(Minghui.org) Ich bin eine 19 Jahre alte Falun-Dafa-Praktizierende, die im Jahre 2012 mit der Kultivierung des Übungsweges Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) begonnen hat. Im Mai 2016 hatte ich die Ehre, an der Fa-Konferenz in New York teilnehmen zu dürfen. Danach spürte ich die große Verantwortung der Praktizierenden und mein Herz war zentnerschwer.

Während der Konferenzaktivitäten in New York betrachtete ich die Liveübertragung der Parade anlässlich des Welt-Falun-Dafa-Tages auf Facebook. Die Szenerie war außergewöhnlich. Während viele Praktizierende online positive Kommentare gaben, sahen auch einige Internetbesucher aus Festlandchina online der Parade zu und verhielten sich respektlos.

Als ich die Einsendungen zu den letzteren Beiträgen las, bemerkte ich von einem Mann aus China einige sehr respektlose Kommentare über Falun Dafa und die Praktizierenden. Das ärgerte mich sehr und löste bei mir Verachtung und Feindseligkeit aus. Als ich dann die Kommentare weiterlas, bemerkte ich, dass sich dieser Mann die Liveübertragung anschaute.

Während der Sendung sprachen von Zeit zu Zeit die Moderatoren und eingeladenen Gäste über Falun Dafa und Praktizierende diskutierten mit ihnen über Facebook. Dann konnte ich erkennen, dass sich das Verhalten des Chinesen allmählich veränderte. Er stellte Fragen über Falun Dafa und Praktizierende beantworteten bereitwillig seine Fragen.

Als sich die Liveübertragung dem Thema „Stoppt den Lebendorganraub“ in China zuwandte, fingen die Moderatoren und Gäste an, die Verbrechen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) beim Organraub von lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden zu erläutern.

Bei der Sendung waren zwei Zeugen anwesend. Eine Familienangehörige eines Militärarztes erzählte den Zuhörern, dass sie sich als Chinesin mit Gewissen äußern müsse, um die Verbrechen aufzudecken. Der zweite Zeuge war ein bewaffneter Polizist. Er hatte einen blutigen Organraub in einem Krankenhaus beobachtet. Als er über seine Erfahrungen sprach, war er immer noch sichtlich erschüttert.

Nachdem der Chinese sich diese Beiträge angesehen hatte, schrieb er im Blog: „Gibt es Lebendorganraub wirklich? Das habe ich nicht gewusst!“

Von da an spürte ich, wie sein Ton sanfter wurde und sich sein Verhalten änderte. Danach begannen die Moderatoren und die Gäste darüber zu sprechen, dass die internationale Gemeinschaft die Verbrechen der KPCh verurteile und es international eine gemeinsame Solidarität mit dem Aufruf „Stoppt die Verfolgung“ gebe. Hier war der Chinese eine Weile schweigsam. Dann kam plötzlich diese Mitteilung: „Ich entschuldige mich bei allen. Ich wurde die ganze Zeit von der Partei betrogen. Erst jetzt kenne ich die Wahrheit.“

Die Blog-Teilnehmer antworteten einer nach dem anderen: „Es ist ja gut, dass Sie nun die Wahrheit kennen.“

Einige Praktizierende versuchten anschließend, ihn zum Austritt aus der KPCh und deren Jugendorganisationen zu bewegen.

Ich brach in Tränen aus. Mir taten meine anfänglichen falschen Gedanken über diese Person so leid. Andererseits war ich glücklich, dass dieser Mensch nun die Wahrheit kannte.

Gleichzeitig spürte ich die Notwendigkeit, aufzuwachen und mich zu erhöhen. Wir sollten nicht nur oberflächlich beurteilen, ob ein Lebewesen gerettet werden kann oder nicht. Ich schämte mich, diesen Mann so einfach aufgegeben zu haben. Ich hatte das Gefühl, dass ich meine Verpflichtungen nicht erfüllte. Die Beharrlichkeit und Gutherzigkeit der anderen Praktizierenden half mir, noch tiefer die Worte des Meisters zu verstehen:

„Barmherzigkeit lässt Frühling zwischen Himmel und Erde werdenAufrichtige Gedanken erretten Menschen in der Welt“(Li Hongzhi, Fa berichtigt das Universum, 06.04.2002, in: Hong Yin II)

Diese Erfahrung hat mir auch gezeigt, wie die aufrichtigen Gedanken der Praktizierenden das Gewissen der Menschen erwecken.