(Minghui.org) In den 1960er-Jahren wurde ich in einer Familie auf dem Land geboren und erkrankte schon in jungen Jahren an Kinderlähmung. Mit nur zwei Jahren bekam ich hohes Fieber, das einfach nicht nachließ. Meine Eltern suchten überall nach einem Heilmittel und gaben ihr gesamtes Erspartes aus, aber alles vergeblich. Die Ärzte schüttelten nur den Kopf und seufzten. Sie erklärten ihnen: „Ein Virus hat die Nerven befallen und die Muskeln in ihren Beinen verkümmern lassen. Sie wird mit Sicherheit für den Rest ihres Lebens gelähmt sein.“ Von da an konnte ich meine Beine nicht mehr strecken. Wenn wir spazieren gingen, mussten mich meine Eltern abwechselnd tragen. Als ich etwas größer war, war ich auf den Rollstuhl angewiesen.
Meine Kindheitserinnerungen sind geprägt von den merkwürdigen Blicken der Nachbarn und dem Spott, den ich von Gleichaltrigen ertragen musste. Daher verkroch ich mich oft in einer Ecke, weinte heimlich und dachte: „Warum ist das Schicksal so ungerecht und lässt mich für den Rest meines Lebens gelähmt sein?“ Nur mit Mühe schloss ich die Mittelschule ab. Danach lebte ich von einer kleinen staatlichen Unterstützung und der finanziellen Hilfe meiner Familie. Die Schmerzen in meinen Beinen verfolgten mich, besonders an Regentagen, wenn meine Beine anschwollen. Dann schmerzten sie bei jeder Berührung. Meine Eltern waren schon alt. Meine jüngeren Geschwister gingen zur Schule, sodass die Familie schwer belastet war. Deshalb machte ich mir oft Vorwürfe: „Meine nutzlosen Beine halten nicht nur mich zurück, sondern verursachen auch Leid für meine ganze Familie.“ Ich probierte traditionelle chinesische Akupunktur, westliche Operationen, sogar Volksheilmittel und Kräutermedizin aus. Doch nichts nützte, übrig blieb nur eine tiefe Verzweiflung.
Im Jahr 1999 verbreitete sich die Nachricht, dass Falun Dafa Krankheiten heilen und die Gesundheit verbessern könne. Ich hatte zwar schon davon gehört. Damals machte ich mir jedoch Sorgen wegen der brutalen Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Daher wagte ich nicht, weiter darüber nachzudenken. Doch im Jahr 2003 besuchte mich eine entfernte Verwandte. Sie praktizierte Falun Dafa und hatte einige Falun-Dafa-Bücher dabei, darunter auch das Zhuan Falun. Sie sagte zu mir: „Schwester, Falun Dafa lehrt die Menschen, gütig zu werden. Du kannst es versuchen. Der Meister ist barmherzig und wird sich um dich kümmern.“ Obwohl ich ihr nicht ganz glaubte, nahm ich die Bücher dennoch an. Eines Abends schlug ich heimlich das Zhuan Falun auf. Als ich die erste Lektion las, weinte ich.
Die Prinzipien, die der Meister lehrt, waren wie eine Lampe, die mein Herz erhellte, das viele Jahre lang verschlossen gewesen war. Von diesem Tag an begann ich, das Fa zu lesen und die Übungen zu machen. Anfangs waren meine Beine steif wie Holz, sodass ich die fünfte Übung gar nicht ausführen konnte. Ich konnte nur in meinem Rollstuhl sitzen und die Bewegungen nachahmen, während ich innerlich die glückverheißenden Worte rezitierte: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Meine Verwandte kam einmal wöchentlich vorbei und lehrte mich, aufrichtige Gedanken auszusenden, und half mir, das Fa zu lernen.
Innerhalb eines Monats geschah ein Wunder! Eines Morgens wachte ich auf und versuchte, aus dem Rollstuhl aufzustehen. Obwohl meine Beine wackelig waren, konnten sie mich tatsächlich tragen. Es war das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass ich stehen konnte! Meine Familie war verblüfft. Darauf weinte meine Mutter und sagte zu mir: „Das ist die Manifestation der Bodhisattwa!“ Doch ich wusste im tiefsten Innern, dass dies der Segen des Meisters war.
Schon bald konnte ich mich mit Gehhilfen langsam bewegen und war nicht mehr vollständig auf den Rollstuhl angewiesen. Meine Verwandte ermutigte mich: „Falun Dafa hilft dir, dein Karma abzubauen. Wenn du durchhältst und deine Xinxing erhöhst, wird sich dein Körper auf natürliche Weise erholen.“
Auf meinem Kultivierungsweg habe ich viele Prüfungen durchgestanden. Im Jahr 2008 stürzte ich auf dem Weg zum Ort, wo das gemeinsame Fa-Lernen stattfand. Meine alte Verletzung am linken Bein brach wieder auf und schwoll so stark an, dass ich nicht mehr gehen konnte. Die Medien der Partei verbreiteten weiter täglich Lügen, um Falun Dafa zu diffamieren. Ich war zeitweise etwas verunsichert, da ich Angst hatte ,meine Familie zu belasten.
Doch dann erinnerte ich mich an die Worte des Meisters im Zhuan Falun:
„Schwer zu ertragen, ist zu ertragen. Unmögliches ist möglich.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 480)
Ich biss die Zähne zusammen und gab nicht auf. Jeden Tag kniete ich auf meinem Bett, um das Fa zu lernen und meine Schwächen zu erkennen. Ich fand heraus, dass mein Streben nach schneller Genesung meine Probleme verursacht hatte. Meine Fixierung auf meine Behinderung hatte ich noch nicht wirklich losgelassen. Ich hatte auch den Drang anzugeben. Außerdem fürchtete ich, mein Gesicht zu verlieren und wie die Leute mich ansehen würden, wenn ich mit Gehhilfen ginge. Durch den Erfahrungsaustausch mit anderen Praktizierenden, die Erkenntnisse und das Aussenden der aufrichtigen Gedanken in der Gruppe heilten nach und nach die Prellungen an meinem Bein und die Schmerzen ließen nach. Wenn ich ausging, benutzte ich fortan nur noch einen Stock und gab den Rollstuhl auf.
Im Jahr 2010 konnte ich sogar mit dem Fahrrad zur Post fahren, um Informationsmaterialien über Falun Dafa zu verschicken! Es fühlte sich an, als würde ich fliegen!
Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen, ich bin jetzt über 60 Jahre alt. Meine Beine sind vollständig genesen, sodass ich sicher und kraftvoll gehen kann. Wer mich nicht genau betrachtet, würde nie vermuten, dass ich einst gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen war. Letzten Winter half ich einer Nachbarin, Wasser einen Berg hinaufzutragen. Der Weg war steil und rutschig. Während die anderen nach Luft rangen, fiel es mir leicht. Als mich meine Freundin aus meinen Kindertagen besuchte, war sie überrascht und fragte mich: „Deine Beine sehen ja völlig gesund aus, wie ist das möglich?“ Ich lächelte und antwortete ihr: „Das ist die barmherzige Kraft des Meisters!“
Ich mache nun jeden Morgen die fünf Übungen, lese die Minghui Weekly, nehme an einer kleinen Fa-Lerngruppe in meiner Nähe teil und erkläre die wahren Umstände, um alle Lebewesen zu erretten. Mein Körper ist leicht, ich bin gesund, und auch meine Xinxing erhöht sich stetig.
Die hartnäckige Kinderlähmung ist verschwunden. Danke, verehrter Meister, für Ihre Hilfe, und danke, liebe Mitpraktizierende, für eure Unterstützung und Ermutigung. Ich erinnere mich daran, wie mir der Meister all die Jahre Schritt für Schritt geholfen hat, in guten wie in schlechten Zeiten, meine Anhaftungen und mein Karma zu beseitigen. Er hat mich von einer behinderten Person, die sich selbst bemitleidete in eine gesunde und hilfsbereite Falun-Dafa-Praktizierende verwandelt.
Liebe Mitpraktizierende, das Fa zu erlangen ist wirklich nicht leicht! Wenn wir fest an die verheißungsvollen Worte glauben: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“, werden wir das Ziel der Kultivierung in der Fa-Berichtigung gewiss erreichen!
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