Die Praktizierende Wei Caixia erstattete Strafanzeige gegen Jiang Zemin wegen des Todes ihrer Mutter und ihres eigenen Leides

(Minghui.org) Zahlreiche Falun Gong-Praktizierende machen jetzt von ihrem Recht Gebrauch, Strafanzeige gegen Jiang Zemin zu erstatten. Das ehemalige chinesische Staatsoberhaupt ordnete 1999 die Verfolgung von Falun Gong an, die den Betroffenen in den vergangenen 16 Jahren enorme Verluste und großes Leid gebracht hat.

Frau Wei Caixia reichte am 24. Juni 2015 im Namen ihrer Mutter Yang Xiulian und für sich selbst beim Obersten Volksgericht und der Obersten Staatsanwaltschaft Strafanzeige ein.

Nachfolgend ist ein Ausschnitt ihres persönlichen Berichts darüber, was sie und ihre Mutter in den vergangenen 16 Jahren, seit Beginn der Verfolgung, erleiden mussten.

Verstorbene Mutter wurde gefoltert und sexuell missbraucht

Meine Mutter Yang Xiulian war im März 2000 um die 60 Jahre und wurde verhaftet, weil sie sich in Peking friedlich für das Recht einsetzte, Falun Gong praktizieren zu dürfen. Danach wurde sie einen Monat lang in der Haftanstalt Hanzhong eingesperrt. Ihre Wohnung wurde durchsucht und viele ihrer Falun Gong-Bücher beschlagnahmt.

Im Jahr 2002 wurden meine Mutter und ich rechtswidrig festgenommen, weil wir Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt hatten. In der Haftanstalt wurden wir in verschiedenen Zellen eingesperrt. Wärter befahlen Häftlingen, uns körperlich und seelisch zu misshandeln.

Meine Mutter wurde gefoltert, sie musste in schmerzhaften Positionen bewegungslos verharren, dazu gehörten langes Sitzen in der Hocke, Stehen oder sich beugen. Die Häftlinge schlugen meiner Mutter gegen den Hals, wodurch sie monatelang nicht sprechen konnte. Sie bekam auch Bronchitis und Asthma.

Die schlimmste Qual war, mit einer Zahnbürste sexuell missbraucht zu werden. Die Wärter zwangen sie mit gespreizten Beinen an einer Wand zu stehen, während vier Häftlinge ihre vier Gliedmaßen festhielten. Zwei weitere Häftlinge stießen eine Zahnbürste in ihre Scheide und bewegten sie darin herum.

Im Jahr 2003 wurde meine Mutter zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und ins Arbeitslager für Frauen in Shaanxi gebracht. Als sie im Januar 2004 freigelassen wurde, war sie abgemagert und konnte sich nur langsam bewegen.

Das Trauma der Folter hinterließ tiefe Narben bei ihr und schließlich verlor sie ihr Leben. Sie starb am 28. März 2008. Sogar noch zwei Monate vor ihrem Tod wurde sie schikaniert und ihre Wohnung wurde durchwühlt.

Frau Wei wiederholt festgenommen und eingesperrt

Ich wurde das erste Mal am 3. März 2000 festgenommen und 10 Tage lang eingesperrt. Beamte des Polizeiamtes Hanzhong nahmen mich am 11. März 2002 auf der Arbeit fest. Sie durchsuchten auch rechtswidrig mein Büro und mein Zuhause. Ich wurde ein Jahr lang in der Haftanstalt Hanzhong eingesperrt.

Im Jahr 2003 wurde meine Mutter zu zwei Jahren Zwangsarbeit und ich zu drei Jahren Haft verurteilt. Sie brachten mich ins Arbeitslager für Frauen in Shaanxi.

Als ich im September 2004 aus dem Arbeitslager freigelassen wurde, wurde ich wiederholt belästigt, festgenommen, eingesperrt, mein Zuhause durchsucht und einmal wurde ich von morgens bis 22:00 Uhr verhört.

Ich wurde am 10. Januar 2008 festgenommen. Am 21. September 2009 wurde ich in die Gehirnwäsche-Einrichtung Longjiang Wufeng gebracht. Am 23. Oktober 2012 wurde ich auf der Arbeit verhaftet und einen Monat im Dorf Puzhenzaoshu eingesperrt.

Mit Beginn der Kultivierung wurde ich mitfühlender

Meine Mutter begann im Jahr 1996 mit der Kultivierung. Als ich sah, welche Vorteile meine Mutter von Falun Gong erhielt, folgte ich ihr und wurde im Jahr 1998 auch Praktizierende.

Ich profitierte sehr von Falun Gong. Ich wurde nicht nur gesund, sondern es half mir auch, die Bedeutung des Lebens zu verstehen.

Bevor ich mit der Kultivierung begann, trennte ich mich von meinem Mann, weil er mich betrogen hatte. Damals führte ich ein verzweifeltes Leben. Doch als ich dann mit der Kultivierung anfing, wurde ich mitfühlender anderen gegenüber, auch zu meinem Mann.

Dann im Jahr 2012 wurde bei meinem Ex-Mann Leberkrebs diagnostiziert. Ich lud ihn in meine Wohnung ein, nachdem er mit seinen Chemotherapiebehandlungen fertig war. Ich kümmerte mich drei Monate lang um ihn, bis er schließlich starb.

Als meine Kollegen sahen, wie ich meinen Mann mit Güte behandelte, änderten sie ihre Meinung über mich und Falun Gong.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong- Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.