(Minghui.org) Die 68-jährige Duan Zaiying aus Chongqing ist zu anderthalb Jahren Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 3.000 Yuan [1] verurteilt worden, weil sie sich weigerte, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben [2].

Duan wurde seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 über zehn Mal verhaftet. Ihre letzte Verhaftung fand am 7. Juli 2017 statt, als sie mit Menschen über Falun Gong sprach. Die Polizisten Zhou Changcheng, Shi Wanning und Lin Yan waren unter anderen für ihre Verhaftung verantwortlich. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung, ohne einen Durchsuchungsbefehl vorzuweisen. Auch händigten sie ihrer Familie keine Liste der beschlagnahmten Gegenstände aus, so wie es das Gesetz vorschreibt.

Duan wurde noch in derselben Nacht ins Untersuchungsgefängnis des Stadtteils Jishi gebracht. Ihre Angehörigen erhielten keine Informationen über ihren Aufenthaltsort.

Am 20. April 2018 stand Duan vor dem Bezirksgericht Banan. Ihr Anwalt plädierte auf nicht schuldig, da kein Gesetz in China Falun Gong kriminalisiert. Ihr Mann, Liu Chuanlu, verteidigte ihre Unschuld, und auch sie selbst sagte zu ihrer Verteidigung aus.

Das Gericht bat ihren Mann nach der Anhörung, zusätzliches Material zur Verfügung zu stellen. Das tat er und musste dann doch erleben, wie seine Frau bei der Urteilsverkündung am 29. Juni verurteilt wurde.

Duan hat beim 5. Mittleren Gericht der Stadt Chongqing Berufung eingelegt.

[1] Das sind umgerechnet ca. 390 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300 Euro.[2] Falun Gong ist ein spiritueller Kultivierungsweg, der vom kommunistischen Regime in China seit 1999 verfolgt wird.