(Minghui.org) Es sind bereits acht Jahre vergangen, seit ich in das Medienprojekt der deutschen Epoch Times eingestiegen bin – ein wichtiges Projekt zur Erklärung der wahren Umstände und zur Errettung der Lebewesen.
1. Menschliche Gefühle gegenüber Mitpraktizierenden loslassen
In den vergangenen acht Jahren habe ich erlebt, wie einige Mitpraktizierende das Projekt verlassen haben, während andere weiterhin geblieben sind. Als ich sah, wie Mitpraktizierende gingen oder zu anderen Projekten wechselten, entstand in mir anfangs eine gewisse Anhänglichkeit – ähnlich dem Gefühl, einen langjährigen guten Freund zu verlieren. Das ist ein ganz natürliches menschliches Gefühl. Mit der Zeit erkannte ich jedoch: Wenn man nicht in einem Dafa-Projekt mitzuwirkt, bedeutet das nicht, die Kultivierung aufzugeben, und ist auch kein Maßstab für den Fortschritt in der Kultivierung. Kultivierung ist überall möglich – in jedem Lebensumfeld, bei der Arbeit, in der Familie und in allen Situationen des Alltags. Solange wir stets nach innen schauen, unsere Xinxing erhöhen, Anhaftungen loslassen und uns an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht angleichen, haben wir in jeder Umgebung die Möglichkeit, uns zu erhöhen.
Das ist meine Erkenntnis beim Loslassen von „Gefühlen“: Es geht nicht darum, die Gefühle zwischen Mitpraktizierenden zu leugnen, sondern die Anhaftung an äußere Formen und an menschliche Bindungen loszulassen, damit das Herz größer, weiter und nachsichtiger werden kann. Dann entsteht Barmherzigkeit zwischen Dafa-Jüngern, die aus dem Fa entsteht; sie unterscheidet sich grundlegend von menschlichen Emotionen. Ich habe verstanden, dass wir, wenn wir alle menschlichen Anhaftungen loslassen – einschließlich der Anhaftung an Gefühle gegenüber Mitpraktizierenden –, die reine Barmherzigkeit manifestieren, die aus dem Fa hervorgeht: weit, umfassend, bedingungslos und frei von Leid. Wer kommt, wer geht und wer bleibt, mag äußerlich zufällig erscheinen; doch der Meister hat uns gelehrt, dass auf dem Weg der Kultivierung nichts zufällig geschieht.
Wenn ähnliche Situationen auftreten oder mein Herz wegen einer Sache unruhig wird, erinnere ich mich an die Worte des Meisters und sage mir: „Das ist kein Zufall, sondern eine gute Gelegenheit, menschliche Gefühle loszulassen, meine Xinxing zu erhöhen und mein Herz größer und barmherziger werden zu lassen.“ Wenn ich viel Fa lerne und gründlich nach innen schaue, werden die Anhaftungen ganz natürlich beseitigt. Ich vertraue auf die Arrangements des Meisters: Alles ist das Beste.
2. Meine Tochter hilft mir, Anhaftungen zu erkennen und zu beseitigen
Als mein Kind geboren wurde, wusste ich zunächst nicht, wie ich die Arbeit im Projekt und die Kinderbetreuung miteinander vereinbaren sollte. Manchmal empfand ich sogar Ärger und dachte, das Kind behindere meine Arbeit. Bei wichtigen Meetings wünschte ich mir Ruhe, doch dann weinte sie oder kam zu meinem Arbeitsplatz und störte. Morgens lernten die Mitpraktizierenden im Büro gemeinsam das Fa. Ich sehnte mich danach, wieder dabei zu sein, wusste aber nicht, wie ich das mit einem kleinen Kind umsetzen sollte. Ich erinnerte mich daran, dass ich kurz nach der Geburt mein Kind im Kinderwagen mitgenommen hatte, um gemeinsam die Übungen zu machen oder das Fa zu lernen.
Einmal nahm ich meine Tochter zur Fa-Lerngruppe in Berlin mit. Kaum hatte ich mich hingesetzt, begann sie zu weinen. Ich wollte hinausgehen, um die anderen nicht zu stören, doch die Mitpraktizierenden winkten ab. Die Koordinatorin sagte, ich könne bleiben – es sei in Ordnung. Offenbar sahen die anderen meinen starken Wunsch, gemeinsam mit ihnen das Fa zu lernen, und waren sehr nachsichtig. Plötzlich spürte ich ein starkes, bamherziges Energiefeld von den Mitpraktizierenden um mich herum. Mein Kind hörte abrupt auf zu weinen, schaute ruhig in die Runde und schlief kurz darauf ein. Während ich mit den anderen das Fa las, war ich innerlich so bewegt, dass mir die Tränen kamen. Ja – nur das barmherzige Feld des aufrichtigen Fa kann alles verändern.
Wenn ich mich an diese Begebenheit erinnere, begann ich nachzudenken: Warum versuche ich nicht einfach, mein Kind zum gemeinsamen Fa-Lernen im Büro mitzunehmen? So beschlossen mein Mann und ich, unser Kind frühmorgens mitzunehmen, um gemeinsam mit den anderen das Fa zu lernen. Allmählich gewöhnte sie sich daran und blieb von selbst ruhig, wenn alle zusammen das Fa lasen. Manchmal, wenn ich selbst nicht mitlas, erinnerte sie mich sogar: „Mama, lies doch mit der Gruppe das Fa!“
Da erkannte ich plötzlich: Früher hatte ich nur an mich selbst gedacht – daran, dass meine „Arbeit nicht beeinträchtigt werden sollte“ – aber nicht wirklich an mein Kind. Mein Ausgangspunkt war egozentrisch; ich stellte das „Ich“ an erste Stelle. Deshalb kam es zu Störungen. Anstatt nach innen zu schauen, suchte ich im Außen und hielt mein Kind für eine „Störung“. War das nicht genau das Gegenteil von nach innen zu schauen? Inzwischen nehmen mein Mann und ich unsere Tochter morgens mit ins Büro zum Fa-Lernen, anschließend bringen wir es in den Kindergarten und kehren dann zur Arbeit zurück.
Abends, wenn ich mit der Arbeit beschäftigt bin, erinnert mich meine Tochter manchmal: „Mama, Fa – ich möchte das Fa hören.“ Manchmal werde ich dennoch ungeduldig, wenn sie nicht gleich auf mich hört. Dann schaut sie mich traurig an und fragt: „Warum wirst du so wütend auf mich?“ In solchen Momenten erkenne ich meist sofort meinen Fehler, entschuldige mich schnell und nehme sie in den Arm. Besonders auffällig ist: Sobald ich mich ehrlich bei ihr entschuldige, verändert sich ihr Gemütszustand augenblicklich. Dadurch erkannte ich: Ganz gleich, in welcher Situation – wenn ich alles aus dem Fa heraus betrachte, ruhig bleibe, nach innen schaue und meine Fehler anerkenne, kann sich die Lage von selbst in eine positive Richtung wenden.
Manchmal denke ich, dass sie vielleicht genau deshalb in diesem Leben meine Tochter geworden ist, um mir bei meiner Kultivierung zu helfen. Ich erinnere mich an eine Situation, in der ich sehr darunter litt, eine Prüfung nicht bestanden zu haben; mein Herz war wirklich schwer. Plötzlich begann meine kleine Tochter zu singen: „Lass es los, lass es los“ – ein Lied aus dem Film „Frozen“, den sie sehr gerne sieht. In diesem Moment hatte ich das Gefühl, als würde der Meister durch den Mund meines Kindes mich daran erinnern: „Lass deine Anhaftungen los!“ Ich musste lächeln und sagte zu ihr: „Ja, danke, Mama muss wirklich alle Anhaftungen loslassen.“
Einmal fragte mich eine Mitpraktizierende: „Du hast ein kleines Kind, arbeitest trotzdem Vollzeit im Medienprojekt und unterstützt zusätzlich noch andere Projekte. Du musst dir das sicher gut überlegen, bevor du weitere Verantwortung übernimmst. Worauf stützt du deine Entscheidung?“ Tatsächlich habe ich in letzter Zeit zusätzliche Aufgaben übernommen und manchmal fällt es mir schwer, solche Entscheidungen zu treffen. Manchmal denke ich: Der Meister hat doch gelehrt, dass es nicht darauf ankommt, welche Rolle man hat oder welche Arbeit man macht – entscheidend ist allein die Erhöhung der Xinxing. Warum also zusätzliche Aufgaben übernehmen? Wäre es nicht besser, etwas mit weniger Verantwortung zu machen, ohne großen Druck? Was also veranlasst mich letztlich, zusätzliche Aufgaben anzunehmen? Ich antwortete ihr: „Bei schwierigen Entscheidungen denke ich oft an die Lebewesen, die darauf warten, errettet zu werden.“ Rückblickend stelle ich fest, dass ich in einer anspruchsvollen Umgebung oft effizienter und fleißiger bin.
Tatsächlich mag ich Wochenenden gar nicht, weil sie mir ein Gefühl von Bequemlichkeit geben. Schon ein bisschen Streben nach Komfort führt dazu, dass ich nach dem Wochenende oft ein schlechtes Gewissen habe, weil ich nicht so viel getan habe wie unter der Woche. Unter der Woche erinnere ich mich daran, dass meine Zeit begrenzt ist – deshalb stehe ich früh auf, um die Übungen zu machen, gehe anschließend zum gemeinsamen Fa-Lernen ins Büro, sodass ich mir mittags und abends meine Zeit besser einteilen kann.
Ich erinnere mich, dass ich während meiner Schwangerschaft oft gegen drei Uhr morgens aufstand, um die Übungen zu machen – dabei machte ich häufig die zweite Übung eine Stunde. Mein Körper war voller Energie und das Kind in meinem Bauch war ruhig. Bis kurz vor der Geburt arbeitete ich ganz normal weiter. Etwa drei Monate nach der Geburt konnten mein Mann und ich unser Kind bereits zu Auftritten der Tian Guo Marching Band mitnehmen (wir spielen beide Instrumente). Jedes Mal erschienen barmherzige Mitpraktizierende, die uns halfen, auf das Kind aufzupassen, sodass wir uns auf die Aufführungen konzentrieren konnten.
Durch all das erkannte ich: Es ist nicht so, dass ein kleines Kind die Arbeit für Dafa behindert. Im Gegenteil, ich vertraue fest darauf, dass der Meister für jeden Jünger das Allerbeste arrangiert hat. Solange wir Anhaftungen loslassen und uns wirklich nach innen kultivieren, wird alles rund und harmonisch, und der Kultivierungsweg wird sich weiter öffnen.
„[…]Alles ohne Eigensinn Wege unter den Füssen, von alleine frei“ (Ohne Hindernisse, 16.04.2001, in: Hong Ying II)
3. Das „Ego“ loszulassen, ist der Schlüssel zur guten Zusammenarbeit als ein Körper
Vor Kurzem erhielt ich eine Nachricht von einer Mitpraktizierenden: „Ein Leser meldete, dass der Code nicht funktioniert. B sagte, du hättest den Code falsch gemacht und ihn ihr geschickt. Kannst du einen neuen erstellen und ihr schicken?“ Ich war überrascht und antwortete, dass ich noch nie Barcodes erstellt hätte, sondern lediglich einen Kauf-Link mit einem einfachen UTM-Code zur Kampagnenauswertung verschickt hätte. Innerlich fühlte ich mich kurz unwohl, da ich missverstanden und zu Unrecht beschuldigt wurde. Die Mitpraktizierende schrieb weiter: „B arbeitet derzeit unter sehr hohem Druck, da passieren leicht Fehler. Könntest du jemanden fragen, der sich mit Barcodes auskennt, und ihr helfen?“
Ich antwortete: „Gut, ich frage nach.“ Plötzlich war es, als hätte ich einen Hinweis vom Meister erhalten: Was spielt es für eine Rolle, wer recht hat und wer nicht? Warum wollte ich mich sofort rechtfertigen? War das nicht genau das Festhalten am Ego – Angst, das Gesicht zu verlieren?
Da erinnerte ich mich an die Worte des Meisters: „Nach Ansicht der Gottheiten ist es für einen Kultivierenden auf der irdischen Welt gar nicht wichtig, ob du recht hast oder nicht. Wichtig ist es, die Eigensinne der menschlichen Gesinnungen abzulegen. Wie du deine Eigensinne der menschlichen Gesinnungen ablegst, das erst ist das Wichtige. (Beifall.) Wie groß das Unrecht auch sein mag, vor dem du stehst, du sollst damit gelassen umgehen können, ohne das Herz zu bewegen, ohne eine Ausrede für dich zu suchen. Bei vielen Sachen brauchst du sogar nicht einmal zu argumentieren, denn es gibt keinen einzigen Zufall auf dem Weg deiner Kultivierung.“ (Fa-Erklärung in Manhattan, 26.03.2006)
Wir arbeiten nicht in dem Projekt, um zu konkurrieren oder Recht zu behalten, sondern um gemeinsam das Fa zu bestätigen und Lebewesen zu erretten. Nur wenn jeder sein Ego loslässt, bei Konflikten nach innen schaut und Anhaftungen loslässt, entsteht eine harmonische Zusammenarbeit und das Projekt kann seine größte Kraft entfalten. Durch diese kleine Begebenheit erkannte ich noch tiefer: Das Loslassen des Ego ist der Schlüssel zur guten Zusammenarbeit als ein Körper.
Ich erkannte auch, dass in Projekten nicht entscheidend ist, wessen Meinung besser oder perfekter ist, sondern wie wir als ein Körper zusammenarbeiten. Selbst wenn eine Idee anfangs noch nicht vollkommen ist, zählt vor allem der Prozess der barmherzigen, nachsichtigen Zusammenarbeit, des gemeinsamen Nach-innen-Schauens und des Handelns aus aufrichtiger Gesinnung heraus – denn genau dies wird vom Meister und von den Gottheiten anerkannt.
Eines Tages schlug der Mitpraktizierende D plötzlich vor, noch am selben Tag eine neue Kampagne zu starten, da Weihnachten bevorstand und die Zeit knapp war. Diese Kampagne hatten wir im Vorjahr bereits durchgeführt, allerdings mit mäßigem Erfolg, weshalb unser Team zunächst keine großen Erwartungen hatte. Nach einer Phase des Austauschs und der Diskussion bestand er dennoch darauf, es diesmal auf eine möglichst einfache Weise zu versuchen – ähnlich wie eine andere Kampagne, die vom Kundenservice-Team umgesetzt worden war. Zunächst hielt ich es für sehr schwierig, die Kampagne noch am selben Tag umzusetzen, da wir im Jahr zuvor viele Mitpraktizierende einbezogen hatten und mindestens eine Woche Vorbereitungszeit benötigten. Doch nachdem ich ruhig zugehört und seine Überlegungen sorgfältig analysiert hatte, erkannte ich, dass diese Kampagne tatsächlich Potenzial hatte. Daraufhin besprach ich die Details mit ihm und nahm Kontakt mit dem Kundenservice-Team auf.
Durch den offenen und aufrichtigen Austausch konnten sich Marketing- und Kundenservice-Team auf ein Vorgehen einigen und harmonisch zusammenarbeiten, sodass die Kampagne noch am selben Tag reibungslos gestartet werden konnte. Bereits wenige Stunden nachdem der Mitpraktizierende die Weihnachtskampagnen-E-Mail versendet hatte, gingen zahlreiche Bestellungen für die Printausgabe der Zeitung ein – als Geschenke für Familienangehörige, Freunde oder auch für die Leser selbst. Viele Leser, die zuvor nur die Online-Ausgabe gelesen hatten, entschieden sich nun erstmals für die Printausgabe. Das unerwartet positive Ergebnis überraschte das gesamte Team.
Aus dieser Erfahrung habe ich eine wertvolle Erkenntnis gezogen: Nicht alles muss von Anfang an perfekt sein. Entscheidend ist, dass wir als ein Körper zusammenarbeiten, unser Bestes geben, Schwierigkeiten nicht scheuen und mit ganzem Herzen handeln. Gerade durch diesen Prozess der Xinxing-Erhöhung kann ein Projekt seine wahre Kraft entfalten und Lebewesen effizient erretten.
4. Ernsthaft jeden Gedanken kultivieren – der Schlüssel zu wahrer Kultivierung
In der letzten Zeit habe ich erkannt: Alles, was ich als Dritter sehe oder wiederholt höre, ist eigentlich ein Spiegel meiner eigenen Anhaftungen in anderen Situationen. Lange fragte ich mich, warum ich immer wieder dasselbe sehe und höre, ohne wirklich nach innen zu schauen. Ich erinnerte mich an meine Anfangszeit in der Kultivierung, als ich bei Problemen sofort nach innen schauen konnte. Mein Herz war leicht, bereit loszulassen, und mein Körper fühlte sich so leicht an, als würde ich beim Gehen fast schweben. Ich verstand, dass dies der Zustand wahrer Kultivierung war – ein Zustand, in dem keine menschlichen Anhaftungen das Herz beschweren und der Meister einen entsprechend erhöht. Heute muss ich selbst diesen Weg gut gehen.
Manchmal denke ich an die Mitpraktizierenden in China. Obwohl sie unter extremen Bedingungen leiden, inhaftiert und brutal verfolgt werden, können sie ihre aufrichtigen Gedanken bewahren und sogar Barmherzigkeit gegenüber ihren Peinigern entwickeln. Im Vergleich dazu lebe ich in einer relativ freien Umgebung – und dennoch sehe ich manchmal nur die Schwächen meiner Mitpraktizierenden, bin unzufrieden oder wünsche mir, sie würden sich „ändern“. Wenn andere mich nicht gut behandeln, fehlt mir manchmal die Barmherzigkeit. Selbst wenn ich glaube, bereits nach innen geschaut zu haben, stelle ich später erstaunt fest, dass mein Gedanke eigentlich darauf gerichtet war, andere nach meinen eigenen Vorstellungen verändern zu wollen.
Da erkannte ich: Obwohl wir in Dafa-Projekten arbeiten, befinden wir uns noch in der Illusion. Was wir für „falsch“ halten, ist nicht unbedingt wirklich falsch. Vielleicht hat der Meister diese Umgebung bewusst arrangiert, damit wir gerade in solchen Situationen nach innen schauen, das eigensinnige Ego loslassen und unsere Anhaftung an die eigene Meinung oder an das Festhalten an den Fehlern anderer erkennen. Mir wurde bewusst, wie unangebracht es ist, andere verändern zu wollen. Statt andere ändern zu wollen, sollte ich mich selbst kultivieren und ändern.
Ich erinnerte mich auch an ein Beispiel im Zhuan Falun, in dem ein Praktizierender durch seine eigene Veränderung das gesamte Umfeld in einer Textilfabrik einer Stadt in Shandong positiv beeinflusste, ohne andere zu kritisieren oder zu etwas zu zwingen. Genau darin liegt die Kraft wahrer Kultivierung. Wenn die Umgebung nicht meinen Vorstellungen entspricht, kann ich dann harmonisch kooperieren und gemeinsam Verantwortung übernehmen – oder beharre ich auf meiner Meinung und suche die Fehler bei anderen? Nur wenn wir wirklich nach innen schauen, alle menschlichen Anhaftungen loslassen, an die Lebewesen denken, Egoismus und Selbstsucht – die Natur des alten Kosmos – ablegen, können wir Störungen durchbrechen und einen starken Willen entwickeln. Nur dann wird das Herz größer, die Koordination rund und das Projekt kann seine volle Kraft zur Errettung von Lebewesen entfalten.
Acht Jahre Kultivierung im Medienprojekt haben mir viele meiner Anhaftungen aufgezeigt. Manche Prüfungen konnte ich schnell überwinden, doch bei anderen tauchten verborgene Anhaftungen immer wieder auf, weil ich nicht ausreichend das Fa lernte und nicht konsequent nach innen schaute. Erst später erkannte ich das – und empfand zugleich Dankbarkeit für die grenzenlose Barmherzigkeit des Meisters, der mir immer wieder Gelegenheiten zur Erhöhung gab.
Der Meister erinnert uns in seinen Fa-Erklärungen immer wieder daran: Wenn wir das Fa lernen, aufrichtige Gedanken aussenden oder Dinge zur Fa-Bestätigung tun, aber unser Herz nicht aufrichtig und rein ist, dann ist die Wirkung gering oder bleibt sogar ganz aus.
Ich erkannte auch: Wenn mein Kultivierungszustand gut ist, sehe ich stets die Stärken und guten Seiten der Mitpraktizierenden. Bei den Stellen, an denen sie sich noch nicht gut kultiviert oder sich noch nicht vollständig erhöht haben, lächle ich innerlich nachsichtig, ohne Unzufriedenheit oder Widerwillen zu empfinden. In diesem Zustand ist mein Herz groß, voller Barmherzigkeit. Ich erkannte, dass dies der aufrichtige und richtige Kultivierungszustand ist – ein Zustand, den ich nur dann natürlich und dauerhaft bewahren kann, wenn ich das Fa solide lerne und starke aufrichtige Gedanken habe. Umgekehrt merkte ich: Wenn ich in keinem guten Zustand bin, weil ich weniger das Fa lerne, treten menschliche Anhaftungen leicht hervor. Dann sehe ich schnell die Fehler anderer Mitpraktizierender und vergesse, selbst nach innen zu schauen.
Während ich diese Zeilen schreibe, schätze ich das Kultivierungsumfeld der deutschen Epoch Times umso mehr. Ich bin dankbar für jede einzelne Begegnung mit Mitpraktizierenden, für jeden Kontakt und jede Gelegenheit, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Auf dem Kultivierungsweg gibt es Höhen und Tiefen, doch ich weiß tief im Herzen, dass wir Dafa-Jünger hier zusammenkommen durften, ist alles andere als selbstverständlich. Jeder von uns ist aus unendlich weit entfernten, gewaltigen kosmischen Bereichen hierhergekommen, um gemeinsam das Fa zu bestätigen. Wenn wir eines Tages die Vollendung erreichen und in unsere ursprünglichen Welten zurückkehren, werden wir uns wohl kaum wieder begegnen können. Deshalb schätze ich diese unsagbar kostbare Zeit zutiefst.
Das sind einige meiner persönlichen Erkenntnisse aus der Kultivierung bei der Epoch Times. Sollte irgendetwas nicht mit dem Fa übereinstimmen, bitte ich die Mitpraktizierenden, mich barmherzig darauf hinzuweisen. Vielen Dank, verehrter Meister, für die barmherzige Errettung! Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende! Heshi
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