(Minghui.org) 2015 nahm die Polizei in Peking 609 Falun Gong-Praktizierende fest und schickte weitere 47 in Gehirnwäsche-Einrichtungen, weil sie sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben.

Die meisten der verhafteten Praktizierenden wurden bereits wieder freigelassen, einige befinden sich jedoch immer noch in Haft. Die Behörden haben 28 Festnahmen formell bestätigt, davon sind acht Praktizierende zu Gefängnis verurteilt worden, während der Rest entweder auf eine Verhandlung oder auf das Urteil wartet.

Die Anzahl der Festnahmen ist in der zweiten Jahreshälfte signifikant angestiegen und beläuft sich auf 417 Fälle, in der ersten Jahreshälfte waren es 192.

Dieser Anstieg an Festnahmen fällt damit zusammen, dass die Praktizierenden Anfang Mai begonnen haben, Strafanzeigen gegen Jiang Zemin zu erstatten. Damit wollen sie das Oberste Gericht auffordern, den ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei, der die Verfolgung von Falun Gong initiierte, vor Gericht zu stellen.

Zwischen Juni und Dezember gab es 256 Festnahmen, die auf die Vergeltung durch die örtlichen Behörden für die Strafanzeigen der Praktizierenden gegen Jiang zurückzuführen sind. Dies gilt für 56% aller Festnahmen von Praktizierenden in dieser Zeit.

Abbildung 1: Verhaftungen von Falun Gong-Praktizierenden in Peking 2015

Insgesamt 55 Praktizierende standen 2015 vor Gericht, einschließlich derjenigen, die im vergangenen Jahr verhaftet wurden. Darunter wurden 32 zu Gefängnis verurteilt, wobei das Strafmaß zwischen sechs Monaten und acht Jahren lag. Sieben Praktizierende, die bereits vor 2015 vor Gericht gestanden hatten, wurden 2015 zu Gefängnis verurteilt.

Abbildung 2: Aufschlüsselung der Freiheitsstrafen

Nachstehend die 39 Praktizierenden, die 2015 zu Gefängnis verurteilt wurden:

Frau Wang Lei: 8 JahreHerr Wang Jianfu: 7,5 JahreFrau Wang Xiuying: 7,5 JahreFrau Yang Xiuying: 7 JahreFrau Wang Xiufeng: 7 JahreFrau Feng Yumei: 5,5 JahreHerr Zhang Yuhua: 4 JahreFrau Meng Jiying: 4 JahreFrau Du Wenge: 4 JahreHerr Wang Fenglong: 4 JahreFrau Zhang Jiguo: 4 JahreFrau Gao Xiurong: 4 JahreHerr Zhang Hongwei: 4 JahreFrau Du Guiqin: 4 JahreFrau Xu Dafang: 3,5 JahreFrau Zhang Shuhui: 3,5 JahreHerr Lv Shangchun: 3,5 JahreHerr Guan Yingshan: 3,5 JahreHerr Zhang Mintao: 3,5 JahreFrau Liu Guirong: 3,5 JahreFrau Meng Zhanrong: 3 JahreFrau Wang Xiaoping: 3 JahreHerr Li Hongshan: 3 JahreHerr Yan Kezhong: 3 JahreHerr Hu Qinggui: 3 JahreFrau Li Shuangli: 3 JahreFrau Li Yan: 3 JahreFrau Zhao Jinghua: 3 JahreFrau Guo Baohua: 3 JahreFrau Xu Kun: 3 JahreHerr Wang Ping'an: 3 JahreFrau An Xiuzhi: 3 JahreFrau Cao Yue'e: 3 JahreHerr Jiang Xiandong: 2 JahreHerr Ma Zhanquan: 2 JahreFrau Jia Fengzhi: 2 JahreFrau Xu Xiufen: 2 JahreHerr Ma Jian: 6 MonateFrau Zhang Xiufen: Strafmaß unbekannt

Früheres Folteropfer zu acht Jahren verurteilt

Wang Lei, 50, wurde am 24. November zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, obwohl sie geistig verwirrt war, nachdem sie von den Wärtern im Arbeitslager mit Elektrostäben geschockt wurde. Später erholte sie sich durch die Falun Gong-Übungen und durch das Lesen der Falun Gong-Bücher wieder.

2010 verschlechterte sich ihr geistiger Zustand wieder, da sie von der Polizei verhaftet wurde und große Mengen unbekannter Drogen verabreicht bekam. Nach ihrer Freilassung schaffte sie es wieder, sich zu erholen. Nach ihrer Verhaftung 2015 und anschließender Prügel durch die Wärter hatte sie wieder einen Rückfall.

Früherer Bericht:Frau erleidet Rückfall einer durch Folter verursachten Psychose; dennoch zu acht Jahren Gefängnis verurteilt http://de.minghui.org/html/articles/2015/12/25/118063.html

Wegen des Verteilens von Kalendern verhaftet

Wang Jianfu wurde am 21. November 2015 zu sieben Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Mit den acht Jahren, die er 2002 bis 2009 im Gefängnis verbrachte, wäre er dann insgesamt 15,5 Jahre eingesperrt gewesen. Seine jüngste Festnahme passierte, als er Kalender mit Informationen über die Verfolgung von Falun Gong durch das kommunistische Regime verteilte.

Früherer Bericht:Kalender verteilt: Drei Falun Gong-Praktizierende festgenommenhttp://de.minghui.org/html/articles/2015/3/6/113830.html

Die Verfolger ändern sich

Mit der beständigen Aufklärung über die Verfolgung durch die Praktizierenden haben immer mehr Agenten, die vom Staat mit der Verhaftung und Misshandlung von Praktizierenden beauftragt waren, aufgehört sich zu beteiligen. Viele Polizisten gingen zu den Praktizierenden, um mit ihnen zu „reden“. Sie sagten, dass sie den Befehl hätten, das zu tun, die Praktizierenden allerdings nicht länger belästigen würden.

Beispielsweise gingen im Oktober drei Beamte zum einem Praktizierenden, um bestätigt zu bekommen, dass er eine Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet hatte. Der Praktizierende erklärte ihnen, dass es sein Recht als Bürger sei, Anzeige zu erstatten. Ein Beamter sagte: „Wir folgen nur den Befehlen. Praktizieren Sie [Falun Gong] zu Hause, wenn es gut für Sie ist.“

Im August wurden zwei Praktizierende verhaftet, weil sie Poster aufhängten, die dazu ermutigten, Jiang Zemin anzuzeigen. Ein Praktizierender erklärte einem Polizisten: „Ich muss Falun Gong praktizieren. Ich wäre bereits gestorben, wenn ich nicht praktizieren würde.“ Der Beamte sagte einfach: „Dann gehen Sie nach Hause.“

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong- Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.

Früherer Bericht in chinesischer Sprache:http://www.minghui.org/mh/articles/2016/1/9/-321962.html