(Minghui.org) Ich bin Mitte 60 und habe im Juni 1995 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren.
Im Mai 1995 lieh ich mir von einem Kollegen ein Exemplar der „Sammlung von Falun-Gong-Schriften“ aus. In diesem Buch ging es darum, wie der Meister in mehreren Radiosendungen und in seinen Vorträgen die Zuhörer aus der Ferne von deren Krankheiten befreite. Nach der Lektüre dieses Buches wurde mir durch die darin beschriebenen übernatürlichen Phänomene klar, dass die Güte, von der in der buddhistischen Schule die Rede ist, nicht nur die Freundlichkeit gewöhnlicher Menschen ist. Dieses Buch weckte in mir ein großes Interesse an Falun Gong.
Allerdings blieb ich auch äußerst vorsichtig, da es damals so viele Qigong-Betrügereien gab. Nach meiner ersten Einführung las ich das Buch Falun Gong – Der Weg zur Vollendung. Die darin erwähnte buddhistische Tradition, die taoistische Tradition und die prähistorische Zivilisation stellten mein bisheriges Verständnis völlig auf den Kopf. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch wirklich Sinn ergab.
Beim Lesen der Dafa-Bücher verspürte ich ein sehr starkes Gefühl von Wärme. Selbst wenn es im Raum kalt war, war mir so heiß, dass ich meine Oberbekleidung Schicht für Schicht ausziehen musste. Selbst als ich nur noch ein Unterhemd trug, war mir immer noch heiß.
In der Situation erinnere ich mich noch gut daran, dass mir so heiß war, dass ich mir gegen die Brust schlagen musste. Ich wusste nicht, warum das Lesen des Buches eine solche Wirkung hatte. Erst einige Jahre später wurde mir klar, dass dieses Phänomen tatsächlich auf die Gnade des Meisters zurückzuführen war! Es war Meisters überaus großartiges Geschenk an ein Lebewesen, das als höchstes Lebewesen der Schöpfung bezeichnet wird!
Damals nahm ich an einem Kurs teil, der vom örtlichen Koordinationszentrum organisiert wurde, um mir die Aufzeichnungen von Meisters Vorträgen anzusehen. Nach dem dritten Vortrag begann ich, die fünf Übungen zu praktizieren. Nachdem ich alle Vorträge gesehen hatte, teilte ich das gleiche Gefühl wie viele andere Praktizierende: Falun Dafa war das, worauf ich inmitten des chaotischen und ziellosen Dahintreibens meines Lebens sehnlichst gewartet hatte. Ich wollte mich dem Fa angleichen. Der Meister sprach davon, zu unserem ursprünglichen, wahren Selbst und unserer grundlegenden Natur zurückzukehren – dem ultimativen Sinn des Lebens.
Das Buch Zhuan Falun war zu dieser Zeit gerade erst erschienen, und der Verantwortliche des Koordinationszentrums hatte nur wenige Exemplare aus Peking mitgebracht. Obwohl die Anzahl der Bücher nicht für alle erfahrenen Praktizierenden ausreichte, reichte er mir, als ich erwähnte, dass ich das Buch lesen wolle, ohne zu zögern sein Exemplar. Durch diesen Praktizierenden, der persönlich an den Vorträgen des Meisters teilgenommen hatte, wurde mir eine besonders edle Eigenschaft in seinem Verhalten und seinem Umgang mit anderen bewusst.
Besuch in Changchun
Ende April 1996, als ich mich bereits seit etwa einem Jahr im Dafa kultivierte, zog eine Praktizierende von der Pädagogischen Hochschule Changchun in unsere Gegend. Sie hatte schon früh mit dem Praktizieren von Dafa begonnen und stand in Verbindung mit dem Koordinationszentrum in Changchun. Da die Zahl der Praktizierenden in unserer Gegend wuchs, besprach sie mit den Verantwortlichen der Koordinationszentrum in Changchun und unserer Gegend, während der Maifeiertage eine gemeinsame Reise nach Changchun zu organisieren.
Alle wollten unbedingt nach Changchun fahren, deshalb halfen uns die Koordinatoren dabei, Zugfahrkarten zu kaufen. Am Abend des 30. April stiegen wir in den Zug. Wir füllten zwei Zugabteile, doch nur der Verantwortliche des Koordinationszentrum und ein weiterer Praktizierender hatten die Vorträge des Meisters persönlich besucht. Der Rest von uns waren neue Praktizierende.
Am Morgen des 1. Mai kamen wir noch vor Tagesanbruch am Bahnhof von Changchun an, wo bereits mehrere junge Praktizierende auf uns warteten, die sich um die Organisation kümmerten. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt, und diese jungen Praktizierenden führten uns zu verschiedenen vorgesehenen Orten.
Meine Gruppe wurde von einer Doktorandin geleitet, die uns zum Triumph-Park brachte. Da wir die Vorträge des Meisters immer wieder gelesen hatten, empfanden wir ganz natürlich eine besondere Ehrfurcht vor dem Ort, an dem der Meister zum ersten Mal begonnen hatte, das Fa zu lehren.
Wir hielten auf einer Lichtung im Park an, direkt neben einem abgelegenen Hügel. Unsere Begleiterin erzählte uns, dass dies genau die Stelle sei, an der der Meister begonnen hatte, das Fa zu verbreiten. Anschließend führten wir gemeinsam mit den örtlichen Praktizierenden, die nach und nach eintrafen, die Übungen durch. Das Energiefeld war unglaublich kraftvoll, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte. Nach Abschluss der Übungen tauschten wir uns kurz mit den örtlichen Praktizierenden über unsere Erfahrungen aus, bevor wir uns in einer Pension einrichteten, die die Praktizierenden aus Changchun für uns organisiert hatten.
Um 10 Uhr führte uns ein junger männlicher Praktizierender zur Jilin-Universität, wo eine Konferenz zum Erfahrungsaustausch stattfand. Auch die Jilin-Universität ist ein Ort, den der Meister in seinen Vorträgen ausdrücklich erwähnt hatte. Nach unserer Ankunft an der Universität versammelten wir uns mit Dozenten und Professoren im Hörsaal und hörten zu, wie sie darüber berichteten, wie sie das Fa erhalten hatten.
Eine Dozentin, die eine Brille trug, sprach über die Zeit, nachdem sie gerade das Fa erhalten hatte und die Ernsthaftigkeit der Lehre von Dafa noch nicht verstanden hatte, dass wir nur einen Kultivierungsweg praktizieren sollten. Deshalb gab sie unter den Praktizierenden ein Qigong-Buch einer anderen Methode weiter.
Der Meister sagt im Zhuan Falun:
„Einer unserer Schüler blätterte in einem Qigong-Buch, und aus dem Buch sprang eine große Schlange heraus.“ (Zhuan Falun 2019, S. 314)
Diese Praktizierende war die Schülerin, die in diesem Vortrag erwähnt wurde. Sie sagte, dass sich der Mönch Tang Seng in „Die Reise nach Westen“ auf die Reise begeben musste, um die Schriften zu erhalten, da er kein Fa hatte, das ihn bei seiner Kultivierung anleitete. Aber für Dafa-Praktizierende gilt: Jeder hat die Bücher des Meisters, also müssen wir uns nur mit ganzem Herzen der Kultivierung widmen. Wir müssen nicht wie der Mönch Tang Seng weit reisen. Viele von uns stimmten ihr zu und wir spendeten ihr alle einen herzlichen Applaus.
An jenem Abend lernten wir gemeinsam mit den Universitätsprofessoren, Lehrern und Studenten aus dem Buch Zhuan Falun. Für diejenigen unter uns, die aus kleineren Städten kamen, war es eine neue und tief bewegende Erfahrung zu sehen, dass es unter den Praktizierenden in Changchun so viele hochgebildete Menschen gab, darunter Universitätsdozenten, Professoren und Doktoranden, die alle aktiv Dafa praktizierten.
Am nächsten Morgen brachte uns ein Praktizierender aus Changchun zum Zoo und Botanischen Garten von Changchun, um dort Erfahrungen mit den dortigen Praktizierenden auszutauschen. Obwohl nicht viele Praktizierende anwesend waren, haben wir viel aus dem Erfahrungsaustausch mitgenommen. Ein ortsansässiger Praktizierender erzählte uns, dass der Koordinator des Lehrassistenzzentrums an diesem Übungsort derjenige sei, den der Meister in der folgenden Passage im Zhuan Falun erwähnt:
„Als ich in Taiyuan einen Kurs über das Fa abhielt und den Kultivierungsweg verbreitete, gab es eine Schülerin, die über fünfzig Jahre alt war. Sie ging mit ihrem Mann zum Kurs. Als sie mitten auf der Straße waren, kam ein Auto angerast. Die Kleidung der älteren Dame wurde plötzlich vom Außenspiegel des Autos erfasst, und dadurch wurde sie über zehn Meter weit mitgerissen. „Rums!“, sie stürzte zu Boden, und nach etwa zwanzig Metern hielt das Auto an.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 204)
Diese ältere Dame war die Ehefrau dieses Praktizierenden. Er und seine Frau waren dem Meister nach Taiyuan nachgereist, um an seinem Vortrag teilzunehmen, als sich dieser Vorfall ereignete.
Danach berichtete eine 90-jährige Frau von einem Wunder, das ihr widerfahren war, nachdem sie das Fa erhalten hatte. Diese Frau hatte seit vielen Jahren einen Buckel, ihr Rücken war in einem 90-Grad-Winkel gekrümmt, und man hielt diesen Zustand für unheilbar. Sie hatte einfach jahrelang mit dieser gebeugten Haltung gelebt. Einmal, nachdem sie begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, glaubte sie, jemanden hinter sich rufen zu hören, und drehte sich um. Zu ihrer Überraschung hatte niemand nach ihr gerufen, doch ihr Rücken richtete sich plötzlich auf.
Wir alle wurden Zeugen, wie diese alte Frau dort mit stiller Würde saß, ohne dass ihr Rücken noch schmerzhaft gekrümmt war. Sie berichtete auf ruhige, zurückhaltende Weise von ihren außergewöhnlichen Erlebnissen.
Erstaunliche Erlebnisse
Nach unserer Rückkehr aus Changchun beschäftigten sich viele neue Praktizierende aktiv mit dem Fa und verbreiteten es. Wir gingen hinaus, um das Fa zu verbreiten, organisierten gemeinsame Fa-Lerngruppen für die neuen Praktizierenden, halfen den Menschen beim Erlernen der Übungen und veranstalteten Treffen zum Erfahrungsaustausch.
In dieser Zeit erlebte ich viele erstaunliche Dinge auf meinem Kultivierungsweg. Als ich mich beispielsweise darauf vorbereitete, Aufnahmen der Vorträge des Meisters aus dem Ausland abzuspielen, sah ich mir das Video alleine an. Als ich den Vortrag des Meisters im Fernsehen sah, bemerkte ich, dass Falun wie Schneeflocken aus dem Bildschirm herausströmten. Diese wundersame Vision gab mir große Ermutigung.
Ein anderes Mal lieh mir ein Nachbar auf meine Bitte hin seinen Videorekorder. Allerdings befand sich noch eine Videokassette darin. Als ich versuchte, sie abzuspielen, klemmte die Kassette und verhedderte sich schließlich völlig. Da wurde mir klar, dass es sich um ein pornografisches Video handelte und der Meister daher nicht wollte, dass ich es mir anschaute.
Eines Tages im Sommer 1997 spielte ich für Praktizierende, die zu mir nach Hause gekommen waren, die Aufzeichnung der Konferenz zum Erfahrungsaustausch der Dafa-Praktizierenden in Jinzhou ab. Viele Praktizierende sahen, dass sich die Taiji-Symbole im Falun-Symbol hinter den Praktizierenden, die ihre Erfahrungen teilten, wie Türen öffneten und der Fashen des Meisters aus ihnen heraustrat.
Das Meditieren fiel mir damals sehr schwer. Ich konnte nicht lange im Lotussitz sitzen. Schon nach 10 Minuten schmerzten meine Beine so sehr, dass ich das Gefühl hatte, ohnmächtig zu werden. Während ich meditierte, färbten sich meine Beine dunkelviolett, sodass die Leute sagten, ich hätte zu viel Karma.
Damals setzte ich mir das Ziel, eine halbe Stunde lang zu meditieren, um mich zu prüfen. Dann hörte ich in einem der Vorträge des Meisters im Ausland, wie er eine Situation erwähnte, die meiner eigenen ähnlich war – er sprach von dem Setzen von Meditationszielen. Ich war erstaunt und sagte: „Der Meister scheint an meiner Seite zu sein und mir beim Meditieren zuzusehen. Er weiß alles über meine Situation!“
Nach der Meditation und den Übungen sah ich, wie das Porträt des Meisters an meiner Wand lebendig und realistisch wirkte, sich veränderte und sich bewegte. Später wurde mir klar, dass ich nicht so viel Wert darauf legen sollte, das Porträt des Meisters anzuschauen, da sich daraus eine Anhaftung entwickeln könnte.
Die Verfolgung
Am 20. Juli 1999 startete der ehemalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), Jiang Zemin, aus Neid seine wahnsinnige Verfolgungskampagne gegen Falun Gong. Praktizierende strömten in Scharen nach Peking, um dort Petitionen einzureichen. Ohne Zögern begab ich mich am 21. Juli nach Peking, um meine Petition einzureichen, und wurde am Morgen des 22. Juli von der Pekinger Polizei abgefangen. Zusammen mit vielen anderen Praktizierenden, die in Peking angekommen waren, wurde ich gewaltsam in einen Bus gesetzt. Wir wurden zum Fengtai-Stadion gebracht.
Im Pekinger Fengtai-Stadion bildeten die Praktizierenden, die das Stadion füllten, einen deutlichen Kontrast zu den bewaffneten Polizisten, die es umstellt hatten. Die Falun-Dafa-Praktizierenden verhielten sich außerordentlich diszipliniert und geordnet. Auch die bewaffneten Polizisten – eine militärisch ausgebildete und von Offizieren befehligte Einheit – traten ernst und diszipliniert auf.
Doch im Gegensatz zu ihnen entstanden die Ernsthaftigkeit und Ordnung unter den Praktizierenden ganz von selbst, ohne dass jemand Anweisungen gab. Als wir gemeinsam Gedichte des Meisters aus Hong Yin und Über Dafa rezitierten, sprachen wir wie aus einem Mund und unsere Stimmen hallten kraftvoll wider. Es war ein beeindruckendes Bild, geschaffen von Praktizierenden aus allen Teilen Chinas, die einander zuvor nie begegnet waren. Für diejenigen, die diesen Augenblick miterlebten, blieb diese Szene unvergesslich.
Der Meister lehrt uns:
„‚Wer sich so kultiviert, wie er es ganz am Anfang getan hat, wird zur Vollendung kommen‘, dies sind wahre Worte im Kultivierungskreis.“ (Die Kultivierung im Dafa ist ernsthaft, 01.09.2023)
Der Meister hat dies in seinen Fa-Erklärungen viele Male erwähnt. Als wir damals zum ersten Mal den Fa-Erklärungen des Meisters zuhörten, spürten und verstanden wir, dass wir zu unserem ursprünglichen, wahren Selbst zurückkehrten. Die Kultivierung führt uns zu unserer ursprünglichen Natur zurück, hilft uns, unser Gelübde zu erfüllen, dem Meister nach Hause zu folgen, und gibt uns die Kraft, unsere Mission zu erfüllen, die Lebewesen zu erretten.
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