(Minghui.org) Bevor ich Falun Dafa zu praktizieren begann, war mein Leben voller Leid. Wie so viele Menschen war auch ich arm, krank und fühlte mich einsam. Am meisten quälte mich jedoch, dass ich keinen inneren Frieden finden konnte.

Wenn ich beobachtete, wie andere Menschen in endlosen Streitigkeiten gefangen waren, konnte ich keinen Sinn in meinem Dasein auf dieser Welt finden. Selbst inmitten einer geschäftigen Menschenmenge fühlte ich mich allein. Oft blickte ich zum Himmel hinauf und fragte mich, warum ich auf dieser Erde war.

All das änderte sich an dem Tag, als ich begann, Falun Dafa zu praktizieren. Als mir der Schutz des barmherzigen Meisters bewusst wurde, erkannte ich, dass er stets über mich wachte. Als ich das Fa erhielt, holte mich der Meister aus der Hölle heraus und ertrug mein Karma, damit ich mich kultivieren und zu meinem ursprünglichen, wahren Selbst zurückkehren konnte. Es gibt nichts Freudigeres als das. Keine Worte können die Größe der Gnade des Meisters ausdrücken.

Nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, war mein Leben von Gelassenheit und Sonnenschein erfüllt. Jegliches Leid, das ich erlebte, war lediglich der Schmerz, der damit einherging, menschliche Denkweisen loszulassen und auf diesem höchst heiligen Weg gereinigt zu werden.

Ich möchte berichten, wie die Aufklärung von Polizeibeamten über Falun Dafa und die Verfolgung für mich zu einer Gelegenheit wurde, mich zu kultivieren.

Kürzlich rief ein Polizeibeamter meinen Mann an, um mich ausfindig zu machen, und mein Mann gab ihm versehentlich meine Handynummer.

Mein Mann warnte mich sofort. Zunächst hatte ich Angst, da ich in letzter Zeit aufgrund meines anspruchsvollen neuen Jobs die drei Dinge nur noch sehr nachlässig erledigt hatte.

Mein Telefon klingelte; es war der Polizeibeamte. Er wollte mich in eine Chatgruppe für eine Videokonferenz aufnehmen. Ich lehnte ab und sagte ihm, dass ich beschäftigt sei.

Ich legte auf und ermahnte mich, meinem Mann keine Vorwürfe zu machen, da er sich wegen seines Fehlers schuldig fühlte. Er hatte in jenem Jahr bereits viel durchgemacht, weil ich in einem Zwangsarbeitslager gewesen war; daher sollte er nicht noch mehr Stress ertragen müssen. Ich wusste, dass ich die Angelegenheit klären musste, damit die Belästigungen für meine Familie aufhörten.

Mir kam der Gedanke, den Meister um Hilfe zu bitten. Da beruhigte ich mich allmählich und fragte dann meinen neuen Vorgesetzten, ob ich kurz weggehen dürfe. Ich suchte mir einen ruhigen Ort und rief bei der Polizeidienststelle an, um mitzuteilen, dass ich persönlich vorbeikommen würde, um mit ihnen zu sprechen. Mein Vorgesetzter gestattete mir, für den Rest des Tages freizunehmen.

Ich fuhr so schnell wie möglich mit meinem Dreirad zu der Praktizierenden Fang und bat sie, andere Praktizierende zu verständigen, damit diese für mich aufrichtige Gedanken aussenden konnten. Eine weitere Praktizierende, Ling, war zufällig gerade dort. Ich hatte das Gefühl, dass der Meister diese Arrangements bereits für mich getroffen hatte.

Ich sprach kurz mit Fang und Ling und hoffte, dass sie weitere Praktizierende finden würden, die ebenfalls aufrichtige Gedanken aussenden könnten. Ich sagte, dass ich unter dem Schutz des Meisters sicher sein würde und dass der Zweck meines Besuchs darin bestünde, die wahren Umstände zu erklären und dabei zu helfen, die Beamten auf der Polizeidienststelle zu erretten. Ich hoffte, ihnen mit derselben Barmherzigkeit begegnen zu können, die der Meister uns Praktizierenden entgegenbrachte. Der Meister sagte:

„... ich sage euch, die Menschen der ganzen Welt waren einst meine Verwandten ...“ (Erläuterung des Fa auf der Fa-Konferenz im Westen der USA zur Zeit des chinesischen Laternenfestes 2003, 15.02.2003)

Ich wollte diese Lebewesen wertschätzen, denn sie sind alle kostbar. Ich hoffte, dass der Meister mir helfen würde, falls ich meinen Anforderungen nicht ganz gerecht werden sollte. Fang und Ling machten sich auf den Weg, um weitere Praktizierende zu suchen.

Ich kehrte nach Hause zurück und zog ein elegantes Kleid an. Ich sagte zu dem Kleid: „Ich trage dich, um das Erscheinungsbild einer Dafa-Praktizierenden zu repräsentieren. Auch du musst aufrichtige Gedanken haben.“

Mir fiel ein, dass ich gerade einen Brief zur Erklärung der wahren Umstände an die Polizeidienststelle fertig geschrieben hatte; dies war der perfekte Zeitpunkt, ihn persönlich zu überbringen. Ich nahm den Brief mit und freute mich für die Lebewesen, die nun die Wahrheit erfahren würden. Ein Großteil meiner Angst und Sorge wich von mir, und ich spürte die allgegenwärtige Gnade des Meisters. Ich verließ das Haus, kaufte etwas Obst und rief ein Taxi. Ich teilte dem Fahrer den Zweck meiner Fahrt mit und erklärte ihm die Wahrheit. Er war sehr aufgeschlossen.

Bevor ich zur Polizeiwache ging, besuchte ich zwei Praktizierende. Eine der Praktizierenden war schon älter und besaß starke aufrichtige Gedanken. Sie sagte, unsere Beziehung zur Polizei sei geprägt von der Rettung und dem Gerettetwerden; der Meister hege eine tiefe Wertschätzung für die Lebewesen, und es liege in unserer Verantwortung, ihnen die wahren Umstände zu erklären.

Ich war zutiefst dankbar. Ich zeigte den Praktizierenden meinen Brief, und gemeinsam sandten wir aufrichtige Gedanken aus, bevor ich mich zur Polizeiwache begab.

Der stellvertretende Leiter der Polizeiwache begrüßte mich; sein verblüfftes Gesicht ist mir unvergesslich! Alle Polizisten waren überrascht, dass eine Falun-Dafa-Praktizierende kam und Obst als Geschenk mitbrachte, als würde sie Freunde besuchen. Ich setzte mich mit ruhigem Gesichtsausdruck und einer Aura der Aufrichtigkeit dem stellvertretenden Leiter gegenüber: Ich hatte das Gefühl, das Buddha-Licht auszustrahlen.

Es herrschte eine ganze Weile Stille, während der stellvertretende Leiter mich anstarrte. Allmählich lehnte er sich zurück, sein Blick wurde weicher. Sein Gesichtsausdruck war schwer zu beschreiben. Er saß einfach nur da und sagte nichts. Der jüngere Polizist machte schnell ein Foto von mir und saß dann ebenfalls schweigend da. Die Zeit schien stillzustehen.

Ich brach das Schweigen und sagte voller Güte: „An Ihrer Reaktion sehe ich, dass Sie ein Missverständnis bezüglich Falun Gong haben. Ich sehe Ihre Verwirrung und Ihre Überraschung, aber ich sehe auch Ihre Güte.“

Auf diese friedliche Weise begann unser Gespräch. Ich fuhr fort: „Sie sind nicht viel älter als mein Sohn. Ihre Vorstellung von Falun Gong beruht auf der Propaganda der Kommunistischen Partei und den staatlichen Medien. Sie führen lediglich die Befehle Ihrer Vorgesetzten aus. Worum es bei Falun Gong wirklich geht, kann nur ein Praktizierender verstehen, der den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgt und nach ihnen lebt.“

Er fragte: „Leisten Sie nicht Widerstand gegen die Polizei?“ Ich erklärte, was Falun Gong ist und wie ich mit der Kultivierung begonnen hatte. Ich sagte, dass der Meister allen Lebewesen Erlösung anbiete. Er fragte: „Warum seid ihr Leute gegen die Regierung?“ Da erzählte ich ihm, dass es der ehemalige Führer der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, war, der die Verfolgung aus Neid und aus Angst vor dem Verlust der Kontrolle über das chinesische Volk eingeleitet hatte. Ich sagte: „Falun Gong hat mich gerettet, als ich das Leben nicht mehr ertragen konnte. Deshalb möchte ich natürlich die Fakten darlegen und mit den Gerüchten aufräumen, mit denen die Regierung ihr grundloses Vorgehen rechtfertigt. Ich bin hier, weil Sie die Wahrheit offenbar nicht kennen.

Wie kann man einen normalen Menschen, der sich nichts weiter als ein friedliches Leben wünscht, der Falun-Gong-Bücher liest, um die Prinzipien zu verstehen, die einen guten Menschen bilden, und der durch Übungen seinen Körper gesund hält, als jemanden darstellen, der ‚gegen die Regierung‘ ist? Das sind frei erfundene Anschuldigungen, die dazu dienen, die Verfolgung zu rechtfertigen.“ Er sah überrascht aus und fragte: „Falun Gong beinhaltet Übungen?“ –  „Ja, es gibt fünf Übungen.“

Wir unterhielten uns zwei Stunden lang. Während unseres Gesprächs kam der Dienststellenleiter vorbei und grüßte uns. Er blieb einige Minuten und ging dann wieder. Zwischendurch holte der stellvertretende Leiter seine Bodycam hervor und sagte: „Eigentlich müsste ich die hier benutzen.“ Ich lächelte und sagte: „Das ist nicht nötig. Lassen Sie uns heute einfach wie Freunde plaudern.“ Er steckte sie wieder weg.

Nach etwa einer Stunde sagte er: „Sie haben heute so viel erzählt. Soll ich Sie gehen lassen?“ Ich antwortete: „Falun Gong ist eine buddhistische Kultivierungspraxis. In alten Zeiten hieß es, dass schon das Spenden einer einzigen Mahlzeit an einen Mönch unermessliche Tugend einbringt. Heute haben Sie die Wahrheit erkannt und die richtige Wahl getroffen. Das wird Ihnen, Ihren Eltern, Ihrer Frau und Ihren Kindern Segen bringen.“ Er sagte: „Ich möchte nicht, dass meine Familie da hineingezogen wird.“

Ich fuhr fort: „Wenn man Kultivierende freundlich behandelt, bringt das Segen. Ihnen Leid zuzufügen, erzeugt gewaltiges Karma, das selbst die 18 Ebenen der Hölle nicht fassen können. Das ist eine schreckliche Situation, die auch Ihre Familie in Mitleidenschaft ziehen könnte. Ich hoffe, dass Sie einen Weg wählen, der Ihnen und Ihrer Familie Segen bringt, statt einen Weg einzuschlagen, der das Gegenteil bewirkt.“ Später sagte ich: „Ich muss jetzt gehen. Meine Familie wartet auf mich. Ich hoffe, dass wir heute eine positive Verbindung zueinander aufgebaut haben.“ Wir verabschiedeten uns.

Der bewegendste Moment des gesamten Geschehens war für mich, zu beobachten, wie sich der Gesichtsausdruck des stellvertretenden Direktors veränderte. Als er mich zum ersten Mal sah, wirkte er noch grimmig. Doch in der Begegnung mit mir als Falun-Dafa-Praktizierender wandelte sich sein Ausdruck. Ich dachte, dass er vielleicht ebenso lange und sehnsüchtig darauf gewartet hatte, die Wahrheit zu erfahren, wie ich auf die Errettung durch den Meister!

In mancher Hinsicht habe ich noch Unzulänglichkeiten. Beispielsweise habe ich ihnen den Brief nicht persönlich überreicht, sondern ihn einfach in der Tasche beim Obst liegen lassen. Daran erkenne ich, dass ich noch Angst in mir trage und meine Gedanken nicht vollkommen rein sind. Um der Lebewesen willen werde ich mich bemühen, mich in meiner Kultivierung weiter zu erhöhen.