(Minghui.org) Ich bin eine Dafa-Praktizierende, die 1998 das Fa erhalten hat. Im Jahr 2014 kam ich zum Studium nach Großbritannien und lebe seitdem hier. In diesen zwölf Jahren in Großbritannien habe ich noch nie einen Artikel für die britische Fahui eingereicht. Diesmal möchte ich das nachholen und dieser „Aufgabe“ nachkommen, indem ich meine Kultivierungserfahrungen der letzten Jahre in Großbritannien niederschreibe. Auf diese Weise möchte ich dem Meister berichten, mich mit Mitpraktizierenden austauschen und gemeinsam mit allen fleißig vorankommen.
Teil 1: In eine unbekannte Stadt ziehen, um selbstständig zu leben und einen neuen Informationsstand einzurichten
Nach meinem Abschluss im Jahr 2015 blieb ich in London und beteiligte mich dort an der Aufklärung über die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung. Im Jahr 2017 fand ich meine erste Vollzeitstelle, zog daher aus London in eine mir unbekannte Stadt und begann, selbstständig zu leben.
Als ich in der neuen Stadt ankam, war mein erster Gedanke, wie ich an den Wochenenden den Menschen von Falun Dafa erzählen könnte. Es gab keine anderen Dafa-Praktizierenden in dieser Stadt und auch keinen bestimmten Ort für Aktivitäten für Dafa. Ich hatte das Gefühl, dass ich hier einen einrichten sollte. Mein Umzug an diesen Ort war kein Zufall: Wahrscheinlich gab es dort Lebewesen, mit denen ich eine Schicksalsverbindung hatte, und ich sollte hier meine Mission erfüllen. Dieser Gedanke wurde immer stärker und tief in meinem Inneren wusste ich, dass es etwas war, das ich tun musste. Allerdings hatte ich Angst: Ich hatte keine Ahnung, wie ich einen solchen Platz einrichten sollte. Zu diesem Zeitpunkt sorgte der Meister dafür, dass mir eine Mitpraktizierende zur Seite stand. Diese Praktizierende hatte bereits mehrfach mit der britischen Regierung und Parlamentsabgeordneten zu tun gehabt und wusste, wie man Termine vereinbart, um mit Menschen über Falun Dafa zu sprechen. Die Treffen verliefen reibungslos und wir erhielten bald die Erlaubnis für einen Informationsstand. Mit Hilfe dieser Praktizierenden begannen schließlich in dieser Stadt unsere Wochenendaktivitäten zur Aufklärung über die Fakten und zum Sammeln von Unterschriften für Petitionen zur Beendigung der Verfolgung von Falun Dafa.
An diesem Informationsstand waren nur wir beide. Anfangs lief alles gut und ich dachte, wir würden das für immer so weitermachen. Dann sagte die Praktizierende eines Tages völlig unerwartet, dass sie wegziehen würde. Das war eine enorme Prüfung für mich, denn es bedeutete, dass ich diesen Informationsstand von da an ganz allein aufrechterhalten musste. Ich empfand eine nie dagewesene Einsamkeit.
Allmählich wurde mir durch das Lernen des Fa und die Kultivierung klar, dass es eine Prüfung für mich war. War es so, dass ich mich nur kultivieren und die Fakten erklären konnte, wenn mich jemand begleitete, und damit aufhören würde, wenn niemand da war? War das nicht genau dazu gedacht, meine Anhaftung, mich auf andere zu verlassen, zu beseitigen? Sobald ich mich entschlossen hatte, sagte ich mir, dass ich auch auf mich allein gestellt durchhalten würde. Das war eine Prüfung, ob ich dazu fähig war, ob ich stets standhaft das tun konnte, was ich tun sollte. Jeden Samstagmorgen trug ich eine große Plakatwand auf dem Rücken, zog einen kleinen Handwagen hinter mir her und war etwa eine halbe Stunde lang unterwegs, um ins Stadtzentrum zu kommen. Am Nachmittag, wenn ich fertig war, ging ich wieder nach Hause. Jeder Samstag fühlte sich sehr erfüllend an. Obwohl es anstrengend war, ermutigte ich mich selbst, keine Angst vor Müdigkeit oder Entbehrungen zu haben, sondern entschlossen zu bleiben und bei der Errettung von Menschen mein Bestes zu geben.
Teil 2: Erhöhung im Zuge der Bemühungen, die Freilassung meiner Mutter zu erwirken
Im Dezember 2019 stand ich vor einer großen Prüfung in meinem Leben: Meine ebenfalls praktizierende Mutter in China wurde von der örtlichen Polizei festgenommen. Das alles geschah völlig unerwartet. Augenblicklich setzte ich mich mit dem britischen Falun Dafa Verein in Verbindung und informierte alle Praktizierenden in Großbritannien darüber. Viele Praktizierende halfen mir und gaben mir zahlreiche Hinweise und Anregungen. So begann ich mit den Bemühungen zur Freilassung meiner Mutter. In Briefen an die britische Regierung, an lokale Abgeordnete und an Amnesty International forderte ich ihre Freilassung, klärte über die Hintergründe der Verfolgung auf und richtete eine Petitionswebsite ein. Während dieses gesamten Prozesses schwankten meine Gedanken ständig: In einem Moment waren sie aufrichtig, im nächsten hielt ich die Situation für hoffnungslos und meine Gedanken wurden unruhig. Da war mir klar, dass ich das Fa konzentrierter lernen und fleißiger aufrichtige Gedanken aussenden musste. Schließlich handelte es sich um die Einmischung der alten Mächte und mein Gedankenkarma; sie wollten mich von meinem Vorhaben abbringen. Daher kam ich zu dem Entschluss, dass ich die von den alten Mächten verursachten Störungen durchbrechen musste. Allmählich festigten sich meine Gedanken und mein Zustand wurde immer ruhiger.
Während des Einsatzes gab es auch viele Prüfungen meiner Xinxing, die einen tiefen Eindruck bei mir hinterließen. Für einige Tage wurde alles schwierig. Als ich Mitpraktizierende um Hilfe bat, wurde ich mehrmals zurechtgewiesen: Einige sagten, ich würde zu stark an bestimmten Dingen festhalten; andere fragten, warum ich darauf warten würde, dass andere Praktizierende Telefonate zur Aufklärung der Tatsachen führen, anstatt selbst die Polizei in China anzurufen. Damals ärgerten mich diese Äußerungen sehr und ich begann, Groll gegenüber den Mitpraktizierenden zu hegen. Doch gleich darauf bemerkte ich diesen aufkeimenden Groll, begriff ihn und beseitigte ihn. Ich sagte mir, dass ich, egal wie aufgebracht ich auch war, die Angelegenheit positiv betrachten musste – aus der Perspektive einer Kultivierenden. Groll gegenüber Mitpraktizierenden ist genau das, was das Böse nur allzu gerne sieht. Das äußere Verhalten eines Praktizierenden spiegelt nicht unbedingt wider, was er wirklich denkt, kann aber dennoch irritierend wirken. Dem durfte ich auf keinen Fall folgen. Als ich mich beruhigt und sorgfältig darüber nachgedacht hatte, stellte ich fest, dass der Ton der Praktizierenden zwar nicht gut war, sie mir aber Punkte aufzeigten, in denen ich mich noch erhöhen musste. Dabei fiel mir auf, dass ich zu sehr an dem Ergebnis festhielt, dass meine Mutter freigelassen werden sollte. Ich sollte die Tatsache, dass sie festgenommen worden war, nutzen, um den Menschen die Fakten zu erläutern, und so eine Gelegenheit schaffen, dass sie errettet werden konnten. Ob sie gerettet werden konnten, hing von vielen Faktoren ab, darunter ihrem eigenen Kultivierungszustand und ihrem Karma. Ich sollte in diesem Prozess das tun, was von mir erwartet wurde, meine Anschauungen loslassen und alles, was mich und meine Mutter betraf, dem Meister anvertrauen, indem ich in allen Dingen den Arrangements des Meisters folgte.
Was die Aussage der Praktizierenden betraf, ich solle die Telefonate zur Aufklärung der wahren Umstände selbst führen, dachte ich sorgfältig darüber nach. Ich spürte, dass ich mich zu sehr auf die Praktizierenden im RTC-Telefonteam verlassen hatte. Es gab viele Dinge, die ich tun konnte. Warum tat ich sie nicht? Dahinter verbargen sich die Überzeugung, dass ich es alleine nicht schaffen würde, und auch Angst. Ich hatte Angst, mich den aggressiven Polizisten zu stellen, und Angst, die Tatsachen nicht richtig erklären zu können. Da ich mein Problem erkannte, sollte ich mutig genug sein, es zu überwinden. Der Meister sah, dass ich die Entschlossenheit hatte, bei den Telefonaten zur Aufklärung der Tatsachen einen Durchbruch zu erzielen, und sorgte daher dafür, dass mir eine erfahrene, ältere Dafa-Praktizierende dabei half. Diese Praktizierende war sehr geduldig. Sie half mir auch dabei, einen Gruppenchat einzurichten, und fügte mehrere andere Praktizierende hinzu, die wussten, wie man solche Anrufe tätigt. Gemeinsam nutzten wir jeden Morgen die Zeit von 6.30 bis 7.30 Uhr, um die Polizeiwache, das Amt für öffentliche Sicherheit und die Haftanstalt in China anzurufen, in der meine Mutter untergebracht war. Normalerweise war das die Zeit, zu der Praktizierende aufstanden, um die Übungen zu machen und das Fa zu lernen. Ich war sehr dankbar, dass sie ihre eigene Zeit opferten, um mir zu helfen. Diese ältere Praktizierende ermutigte mich oft, mehr zu sprechen, und wenn ich fertig war, gab sie mir Anregungen, wo ich mich verbessern konnte. Durch diese Erfahrung gelang mir ein großer Durchbruch bei den Telefonaten.
Als Weihnachten näher rückte, nahmen auch die Praktizierenden in der Gruppe nach und nach nicht mehr an den morgendlichen Anrufen teil, sodass ich ganz allein zurückblieb. Über Weihnachten hatte ich keine Gäste, da ich allein lebte. Aber ich wusste ganz genau, dass es eine Prüfung für mich war, um zu sehen, ob ich weitermachen würde, wenn ich auf mich allein gestellt war. Innerlich sagte ich zum Meister: „Bitte seien Sie beruhigt, Meister, ich werde diese Prüfung sicher gut bestehen und Sie nicht enttäuschen.“ Und so telefonierte ich jeden Morgen weiterhin nach China. Nach mehr als zwanzig Tagen unrechtmäßiger Inhaftierung meiner Mutter gelang es mir endlich, den für ihren Fall zuständigen Beamten zu erreichen. Er hörte sich mehr als 20 Minuten lang still die Aufklärung der Tatsachen an, bevor er auflegte. Am nächsten Tag wurde meine Mutter freigelassen und freigesprochen.
Da ich diese Prüfung bestanden hatte, spürte ich, dass ich sehr gewachsen war. Früher fürchtete ich mich vor Schwierigkeiten, Prüfungen und davor, dass schlimme Dinge passieren könnten. Nun habe ich verstanden, dass ich als Kultivierende die Dinge umgekehrt betrachten muss. Mir ist klar geworden, dass ich alles aus der Perspektive einer Kultivierenden betrachten muss. Ich habe begriffen, was aufrichtige Gedanken und aufrichtiges Handeln wirklich sind, und habe meine Anhaftung, mich auf andere zu verlassen, beseitigt.
Teil 3: Das Lernen des Fa während der Pandemie intensivieren und gleichzeitig weiterhin über Falun Dafa sprechen und Menschen erretten
Im Jahr 2020 begann sich die Pandemie weltweit auszubreiten. Wir sollten uns der Ernsthaftigkeit der Kultivierung noch stärker bewusstwerden und unsere eigene Kultivierung ernst nehmen. In dieser Zeit begann ich, meine Zeit jeden Tag optimal zu nutzen, um das Fa zu lernen und aufrichtige Gedanken auszusenden. Ich begann, meine Übungen zu intensivieren, indem ich eine Stunde lang die zweite Übung machte, und ich fing an, das Fa auswendig zu lernen. Nachdem ich damit begonnen hatte, das Fa auswendig zu lernen, trat ein bemerkenswertes Phänomen auf: Ich rezitierte das Fa ganz von selbst, sogar im unbewussten Zustand. Wenn ich zum Beispiel morgens gerade aufgestanden war und noch benommen und nicht ganz wach war, begann mein Verstand bereits, aus dem Zhuan Falun zu rezitieren. Während dieser Zeit war mein Kultivierungszustand sehr gut. Nachts träumte ich davon, wie ich in den Himmel aufstieg und Ebene für Ebene immer schneller durchbrach. Es ging so schnell, dass ich ein wenig Angst hatte, obwohl ich vor allem begeistert war. Oft träumte ich davon, durch den Himmel zu fliegen. Einmal flog ich zu verschiedenen himmlischen Orten und sah herrliche himmlische Schauplätze. Ich träumte auch von einem goldenen Falun, der sich am Himmel drehte und immer größer wurde.
Da alle von Quarantäne und Ausgangssperre betroffen waren, konnte der samstägliche Informationsstand in der Innenstadt nicht mehr stattfinden. Deshalb suchte ich nach Möglichkeiten, mich an anderen Projekten zu beteiligen. Da ich nicht hinausgehen konnte, nahmen viele Mitpraktizierende und ich an Telefonaten zur Aufklärung über die Tatsachen auf der RTC-Plattform teil. Später brachte die Epoch Times eine spezielle Sonderausgabe heraus, die die Tatsachen über die vom KPCh verursachte Virusausbreitung aufdeckte, und ich begann, in meiner Gegend von Tür zu Tür zu gehen, um Epoch Times-Zeitungen und Informationsmaterialien über die Organraubpraktiken der KP Chinas zu verteilen. In der Stadt, in der ich lebe, erreichte ich mit der Verteilung von Informationsflyern eine Reichweite von fast 45 Prozent. Später luden mich Praktizierende in Cambridge ein, auch dort zu verteilen. Cambridge ist ein berühmtes Touristenziel, das jedes Jahr eine große Zahl von Besuchern anzieht. Daher nahm ich in Zeiten, in denen wir nicht für Shen Yun warben, an diesen Aktivitäten teil.
Im Zuge der Aktivitäten wurde mir die Kraft und Bedeutung der Barmherzigkeit bewusst.
Ich erinnere mich an eine Situation, als ein Mann mittleren Alters aus Festlandchina mit bedrohlicher Miene an mir vorbeiging, die Arme schwenkend, und ganz und gar so aussah, als sollte man sich mit ihm besser nicht anlegen. Ich ließ mich nicht einschüchtern, lächelte und begrüßte ihn offen und ganz natürlich und reichte ihm entsprechende Informationsmaterialien. Er war überrascht, dann huschte unwillkürlich auch ein Lächeln über sein Gesicht. In dem Moment, als er lächelte, veränderte sich sein gesamtes Erscheinungsbild und er sah aus wie ein gütiger Onkel. Dieser Vorfall beeindruckte mich tief. Mir wurde klar, dass wir uns nicht vom äußeren Erscheinungsbild gewöhnlicher Menschen einschüchtern lassen sollten. Viele Chinesen haben aufgrund des starken Einflusses der bösartigen Kommunistischen Partei ein abstoßendes Äußeres angenommen und wenn unsere gütigen Gedanken ihr Feld erreichen, können diese die Grausamkeit und den bösen Willen in diesem Feld auflösen und ihnen wieder das Aussehen verleihen, das ein gütiger Mensch haben sollte. Natürlich begegne ich auch oft Menschen, die mich beschimpfen. Aber meistens gelingt es mir, mich zu beherrschen und mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Wir Falun-Dafa-Praktizierenden sollten gewöhnliche Menschen beeinflussen und ihre falschen Gedanken und Verhaltensweisen korrigieren, anstatt zuzulassen, dass gewöhnliche Menschen uns beeinflussen.
Teil 4: Sich bei der Mitarbeit am Shen-Yun-Projekt erhöhen
Seit 2019 arbeite ich beim Verkauf von Shen-Yun-Fanartikeln mit. Jedes Jahr freue ich mich sehr darauf, daran mitzuwirken und auf die Ankunft von Shen Yun. Ich fühle mich zutiefst geehrt, gemeinsam mit anderen Praktizierenden für Shen Yun zu arbeiten und diese Aufgabe gut zu erfüllen. Wir sind jeden Tag sehr beschäftigt, doch ich fühle mich nicht nur nicht müde, sondern leicht und luftig, ätherisch, als wäre ich in einem Traum. Nach ein paar Tagen ist es, als hätte ich eine Reise durch ein Märchenland unternommen. Alle meine Sorgen und die Belanglosigkeiten des Alltags sind vergessen und jeder Tag ist ruhig und friedlich. Wenn die Shen-Yun-Tour zu Ende geht, fällt mir der Abschied immer schwer.
Außerdem haben wir uns von einer Situation, in der wir nicht wirklich wussten, was wir taten, zu immer größerer Kompetenz und Professionalität entwickelt. Früher trat Shen Yun nur in wenigen Städten auf, doch nach und nach wuchs die Zahl auf mehr als ein Dutzend Städte an und es wurden immer mehr helfende Hände benötigt. Früher konnte der Koordinator die gesamte Arbeit alleine bewältigen, doch als die Zahl der Städte zunahm, konnte er nicht mehr alles alleine schaffen und benötigte mehr Personen, die ihm bei einigen Aufgaben halfen. Früher war ich jemand, der Ärger scheute, und lehnte die Bitten des Koordinators stets ab. Doch auch in meiner Kultivierung machte ich Fortschritte und entwickelte ein größeres Verantwortungsbewusstsein. Ich spürte, dass ich das übernehmen sollte, was mir zugedacht war, dass ich Pflichtbewusstsein haben und nicht zurückschrecken sollte, wenn etwas zu tun war.
In den letzten Jahren übernahm ich die Leitung eines der Verkaufsstände von Shen Yun. Bei der Zusammenarbeit mit Mitpraktizierenden kam es manchmal zu Reibereien, was mich ärgerlich und unzufrieden machte. Ich hatte das Gefühl, dass es ihnen an Verantwortungsbewusstsein mangelte. Manchmal versuchte ich, mit einer Praktizierenden darüber zu sprechen und meine Ansichten zu äußern, aber oft hatte ich das Gefühl, dass dies wenig Wirkung zeigte. Ich war ziemlich wütend und obwohl ich mein Bestes tat, meine Emotionen zu zügeln und nicht die Beherrschung zu verlieren, war meine innere Haltung dennoch in meinem Gesicht abzulesen. Manchmal beschwerte ich mich auch beim Koordinator: Vielleicht sollten wir bestimmte Praktizierende im nächsten Jahr einfach nicht mehr teilnehmen lassen. Doch im nächsten Jahr wurden diese Praktizierenden erneut eingeladen.
An diesem Punkt begann ich, über mich selbst nachzudenken. Die Empörung in meinem Herzen begann bereits, der Natur des Kosmos zuwiderzulaufen. Es musste sicherlich etwas in mir geben, das besser werden musste. Erstens sollte ich nicht so vorschnell urteilen, dass ein Mitpraktizierender nicht an diesem Projekt teilnehmen sollte. Wer am Shen-Yun-Projekt teilnehmen darf, wird vom Meister festgelegt. Eine so wichtige Arbeit wie das Shen-Yun-Projekt ist eine seltene Gelegenheit, mächtige Tugend zu erlangen. Es ist nichts, an dem man einfach teilnehmen kann, nur weil man es möchte. Da die Mitpraktizierenden vom Meister so eingerichtet wurden, dass sie kommen, müssen sie sicherlich eine eigene Mission zu erfüllen haben.
Zweitens wollte ich immer, dass andere die Dinge nach meinen Vorstellungen erledigten. Wenn andere sich auf eine Weise verhielten, die hinter meinen Erwartungen zurückblieb, hätte ich mit noch mehr Verständnis und Rücksicht reagieren sollen, anstatt mit Vorwürfen und Beschwerden. Das Verhalten jedes Einzelnen spiegelt seine eigene Ebene wider und jeder Mitpraktizierende kultiviert sich im Dafa und wird sich durch die Kultivierung allmählich erhöhen. Praktizierende, die sich im Rahmen eines Projekts kultivieren, werden unweigerlich ihre eigenen Erfahrungen, Erkenntnisse und Fortschritte machen. Wenn sie nach und nach Erfahrungen sammeln, Einsichten gewinnen und Fortschritte erzielen, werden sie ganz von selbst gute Arbeit leisten und brauchen dazu nicht gedrängt werden. Ich sollte Nachsicht praktizieren und die Großzügigkeit besitzen, andere bedingungslos anzunehmen.
Da ich dies erkannt hatte, musste ich dem auch gerecht werden. Damals setzte ich mir ein Ziel: Wenn ich das nächste Mal am Shen-Yun-Projekt teilnehmen würde, würde ich mich in dieser Hinsicht erhöhen und keine Beschwerden mehr über Mitpraktizierende hegen oder auf sie herabblicken. Wie auch immer sich ein Praktizierender verhalten würde, würde ich es annehmen und etwaige Mängel, die mir auffielen, stillschweigend ausgleichen. Bei den Shen- Yun-Aktivitäten des folgenden Jahres konnte ich bereits deutlich eine Veränderung in mir spüren. Ein winziges bisschen von der nörgelnden Mentalität war noch vorhanden, aber die Situation hatte sich doch erheblich verbessert. Innerlich war ich viel ruhiger. Als ich in diesem Jahr in einer Stadt Shen-Yun-Fanartikel verkaufte, waren an meinem Stand nur eine weitere Praktizierende und ich. Diese Praktizierende war noch nicht ganz vertraut mit der Arbeit, daher erledigte ich still und gut alle Aufgaben ohne die geringste innere Unzufriedenheit. Nicht nur das, sondern da ich allein arbeitete, war ich sogar schneller als die Personen an einem anderen Stand und auch der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum letzten Jahr beträchtlich an. Ich stellte fest, dass ich in der Vergangenheit zu sehr an der sogenannten Fairness festgehalten hatte und dachte, dass jedem die gleiche Menge an Arbeit zugeteilt werden sollte. Doch die Fähigkeiten der Praktizierenden sind unterschiedlich: Manche sind in dem einen gut, andere in dem anderen; manche sind schnell, andere langsam. Wenn unsere Fähigkeiten stark sind, sollten diejenigen, die fähiger sind, mehr tun und wir sollten uns nicht unausgeglichen fühlen, wenn wir mehr übernehmen. Unsere Fähigkeiten wurden uns ja von vornherein vom Meister gegeben. Folglich sollten wir unsere Fähigkeiten und Stärken voll ausspielen, um die Arbeit der Unterstützung des Meisters bei der Fa-Berichtigung gut zu erledigen.
Fazit
Wenn ich auf diese Jahre der Kultivierung zurückblicke, bin ich auf meinem Weg vielen Prüfungen und Rückschlägen begegnet. Unter dem barmherzigen Schutz und der Stärkung des Meisters konnte ich bis heute durchkommen und habe zutiefst erkannt, dass die Kultivierung nicht einfach, aber ernsthaft ist.
Der Meister sagte:
„Was ich euch im Grunde genommen eigentlich sagen will, ist, ihr seid dafür mit eurem Leben als Einsatz gekommen! […] Ihr habt keine andere Wahl, wirklich keine andere Wahl! So ist es mit den Dafa-Jüngern. Die gewöhnlichen Menschen können in den sechs Daseinsbereichen reinkarnieren, in unterschiedlichen Welten wiedergeboren werden. Diese Option gibt es für euch nicht, weil ihr nur für Dafa, diese eine Sache gekommen seid. Also, wenn ihr es nicht gut macht, werdet ihr es bereuen. Vor allem die langjährigen Dafa-Jünger, ihr sollt auf keinen Fall nachlassen. Ihr habt schon die ganz harten Zeiten hinter euch und es bis heute geschafft. Es war wirklich nicht leicht! Wisst ihr euch denn selbst nicht zu schätzen? Doch ich schätze euch! Und die Gottheiten auch! […] Deshalb müsst ihr euch selbst besser zu schätzen wissen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Washington, D.C. 2018, 21.06.2018)
Jedes Mal, wenn ich diese Passage des Fa lese, spüre ich die sorgfältige und aufrichtige Anleitung durch den Meister. Ich nutze diese Passage des Fa oft, um mich selbst zu ermahnen und anzuspornen: Ich muss den Weg, den ich gegangen bin, wertschätzen, den vor mir liegenden Weg mit noch größerer Ernsthaftigkeit und Gewissenhaftigkeit angehen und fleißig sein, ohne nachzulassen.
Mein Verständnis ist begrenzt. Sollte irgendetwas, was ich gesagt habe, nicht im Einklang mit dem Fa stehen, weist mich bitte gütig darauf hin.
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.