(Minghui.org) Am 31. März 2016 nahm der chinesische Präsident Xi Jinping am Nuklearsicherheitsgipfel in Washington DC teil und traf sich mit Präsident Obama. Aus diesem Anlass brachten die Falun Gong-Praktizierenden am Gehweg der Connecticut Avenue mit Transparenten ihre Botschaft zu ihm: „Falun Dafa ist großartig“ und „Bringt Jiang Zemin vor Gericht“.

Jiang Zemin, ehemaliger Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) befahl 1999 die brutale Unterdrückung von Falun Gong-Praktizierenden in China. Diese Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Praktizierender geführt. Unzählige sind wegen ihrer Überzeugung gefoltert oder sogar wegen ihrer Organe getötet worden. Die Praktizierenden in Washington DC forderten daher Präsident Xi auf, die Verfolgung zu beenden und Jiang vor Gericht zu stellen.

Letzte Woche standen Menschenmassen entlang der Hauptstraßen in der Nähe des Omni Shoreham Hotels, wo Xi wohnte. Am Mittwoch und Donnerstag hielten die Praktizierenden in der Connecticut Avenue von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr Transparente mit ihren Botschaften an den Präsidenten hoch. Außerdem führten sie die Falun Gong-Übungen vor. Die ruhige Szene zog die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich, darunter auch die der Chinesen, die den Begrüßungsgruppen angehörten. Sie wurden dafür bezahlt, dass sie Xi willkommen hießen. Einige Chinesen machten Fotos von den Praktizierenden, während andere die Übungsbewegungen der Praktizierenden imitierten.

Transparente der Praktizierenden entlang der Connecticut Avenue mit der Aufschrift: „Falun Dafa ist gut“ und „Bringt Jiang Zemin vor Gericht“.

Forderung nach der Freilassung in China inhaftierter Praktizierender

Zwei Frauen fordern die sofortige Freilassung der Praktizierenden Li Fengbo und Fu Huilan, die in Lishui in der Provinz Zhejiang inhaftiert sind.

Bestätigter Tod von über 3.900 Praktizierenden 

Min Ge, Sprecher für Falun Gong in Washington DC, sagte: „Jiang Zemin hat vor 16 Jahren die Verfolgung initiiert. Diese hat zum bestätigten Tod von über 3.900 Praktizierenden geführt und zur Inhaftierung und Gefangenschaft von unzähligen Praktizierenden. Wir sind heute hier, um Xi Jinping aufzufordern, die Verfolgung zu beenden und Jiang Zemin vor Gericht zu bringen.“

Die Praktizierende Xu hielt ein Transparent mit der Aufschrift: „Bringt Jiang Zemin vor Gericht“. Sie berichtete, dass ihre Mutter Wang Sirong am 13. Februar gemeinsam mit drei weiteren Praktizierenden verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Nankai in Tianjin gesperrt worden sei. Sie fordert deren sofortige Freilassung.

„Wir können nicht schweigen“

Die Praktizierende Fan sagte: „Die Verfolgung von Falun Gong dauert immer noch an. Wir können nicht schweigen.“ Sie arbeitet bei einer Bundesbehörde und war gekommen, um die Freilassung der beiden in Lishui, Provinz Zhejiang inhaftierten Praktizierenden zu fordern. Sie hatte einige Tage zuvor von einem chinesischen Bewohner Marylands einen Anruf erhalten, der wiederum von seinem Freund Li Lan aus Hengyang in Hunan um Hilfe gebeten worden war.

Lis Tochter Li Fengbo und ein anderer Praktizierender Fu Huilan waren am 30. März auf einer Hauptstraße in Lishui in Zhejiang verhaftet worden. Der Polizist Geng Jiangbo hatte Li Fengbos Haus in ihrer Abwesenheit durchsucht und ihr Auto, Bankkarten, Bargeld, Schmuck, einen Drucker, einen Kopierer und andere persönliche Dinge im Wert von über 1,5 Millionen Yuan (ca. 200.000 Euro) [1] beschlagnahmt.

Xis bezahlte Begrüßer lernen Falun Gong kennen

Die chinesische Botschaft hatte Dutzende Busse organisiert, die mehrere Tausend Chinesen aus New York, Philadelphia, North Carolina und Washington DC zu Xis Begrüßung herbeibrachten. Allein aus Chinatown in New York sollen zwölf Busse gekommen sein.

Diejenigen, die bezahlt wurden, Xi zu begrüßen, konnten als erstes einen Blick auf die Praktizierenden erhaschen, die die Falun Gong-Übungen machten. Eine ältere Frau lernte dabei noch an Ort und Stelle die Bewegungsabläufe kennen. Mehrere Studenten machten Videos von den Übungen.

Der Praktizierende Chunying Wang berichtete: „Über 20 Chinesen mit roten Westen machten auf dem Rasen vor dem National Air and Space Museum Pause. Das war ganz in der Nähe des Informationsstandes der Falun Gong-Praktizierenden, die dort über den Organraub an lebenden Praktizierenden durch das chinesische Regime informierten. Als die 20 Chinesen davon hörten, waren sie schockiert. Die Praktizierenden erklärten ihnen auch den Grund der Verfolgung. Über zehn Chinesen stimmten dem Austritt aus der Kommunistischen Partei und deren Organisationen zu.

Der Praktizierende Zou, der in Washington DC arbeitet und sich an der Veranstaltung beteiligte, sagte: „Die chinesische Botschaft gibt viel Geld aus, um diese Menschen zur Begrüßung von Xi zu bezahlen. Es ist eine seltene Gelegenheit für sie. Sie bekommen die Chance, Menschen zu sehen, die die Falun Gong-Übungen machen und erfahren auf diese Weise etwas über Falun Gong. Die Mehrheit von ihnen hat ein gutes Herz, ist allerdings von der Parteipropaganda, die Falun Gong verleumdet, irregeleitet. In den vergangenen Tagen sind sie auf die Verfolgung aufmerksam geworden.“

[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €