(Minghui.org) Ich bin über 50 und lebe in einem ländlichen Gebiet. Nachdem ich 1997 begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, wurde ich sehr schnell von einer Depression und verschiedenen Krankheiten befreit.
Mein Mann und ich lernten uns über einen Heiratsvermittler kennen. Es stellte sich heraus, dass wir dieselbe Schule besucht hatten. Er war gutaussehend und behandelte mich sehr freundlich und respektvoll. Später heirateten wir. Ich freute mich auf ein glückliches und schönes Eheleben, aber die Dinge entwickelten sich nicht so, wie ich es mir erhofft hatte.
Nach unserer Heirat wurde mein Mann ein völlig anderer Mensch. Er hatte kein Verantwortungsbewusstsein und brachte keinen Verdienst mit nach Hause. Stattdessen trank er Alkohol und spielte. Für ihn war das Zuhause wie ein Hotel – er kam nur zum Essen, Trinken und Schlafen nach Hause. Er suchte sich keine Arbeit und als unsere Familie ohne Geld dastand, hielt er es für selbstverständlich, dass ihn seine Frau unterstützte.
Das stand in krassem Gegensatz zu meiner fleißigen, sparsamen Familie. Ich wusste nicht, dass manche Menschen so leben. Aus diesem Grund war ich ständig wütend und mit der Zeit wurde ich krank. Nach einiger Zeit beschloss ich, mich scheiden lassen und ging zum Standesamt. Damals war eine Scheidung jedoch nicht so einfach, und so ertrug ich dieses Elend Jahr für Jahr.
Mir blieb nichts anderes übrig, als selbst für meine Tochter und mich zu sorgen. Auf dem Land wird die Geburt einer Tochter nicht gern gesehen. Schon von klein auf mochte sie mein Mann nicht und zog aus, weil das Kind weinte und er nicht schlafen konnte. Als sie älter wurde und zur Schule ging, gab er mir wenig oder gar kein Geld für die Schulgebühren und behauptete, er habe keines.
Im Laufe der Jahre häufte mein Mann viele Schulden an. Wenn er nicht trank, war er in Ordnung, aber wenn er trank, benahm er sich aggressiv. Er verbrannte einen Großteil unserer Kleidung. Um Mitternacht stopfte er die Dinge in den Ofen, wodurch der Schornstein explodierte und der Raum voller Rauch war. Wir wachten gerade noch rechtzeitig auf, sonst wären wir vielleicht erstickt. Manchmal rief er mitten in der Nacht meine ganze Familie an und verlangte, dass sie mich abholen, weil er mich nicht mehr haben wollte. Wenn er betrunken war, schimpfte er und beleidigte alle mit den übelsten Worten.
In all den Jahren haben wir die Familie des jüngeren Bruders meines Mannes immer finanziell unterstützt, zum Beispiel beim Hauskauf, Krankheit oder beim Schulgeld für die Kinder. Obwohl mein Schwiegervater mich einmal geschlagen hatte, war ich nicht nachtragend – ich gab ihm Geld und organisierte seine Geburtstagsfeier. Meiner Schwiegermutter kaufte ich Lebensmittel und Kleidung. Ich bin dem Meister sehr dankbar, dass er meiner Tochter ein gütiges Herz geschenkt hat. Sie ist sehr rücksichtsvoll und pflichtbewusst, schenkt ihrer Oma Geld und Kleidung, kauft ihrem Vater Schuhe und Kleidung, gibt sogar ihrem Cousin Taschengeld und Geld für seine Schulsachen.
In den vielen Jahren der Kultivierung konnte ich zahlreiche Anhaftungen erkennen und sie beseitigen: Groll, Rachegedanken, Kampfgeist, Eifersucht, Arroganz, Begierde, den Wunsch andere zu übertreffen, Kritik ablehnen, Widerstand gegen Leiden, Rechthaberei, Streben nach Ansehen und Gewinn, Prahlerei und Harmoniebedürfnis.
Ich dachte immer wieder darüber nach: Warum habe ich so oft das Gefühl, dass andere im Unrecht sind? Und warum verhalten sie sich so irrational? In Wirklichkeit lag es daran, dass ich mich nicht als wahre Kultivierende betrachtete, sondern die Dinge mit menschlichen Anschauungen beurteilte. Ich war verblendet und konnte die Wahrheit nicht erkennen. In Wirklichkeit ist alles, was mir in diesem Leben begegnet, das Ergebnis karmischer Vergeltung. Der Meister hat es so eingerichtet, dass ich inmitten dieser Konflikte mein Karma zurückzahle, meine Xinxing erhöhe und meine Kultivierungsenergie wächst.
Heute bin ich meinem Mann und meinen Schwiegereltern wirklich dankbar. Sie haben mir geholfen, mein engstirniges und egozentrisches Verhalten zu erkennen. In vielerlei Hinsicht hatte ich mich nicht an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gehalten. Im Umgang mit ihnen konnte ich allmählich meine menschlichen Anhaftungen erkennen und sie beseitigen.
Das Leben ist wie ein Traum oder ein Theaterstück, in dem die Menschen verschiedene Rollen spielen. Manchmal sind wir jedoch zu sehr in dieses Schauspiel vertieft und vergessen, wer wir wirklich sind. Wir sind verwirrt und verlieren den Blick für das Wesentliche in dieser Welt.
Letztes Jahr begannen sich die Dinge zu ändern. Mein Mann bekam gesundheitliche Probleme und die Ärzte verboten ihm das Rauchen und den Alkohol. Er trank zwar immer noch, aber nicht so viel, dass er betrunken war. Unser Zusammenleben verlief ruhiger. Da er kein Geld hatte, bezahlten meine Tochter und ich die Behandlung in der besten Klinik und waren ihm bei vielen Dingen im täglichen Leben behilflich.
Auch meine Schwiegereltern spürten meine Güte. Unsere Großfamilie wächst immer mehr zusammen. Ohne Dafa hätten wir kein so warmes und friedliches Zuhause.
Ich bin dem Meister und Falun Dafa unendlich dankbar. Nach mehr als zwanzig Jahren habe ich mich allmählich von einem egoistischen zu einem uneigennützigen Menschen gewandelt. Jetzt bin ich der Lage, zuerst an andere zu denken und ihre Gefühle zu berücksichtigen. Ich kultiviere mich streng nach der Lehre des Meisters, damit ich ein noch gütigerer und selbstloserer Mensch werde.
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