(Minghui.org) Am 20. Juli, dem 18. Jahrestag des Beginns der Verfolgung von Falun Gong in China, hat es diese Woche weltweit Gedenkveranstaltungen in Form von Paraden, Kundgebungen, Kerzenlichtmahnwachen und anderen Aktivitäten der Falun-Gong-Praktizierenden gegeben.

Falun Gong wurde im Jahr 1992 der chinesischen Öffentlichkeit vorgestellt. Aufgrund seiner guten Wirkungen auf die Gesundheit und die Fitness verbreitete sich die Praktik sehr schnell und wurde immer populärer. Im Jahr 1999 praktizierten bereits 100 Millionen Menschen in China diesen Übungsweg. Aus Neid und Angst vor Kontrollverlust initiierte der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, am 20. Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong.

Diese Verfolgung hat in den letzten 18 Jahren zum Tode von Tausenden von Falun-Gong-Praktizierenden geführt. Hunderttausende wurden wegen ihres Glaubens gefoltert. Seit über zehn Jahren findet staatlich sanktionierter Organraub [1] statt. Die tatsächliche Anzahl derer, die infolge der Verfolgung zu Tode gekommen sind, wird wohl nie ans Licht kommen. Die bisher nachweislich verifizierten Todesfälle dürften nur einen Bruchteil der tatsächlichen Opfer ausmachen.

Los Angeles: Spruchbänder entlang der belebten Straßen der Stadt und eine Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat

Am 20. Juli um 20.00 Uhr fand eine Kerzenlichtmahnwache im Gedenken an die verstorbenen Praktizierenden in China vor dem chinesischen Konsulat statt. Zuvor hatten bereits Hunderte von Praktizierenden an belebten Straßen mit Spruchbändern demonstriert und das Ende der Verfolgung von Falun Gong gefordert.

An der Kreuzung Wilshire Boulevard und Vermont Avenue lauteten die Aufschriften auf den Transparenten: „Falun Dafa ist gut“, „Beendet die Verfolgung von Falun Gong“ und „Bringt Jiang Zemin vor Gericht“. Tausende von Autos fuhren an der Mahnwache vorbei und sahen die Aufschriften.

Die Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat gedachte der Tausenden, die im Zuge der Verfolgung gestorben sind. Es gab mehrere Sprecher, die ein Ende der Verfolgung forderten. Sie forderten, dass Jiang Zemin, der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, vor Gericht gestellt wird. Drei Praktizierende sprachen über ihre persönlichen Erlebnisse während der Verfolgung.

Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat in Los Angeles

Die Praktizierende Junxiu Zhu aus Sichuan arbeitete früher in China als Beamtin in einem Steuerbüro. Sie sprach auf der Kundgebung über die unsägliche Tortur, die sie und ihr Mann während der Verfolgung erleiden mussten - allein wegen ihres Glaubens an Falun Gong.

Praktizierende Zhu spricht von den Leiden während ihrer Verfolgung.

Frau Zhu wurde neun Mal verhaftet und in Haftanstalten, Drogenentzugskliniken, Arbeitslagern, Gehirnwäsche-Einrichtungen und in ein schwarzes Gefängnis (ein Gefängnis, das nicht von der KP Chinas als Gefängnis gelistet ist) eingesperrt. Drei Mal wurde sie in psychiatrischen Kliniken festgehalten, in denen ihr unbekannte Drogen injiziert wurden. Die Folter brachte sie an den Rand des Todes.

„Ich war über 40 Tage lang in eine kleine, dunkle Zelle mit weniger als 2,6 Quadratmeter und ohne Fenster eingesperrt. Ich durfte keine Toilette benutzen“, berichtete sie. „Mein Mann Yu Jiaqing wurde im Arbeitslager verprügelt. Er wurde gefoltert und bekam hohen Blutdruck und Herzbeschwerden. Unsere Verwandten konnten ihn nach seiner Entlassung nicht mehr wiedererkennen. Kurz danach starb er.“

Toronto: Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat

Auch Praktizierende aus Toronto trafen sich zu einer Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat.

Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat in Toronto

Der 87-jährige Praktizierende Zhichun Liu fordert das Ende der Verfolgung.

Der Praktizierende Zhichun Liu war Chefingenieur an einem Institut der Luftwaffe in Peking. Auch er wurde grausam verfolgt.

„Die Verfolgung durch die Partei dauert nun schon seit 18 Jahren an. Wir Praktizierende haben 18 Jahre lang durchgehalten und sagen den Menschen, dass Falun Dafa gut ist. Beendet die Verfolgung! Wir sind heute hier zusammengekommen, um unserer Mitpraktizierenden zu gedenken, die während der Verfolgung gestorben sind.“

Praktizierender Yu He (erster in der vorderen Reihe) hofft auf ein baldiges Ende der Verfolgung.

Praktizierende Jinju Wang (Mitte): „Wir werden die Menschen so lange über die Verfolgung aufklären, bis sie beendet ist.“

Ravi und seine Familie (Einwanderer aus Pakistan) bei der Kerzenlichtmahnwache

Die örtliche Praktizierende Chanchal unterstützt die Bemühungen für ein Ende der Verfolgung.


[1] http://de.minghui.org/cc/8/