Todesmeldung: Ausgezeichnete Lehrerin stirbt während der Haft

(Minghui.org) Am 8. März 2018 um 10:20 Uhr erhält ein 82-jähriger Mann aus der Stadt Anshan einen Anruf aus dem Frauengefängnis der Provinz Liaoning. Man informierte ihn, dass seine inhaftierte Tochter, Sun Min, nach dem Frühstück plötzlich das Bewusstsein verloren habe und in die Notaufnahme des Gefängniskrankenhauses gebracht worden sei.

Sun Min

Auf dem Weg zum Gefängnis erhält der betagte Vater einen weiteren Anruf aus dem Gefängnis: Seine Tochter sei in das Hauptkrankenhaus der Gefängnisverwaltung der Provinz Liaoning gebracht worden. Als er dort gegen 12:50 Uhr ankommt, ist seine Tochter bereits verstorben. Eine Krankenschwester mit dem Nachnamen Wang berichtet ihm, dass Sun bereits bei ihrer Ankunft tot gewesen sei.

Suns Vater verlangt eine Autopsie. Zum Zeitpunkt, als dieser Bericht verfasst wurde, war Suns Leichnam immer noch in der Leichenhalle des Krankenhauses aufbewahrt. Unklar ist, ob eine Autopsie durchgeführt wurde oder nicht.

Suns Tod ist das Ende ihrer jahrzehntelangen Qualen, die sie erlitt, weil sie ihren Glauben an Falun Gong [1] nicht aufgeben wollte.

Rückblick: Verlust des Arbeitsplatzes, zahlreiche Verhaftungen und Verurteilung zu 7 Jahren Gefängnis

Als die Verfolgung begann, verlor Sun Min, eine ausgezeichnete Mittelschullehrerin, ihre Arbeitsstelle. Zwischen 2000 und 2012 wurde sie vier Mal für insgesamt 26 Monate inhaftiert. Als sie das letzte Mal am 28. Juni 2016 verhaftet wurde, verurteilte man sie zu sieben Jahren Haft im Frauengefängnis der Provinz Liaoning. Dort war sie verschiedenen Formen von Misshandlungen und Folterungen ausgesetzt.

Ihr Vater durfte sie erst am 7. Februar 2018 im Gefängnis besuchen. Dort musste er feststellen, dass jemand seine Tochter, eine einst gesunde Frau, auf dem Rücken in den Besuchsraum tragen musste. Sie hatte ihre Gehfähigkeit infolge der Folterungen verloren.

Trotzdem war die 50-jährige Sun während ihres kurzen Treffens mit ihrem Vater im Februar gut gelaunt. So rechnete er in keiner Weise damit, dass seine Tochter nur einen Monat später tot sein könnte.

Einmal hatte Sun einen Bericht geschrieben, in dem sie ihre wiederholten Verhaftungen wegen ihres Glaubens beschrieb. Sie erklärte darin auch, warum sie und zahlreiche andere Falun-Gong-Praktizierende nie in ihrem Glauben schwankten: „Wir sind fleißige Angestellte, liebende Familienmitglieder und gesetzestreue Bürger. Das Einzige, was bei uns anders ist: Wir praktizieren Falun Gong und streben danach, uns entsprechend den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu verhalten. Falun Gong hat so viele Menschenleben gerettet und so viele einst zerstörte Familien wieder vereint. Wir werden grundlos verfolgt und sind traurig zu sehen, dass die Verfolgung unserer gesamten Nation so verheerenden Schaden zugefügt hat. Deshalb riskieren wir, unsere Arbeitsplätze oder sogar unser Leben zu verlieren, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen und der Öffentlichkeit zu helfen, die Illegalität und Brutalität der Verfolgung zu verstehen.“

Nach ihrem Tod besuchten Suns Freunde ihren Vater. Der alte Mann ist entschlossen, Gerechtigkeit für seine Tochter zu erwirken. Als er die Kindheitsfotos seiner Tochter durchsah, wurde er still und sagte lange nichts.


An der Verfolgung beteiligt:Frauengefängnis der Provinz Liaoning: +86-24-31236026, +86-24-31236329, +86-24-88093217, +86-24-88092361Direktor: Jia Fujun: +86-24-31236001, +86-15698808121Politischer Instrukteur Xu Min (verantwortlich für die Verfolgung von Falun Gong): +86-24-31236002

Frühere Berichte:Praktizierende verliert im Gefängnis ihre Gehfähigkeithttp://de.minghui.org/html/articles/2018/3/12/132133.html

Vater darf seine sterbende Tochter im Gefängnis nicht besuchenhttp://de.minghui.org/html/articles/2017/11/25/129731.html

Provinz Liaoning: Anwalt erhebt Strafanzeige gegen Richter wegen Verstößen gegen die Strafprozessordnunghttp://de.minghui.org/html/articles/2017/5/23/127466.html

Lehrerin nach Jahren der Folter und Haft erneut vor Gerichthttp://de.minghui.org/html/articles/2017/3/16/126093.html

Anerkannte Lehrerin in Haftanstalt zwangsernährthttp://de.minghui.org/html/articles/2016/9/20/122611.html


[1] Falun Dafa (auch Falun Gong genannt) ist ein buddhistischer Kultivierungsweg, der von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt wurde. Es verbreitete sich rasant und viele Menschen konnten durch ein Leben im Einklang mit den Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. In China wird Falun Gong jedoch seit 1999 durch das kommunistische Regime verfolgt.