dass du dir um unser Unternehmen Sorgen machst, vielleicht wäre es besser, dass du gehst. Das Sorgenmachen zieht mich nur runter, lass mich damit in Ruhe. Wenn wir Fehler machen, dann lernen wir daraus und machen es besser. Sorgen nützen nichts, das ist schlechte Energie.“

Naja, ich blieb etwas verdutzt ganz ruhig, hatte ich es doch immer nur gut gemeint! Aber wir wissen ja, dass gut meinen nicht immer gut machen heißt und so schaute ich in den folgenden Tagen und Wochen nach innen, um meinen Fehler zu finden. Zwar entdeckte ich meine besorgte Haltung und die daraus entspringende Besserwisserei und versuchte sie zu beseitigen. Aber das reichte nicht, ich war ratlos.

Schließlich sprach mich ein chinesischer Praktizierender an, was denn mit mir los wäre. Unter der ruhigen Oberfläche hatte er etwas Ungelöstes wahrgenommen. Nach einigem Zögern rückte ich mit meiner bis dahin gewonnenen Erkenntnis heraus, dass die Kollegin wie eine große graue Wand vor mir stünde und ich mich wie ein Berg davor fühlte, der nicht wusste, ob er bleiben oder gehen sollte.

Nach einigem Hin und Her über die Gefühlslage sagte er plötzlich: „Und hast du schon mal daran gedacht, dass der Berg auch durchlässig sein kann?“ Ich war still. Ich war „platt“. „Ja, vielleicht“, sagte ich vage. Wir trennten uns und ich fuhr in meinem Auto nach Hause. Schon nach 100 Metern Fahrt in der ruhigen Seitenstraße fühlte ich, wie es in meiner Brust eng wurde und ein Kloß von Tränen aufstieg. Sie rollten mir über das Gesicht. „Danke Meister“, sagte ich leise, „dass Sie mir durch den Praktizierenden dieses erlösende Bild geschickt haben.“

Seitdem hat sich nicht nur meine Beziehung zu der Kollegin in der Redaktion gebessert, wir lachen wieder zusammen und arbeiten vertrauensvoll miteinander. Auffallend ist auch eine größere Heiterkeit in mir, die sich in allen meinen Beziehungen auswirkt. Kultivierung findet eben überall statt und ich bin dankbar, dass ich diesen heftigen Widerstand bekommen habe, um diesen dicken Eigensinn der Besserwisserei und des Sorgenmachens aufzulösen. Ich dachte an die Worte des Meisters im Zhuan Falun, dass ein Arhat immer fröhlich im Herzen ist. Ein kleiner Schritt auf dem Weg dorthin scheint mir gelungen zu sein.