(Minghui.org) Minghui.org berichtete im Januar 2024, dass Hou Lijun, 52, der wegen des Praktizierens von Falun Dafa eine zehnjährige Haftstrafe verbüßt, aufgrund eines Hungerstreiks und Folter in einem lebensbedrohlichen Zustand ist. Neue Informationen tauchten auf, dass er brutal zwangsernährt worden sei und es mindestens dreimal eine Mitteilung über seinen kritischen Zustand gegeben habe.
Hou Lijun, ein Einwohner der Stadt Taiyuan in der Provinz Shanxi, musste über 20 Jahre lang fern von von seinem Zuhause leben, um einer Verfolgung wegen des Praktizierens von Falun Dafa zu entgehen. Nach seiner Verhaftung am 25. April 2023 wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt und Anfang Juni 2023 in das Gefängnis Jinzhong eingeliefert.
Hou wurde zunächst dem strengen Management-Team zugewiesen, wo er ein „intensives Training“ absolvieren musste, das ihn dazu bringen sollte, Falun Dafa aufzugeben. Eines Tages schlug ein Häftling namens Guo Chunlei eine 74-jährige Falun-Dafa-Praktizierende und Hou meldete den Vorfall dem Teamleiter Zhou Dongyan. Anstatt Guo zu disziplinieren, schlug Zhou dem Praktizierenden Hou sechzehn Mal ins Gesicht und wies Guo an, ihn mit gefesselten Händen und Seilen um den Hals auf einer Bank festzuhalten. Guo sprühte ihm außerdem dreimal Pfefferspray in die Augen, schnipste ihm in die Augen und schlug ihm ins Gesicht. Drei Nächte hintereinander durfte er nicht schlafen. Aus Protest trat Hou in den Hungerstreik und wurde daraufhin in Isolationshaft gesperrt.
Die Wärter entzogen Hou wiederholt tagelang den Schlaf. Er musste stundenlang bewegungslos auf einem kleinen Hocker sitzen, was ihm Schwierigkeiten beim Wasserlassen bereitete und zu schweren Rückenbeschwerden führte. Während er den Hungerstreik fortsetzte, wurde er von den Wärtern zwangsernährt. Bei jeder Zwangsernährung hatte er das Gefühl, zu ersticken.
Später wurde Hou in die zweite Abteilung des Gefängnisses verlegt und zu harter Arbeit ohne Bezahlung gezwungen. Die Wärter erlaubten ihm nur 100 Yuan (ca. 14 Euro) pro Monat für den täglichen Bedarf und verboten ihm, seine Familie anzurufen oder sie persönlich zu sehen. Er setzte den Hungerstreik fort und wurde jeden Tag zwangsernährt.
Sein Blutdruck schoss zeitweise auf 220/130 mmHg hoch (der Normalbereich liegt bei 120/80 oder darunter). Das Gefängniskrankenhaus gab zweimal eine Meldung über seinen kritischen Zustand heraus. Die Wärter brachten ihn dann am 7. Januar 2024 in das Krankenhaus 109 (ein Polizeikrankenhaus). Das externe Krankenhaus lehnte es aufgrund seines gefährlichen Zustandes ab, ihn aufzunehmen. Die Wärter brachten ihn zurück und er trat erneut in den Hungerstreik. Da sein Leben erneut in Gefahr war, brachten die Wärter ihn wieder in das Krankenhaus 109 (genaue Uhrzeit unbekannt) und dieses Mal wurde er aufgenommen. Das Krankenhaus 109 gab vor Kurzem eine Meldung über Hous kritischen Zustand heraus.
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