(Minghui.org)

Sehr geehrter Meister, alle Mitkultivierende, guten Tag! 

2012 habe ich angefangen, Falun Gong zu praktizieren. In den ersten zwei Jahren hatte ich sehr wenig Kontakt zu anderen Praktizierenden. Das Zhuan Falun (Li Hongzhi) hatte ich damals nur zweimal durchgelesen. Ich wollte mich erhöhen, konnte aber nicht. Vor mehr als einem Jahr fand ich im Internet den Kontakt zu einer anderen Praktizierenden. Erst als ich mit ihr telefoniert hatte, erkannte ich, dass man das Buch immer wieder lesen soll. Aber die Störungen waren groß, sodass ich das Buch nicht weiterlesen konnte. Ich dachte: „So geht das nicht!“ Zum Schluss fasste ich den Entschluss, mich wirklich zu kultivieren. Ich machte meine Qigong-Schule zu und verließ meinen Freund. Ich nahm nur meine Kleidung mit und zog nach Frankfurt. Seit dieser Zeit kultiviere ich mich in einer Umgebung mit vielen anderen Praktizierenden gemeinsam. 

Ich habe keine Familie und auch keine finanziellen Probleme. So habe ich reichlich Zeit, um das Fa zu lernen und die drei Dinge zu tun. Im letzten Jahr las ich das Zhuan Falun über 100-mal. Denn ich weiß, wenn die Zeit vorbei ist, dann ist sie vorbei. Man kann sie nicht mehr zurückholen. 

Beim Lesen stieß ich auf große Störungen. Mein Chinesisch in Mandarin ist nicht gut. Beim Lesen vertue ich mich oft. Es kommt immer noch vor, dass ich ein Schriftzeichen überspringe oder es falsch lese. Beim Lesen treten abwechselnd unterschiedliche Erscheinungen bei mir auf: Die Nase läuft; der Körper zittert vor Kälte; es gibt Probleme mit der Atmung; es juckt im Hals. Einmal lernte ich das Fa fünf Stunden lang. Mein Körper wurde so kalt, dass meine Finger blau wurden. Am zweiten Tag lernte ich das Fa sechs Stunden lang. Danach hatte ich das Gefühl, dass sich mein Zimmer drehen würde. Ich konnte nur im Bett liegen und den Meister um Hilfe bitten. Neulich lernte ich das Fa am Abend vier Stunden lang und konnte danach die ganze Nacht nicht einschlafen. Ich habe festgestellt, dass wenn ich meine Xinxing erhöht habe, dann verbessert sich auch die Situation. Ich habe noch viele Eigensinne und muss mir noch viel Mühe geben. 

Nun möchte ich über einige meiner Erfahrungen im letzten Jahr berichten. 

Einmal ging ich mit anderen Praktizierenden zur Messe, um den chinesischen Ausstellern dort die wahren Begebenheiten zu erklären. Die Praktizierenden stellten die Anforderung an mich, während der paar Tage der Messe nicht über andere Dinge zu reden als nur von den wahren Umständen. Das war sehr schwierig für mich. Meine Geltungssucht ist groß. Ich konnte es zwar schaffen, weniger zu sprechen, aber mein Herz konnte dabei nicht ruhig bleiben und wollte immer etwas mehr sagen. Erst am dritten Tag wurden meine Gedanken rein und ruhig und ich konnte erleben, dass die Kraft der aufrichtigen Gedanken sehr stark ist, wenn man an nichts denkt. Der Effekt unserer Gespräche war dann sehr gut. 

Einmal war ich an einer Sehenswürdigkeit. Ich war bemüht, eine Gruppe Chinesen vom    Austritt aus der KP China zu überzeugen. Sie waren sehr aufgeregt. Trotzdem wollte ich ihnen die Zusammenhänge noch lauter erklären. Eine Praktizierende hinderte mich daran und entschuldigte sich dann bei den Chinesen. Sie sagte zu ihnen: „Entschuldigung. Sie sind auf einer Reise und wollen Spaß haben. Aber wegen uns sind Sie verärgert. Wir möchten Ihnen nur von den wahren Hintergründen berichten. Gut, nun reden wir nicht mehr. Sie können die Zeitungen mitnehmen und es selbst nachlesen.“   

Dann zog mich diese Praktizierende einen halben Schritt zurück. Genau in diesem Moment kam eine andere Gruppe Chinesen zu uns. Sie sagten, sie wollten die Zeitung haben und sie zu Hause genau durchlesen. Sie alle streckten die Hand aus und warteten auf die Zeitung. Noch bevor ich verstand, was los war, wurde mir schon mehr als die Hälfte der Zeitungen aus der Hand genommen. Dieses Wunder geschah wirklich ganz unerwartet! Wir haben dadurch erkannt: Wenn wir unser Verhalten korrigieren können, kann der Meister uns helfen. In dieser Situation erkannte ich auch meinen Kampfgeist und die Geltungssucht. 

Ein anderes Mal verstand ich, dass der Effekt der Aufklärung der Menschen eng mit meinem Kultivierungszustand zusammenhängt. Eines Tages stand ich sehr früh auf. Nachdem ich die Übungen gemacht hatte, las ich das Fa sehr lange, und zwar mit ganzem Herzen. Gerade an der Sehenswürdigkeit angekommen, traf ich auf eine Gruppe junger Chinesen. Damals wusste ich noch nicht so recht, wie man anderen die wahren Umstände erklären sollte. Doch nachdem ich nur ein paar Sätze gesagt hatte, wollten schon acht Menschen den Austritt aus der Partei erklären. Einige von ihnen äußerten von sich aus diesen Wunsch, ohne dass ich sie danach gefragt hatte. Wenn ich aber das Fa nicht gut gelernt hatte und der Kultivierungszustand nicht stabil war, wollten die Chinesen noch nicht einmal die Zeitungen annehmen. 

Dieses Jahr hängte ich zum ersten Mal Plakate mit zwei anderen Praktizierenden auf. Sie sprachen mit den Menschen über Shen Yun und ich machte FZN für sie. Der Effekt war gut. Ich war selber erstaunt, dass ich den ganzen Tag keine wirren Gedanken hatte. Danach stellte ich fest, dass meine Gedanken auch bei den Übungen deutlich ruhiger und reiner waren.

Einmal ging ich mit einer weiteren Praktizierenden zusammen Plakate aufhängen. Anfangs bemerkte ich, dass diese Praktizierende zögerte. Ich war unzufrieden. Die Praktizierende wollte, dass ich in den Laden reinging und dort mit den Leuten redete. Durch meine Geltungssucht wurde ich unruhig. „Nein“, sagte ich zu mir selber, „mein Gedanke ist nicht aufrichtig.“ Dann wandte ich mich an sie: „Du gehst rein, ich mache draußen FZN für dich.“ Sie hielt einen Moment inne und ging dann hinein. Ich machte FZN: „Alle Arrangements der alten Mächte ablehnen, die Dafa-Jünger sind dabei, Menschen zu erretten. Egal, wer stört, der begeht Verbrechen. Fa Zheng Qian Kun, Xie E Quan Mie. [Das Fa berichtigt das Universum, das Böse vollständig vernichtet].“ Die Situation wurde besser. Danach waren wir dem Meister sehr dankbar. Später machten wir es immer besser. 

Einmal ging ich wieder mit zwei anderen Praktizierenden zusammen los. Ich hatte nicht einmal die Chance, meinen Vorschlag auszusprechen. Es reizte mich im Herzen und ich konnte es nicht loslassen. Ich dachte: „Das geht nicht. Ich muss FZN machen und die Störungen beseitigen. Ich muss mein Ego loslassen und das alles harmonisieren.“ Danach arbeiteten wir immer besser zusammen. Ich habe erkannt, dass wenn alle im Fa bleiben, die effektivste Methode von selbst auftauchen wird. 

Eine Zeit lang zeigten mir einige Kultivierenden immer wieder meine Fehler bei Kleinigkeiten auf. Ich sagte zwar nichts dazu, aber es kochte innerlich in mir. Ich suchte nach Gelegenheiten, mich mit ihnen auszutauschen. Aber weil meine Geltungssucht so stark war, wurde ich bei dem Austausch von meinen Emotionen mitgerissen. Es schien so, als ob ich versuchte, mein Gesicht zu wahren. Danach war ich auch noch von mir selber begeistert. In Wirklichkeit wurde ich von Dämonen gestört, ohne dies zu erkennen. 

Die ganze Zeit machte ich die drei Dinge und dachte, dass ich mich im Grunde darum bemühte, alles so zu machen, was man es machen sollte. Aber war das tatsächlich so? Nein. Den Eignungstest für die Promotion von Shen Yun bestand ich nicht, weil ich mich nicht mit ganzem Herzen darauf vorbereitet hatte. Ich wusste, dass ich oft Dinge vergesse oder Dinge irgendwo liegen lasse. Aber ich dachte nie, dass dies ein Zeichen von Verantwortungslosigkeit ist. Im Gegenteil, ich dachte, dass es zu mühsam und zu zeitaufwendig sei, wenn man auf Kleinigkeiten achtet. In meinem ganzen Leben hatte ich zwar schon wegen solcher Kleinigkeiten viele Probleme bekommen und schon x-mal beschlossen, mich zu verbessern, aber sobald die Probleme vorbei waren, verhielt ich mich wieder so wie früher und genoss auch noch diese Willkür. Andere Praktizierende machten mich mehrmals darauf aufmerksam und sagten: „Normalerweise bist du nicht so gierig nach Leckerbissen, aber gerade wenn wir in Eile sind, willst du immer Kaffee trinken oder Kekse essen.“ Oder: „Erst kurz bevor wir losgehen wollen, suchst du überall nach passender Kleidung.“

Eines Tages kamen einige „Kleinigkeiten“ zusammen: Ich hatte verschlafen, konnte den Schlüssel erst nach langer Suche finden; vergaß den Stadtplan und musste wieder nach Hause gehen und ihn suchen; ich vergaß das Handy und das i-Pad; die Plakate packte ich nicht richtig ein; mit der U-Bahn fuhr ich zu weit. Das alles führte dazu, dass ich den Plan, die Plakate aufzuhängen, vermasselte. Die Praktizierende, die mit dabei war, war extra wegen der Shen Yun Promotion von einer anderen Stadt angereist. Ich hatte nicht nur meine Zeit, sondern auch ihre kostbare Zeit verschwendet. Diejenigen, die wir hätten erretten sollen, wurden nicht errettet. Ich bereute das sehr. Ich dachte, dass die Lebewesen im Himmelskörper von mir enttäuscht waren. Ich suchte nach innen und fand viele Eigensinne, wusste aber nicht, wo die Wurzel lag. 

Nicht lange Zeit danach passiert etwas, das mich sehr überraschte. Als ich bei anderen zu Besuch war, vergaß ich nach dem Toilettengang, den Deckel und die Tür zuzumachen. Erst als eine Praktizierende mich darauf hinwies, fiel mir ein, dass ich es vergessen hatte. Ich war sehr erstaunt, denn ich selber hatte oft andere Menschen daran erinnert, den Deckel und die Tür zu schließen. Plötzlich erkannte ich, dass ich, sobald ich in Eile bin, von irgendetwas Schlechtem kontrolliert werde. Jetzt, wo ich diesen Bericht schreibe, fällt mir plötzlich ein, dass die Anschauung, nicht auf Kleinigkeiten achten zu wollen, zur Dämonnatur gehört. 

Ich schaute auf das Bild des Meisters. Sein Gesicht war sehr ernst. Ich hielt eine Weile inne und merkte, dass ich nicht das Gefühl hatte, dass es heilig ist, eine Falun Dafa-Jüngerin zu sein. Ich fragte mich, warum ich Falun Dafa kultivieren will. Eine Antwort tauchte auf: „Falun Dafa ist so gut. Wenn man es nicht kultiviert, zieht man den Kürzeren.“ Ich war schockiert. Warum war ich so sehr auf Vorteile aus?

Danach las ich die folgenden Worte im Zhuan Falun:

 „Was dein Körper an sich trägt, ist schon ziemlich außergewöhnlich. Wenn du selbst praktizierst, wirst du das auch in einem ganzen Leben nicht herauspraktizieren können. Wenn junge Leute jetzt anfangen zu praktizieren, werden sie das auch nicht während eines ganzen Lebens herauspraktizieren können, was ich für dich eingesetzt habe und du musst noch von einem richtigen weisen Meister unterwiesen werden. Durch wer weiß wie viele Generationen von uns sind dieser Falun und diese Mechanismen erst gebildet worden, alle diese Dinge sind für dich auf einmal eingesetzt worden. Deshalb sage ich euch, dass ihr sie nicht so leichtfertig verlieren sollt, nur weil ihr sie leicht bekommen habt. Sie sind aber äußerst wertvoll und nicht mit Gold aufzuwiegen.” (Li Hongzhi, 2012, Seite 382)

Als ich das las, musste ich weinen. Wieso hatte ich das nicht begriffen? Der Meister hat mir ein neues Leben gegeben. Aber ich machte die Dinge nicht mit dem Herzen. Wenn das Herz nicht dabei ist, wie kann man dann die Qualität des Herzens – die Xinxing – kultivieren? Wenn ich weiterhin so fahrlässig bin und dieses oder jedes vergesse, wie kann ich dann erreichen, dass jeder Gedanke im Fa ist? Wenn mein Herz nicht rein ist, wie kann ich dann die Heiligkeit des Falun Dafa spüren? Wenn ich Angst habe, den Kürzeren zu ziehen, ist das dann noch Kultivierung? Falun Dafa ist am heiligsten. Der Meister hat den Dafa-Jüngern das Heiligste gegeben. Wenn ich mich nicht gut kultiviere, bin ich dann noch würdig, diese Ehre zu erhalten?

Ein anderer Eigensinn von mir ist die Neugier auf Gongneng [Kultivierungsfähigkeit]. Wie viel Spaß würde ich haben, wenn ich auch von einem Bett zum anderen Bett schweben könnte. Dieser Gedanke führte dazu, dass bei mir im Kopf bei den Projekten für die Errettung der Menschen manchmal Szenen wie die in Kungfu-Szenen erschienen. Jetzt kann ich sie schnell bemerken und beseitigen. Und ich habe auch erkannt, wenn ich den Gedanken „ich mache das, was ich machen will“ nicht beseitige, werden solche Störungen immer wieder auftauchen. Die Kultivierung ist ernsthaft. Es geht nicht, auch wenn man nur ein bisschen nachlässig ist. Ansonsten wird man von Dämonen gesteuert. 

Der Meister hat im Jingwen „Störungen beseitigen“ geschrieben: 

„Das Fa kann allen Eigensinn aufbrechen, das Fa kann alles Böse besiegen, das Fa kann alle Lügen strafen, das Fa kann den rechten Gedanken festigen.“ (Li Hongzhi, 05.07.2000)

Ich habe verstanden, dass man das Fa mehr lernen soll. Wenn ich beim Handeln mehr mit dem Herzen dabei bin, kann ich das Fa auch mehr vom Herzen her verstehen. Wenn ich das Fa gut lerne, handle ich auch mehr mit dem Herzen. Und so werden auch meine Eigensinne und die Dämonnatur allmählich weniger. 

Wenn es in meinem Bericht Unpassendes gibt, bitte ich euch um barmherzige Korrektur.