Provinz Heilongjiang: Nach mehrmaligen Gefängnisstrafen mit Folter jetzt erneut zu jahrelanger Haft verurteilt

(Minghui.org) Qu Shuxia ist eine Falun-Gong-Praktizierende aus dem Gebiet des Forstamtes Fangzheng. Nach ihrer Verhaftung kam sie vor ein lokales Gericht und wurde am 21. April 2017 zu vier Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Ihre Angehörigen durften der Verhandlung nicht beiwohnen.

Weil sie Tischkalender mit Informationen über Falun Gong und die Verfolgung verteilte und mit den Leuten auf der Straße über Falun Gong sprach, wurde Qu bei der Polizei angezeigt. Am Morgen des 7. Dezember 2016 verhaftete man sie. Polizisten durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Gong-Bücher und weiteren persönlichen Besitz. Sie hielten sie 15 Tage lang fest und brachten sie anschließend in das Untersuchungsgefängnis Nr. 1 von Jiamusi.

Frühere Verfolgung

Qu Shuxia wurde mehrmals inhaftiert, weil sie sich weigerte, Falun Gong aufzugeben.

Polizisten der Polizeistation Nanshan verhafteten sie im November 2000 und wiesen sie in das Untersuchungsgefängnis des Forstamtes Fangzheng ein, wo sie über ein Jahr lang festgehalten wurde. Sie wurde erst entlassen, als man bei ihr massiven Bluthochdruck feststellte.

Zwei Monate später brachte man Qu abermals in ein Untersuchungsgefängnis. Die Anschuldigung: Werbung für Falun Gong gemacht zu haben. Shi Qinglin, der Leiter des Komitees für Politik und Recht, hatte bei Qus Verhaftung das Kommando.

Im Untersuchungsgefängnis praktizierten Qu und andere Praktizierende auch weiterhin täglich die Falun-Gong-Übungen. Immer wenn die Wärter Zhang Xueshan, Li Yingtao oder Gu Dejun das sahen, begossen sie die Praktizierenden mit kaltem Wasser. Das geschah mehrere Tage hintereinander, weshalb ihre gesamte Kleidung und die Bettdecken klitschnass waren. Die Frauen mussten auf diesen nassen Betten schlafen.

Qu wurde in den Komplex Huangjia verlegt, wo Li Jian aus dem Büro 610 sie heftig schlug. Um gegen die Misshandlung zu protestieren, trat sie in einen Hungerstreik. Daraufhin brachte man sie in das Krankenhaus Fanglin, wo sie mit einem Schlauch durch die Nase zwangsernährt wurde.

Im Juli oder August 2003 gelang es Qu und zwei anderen Praktizierenden, aus dem Untersuchungsgefängnis zu entkommen. Nachdem sie von Ort zu Ort gezogen war, um nicht entdeckt zu werden, wurde sie schließlich in Yingkou, Provinz Liaoning, gefasst und verhaftet.

18 Tage lang hielt man sie im Untersuchungsgefängnis Dashiqiao fest. Danach kam sie in das berüchtigte Zwangsarbeitslager Masanjia Nr. 1, wo sie vier Monate und 15 Tage lang inhaftiert war. Dort wurde sie für sieben Tage und Nächte auf einer Bank festgebunden und durfte nicht schlafen.

Später verlegte man sie in die Abteilung Nr. 2 in Masanjia, wo sie gefoltert wurde. Weil sie sich weigerte, Zwangsarbeit zu leisten und eine Häftlingsuniform zu tragen, verdrehten ihr die Wärter eines ihrer Handgelenke so brutal, dass es brach. Sie zwangen sie, Nahrungsmittel zu essen, die nervenschädigende Substanzen enthielten. Sie verlor einen Zahn, als Wärter Wang sie schlug.

Nachdem ihr Blutdruck auf eine gefährliche Höhe angestiegen war, ließ man sie am 17. April 2006 auf Kaution frei. Allerdings wurde sie auch zu Hause von zwei Agenten weiterhin streng überwacht.

Polizeibeamte brachen am 11. Oktober 2015 in ihre Wohnung ein und durchsuchten ihre Sachen. Sie machten Fotos von einem Porträt von Meister Li Hongzhi, dem Gründer von Falun Gong, sowie von einem Falun-Bild.

Qu Shuxia befindet sich immer noch im Untersuchungsgefängnis Nr. 1 von Jiamusi.

Kontaktinformationen der Täter:

Lu Tonghe, Leiter des Kreiskomitees für Politik und Recht Fangzheng: +86-13069898658Wang Qingwen, Leiter des Forstamtes Fangzheng: +86-13804519333Zhang Jiquan, Leiter der Polizeibehörde Fangzheng: +86-18714439999