Shandong: Psychischer Zusammenbruch wenige Monate nach erneuter Verhaftung

(Minghui.de) Eine 57-jährige Frau überlebte zehn Jahre Haft und Folter, die sie erdulden musste, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa [1] nicht aufgab. Nur wenige Monate nach ihrer letzten Verhaftung im Oktober 2018 erlitt sie einen psychischen Zusammenbruch.

Yang Wenjie ist in der Stadt Zhaoyuan in der Provinz Shandong zuhause. Sie wurde am 18. Oktober 2018 von Beamten der Staatssicherheitsabteilung von Zhaoyuan aus ihrer Wohnung verschleppt.

Sie brachten sie in das Untersuchungsgefängnis Yantai, wo die Wärter ihre Hände ständig in Handschellen hielten. Sogar beim Essen, Schlafen oder bei der Benutzung der Toilette.

Einige Monate später erlitt Yang einen psychischen Zusammenbruch. Ihre Schwester brachte sie nach Hause.

Zehn Jahre Haft und Folterungen

Im Mai 1996 hatte diese Schwester Yang mit Falun Dafa bekannt gemacht. Yang war damals gerade geschieden worden und war schwer depressiv. Die spirituelle Lehre von Falun Dafa und die fünf sanften Übungen halfen ihr, die Hoffnung auf das Leben zurückzugewinnen. Auch ihr Magenproblem und ihre steife Schulter verschwanden.

Weil sie an Falun Dafa festhielt, wurde sie wiederholt verhaftet und gefoltert. Sie wurde in Arbeitslagern, einer Gehirnwäsche-Einrichtung und einem Gefängnis festgehalten.

Im März 2002 verteilte Yang Informationsmaterialien über Falun Dafa und wurde daraufhin verhaftet. Die nächsten drei Jahre musste sie im Frauenzwangsarbeitslager 2 der Provinz Shandong verbringen.

Die Wärterinnen dort stopften ihr eine Damenbinde in den Mund und steckten das Foto des Gründers von Falun Dafa in ihre Unterwäsche, um sie zu demütigen. Nach Ablauf ihrer Haftzeit ließ das Büro 610 sie zur weiteren Inhaftierung in eine Gehirnwäsche-Einrichtung bringen, weil sie sich weiterhin weigerte, auf Falun Dafa zu verzichten.

Folterungen in der Gehirnwäsche-Einrichtung

In der Gehirnwäsche-Einrichtung wurde Yang mehrmals so an ihren Handgelenken aufgehängt, dass ihre Zehen kaum den Boden berührten. Einmal wurde ihr für über 40 Tage der Schlaf entzogen.

Sie wurde auch an einer Metallstange in Kriechposition nach unten aufgehängt. Die Wärter schockten sie dann mehr als eine Stunde lang mit Elektroschlagstöcken. Sie brach zusammen, sobald sie heruntergelassen wurde.

Am 25. Juli 2010 wurde Yang erneut verhaftet, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Als sie mit Hungerstreik gegen die willkürliche Festnahme und Inhaftierung protestierte, wurde sie zwangsernährt.

Isolationshaft und weitere Folter im Frauengefängnis Shandong

Vier Monate später verurteilte das Stadtgericht Zhaoyuan sie zu vier Jahren Haft. Yang wurde im April 2011 in das Frauengefängnis Shandong in der Stadt Jinan überstellt.

Die Gefängniswärter schlugen sie oft, ließen sie nicht schlafen oder sich waschen und zwangsernährten sie mit Urin.

Als sie nach mehreren Folterrunden immer noch nicht ihren Glauben aufgab, hielten die Wärter sie für den Rest ihrer Haftzeit fast vier Jahre lang in Isolationshaft. Die Zelle, nur 18 m² groß, hatte kein Fenster und nur ein schalengroßes Loch an der Tür, damit sie Nahrung und Wasser aufnehmen konnte. Yang wurde extremen Temperaturen ausgesetzt und musste auf dem Boden schlafen.

Yang sagte, dass die Falun-Dafa-Lehre ihr Kraft und Hoffnung gab, diese unvorstellbare Folter zu ertragen. Statt Einsamkeit spüre sie Frieden in ihrem Herzen.

Frühere Berichte:

Falun Dafa Practitioner Ms. Yang Wenjie Tortured and Kept in Solitary Confinement at Jinan Women's Prison

Verbrechen der Polizei und des Büros 610 (Provinz Shandong)

Seven Falun Gong Practitioners Illegally Sentenced

Seven Falun Gong Practitioners Brutally Tortured in Brainwashing Center at Zhaoyuan City, Shandong Province

Ms. Yang Wenjie Brutally Tortured in Wangcun Forced Labor Camp in Shandong Province

Police Arrest and Brutally Torture Ms. Yang Wenjie and Ransack Her Home

Ms. Yang Wenjie Tortured for Five Years In Custody of the 610 Office and Brainwashing Center in Zhaoyuan, Shandong Province


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.