(Minghui.org) Am 10. Dezember 2025, dem Tag der Menschenrechte, reichten Falun-Dafa-Praktizierende aus 48 Ländern eine weitere Liste von Parteifunktionären ein, die an der Verfolgung von Falun Dafa beteiligt waren. Die Praktizierenden fordern von ihren Regierungen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, ihnen und/oder ihren Familienangehörigen die Einreise zu verweigern und ihr Vermögen einzufrieren.

Zu den Tätern zählt auch Jin Lei, ehemaliger Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Provinz Sichuan.

Informationen zum Täter

Vollständiger Name des Täters: Jin (Nachname) Lei (Vorname)Geschlecht: männlichLand: ChinaGeburtsdatum/Geburtsjahr: Februar 1970Geburtsort: Jiyuan, Provinz Henan

Titel oder Position

Jin Lei war über eine lange Zeit in der Provinz Henan tätig. 2019 wurde er von seinen Positionen als stellvertretender Sekretär des Parteikomitees der Stadt Anyang und Bürgermeister von Anyang zum Sekretär des Parteikomitees der Stadt Deyang in der Provinz Sichuan versetzt. Im Mai 2022 trat er sein Amt als Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Provinz Sichuan an. Im Januar 2025 trat er dem Ständigen Ausschuss des Provinzparteikomitees derselben Provinz bei und übernahm die Leitung der Organisationsabteilung sowie die Leitung der Parteischule des Provinzparteikomitees.

Sichuan ist eine der Provinzen Chinas, in denen die Falun-Dafa-Praktizierenden besonders schwer und brutal verfolgt werden. Zhou Yongkang, ein ehemaliger hochrangiger Funktionär der KP Chinas, war als einer der Hauptverantwortlichen für die Verfolgung in Sichuan bekannt, wo das Komitee für Politik und Recht die Verfolgung aktiv gegen Falun Dafa aktiv umsetzt. Mindestens 333 Falun-Dafa-Praktizierende in Sichuan sind nachweislich infolge der Verfolgung ums Leben gekommen; damit steht Sichuan landesweit an sechster Stelle.

Hauptverbrechen

Das Komitee für Politik und Recht und das Büro 610, zwei außergerichtliche Behörden, denen die Verantwortung für öffentliche Sicherheit, Strafverfolgung und Justiz obliegt, sind für die Verfolgung von Falun Dafa zuständig. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2022 als Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Provinz Sichuan, setzt Jin die umfassende Verfolgungspolitik gegen Falun Dafa aktiv um.

Seit seiner Amtszeit von Mai 2022 bis Dezember 2024 als Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Provinz Sichuan, starben mindestens 24 Praktizierende aufgrund der Verfolgung. Unzählige Praktizierende wurden verhaftet, ihre Wohnungen durchsucht, die Praktizierenden inhaftiert und verurteilt.

Überblick über die Verfolgung während Jins Amtszeit in Sichuan

In der zweiten Jahreshälfte 2022 wurden in Sichuan 165 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet, 306 schikaniert, 35 in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten und 23 verurteilt, darunter die 86-jährige Zhou Shuzhen, die man mit einer Haftstrafe von drei Jahren belegte. Elf Praktizierende starben infolge der Verfolgung.

Im Jahr 2023 wurden 209 Praktizierende verhaftet, 367 schikaniert, 65 verurteilt und acht starben infolge der Verfolgung. Die 70-jährige Zhang Shufeng wurde im November 2023 verhaftet und später zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt.

Im Jahr 2024 wurden mindestens 176 Praktizierende verhaftet, 296 schikaniert, 41 verurteilt und fünf starben infolge der Verfolgung. Frau Xie Changchun aus Guanghan, Provinz Sichuan, wurde am 19. April 2024 nach Verbüßung einer einjährigen Haftstrafe aus dem Frauengefängnis der Provinz Sichuan entlassen. Sie litt unter starken Schmerzen in der linken Bauchhälfte, ihre Haut verfärbte sich dunkel, und sie magerte stark ab. Vier Monate später, am 12. August 2024, verstarb sie im Alter von 80 Jahren. Ihre Familie vermutete, dass ihr im Gefängnis toxische Medikamente verabreicht worden waren.

Ausgewählte Todes- und Verurteilungsfälle

Fall 1: 30-jähriger Radiomoderator zu Tode geprügelt

Pang Xun, ehemaliger Moderator des Volksradiosenders der Provinz Sichuan, wurde am 2. Dezember 2022 zu Tode geprügelt – nur sechs Monate, nachdem er wegen des Praktizierens von Falun Dafa zu einer fünfjährigen Haftstrafe in das Gefängnis Jiazhou, Provinz Sichuan, eingeliefert worden war. Er war 30 Jahre alt.

Einem anderen Falun-Dafa-Praktizierenden zufolge, der ebenfalls im Gefängnis Jiazhou inhaftiert war, war Pang wiederholt gefoltert worden. Er wurde gefesselt und geknebelt, mit Elektroschlagstöcken traktiert, mit Chili-Wasser besprüht, zwangsernährt und musste mehrere Stunden lang in der prallen Sonne stehen. Die Narben der Elektroschocks an seinem Kopf waren noch Monate später sichtbar.

Als die Wärter und Häftlinge realisierten, dass Pang trotz der Misshandlungen standhaft blieb, folterten sie ihn elf Tage lang ununterbrochen, bis er schließlich verstarb. Sie sprühten ihm Chili-Wasser in Nase, Augen und Ohren, woraufhin er die Augen nicht mehr öffnen konnte. Nachts fesselten ihn die Wärter auf einen Metallstuhl und gaben ihm keine Decke.

Aus Protest trat Pang in den Hungerstreik. Daraufhin folterten die Wärter ihn mit Elektrostäben, bis er dem Tod nahe war. Trotz der eiskalten Temperaturen musste er in dünner Kleidung auf dem Metallstuhl sitzen und bekam keine Decke.

Pang verstarb am 2. Dezember gegen 2 Uhr. Die Wärter befahlen den Häftlingen, einen Krankenwagen zu rufen und behaupteten, sie hätten alles versucht, ihn wiederzubeleben.

Fall 2: Todesmeldung: Frau stirbt während fünfjähriger Haftstrafe (Provinz Sichuan)

Sechs Monate nachdem Qing Liju wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, verstarb die ehemals gesunde 51-jährige Einwohnerin von Pengzhou in der Provinz Sichuan.

Qing war am 9. März 2021 verhaftet worden, als sie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt hatte. Die Festnahme erfolgte nur zwei Jahre nach ihrer Freilassung einer zehnjährigen Haftstrafe wegen ihres Glaubens.

Nach Qings Festnahme hatten die Behörden ihrer Familie verboten, sie zu besuchen. Sie durften ihr nur zweimal Kleidung bringen. Später verboten die Behörden der Haftanstalt ihnen auch die Auslieferung der Kleidung und beriefen sich dabei auf die Pandemie. Am 21. Juni 2022 wurde Qing vom Gericht in Pengzhou zu fünf Jahren Haft im Gefängnis Qionglai verurteilt.

Am 1. Oktober erhielt Qings Familie einen Anruf aus dem Gefängnis, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass Qing sich in einem ernsten Zustand befinde. Die Familie suchte das Gefängnis noch am selben Tag auf und durfte einen Video-Chat mit ihr führen. Als sie jedoch einen Antrag auf Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung für sie stellten, lehnten die Gefängnisbehörden diesen ab.

Zwei Wochen später, am 14. Oktober, rief ein Beamter des Gefängnisses Qings Familie an und teilte ihnen mit, dass Qing ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Die Familie ging am 16. Oktober zum Gefängnis und führte einen weiteren Video-Chat mit ihr. Zu diesem Zeitpunkt war Qing extrem schwach geworden und ihre Beine waren stark geschwollen. Die Familie forderte erneut eine Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung für sie, doch die Gefängnisbehörde lehnte dies weiterhin ab.

Wochen später führte Qings Familie einen weiteren Video-Chat mit ihr, und ihr Zustand war noch schlechter. Als die Familie Mitte November ein weiteres Mal um einen Besuch bei ihr bat, lehnte die Gefängnisbehörde dies mit dem Hinweis auf die Pandemieabriegelung ab.

Der letzte Anruf, den Qings Familie aus dem Gefängnis erhielt, war am 11. Dezember 2022. Es wurde ihnen mitgeteilt, dass Qing im Krankenhaus Nr. 3 der Stadt Chengdu wiederbelebt werde. Als sie zum Krankenhaus eilten, war Qing bereits verstorben. Der Arzt sagte ihnen, dass Qing bereits aufgehört habe zu atmen, als sie am Morgen aus dem Krankenhaus Zhengcheng verlegt worden sei.

Fall 3: Krebskranker Lehrer erst nach Monaten aus Gefängnis Jiazhou freigelassen – einen Monat später war er tot

Bei Wang Haiqian, einem ehemaligen Mittelschullehrer aus dem Kreis Dazhu, Provinz Sichuan, wurde im Januar 2023 Darmkrebs diagnostiziert, während er 7,5 Jahre wegen seines Glaubens an Falun Dafa absitzen musste. Die Gefängnisbehörden benachrichtigten die Familie von Wang Haiqian, damit sie einen Antrag auf Haftaussetzung zur medizinischen Behandlung für ihn stellen konnte. Aber sie verzögerten das Genehmigungsverfahren absichtlich und entließen ihn erst im September 2023, als sein Krebs bereits Metastasen gebildet hatte. Einen Monat später starb er im Alter von 60 Jahren.

Fall 4: Todesmeldung: 70-jährige Komapatientin stirbt acht Monate nach Freilassung aus Gefängnis (Achtung! Schockierende Fotos!)

Liao Guanghui wurde am 20. Juli 2022 als Komapatientin nach Verbüßung einer dreijährigen Haftstrafe wegen Falun Dafa freigelassen. Die Einwohnerin von Mianyang, Provinz Sichuan, starb acht Monate später, am 23. März 2023. Sie wurde 70 Jahre alt.

Am 10. März 2021, während ihrer Haft im Frauengefängnis der Provinz Sichuan, „stürzte Liu angeblich auf der Toilette“. Das Gefängnis lehnte den Antrag der Familienangehörigen auf Haftverschonung zur medizinischen Behandlung ab und hielt Liu bis zum Ablauf ihrer Haftzeit in Haft, obwohl sie nach dem Sturz im Koma lag.

Da bei der im Gefängniskrankenhaus durchgeführten Kraniotomie ihr Schädel nicht korrekt gerichtet wurde, hatte sie eine große Delle auf der rechten Schädelseite. Zudem war ein Absaugschlauch im Halsbereich angelegt, sie wurde über eine Sonde in der Nase ernährt, der Urin über einen Katheter abführte, und ihr Körper war vollkommen steif.

Liao Guanghui im Koma

Fall 5: Ehemaliger Assistenzingenieur stirbt Monate nach Absitzen einer fünfjährigen Haftstrafe

Wei Yongqing, ein ehemaliger Assistenzingenieur an der Xihua-Universität in Chengdu, Provinz Sichuan, befand sich in einem Delirium und war inkontinent, als er im Februar 2023 aus einer fünfjährigen Haftstrafe wegen Praktizierens von Falun Dafa entlassen wurde. Er verstarb Monate später, am 29. August, im Alter von 83 Jahren.

Wei wurde am 3. Februar 2017 verhaftet und am 31. Mai 2018 vom Bezirksgericht Pidu zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) verurteilt.  Richterin Yang Rong verleitete ihn dazu, auf eine Berufung gegen das Urteil zu verzichten, indem sie versprach, die Strafe nicht zu vollstrecken. Doch nur fünf Tage nach Ablauf der zehntägigen Berufungsfrist wies Yang zwei Vollzugsbeamte an, Wei in das Gefängnis Jiazhou zu bringen.

Da Wei sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, wurde er mit Pfefferspray besprüht, musste so lange in der Sonne sitzen, bis sein Gesäß eiterte, und wurde mit Elektrostäben geschockt. Die Wärter zwangen ihn auch, seine Mahlzeiten in Sekundenschnelle aufzuessen, eine Folter, die von den Wärtern im Jiazhou-Gefängnis erfunden wurde.

Als Wei entlassen wurde, hatte er nicht nur mit psychischen Traumata und körperlichen Beschwerden zu kämpfen, sondern war auch finanziell ruiniert, da seine Rente ausgesetzt wurde. Seine Frau musste ihre Wohnung in der Stadt vermieten, um ein gewisses Einkommen zu erzielen, während sie und Wei auf dem Lande lebten, wo die Dorfbeamten ihre täglichen Aktivitäten genau überwachten. Ende August stürzte Wei und verstarb wenige Tage später.

Fall 6: Pensionierter Gesundheitsbeamter zu weiteren neun Jahren verurteilt – nach über einem Jahrzehnt hinter Gittern

Hu Biao, ein 78-jähriger pensionierter Beamter des Gesundheitswesens aus dem Kreis Gulin, Provinz Sichuan, wurde im Oktober 2023 zu neun Jahren Haft verurteilt. Am 3. November 2023 verlegte man ihn aus dem Untersuchungsgefängnis des Kreises Gulin in das Gefängnis Jiazhou.

Dies war nicht das erste Mal, dass Hu in den letzten 24 Jahren der Verfolgung wegen seines Glaubens ins Visier genommen wurde. In den ersten Jahren der Verfolgung wurde er dreimal zu Zwangsarbeit verurteilt, darunter ein Jahr und neun Monate im Jahr 1999, 2001 ein Jahr und 2004 drei Jahre. 2009 wurde er erneut verhaftet und zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Am 29. September 2013 kam er frei.

Am 13. Dezember 2019, sechs Jahre nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, rief das Sozialversicherungsamt des Kreises Gulin plötzlich bei ihm an und forderte ihn auf, bis März 2020 eine „Überzahlung“ von 231.816,42 Yuan (fast 30.000 Euro) zurückzuzahlen. Bei der „Überzahlung“ handelte es sich um die Rentenzahlungen, die er während seiner viereinhalbjährigen Haftstrafe erhalten hatte.

Als Hu sich weigerte zu zahlen, wurde er ständig schikaniert und sah sich schließlich gezwungen, seinen Wohnort zu verlassen. Um weiteren Ärger zu vermeiden, zahlte sein Sohn, ein Arzt, die Summe im Namen seines Vaters. Außerdem zahlte er insgesamt 21.500 Yuan (etwa 2.800 Euro) an Bußgeldern, welche die örtlichen Gesundheits- und Wirtschaftsbehörden, die seine Klinik beaufsichtigen, erhoben. Er dachte, das wäre alles, aber die Polizei befahl ihm schließlich, seinen Vater davon zu überzeugen, Falun Dafa abzuschwören. Die Polizei schikanierte ihn weiter und drohte, seine Klinik zu schließen und seine Frau und seinen Sohn in die Verfolgung einzubeziehen. Er fühlte sich so hilflos, dass er seine Klinik verkaufte.