(Minghui.org) Der 20. Juli 2017 symbolisiert die bereits 18 Jahre anhaltende Verfolgung von Falun Gong (auch bekannt als Falun Dafa) durch die Kommunistische Partei Chinas sowie Falun Gongs friedlichen Widerstand, um dieses Verbrechen zu beenden.

Falun-Gong-Praktizierende aus Irland, England, Frankreich, den Niederlanden und Polen veranstalteten am 22. Juli 2017 diverse Aktivitäten, um die Öffentlichkeit aufzurufen, ein Ende der Verfolgung zu unterstützen.

Irland

Praktizierende in Dublin veranstalteten anlässlich dieses Tages eine Kundgebung auf der Grafton Street, gefolgt von einer Parade durch das Geschäftsviertel. Sie inszenierten verschiedene Nachstellungen von Foltermethoden, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) an Falun Gong-Praktizierenden in China anwendet. Außerdem forderten sie, dass Jiang Zemin, der ehemalige Vorsitzende der KPCh, vor Gericht gestellt wird. Er hatte vor 18 Jahren die Verfolgung von Falun Gong befohlen und durchgesetzt.

Viele Menschen unterschrieben die Petition und forderten ein Ende des staatlich geförderten Organraubs an lebenden Falun Gong-Praktizierenden. Einige Chinesen nahmen diese Gelegenheit wahr, um aus den angeschlossenen Unterorganisationen der KPCh auszutreten, denen sie einst beigetreten waren.

Parade in DublinPassanten lesen die Informationen

Acht Mitglieder des irischen Parlaments verfassten Briefe zur Unterstützung der Veranstaltung. Richard Boyd Barrett TD (irisches Mitglied des Parlaments) schrieb: „Jeder der sich für Menschenrechte einsetzt, sollte die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh verurteilen, vor allem den Organraub an lebenden Praktizierenden.“ Er möchte, dass die irische Regierung eine stärkere Opposition gegen die Verfolgung auf internationaler Ebene einnimmt. Des Weiteren lobte er alle Praktizierenden und deren Unterstützer für ihre Bemühungen, diese Verfolgung zu beenden.

Darragh O'Brien TD schrieb, dass er die Thematik der Verfolgung beim irischen Außenminister angesprochen habe. Er sagte, dass die Republik Irland, die Europäische Union und die internationale Gesellschaft zusammenarbeiten sollten, um die Menschenrechtsverletzungen seitens der KPCh zu beenden, insbesondere die erzwunge Organentnahme.

Dr. Declan Lyons spricht bei der Kundgebung

Ein weiterer Redner war der renommierte Psychiater Dr. Declan Lyon. Er sagte, dass Falun Gong-Praktizierende Zwangsarbeit leisten und Gehirnwäsche über sich ergehen lassen müssten sowie Folter unterworfen seien. Zudem betonte er, dass sie oft spurlos aus den chinesischen Arbeitslagern, psychiatrischen Einrichtungen und Haftzentren verschwunden seien – bis heute.

Dr. Lyons wies auf den abscheulichsten und grausamsten Aspekt der Verfolgung hin, nämlich den Organraub an lebenden Falun-Gon-Praktizierenden, um die Nachfrage der Patienten außerhalb Chinas decken zu können. Es wird geschätzt, dass jährlich zwischen 60.000 und 100.000 Organtransplantation in chinesischen Krankenhäusern durchgeführt würden, eine Zahl, die weit über die Anzahl der Organe von zu Tode verurteilen Häftlingen und freiwilligen Spendern hinausgehe. Dr. Lyons forderte alle auf, dieses Verbrechen zu verurteilen. Er sagte: „Mit unser aller Stimmen können wir ein Beispiele für die Verfolgten werden.“

England

Nach einer Kundgebung und einer Parade am 22. Juli 2017 hielten die Praktizierenden am Abend des 23. Juli eine Kerzenlicht-Mahnwache auf dem Trafalgar Square in London ab. Sie gedachten ihrer Mitpraktizierenden, die infolge der Verfolgung gestorben waren, und forderten das chinesische Regime auf, diese Gräueltaten zu beenden.

Kerzenlicht-Mahnwache auf dem Trafalgar Square in London

Praktizierende sprechen mit Passanten über Falun Gong

Mit weißen Lotusblumen und funkelnden Kerzen meditierten Praktizierende in gelben T-Shirts während der feierlichen Mahnwache. Eine inszenierte Folternachstellung neben ihnen zeigte eine vernarbte und in Handschellen gefesselte Praktizierende. Der scharfe Kontrast war ein Sinnbild dafür, wie absurd die Verfolgung tatsächlich ist.

Viele Menschen hielten inne, um mehr über die Verfolgung zu erfahren. Einige Passanten setzten sich neben die Praktizierenden auf den Boden, um ihre Unterstützung zu zeigen.

Frankreich

Ebenfalls am 22. Juli 2017 stellten Praktizierende in der Stadt Saint Malo in Frankreich Falun Gong vor und berichteten den Menschen von der Verfolgung durch die KPCh. Diese wunderschöne Hafenstadt am Ärmelkanal ist ein beliebtes Reiseziel von Touristen. Sowohl die Einheimischen als auch die Touristen verurteilten die erzwungene Organentnahme an lebenden Falun-Gong-Praktizierenden und unterzeichneten eine Petition für die Beendigung dieser Verbrechen.

Übungsvorführung der Falun-Gong-Praktizierenden

Im Folgenden sind einige Kommentare, die die Menschen auf die Petitionen geschrieben haben:

„Organraub ist unverzeihlich bösartig. Es ist unsere Verpflichtung, diese Petition zu unterschreiben.“

„Das so eine schreckliche Sache in unserer Zeit geschieht!“

„Es ist schrecklich, dass eine Regierung ihre eigenen Landsleute tötet!“

„Was ihr tut, ist großartig! Macht weiter und verbreitet diese Nachrichten so weit wie möglich. Die Menschen müssen diese Informationen bekommen. Vor allem aber dürfen sie nicht zwecks Organtransplantationen nach China gehen. Glücklicherweise gibt es Menschen wie euch, die uns darüber informieren. Vielen Dank!“

Viele Menschen waren daran interessiert, Falun Gong zu lernen, und baten um Informationen zu den Übungsplätzen in Saint Malo, Paris, Lyon, Nantes und weiteren.

Niederlande

Die Praktizierenden in den Niederlanden hielten am 20. Juli einen friedlichen Protest vor dem chinesischen Konsulat in Den Haag. Sie verteilten Flyer an Passanten und sammelten Unterschriften für eine Petition, die ein Ende des staatlich geförderten Organraubs forderte.

Protest vor dem chinesischen Konsulat in Den Haag

Die Übungsvorführungen zogen große Aufmerksamkeit auf sich. Die Passanten wollten wissen, warum die KPCh diese Praktik verfolgt. Sie hörten den Erklärungen der Praktizierenden zu und schauten sich die Schautafeln über die Verfolgung an. Viele unterzeichneten anschließend die Petition. Manch einer vergoss Tränen des Mitgefühls für die Praktizierenden.

Mehrere Menschen fragten, wo sie die Übungen lernen könnten. Ein paar Touristen aus Indien beobachteten die Übungsvorführungen eine lange Zeit. Sie sagten immer wieder: „Das ist toll! Ich muss es lernen!“

Auch chinesische Touristen sprachen mit den Praktizierenden, um mehr zu erfahren, und nahmen einige Materialien zum Lesen mit. Ein paar chinesische Studenten nutzten diese Gelegenheit, um aus allen Unterorganisationen der KPCh auszutreten, der sie damals beigetreten waren. Einer von ihnen sagte: „Die KPCh hat in ihren politischen Bewegungen 80 Millionen Leben auf dem Gewissen, sie hat die Organe von Menschen gegen ihren Willen entnommen. Auf jeden Fall will ich aus dieser Partei austreten! Danke, dass du mir geholfen hast!“

Polen

Die Praktizierenden in Polen veranstalteten am 23. Juli 2017 einen stillen Protest vor dem chinesischen Kommissariat in Warschau. Ihre Transparente trugen die Worte: „Falun Dafa ist gut“, „Wahrhaftigkeit, Gutherzigkeit und Nachsicht“, „Beendet die Verfolgung von Falun Gong“, „Der Organraub der KPCh ist unverzeihlich“ und „Bringt Jiang vor Gericht“.

Ein Mann und seine vier Kinder bestanden darauf, den Falun-Gong-Praktizierenden Wasserflaschen zu geben. Er sagte: „Ich habe euch schon oft gesehen. Ihr seid nette Menschen. Es ist heute so heiß. Ihr braucht etwas Wasser. Unsere ganze Familie wünscht euch viel Glück!“

Praktizierende vor der chinesischen Botschaft in Warschau

Ein polnischer Polizist sagte einem Praktizierenden, dass er sehr gerne Falun Gong lernen wolle. „Ich habe euch so viele Jahre protestieren sehen - bei Regen oder Sonnenschein. Ich habe die Informationen auf den Schautafeln gelesen. Ich bin sicher, das ist eine tolle Praktik. Ich möchte es ebenfalls lernen!“

Am Nachmittag veranstalteten die Praktizierenden weitere Aktivitäten in der Warschauer Altstadt. Dort machten viele Passanten Fotos von ihren Schautafeln. Eine Reihe von Menschen wartete in einer Warteschlange, um die Petition für ein Ende der erzwungenen Organentnahme zu unterzeichnen. 

Übungsvorführung in der Warschauer Altstadt

Ein Praktizierender näherte sich einer Gruppe chinesischer Touristen und erzählte ihnen von Falun Gong – Informationen, die sie nur sehr schwer in ihrem Heimatland bekommen. Einige von ihnen dankten ihm.

Ein chinesischer Tourist meinte zu dem Praktizierenden: „Jiang Zemin ist derjenige, der Falun Gong verfolgt. Du solltest ihn loswerden wollen. Die Kommunistische Partei Chinas wäre ohne ihn besser dran.“

Darauf erwiderte ein anderer Praktizierender: „Ohne die Hilfe der KPCh wäre Jiang nicht in der Lage gewesen, Falun Gong zu verfolgen. Die KPCh hat korruptere Beamte hervorgebracht als jede andere Regierung in der Geschichte. Sie ist von Natur aus böse. Sie raubt die Organe von Falun-Gong-Praktizierenden und verkauft sie gewinnbringend. Es ist eine verhängnisvolle Illusion, an die KPCh zu glauben. Verlasse die Organisationen der KPCh, um sicher zu sein!“

Der Chinese stimmte zu und bedankte sich bei dem Praktizierenden immer wieder.