(Minghui.org)

Meinen Charakter kultivieren

Von Kindesbeinen an habe ich mit meiner Mutter zusammen Falun Dafa praktiziert. Ich wurde in den Neunzigerjahren geboren und als Kind sehr verwöhnt. Außerdem war ich recht jähzornig. Auch nach vielen Jahren der Kultivierung verbesserte sich meine jähzornige Art nicht.

Meister Li Hongzhi (der Gründer von Falun Dafa) sagte:

„Ich sage dir, wenn man sich ärgert, ist das wirklich und wahrhaftig Dämon-Natur. Warum? Manche denken: Um etwas Gutes zu erreichen und weil ich andere lehren will, sich dem Gutem zuzuwenden, brause ich erst auf; ich brause nur auf, weil ich möchte, dass die anderen die Arbeit gut machen. Trotzdem ist das Dämon-Natur, das heißt auch, mit Bösem gegen Böses vorzugehen. Denn du benutzt die Dämon-Natur, um jemanden dazu zu veranlassen, Gutes zu tun. Wenn du ihn mit einem gütigen Herzen behandelst, wenn du mit ihm mit Gutherzigkeit redest und sagst, dass er es gut machen soll, so denke ich, dass ihn das berühren wird. Er wird es wirklich von sich aus gut machen, es wird dann nicht so sein, dass er es erst gut macht, weil er von dir dazu gezwungen wurde; so wird er es noch besser machen. Deshalb sollt ihr während der Kultivierung die Schwäche, dass ihr euch ärgert, allmählich beseitigen. Ihr habt oft das Gefühl, es ist nur sehr schwer zu erreichen, dass man sich nicht aufregt, in Wirklichkeit ist das nicht so schwer zu erreichen.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Neuseeland, 08.05.1999)

Wenn ich mich heute über etwas aufrege, ermahne ich mich mit dem letzten Satz aus dem obigen Zitat des Meisters.

Um meinen Jähzorn unter Kontrolle zu halten, ermahne ich mich, mich nicht in die Angelegenheiten der alltäglichen Menschen zu verstricken. Wenn man mir für irgendetwas die Schuld gibt, entschuldige ich mich, ohne mich zu wehren. Ich denke immer daran, dass ich ein Dafa-Praktizierender bin und mit allen Situationen gelassen umgehen kann.

Ich habe bemerkt, dass ich bei anderen Leuten oft geduldiger bin. In meiner Familie verliere ich jedoch noch oft die Geduld. Ich reagiere nicht immer geduldig, wenn mich meine Eltern um Hilfe bitten.

Ich habe außerdem bemerkt, dass mein Jähzorn schlimmer wird, wenn ich viel Zeit mit meinem Computer oder Handy verbringe. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Zeit besser zu nutzen und Gedichte aus Hong Yin (Li Hongzhi) zu rezitieren, anstatt im Internet zu surfen. Es ist eine Widerspiegelung menschlicher Gefühle, dass ich an meinem Computer und Handy festhalte – den Interessen der alltäglichen Menschen.

Als ich nach innen schaute, sah ich, dass ich egoistisch war. Ich musste meine Angehörigen respektieren und geduldiger mit ihnen sein. Meine Mutter nutzt ihr Handy für Projekte für Falun Dafa. Daher ist es meine Pflicht, ihr geduldig dabei zu helfen, es zu bedienen.

Es gab eine Zeit, in der ich kein Interesse an Gesprächen der alltäglichen Menschen hatte. Beim Fa-Lernen erkannte ich, dass ich meine Kultivierungsumgebung zu schätzen wissen sollte. Ich sollte daran denken, dass alles, dem ich begegne, für meine Erhöhung da ist.

Der Meister sagte:

„Wir sollen die Kultivierung in der Menschenwelt zu schätzen wissen und in den Fa-Grundsätzen stetig vorankommen. Für die Kultivierenden hat alles unter den gewöhnlichen Menschen keine Anziehungskraft mehr, das kommt daher, dass die Ebene der Kultivierenden höher ist als die der gewöhnlichen Menschen. Man will nicht hier bei den Menschen bleiben und findet es uninteressant, so ein Zustand wird auftauchen. Wenn du aber erkannt hast, eine wie wertvolle Gelegenheit zur Kultivierung diese Zeit ist und dass das eine Chance ist, sich zurück zu erhöhen; wenn du der Betrachtung der Dafa-Kultivierung ein bisschen mehr Gewicht beimisst, wirst du dieses Gefühl nicht mehr haben.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Neuseeland, 08.05.1999)

Die Menschen über Falun Dafa informieren

Ich arbeite in dem Geschäft meiner Tante. Meine Tante und ihre Tochter wollten nicht, dass ich mit den Kunden über Falun Dafa spreche.

Einmal sprach ich mit einem Kunden, der einen negativen Eindruck von Falun Dafa hatte. Er sagte, dass jemand aus seiner Heimatstadt, der Falun Dafa praktizierte, faul sei. Ich erzählte diesem Kunden von meinen eigenen Erfahrungen und wie sich mein physischer und psychischer Zustand durch die Kultivierung verbessert hatte. Ich erklärte ihm, was Falun Dafa lehrt, und sagte ihm, dass ein wahrer Kultivierender den Lehren von Falun Dafa folgt. Er hörte mir über eine Stunde lang zu, später änderte er seine Meinung über Falun Dafa.

Als einmal eine Freundin meiner Cousine zu Besuch kam und meine Cousine 20 Minuten lang nicht da war, sprach ich mit ihrer Freundin über Falun Dafa. Daraufhin trat diese Freundin aus der Kommunistischen Partei Chinas aus.

Ein anderer Kunde erzählte mir davon, wie er vor einem Jahr einen schweren Autounfall überlebt hatte, und unterhielt sich fast den ganzen Nachmittag mit mir. Als ich ihn fragte, ob er aus der Kommunistischen Partei ausgetreten sei, sagte er, dass er das bereits getan habe, als er einmal darum gebeten worden sei auszutreten. Ich wusste, dass sein Austritt der Grund dafür war, warum er den Unfall überlebt hatte. Danach sprach ich mit ihm über Falun Dafa und sagte ihm, dass er sich Folgendes einprägen solle: „Falun Dafa ist gut.“

Früher verstanden meine Tante und ihre Familie Falun Dafa nicht wirklich, aber jetzt haben sie positive Gedanken darüber.

Eines Tages trank ich aus Versehen etwas, das schon schlecht war. Meine Cousine bemerkte meinen Fehler und sorgte sich darum, dass ich krank werden könnte. Sie fragte mich, ob ich Bauchschmerzen hätte, ich sagte ihr jedoch, dass es mir gut gehe. Meine Tante meinte dazu: „Falun-Dafa-Praktizierende sind anders!“

Ich nutzte diese Gelegenheit, um meiner Cousine mehr darüber zu erzählen, wie die Kultivierung meine Gesundheit fördert.

Eine Prüfung der Kultivierung

Einmal bemerkte ich, dass auf meinem Geschäftskonto 300 Yuan (ca. 40 €) zu viel waren [1]. Ich wusste nicht, woher das Geld stammte. Damals wollte ich gerade einige Bücher und einen neuen Audio-Spieler kaufen. Das unerwartete Geld hätte die Kosten dafür genau abgedeckt. Doch ich wusste, dass mir das Geld nicht gehörte, daher konnte ich es nicht verwenden. Daher prüfte ich die Bücher des Geschäfts der vergangenen Monate und sah eine Buchung, die dem Betrag auf meinem Konto entsprach. Ich überwies das Geld sofort an meine Tante. Sie fragte nicht nach Details, sondern sagte: „Wir vertrauen dir vollständig bei den Finanzen des Geschäfts.“

Ich wusste, dass ich vielleicht nicht so aufrichtig gewesen wäre, wenn ich nicht Falun Dafa praktizieren würde. Meine Tante und meine Cousine überprüfen nicht jede Buchung, ihnen wäre das fehlende Geld vermutlich nie aufgefallen.

Ich praktiziere Falun Dafa seit vielen Jahren, begreife allerdings jetzt erst, was Kultivierung wirklich bedeutet. Daher verstehe ich jetzt besser, was der Meister mit seinen Worten meinte:

„Kultivieren wie am Anfang“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz des Großraums New York 2009, 07.06.2009)

Ich danke dem Meister aufrichtig dafür, dass er mich gerettet hat!


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €.