(Minghui.org) Die Falun Gong-Praktizierende Zhang Lufang, Ärztin im Bezirk Xiaoshan der Stadt Hangzhou, erstattete im Juni 2015 Strafanzeige gegen Jiang Zemin. Der Ex-Staatschef des kommunistischen Regimes hat 1999 die Verfolgung von Falun Gong initiiert; er ist der Hauptverantwortliche für das Desaster, das sich seitdem in China abspielt.

Auch Zhang Lufang wurde von der Polizei wegen ihres Glaubens verhaftet und zwei Wochen lang eingesperrt. Das Krankenhaus, in dem sie arbeitete, entließ sie, weil sie sich weigerte, Falun Gong aufzugeben. Die Anmeldung ihrer Wohnadresse wurde storniert. Sie war gezwungen ihr Heim zu verlassen und ihr Mobiltelefon wird überwacht.

Nachstehend veröffentlichen wir einen Auszug aus Zhangs Strafanzeige.

Verhaftung und rechtswidrige Verurteilung

Die Beamten Gao Liming und Ou Wensheng von der örtlichen Staatssicherheitsabteilung nahmen mich am 25. März 2015 an meinem Arbeitsplatz, dem Krankenhaus Zhejiang Xiaoshan, fest. Weder wiesen sie sich aus, noch legten sie einen Haftbefehl vor. Sie behaupteten, dass das Krankenhaus über meine Verhaftung informiert worden sei, was aber nicht stimmte.

Man brachte mich zur Polizeiwache Beigan im Bezirk Xiaoshan. Danach fuhren mich die Polizisten zu meiner Wohnung, durchsuchten diese und beschlagnahmten meine Falun Gong-Bücher, Informationsmaterial über Falun Gong, einen Computer, Drucker und andere persönliche Dinge. Ich sprach mit ihnen über Falun Gong, doch sie weigerten sich zuzuhören.

Danach brachten sie mich zurück zur Polizeiwache, wo sie mich verhörten und nach § 300 [des chinesischen StGB] unter die Anklage „Verwendung einer Sekte, um den Gesetzesvollzugs zu unterminieren und die Gesundheit anderer zu gefährden“ stellten. Dieser Paragraph wird oft benutzt, um Praktizierende zu verhaften. Ich verweigerte meine Unterschrift für alle Dokumente.

Sie sperrten mich sieben Tage lang ein und forderten 1.000 Yuan. Ich weigerte mich, die Dokumente der Haftanstalt zu unterschreiben. Danach wurde ich weitere 15 Tage eingesperrt. Ich weigerte mich dennoch, irgendwelche Dokumente zu unterschreiben.

Meine Angehörigen und meine Mitpraktizierenden riefen die Polizei an und forderten meine Freilassung. Sie sagten, dass meine Angehörigen kommen und mich abholen könnten. Als aber meine Angehörigen ankamen, behaupteten sie, dass ich nicht da sei. Nachdem meine Familie weg war, brachten sie mich direkt in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Xiaoshan.

Während meiner Haft verhörten mich Beamte des Büros 610 und von der Staatssicherheitsabteilung mehrere Male. Sie drohten mir und forderten, dass ich meinen Glauben aufgeben solle, was ich ablehnte. Ich blieb 15 Tage lang eingesperrt.

Das Krankenhaus informierte mich, dass es einen mündlichen Befehl erhalten habe, dass ich erst wieder arbeiten dürfe, wenn ich Falun Gong aufgäbe. Diese Anweisung war vom Komitee für Politik und Recht und vom Gesundheitsamt des Bezirks Xiaoshan gekommen. Das Gesundheitsamt widerrief meinen Beamtenstatus. Danach wurde auch noch die Anmeldung meiner Wohnadresse im Bezirk Xiaoshan storniert. Ich bin nun illegale Bewohnerin meiner Heimatstadt.

Außergewöhnliche Genesung

Früher litt ich jahrzehntelang an einem akuten Magengeschwür und erbrach oft Blut. Auch litt ich an Gürtelrose, einem infektiösen Ausschlag, ausgelöst durch das Windpockenvirus, und ich hatte Magenschmerzen. Durch die Krankheiten hatte ich körperliche und mentale Schmerzen, fand aber keine Heilung. Auch sehr berühmte Ärzte, die ich aufsuchte, meinten, dass ich nur Medikamente zur Linderung der Symptome einnehmen könne.

Dann erfuhr ich im Frühling 2014, dass ein Patient mit Leberkrebs im Endstadium geheilt worden war, als er begonnen hatte, Falun Gong zu praktizieren. Ich beschloss, Falun Gong zu probieren. Innerhalb kürzester Zeit waren alle Symptome meiner Krankheit verschwunden. Das war außergewöhnlich.

Falun Gong lehrte mich, ein besserer Mensch zu sein

Als ich begann, Falun Gong zu praktizieren, folgte ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Ich behandelte jeden mit Gutherzigkeit und dachte immer zuerst an andere.

Ich war voller Energie und machte die Arbeit, die mir mein Vorgesetzter zuteilte. Jeden Patienten behandelte ich gütig und war bei Kollegen und Patienten beliebt.

Durch das Praktizieren von Falun Gong lernte ich, dass Moral und Gewissen wertvoller sind als Ansehen und Geld. Falun Gong lehrte mich, ein besserer Mensch zu sein.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 17 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.