(Minghui.org) Am Abend des 13. Oktober 2025 wurde Zhang Jianhua, eine 84-jährige Falun-Dafa-Praktizierende aus dem Bezirk Qilihe in Lanzhou, Provinz Gansu, von der Staatssicherheit verschleppt und auf der Polizeiwache Xiaoxihu rechtswidrig verhört. Außerdem wurden ihr Blutproben entnommen sowie ihr Körpergewicht und ihre Körpergröße gemessen. Die Polizei versuchte, sie zusätzlich zu beschuldigen. Noch am selben Tag kehrte sie aufgrund gesundheitlicher Beschwerden nach Hause zurück. Ihre Kinder wurden zu Hause durch wiederholte Telefonanrufe belästigt, eingeschüchtert und bedroht. Ihr Sohn konnte dem psychischen Druck der Verfolgung schließlich nicht mehr standhalten und verstarb.

Zhang Jianhua wurde im März 1941 geboren und lebte in Liangjiazhuang, Bezirk Qilihe, Lanzhou. Sie praktizierte Falun Dafa und wurde im Zuge der anhaltenden Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei wiederholt verfolgt.

Frühere Verfolgung

Am 23. Oktober 2008 wurde sie rechtswidrig zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Am 9. September 2015 wurde sie vom Polizeipräsidium Qilihe zehn Tage lang rechtswidrig festgehalten. Am 18. Juli 2018 wurde sie verschleppt und später rechtswidrig zu drei Jahren Haft verurteilt. Am 10. September desselben Jahres wurde sie im Frauengefängnis von Gansu inhaftiert. Dort erlitt sie unmenschliche Folter: Die Wärter schlugen sie brutal, entzogen ihr Schlaf und Nahrung, malträtierten ihren Mund mit einer Toilettenbürste und zwangen sie, Urin zu trinken.

Am 3. Juni 2021 wurde Zhang freigelassen und kehrte nach Hause zurück. Anschließend wurde ihre Rente rechtswidrig einbehalten. Außerdem schikanierten Polizisten der Polizeistation Xiaoxihu sie immer wieder.

Jüngste Verfolgung

Am Nachmittag des 13. Oktober 2025 bereitete Zhang um 18 Uhr gerade das Essen vor, als es an der Tür klopfte. in diesem Moment erhielt sie einen Anruf von der Polizeistation Xiaoxihu im Bezirk Qilihe: „Die Staatssicherheit kommt, bitte öffnen Sie die Tür!“ Zhang öffnete und fünf Polizisten traten ein. Eine von ihnen, eine Frau, stellte sich als die Chefin der Gruppe vor.

Die Polizistin zeigte Zhang ein Foto und fragte sie, ob sie darauf zu sehen sei. Zhang Jianhua erkannte sich sofort. Die Polizistin gab an: „Sie wurden angezeigt.“ Sie bat Zhang, den Hut aufzusetzen und die Kleidung anzuziehen, um ein Foto davon zu machen, zur Überprüfung. Nachdem die Polizistin das Foto gemacht hatte, zeigte sie ihren Dienstausweis und durchsuchte Zhangs Wohnung. Dabei beschlagnahmte sie eine QR-Code-Karte, einen Falun-Dafa-Übungsmusikplayer, einen MP3-Player und vier Falun-Dafa-Bücher.

Anschließend wurde Zhang von der Polizei in ein Gebäude in der Nähe des Busbahnhofs Lanzhou gebracht, wo sie zuvor die wahren Umstände öffentlich erklärt hatte. Die Polizisten wollten sie fotografieren, was Zhang jedoch verweigerte. Daraufhin riefen sie Zhangs Tochter an und forderten sie auf, anschließend zur Polizeiwache Xizhan im Bezirk Qilihe zu kommen. Kaum war sie dort, wollten die Polizisten erneut ein Foto von ihr machen, was sie aber wieder ablehnte. Sie sagten: „Wenn Sie sich nicht fotografieren lassen, gehen wir woanders hin.“ Zhang willigte ein. Daraufhin wurde sie in ein Büro der Polizeiwache Xiaoxihu gebracht.

Die Polizisten fragten Zhang, was sie damals gesagt hätte, als sie mit den Menschen über Falun Dafa sprach. Zhang berichtete: „Ich saß im Busbahnhof Lanzhou, es war sehr heiß und ein junger Mann setzte sich neben mich und fragte: ‚Wie alt sind Sie?‘ Ich erwiderte, ich sei über achtzig. Er fragte mich, wie ich so gesund sein könne. Ich erwiderte, es liege daran, dass ich Falun Dafa praktiziere. Dann fragte ich: ,Arbeiten oder studieren Sie?‘ Er sagte, er arbeite. ,Das ist gut. Solange Sie arbeiten und etwas zu essen haben, ist alles in Ordnung‘, so mein Kommentar. Dann wollte ich noch wissen, ob er während seiner Studienzeit der Partei oder den Jungen Pionieren beigetreten sei. Er verneinte. Ich fragte: ,Haben Sie das rote Kopftuch getragen?‘ Er bejahte. Ich sagte: ,Sie sollten damit aufhören. Es gibt heutzutage so viele Naturkatastrophen und von Menschen verursachte Katastrophen; der Parteiaustritt wird Ihre Sicherheit gewährleisten.‘ Er war einverstanden. Daraufhin gab ich ihm einen Decknamen und half ihm beim Austritt aus der Kommunistischen Partei. Er fragte, ob ich etwas bei mir hätte. Ich sagte, ich hätte eine Karte zur Umgehung der Internetzensur und gab sie ihm. Er fragte: ,Haben Sie noch etwas? Wir sind viele.‘ Ich hatte aber nur die eine bei mir. Er nahm die Karte und ging. Später erfuhr Zhang, dass diese Person ein Bahnpolizist war.

Nachdem die Polizistin die Aussage aufgenommen hatte, wollte sie Zhang Blut abnehmen. Zhang fragte: „Muss ich nach der Blutabnahme meine Fingerabdrücke abgeben?“ Sie antwortete: „Nein, das ist nur eine Formalität.“ Nach der Blutabnahme wurde Zhang in einen anderen Raum gebracht, um Gewicht und Größe zu messen. Daraufhin weigerte sie sich und sagte: „Ich gehe nicht.“ Sie zwangen sie, sich wiegen zu lassen. Zhang erklärte: „Nein, das ist zu viel verlangt! Ich mache nichts!“ Der Polizeichef befahl daraufhin seinen Männern, Zhang zu fesseln und zu wiegen. Keuchend setzte man sie auf die Waage. Da sie Zhang nicht richtig messen konnten, zogen die Polizisten sie auf einen Stuhl.

Dann begann Zhang zu zittern, und das Zittern wurde immer heftiger. Sie wollten den Notruf wählen. Zhang lehnte ab. Daraufhin fragten sie: „Wie wäre es mit einer Sauerstoffflasche?“ Zhang weigerte sich erneut. Die Polizistin sagte: „Dann sollten Sie Ihre eigenen Gebete sprechen. (Gemeint war „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“). Zhang stimmte zu.

Sie riefen fortwährend ihre Vorgesetzten an und informierten sie über Zhangs Zustand. Der Vorgesetzte sagte: „Dann schicken Sie sie sofort nach Hause und stellen Sie sicher, dass sie sicher ankommt.“ Anschließend ließen die Polizisten Zhangs Tochter ein Dokument unterschreiben. Am nächsten Tag, dem 14. Oktober, um 3.00 Uhr morgens, brachten die Polizisten Zhang und ihre Tochter nach Hause.

Anschließend schikanierte und bedrohten Agenten der Staatssicherheit des Bezirks Qilihe in Lanzhou Zhangs Tochter und ihren jüngsten Sohn wiederholt telefonisch. Ihr jüngster Sohn starb später an den Folgen der unerträglichen Belastung durch die anhaltende Schikane und Verfolgung, was Zhang und ihrer Familie großes Leid zufügte.

All dies geschah vor Zhangs letzter Verschleppung. Die Staatssicherheit des Bezirks Qilihe verurteilte Zhang im Geheimen. Man teilte ihr lediglich mit, dass sie ihre Strafe nicht im Gefängnis ableisten, sondern zu Hause absitzen müsse. Später legte die Polizei der Staatsanwaltschaft des Bezirks Chengguan in Lanzhou gefälschte Beweise vor. Als Beamte der Staatsanwaltschaft Chengguan Zhang zu Hause aufsuchten, um zu ermitteln, fragte sie: „Welches Verbrechen habe ich begangen?“ Man sagte ihr, sie habe sich der „Straftat der Strafvereitelung“ schuldig gemacht. Zhang entgegnete: „Dann legen Sie mir die Fakten vor. Habe ich jemanden getötet oder Brandstiftung begangen?“ Da sie keine Beweise vorlegen konnten, zogen sie eilig ab.