(Minghui.org) Die Falun-Gong-Praktizierende Wang Qiaobian, 66, aus der Stadt Renqiou wurde am 9. August 2017 verhaftet. Obwohl sie sich nicht schuldig bekannte, wurde sie am 4. April 2018 zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan [1] verurteilt. Sie legte Berufung ein, und ihr Fall wurde am 9. Mai 2018 verhandelt.

Festnahme, Inhaftierung und Folter

Staatssicherheitsbeamte der Bezirksniederlassung Rennan der Polizei von Jizhong verhafteten Wang in ihrer Wohnung.

Sie wurde körperlich untersucht und hatte einen sehr hohen Blutdruck. Sie zwangen sie dazu, blutdrucksenkende Medikamente einzunehmen, aber er blieb hoch. Trotzdem brachten sie sie in das Untersuchungsgefängnis der Polizei von Jizhong.

Shi Chunyu, der politische Direktor der Haftanstalt, befahl zwei Ärzten, Wang mehrmals am Tag Blutdruckpillen zu geben, doch ihr Blutdruck war immer noch sehr hoch. Shi brachte dann Wang ins Büro, holte mehrere Polizisten und bedrohte sie. Er ließ sie ein unbekanntes Pulver einnehmen, woraufhin sie Blut erbrach.

Die Wärter schlugen sie und sperrten sie tagsüber in Einzelhaft. Nachts brachten sie sie zurück in ihre Zelle. Tagsüber wurde sie mit Fußfesseln gefesselt und nachmittags und abends musste sie die Toiletten putzen.

Ihr Blutdruck blieb 21 Tage lang hoch und ihr Leben war in Gefahr. Die Behörden informierten ihre Familie, sie nach Hause zu holen, aber sie überwachten sie weiterhin.

Am 14. Januar 2018 schikanierten Beamte des Polizeireviers Xinhualu Wang zu Hause. Sie beschlagnahmten ihren Ausweis, weil sie befürchteten, dass sie nach Peking gehen könnte, um sich für das Recht auf Praktizieren von Falun Gong einzusetzen.

Außerdem wurde sie zu einer weiteren Untersuchung gebracht. Ihr Blutdruck war wieder hoch. Das hinderte die Polizei daran, sie in die Haftanstalt zu bringen.


[1] Das sind umgerechnet ca. 1.300 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €