(Minghui.org)

Verehrter Meister,geschätzte Mitpraktizierende,

ich möchte heute über eine Sache der Fa-Bestätigung sprechen, die mich seit gut zwei Jahren beschäftigt. So lange ist es her, dass ich daran beteiligt bin, an Sehenswürdigkeiten Zeitungen an die chinesischen Touristen zu verteilen.

Es war bei der Fa-Konferenz in Los Angeles 2013, als ich die Dringlichkeit erkannte.

Der Meister sagte auf dieser Konferenz:

„Im Moment haben die Dafa-Jünger einfach die Menschen zu erretten. Deshalb beobachte ich die ganze Zeit die Lage der Erklärung der wahren Umstände an verschiedenen Orten. An manchen Orten hat man die wahren Umstände sehr gut erklärt. Nun kommen immer mehr Touristengruppen aus China. Es wird arrangiert, dass diese Menschen in einer anderen Umgebung die wahren Begebenheiten erfahren. In Wirklichkeit sind erst die Orte der Erklärung der wahren Umstände die Front, die Front der Erklärung der wahren Umstände. In manchen Regionen hat man das aufgegeben und ist mit anderen Projekten beschäftigt. Natürlich haben andere Projekte auch Effekte und sollen auch gemacht werden. Alle Projekte der Dafa-Jünger erkenne ich an. Alle können bei der Erklärung der wahren Umstände und Menschenerrettung eine Wirkung ausüben. Aber jetzt kommen so viele Touristengruppen, besonders viele von ihnen sind aus China und konnten bisher in China die wahren Umstände nicht erfahren.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz im Westen der USA 2013, 19.10.2013, Los Angeles, USA)

Am Tag nach der Fa-Konferenz ging ich am Rande einer Parade durch Chinatown. Ermutigt von den Worten des Meisters und angeschoben von der Musik der Tian Guo Marching Band verteilte ich Flyer an die Chinesen, die am Straßenrand standen. Ich ging auch in die Geschäfte, um dort Flyer zu überreichen. Eigentlich wusste ich gar nicht, wie mir geschah. Ich machte es einfach, ohne jegliche Gedanken dazu. Es war wie das Durchbrechen einer Mauer. In diesem Moment spürte ich einfach eine große Barmherzigkeit gegenüber den Menschen, die ich dort am Rande der Parade stehen sah.

Die Zurückhaltung überwinden, an chinesische Touristen Zeitungen zu verteilen

Wieder zu Hause angekommen bemühte ich mich mit anderen Praktizierenden, eine Genehmigung dafür zu erhalten, an Touristenplätzen Transparente und Informationstafeln aufzustellen und Zeitungen zu verteilen.

Als ich zum ersten Mal dorthin ging, hatte ich keine Zeitungen dabei. Ich hatte mich auf meine Mitpraktizierende verlassen, die zur gleichen Zeit da sein wollte. Sie kam nicht und so blieb ich untätig und war enttäuscht. Ich erkannte, dass ich mich selbst gut vorbereiten musste, alle Materialien selbst bereithalten und mich nicht auf die anderen verlassen sollte. Diese Erkenntnis brachte mit sich, dass ich immer sicherer wurde und dafür Sorge trug, alle Materialien dabei zu haben.

Als ich so der ersten chinesischen Gruppe begegnete, blickte ich in verschlossene Gesichter. Jedes Gesicht kam mir hässlich vor und ich kämpfte mit mir, einfach wegzugehen. Ich war unsicher und fragte mich, was ich hier eigentlich machen sollte.

Da wir zu diesem Zeitpunkt einen Plan aufgestellt hatten, wer an welchem Tag und zu welcher Zeit an den Plätzen sein sollte, fühlte ich mich beim nächsten Mal verpflichtet, die Zeitungen zu verteilen. Ich konnte zwar immer noch die Dringlichkeit spüren, hatte aber weder Barmherzigkeit noch Nachsicht den chinesischen Touristen gegenüber. Wenn sie die Zeitungen nicht annahmen und ich in ihren Gesichtern Ablehnung sah, machte mich das unsicher. Es war mir zu jener Zeit nicht möglich, die Dinge wirklich vom Fa her zu betrachten. Mein Herz konnte nicht ruhig sein.

Dann kam die Vorbereitungszeit für die Shen Yun Aufführungen 2015 und es gab nicht mehr die Zeit, zu den Sehenswürdigkeiten zu gehen. Gleichzeitig lernte ich mehr das Fa und es gab Konflikte und Hindernisse mit Mitpraktizierenden, bei denen ich nach innen schauen musste und verschiedene Eigensinne entdeckte. Dazu gehörte Kampfgeist. Ich wollte Recht haben, meine Vorstellung von Gerechtigkeit wurde geprüft. Warum wurde ich so behandelt? All dies waren Anschauungen, die beseitigt werden mussten. Ich stellte mir die Frage: „Was habe ich gedacht oder getan, dass diese Situation aufgetaucht ist? Habe ich dabei an die anderen gedacht? Weiß ich überhaupt, was die anderen in ihrem Leben für Erfahrungen gemacht haben? Was weiß ich überhaupt über sie? Auch lehrt das Fa uns, dass jeder seinen eigenen Kultivierungsweg hat, wie können wir dann alle gleich sein?“ Mit dieser Erkenntnis festigte sich meine Nachsicht und die Barmherzigkeit konnte sich entfalten.

Um das Fa besser zu verinnerlichen, lernte ich die Gedichte auswendig, die ich in Situationen innerlich aufsagte, wenn mein Herz nicht ruhig bleiben konnte oder ich unsicher war. Besonders bei dem folgenden Gedicht des Meisters spürte ich die Kraft des Fa und empfand dabei eine besondere Klarheit:

„Aufrichtige GedankenWie Wind und Blitz, stürmen zu kosmischen HöhenDonnern mit gewaltiger Macht, übersteigen den HimmelÜber den Kosmos fegen, nichts unberührt bleibtAuf einmal alles Entartete und Abweichende beseitigen“(Li Hongzhi 13.02.2014)

Im Frühjahr 2015, nach den Shen Yun Aufführungen, ging ich erneut zu den touristischen Sehenswürdigkeiten, um dort Zeitungen zu verteilen. Da ich außer „Guten Tag“ nichts auf Chinesisch sagen konnte, benutzte ich ein paar Sätze auf Englisch. Ich dachte mir, es sei gut, wenn sie meine Stimme hören könnten.

Schon bei den ersten Verteilungsaktionen fand ich, dass die Gesichter der Chinesen und ihr Äußeres angenehmer aussahen. Ich konnte jetzt über ein Lächeln mit ihnen kommunizieren. Einmal traf ich eine Gruppe jüngerer Frauen. Eine von ihnen antwortete auf mein Lächeln und streckte mir den Arm entgegen, um eine Zeitung anzunehmen. Als eine der anderen Frauen sie daran hindern wollte, ließ sie das nicht zu und griff nach der Zeitung. Wir lachten uns an und sie bedankte sich, als hätte ich ihr ein besonderes Geschenk überreicht. Auf dem Rückweg kam ich nochmals an der Gruppe vorbei. Die Frau lachte mich an, hob die Zeitung hoch und bedankte sich nochmals.

Ich erkannte, dass sich nicht die chinesischen Touristen verändert hatten, sondern dass ich mich verändert hatte.In dem Prozess der Vorbereitungen für Shen Yun, wie oben geschildert, hatte ich gelernt, Nachsicht zu üben. Es ist egal, was jemand denkt oder tut. Es ist auch egal, ob mir das Gesicht oder das Verhalten eines chinesischen Touristen gefällt oder nicht. Ich kann nicht darüber urteilen. Es berührt auch die Frage der Barmherzigkeit. Ich hatte erkannte, dass jeder seinen Lebensweg hat, der anders ist als der meine.

So wie andere Praktizierende gehe ich mittlerweile jede Woche 1-2 Stunden zu den touristischen Sehenswürdigkeiten. Da ich rund 50 km entfernt wohne, plane ich diese Zeit immer gut ein, verbinde sie sozusagen mit anderen Terminen. Was mir vor gut zwei Jahren sehr mühsam erschien, hat heute eine gewisse Leichtigkeit bekommen. Manchmal, wenn eine Reisegruppe an mir vorbeigeht, sagt jemand aus der Gruppe „Falun Gong!“, dann antworte ich allen lächelnd: „Ja, Falun Dafa hao, Zhen Shan Ren hao.

Der Meister sagte uns:

„Bei der Fa-Berichtigung sind viele Dinge nicht so einfach und dabei geht es nicht nur um einen Faktor. Die Gottheiten treffen ihre Arrangements mit Rücksicht auf verschiedene Faktoren. Diese Touristen kommen ins Ausland, sie konnten in China die wahren Umstände nicht erfahren. Ist es dann nicht so arrangiert, dass sie im Ausland die wahren Umstände hören sollen? Ihr sollt diese Menschen nicht aufgeben. Deshalb sollen wir die Erklärung der wahren Umstände an den Sehenswürdigkeiten in unterschiedlichen Regionen gut machen.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz im Westen der USA 2013, 19.10.2013, Los Angeles, USA)

Indem ich die Zeitungen an die chinesischen Touristen verteile, kann sie oder er verstehen lernen. Jeder kann sich positionieren. Der Meister erlöst alle Wesen.

Danke dem Meister für seine Barmherzigkeit und danke den chinesischen Praktizierenden, die an diesem Platz den Chinesen beim Austritt aus der Partei helfen.