Liaoning: 42-jährige Mutter wiederholt zu Gefängnishaft verurteilt

(Minghui.org) Die 42-jährige Wang Yanqiu wurde am 18. Mai 2017 in der Stadt Lingyuan zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Sie war sieben Monate zuvor, am 12. Oktober 2016, verhaftet worden, weil sie mit anderen in der Öffentlichkeit über Falun Gong gesprochen hatte. Falun-Gong-Praktizierende werden seit 1999 vom kommunistischen Regime in China verfolgt. Nun hat Wang Berufung eingelegt.

Wang schreibt es Falun Gong zu, dass sie ihre Gesundheit wiedererlangt und dass sich ihre Ehe seitdem harmonisiert hat. Deshalb scheut sie sich nie davor, die unrechtmäßige Verfolgung von Falun Gong in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, weshalb sie schon mehrmals in die Fänge der Polizei geraten ist. 2002 wurde sie sogar zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Misshandlungen, die sie damals im Gefängnis erlitt, führten bei ihr zu einer frühzeitigen Menopause, was ihre Hoffnung auf ein zweites Kind zerstört hat.

Frühere Verhaftungen

Direkt nach Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 wurde Wang zum ersten Mal verhaftet und für 20 Tage eingesperrt.

Zwei Jahre später sperrte man sie für 15 Tage ein. Einige Tage nach ihrer Freilassung brachen Polizisten wiederholt in ihre Wohnung ein. Weil sie nicht zuhause war, zwangen sie ihren Mann dazu, das Versprechen zu unterschreiben, seine Frau am Praktizieren von Falun Gong zu hindern. Ihr autistischer Sohn wurde durch den Vorfall traumatisiert.

Im Herbst 2002 drohte die Polizei ihr, Wang erneut zu verhaften und so war sie gezwungen, ihre Wohnung zu verlassen und anderweitig unterzukommen. Später demonstrierte sie auf dem Platz des Himmlischen Friedens gegen die rechtswidrige Verfolgung. Dabei wurde sie verhaftet und in die Haftanstalt Miyun in Peking eingesperrt. Später brachte man sie in ihre Heimat zurück und sperrte sie in die Haftanstalt der Stadt Lingyuan.

Ungefähr acht Monate danach verurteilte man sie zu drei Jahren Gefängnis. Sie kam in das Frauengefängnis der Stadt Shenyang. Dort musste sie schwere Arbeit verrichten, ohne Lohn und mit dürftigen Essensrationen.

Da sie eine Haftstrafe absitzen musste, nahm die lokale Schule damals ihren Sohn nicht auf. Mittlerweile ist er ein junger Mann im Alter von über 20 Jahren, der keine Schuldausbildung erhalten hat und nicht lesen kann.

Im August 2012 wurde Wang in ihrer Wohnung verhaftet. Ihr Mann verdiente ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs außerhalb der Stadt und so brauchte sie jemanden, der sich um ihren Sohn kümmerte. Die Polizisten ließen sie erst nach wiederholten Bitten mit ihre Schwiegermutter telefonieren.

Die Polizisten wollten mit Fotoshop ein Foto zu fälschen, das Wang dabei zeigt, wie sie ein Spruchband mit einer Nachricht von Falun Gong aufhängt. Doch Wangs Familie vereitelte diesen Versuch. Wang kam für 15 Tage ins Gefängnis. Um freizukommen, musste sie ca. 780 EUR Erpressungsgeld zahlen (5.400 Yuan).


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €