[Fa-Konferenz in Taiwan 2023] Ein versteckter Segen

(Minghui.org) Ich grüße den Meister! Ich grüße meine Mitpraktizierenden!

Ich kultiviere mich seit Dezember 2001 und möchte diese Gelegenheit nutzen, um dem Meister von meinem Kultivierungsweg zu berichten.

Segen durch einen Autounfall

Am 1. Januar dieses Jahres hatte ich einen schweren Unfall auf einer Autobahn. Beim Wechseln der Spur bemerkte ich nicht, dass ein Fahrzeug von hinten in schnellem Tempo heranraste. Es gab eine Kollision und das andere Fahrzeug überschlug sich. Das Hinterrad und die Tür meines Autos waren völlig demoliert, dennoch blieben mein nichtpraktizierendes Familienmitglied und ich unversehrt.

Ich war völlig fassungslos und mein Kopf leer. Wie hatte das passieren können?! Glücklicherweise stiegen die beiden jungen Leute ebenfalls unverletzt aus dem anderen Wagen. Sie hatten lediglich einige Kratzer und eine leichte Gehirnerschütterung und wurden schnell aus dem Krankenhaus entlassen.

Rückblickend bekam ich einen riesigen Schreck. Die Autobahn befand sich in einem guten Zustand und es herrschte nicht viel Verkehr. Wir waren beide sehr schnell unterwegs. Das andere Auto überschlug sich sofort nach dem Aufprall, wurde aber wie durch ein Wunder von der innersten Spur auf den Seitenstreifen geschleudert und kam dort zum Stillstand. Trotz meines demolierten Hinterreifens gelang es mir, meinen Wagen ebenfalls auf den Seitenstreifen zu lenken. Keines unserer Fahrzeuge kollidierte mit einem anderen Fahrzeug. Ich muss unter dem Schutz des Meisters eine enorme Menge Karma beglichen haben!

Die Xinxing-Prüfungen setzten ein, als ich mich mit den Schadenformalitäten befasste: Es galt, mein Trachten an persönliche Interessen zu beseitigen. Allein die Reparaturen an meinem Wagen beliefen sich auf 160.000 taiwanesische Dollar (etwa 5.000 Euro). Die geschätzten Kosten für die Reparatur des anderen Autos beliefen sich auf mehr als 600.000 taiwanesische Dollar (etwa 17.500 Euro). Obwohl beide Parteien versichert waren, musste ich trotzdem einen hohen Betrag aus eigener Tasche bezahlen. Mein erster Gedanke war, das sei viel Geld, aber dann wurde mir klar, dass ich meine Schulden begleichen musste und ein Kultivierender nicht rechnen sollte. Schließlich wurde mir im Polizeibericht die Schuld zu hundert Prozent auferlegt. Das wühlte meinen Kampfgeist auf, da meiner Ansicht nach das andere Fahrzeug offensichtlich zu schnell gefahren war. Wieso mussten sie überhaupt keine Verantwortung tragen? Meine Tante war zufälligerweise die Versicherungsnehmerin und bestand darauf, eine Neubewertung des Unfalls zu beantragen, was ich auch tat. Das Gutachten hielt fest, dass ich den Sicherheitsabstand nicht eingehalten hatte und der andere Fahrer zu schnell gefahren war.

Mir schien das gerecht, aber aufgrund der wiederholten Ratschläge meiner Tante versuchte ich, meine Verantwortung zu mindern, indem ich Berufung einlegte, um möglicherweise weniger zahlen zu müssen. Entgegen unseren Erwartungen führte mein Einspruch dazu, dass die alleinige Verantwortung für den Unfall auf mich abgewälzt wurde. Da ich die Diskussionen über die Entschädigung immer wieder hinauszögerte, verklagte mich die Gegenpartei wegen Fahrlässigkeit. Aufgrund meines Kampfgeistes und Festhaltens an persönlichen Vorteilen verstrickte ich mich schließlich immer mehr in Schwierigkeiten.

Meine Tante hielt es für wichtig, wegen Recht und Unrecht zu kämpfen. Sie verbrachte zahlreiche schlaflose Nächte und dachte sogar in ihren Träumen darüber nach, wie sie für mich gewinnen könnte. Obwohl ihr Blutdruck auf 200 anstieg, fühlte sie sich nicht verbittert. Während des Schreibens dieses Artikels rief sie mich mehrmals an, um mich daran zu erinnern, wie ich meine Antworten auf Fragen überarbeiten sollte.

Der Meister erleuchtete uns:

„KultivierenderBei sich die Fehler suchtViele menschliche Gesinnungen beseitigenGroßer Pass, kleiner Pass, nicht vermeidenRecht hat erUnrecht habe ichWozu streiten“ (Wer hat recht, wer hat unrecht, in: Hong Yin III)

Rückblickend auf meine Reaktion auf den Unfall am ersten Tag des Jahres war mein erster Gedanke: „Warum habe ich so viel Pech?“ Ich versäumte es, nach meinen Unzulänglichkeiten in der Kultivierung zu forschen.

Als ich ernsthaft nach innen schaute, stellte ich fest, dass ich beim Autofahren ungeduldig gewesen war. Außerdem hatte ich Angst gehabt, in Schwierigkeiten zu geraten und Geld zu verlieren. Ich legte eine Kämpfernatur an den Tag und verließ mich zu sehr auf die gewöhnlichen Menschen. Wie hätte ich all diese Anhaftungen ohne den Unfall beseitigen können? Ich war kein Unglücksrabe. Der Autounfall war in der Tat eine gute Sache – ja, sogar ein Segen!

Degradierung

Im März dieses Jahres wurden bei NTDTV einige Umstrukturierungen vorgenommen. Eines Morgens erhielt ich einen Anruf, in dem man mir mitteilte, dass ich nicht länger Leiter der Nachrichtenabteilung sein würde. Zunächst dachte ich, ich könnte es gelassen hinnehmen, da es NTDTV zugutekam, wenn ein kompetenterer Leiter die Nachfolge antreten konnte. Die Person, die meinen Posten übernahm, entpuppte sich jedoch als einer meiner ehemaligen Mitarbeiter, der mich vor anderen konfrontiert hatte.

Dinge, die er getan hatte, schossen mir durch den Kopf und schürten mein Unbehagen. Ich konnte nicht verstehen, warum ein jüngerer und weniger erfahrener Kollege für die Leitung der Abteilung ausgewählt worden war und ich nun für ihn arbeiten musste. Dann erkannte ich, dass ich mit meinen negativen Gedanken falsch lag, und ermahnte mich, meine Anschauungen über diesen Kollegen loszulassen. Doch es fiel mir schwer; ich konnte meine negativen Gedanken einfach nicht unterdrücken, nicht einmal, nachdem ich aufrichtige Gedanken ausgesendet hatte. Nachts fand ich keinen Schlaf mehr und auch nach den Übungen in den frühen Morgenstunden quälte mich meine Verstimmung weiter.

Der Meister musste meine Bemühungen, diese Schwierigkeit zu durchbrechen, gesehen haben und erleuchtete mich, indem er das Wort „Neid“ vor meinen Augen aufblitzen ließ.

Währenddessen erinnerte ich mich an den folgenden Absatz aus dem Fa des Meisters:

„Ein böser Mensch ist böse aufgrund des Neids. Aus Egoismus und Ärger beklagt er sich über sogenannte Ungerechtigkeiten.“ (Ebenen der Gesinnung, 25.09.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte)

Sofort klärte sich mein Geist und ich lehnte den Neid komplett ab. Im Bruchteil einer Sekunde schien mir, als würde ich langsam von dem Ort, an dem ich saß, nach oben schweben und auf einer bestimmten Ebene im Universum stehen bleiben.

Ich wusste, dass der Meister mich ermutigen wollte, indem er mich die Erhöhung erfahren ließ, die aus dem Loslassen resultiert. Solange wir fest entschlossen unsere Anhaftungen loslassen wollen, kann uns der Meister helfen, die uns beeinflussenden negativen Substanzen zu entfernen. In der Tat begegnete ich diesem Mitpraktizierenden mit einer ruhigen Haltung und arbeitete ernsthaft an der Erfüllung seiner Anforderungen, sah über seine Schwächen hinweg und konzentrierte mich nur auf seine Stärken.

Meine Überlegungen nach dem Tod einiger Mitpraktizierenden

In diesem Jahr verstarben mehrere Praktizierende. Bei einigen von ihnen nahm ich an der Beerdigung teil. Manche hatten sich mehr als zehn oder sogar mehr als zwanzig Jahre lang kultiviert; einige starben an Krankheitskarma, andere bei Autounfällen. Ihr Tod hat mich veranlasst, über die Gründe nachzudenken.

Ungeachtet der verschiedenen Gründe stellt ihr Tod nicht nur einen enormen Verlust für unseren Kultivierungskreis, sondern auch eine Prüfung auf der Ebene unseres Glaubens dar, ob wir die Dinge im kritischen Moment anhand des Fa oder mit menschlicher Gesinnung betrachten. Der kleinste Ausrutscher in einem kritischen Moment unterscheidet das Menschliche vom Göttlichen. Wenn wir uns nicht als Falun-Dafa-Jünger betrachten, kann uns der Meister nicht beschützen, selbst wenn er es will.

Eines Tages entdeckte ich nach dem Toilettengang eine Menge Blut in der Toilettenschüssel. Ich erschrak und dachte, es sei ein Rückfall einer alten Krankheit aus meinen früheren Jahren. Obwohl ich es mit dem Gedanken, dass es sich um einen Prozess der Auflösung des Karmas und nicht um eine Krankheit handelte, ignorierte, hielten die Symptome mehrere Tage lang an. Dann hörten die Blutungen für einige Tage auf. Gerade als ich dachte, ich hätte die Prüfung bestanden, traten erneut Blutungen auf, aber diesmal stärker. Sie hielten wochenlang an, aber ich verspürte keine Schmerzen und keine meiner täglichen Aktivitäten war beeinträchtigt. Trotzdem schlich sich ein negativer Gedanke ein: „Könnte es Darmkrebs sein? Sollte ich es untersuchen lassen?“ Sogleich entlarvte ich diese falschen Gedanken. Ich befand mich in einem Prozess der Karma-Auflösung und hatte eine Prüfung zu bestehen. Als Kultivierender sollte ich als Erstes nach innen schauen und sehen, ob mich irgendwelche Anhaftungen daran hinderten, diesen Pass zu überwinden.

Dabei entdeckte ich sowohl Angst vor Krankheiten wie auch Begierde. Wenn ich auf der Straße junge, hübsche Frauen sah, konnte ich nicht anders, als ihnen nachzuschauen. Außerdem verschwendete ich viel Zeit mit dem Anschauen von Filmen und Seifenopern und lernte weder regelmäßig das Fa noch praktizierte ich die Übungen.

Nach so vielen Jahren Medienarbeit traten zahlreiche versteckte Anhaftungen und Anschauungen zutage. Beispielsweise hegte ich Groll gegen das obere Management; ich hatte Angst vor Konflikten, wenn ich die Fehler meiner Kollegen korrigierte; ich ärgerte mich über Kollegen, die mir nicht zuhörten, und sah auf diejenigen herab, die Videospiele spielten.

Als ich nach innen schaute, wurde mir klar, wie schlecht ich mich kultiviert hatte. Über eine so lange Zeit hinweg hatte ich meine Anhaftungen gepflegt und sie als trivial abgetan. In Wahrheit gibt es in der Kultivierung nichts Unbedeutendes – bereits eine kleine Nachlässigkeit kann zu einem großen Problem werden.

Das aufgetauchte Krankheitskarma erwies sich als etwas Gutes, denn es half mir beim Entlarven meiner Unzulänglichkeiten. Der Meister muss meine gefährliche Situation gesehen haben und erleuchtete mich, damit ich mich schnell erhöhen konnte. Ich nahm mir vor, meine Anhaftungen abzulegen und meine Gedanken nach dem Fa auszurichten. Als ich das beharrlich tat, hörten die starken Blutungen auf, bevor ich mich versah.

Ich möchte meine Mitpraktizierenden mit diesen Worten des Meisters ermutigen:

„Die Dafa-Jünger, die durch diese historische Periode gegangen sind, werden selbst von Gottheiten respektiert. Man sollte sich auch selbst schätzen, dass man diese beispiellose boshafteste Verfolgung hat überstehen können. Werdet wahre Erleuchtete! Das erst ist das, was die Gottheiten als großartig betrachten!“ (Nimm Abstand von der Gefahr, 31.08.2023)

Danke, verehrter Meister. Danke, liebe Mitpraktizierende.