(Minghui.org) Seit dem Start der Plattform „Shen Yun Creations“ vor etwa vier Jahren gehöre ich zum Promotion-Team für „Shen Yun Creations“ in Neuengland – es ist im Wesentlichen dieselbe Gruppe von Menschen. Wir ermutigen uns gegenseitig und erledigen gemeinsam die drei Dinge.

Neben der großen Anzahl verkaufter Abonnements und der vielen Menschen, die wir erreicht haben, brachte jede Aufführungsserie auch ihre eigenen Herausforderungen mit sich, die direkt mit meinem Kultivierungszustand zusammenhingen. Unsere Teamleiterin bemerkte, dass sich bei mehreren Erkenntnissen, die ich mit der Gruppe teilte, ein „Berg“-Motiv wiederholte. Mir war das selbst nicht voll bewusst, bis sie mich darauf hinwies.

Vor einigen Jahren machte ich mit meinem Vater einen Spaziergang in seiner Nachbarschaft, kurz bevor Shen Yun in unserer Gegend auftrat. Es war kurz vor Weihnachten und der Schnee lag hoch. Als ich hinter ihm bergauf ging, bemerkte ich amüsiert: „Obwohl ich längst erwachsen bin, hinterlässt er Fußspuren, in die ich treten kann. Er ebnet mir den Weg, genau wie damals, als ich als Kind in seine großen Fußstapfen trat.“

Mir wurde klar, dass auch der Meister unsere Schritte lenkt und wir den Weg für die Lebewesen hinter uns ebnen. Jeder Schritt, den wir tun, ist von größerer Bedeutung, als wir ahnen.

Während der Shen-Yun-Tournee 2026 in Neuengland verliefen einige der ersten Aufführungen gut für mich. Doch bei den späteren Vorstellungen bemerkte ich, dass mein Kultivierungszustand nicht mehr so gut war wie in den Jahren zuvor.

Ich hatte zwar den Eindruck, auf sympathische Weise und so lange wie nötig mit Zuschauern über Falun Dafa und die Verfolgung sprechen zu können, doch meine Erfolgsquote bei den Verkäufen, also beim eigentlichen „Abschluss“, war nicht beständig. Meine Gedanken waren gefangen in der Angst vor dem Scheitern, die ich auch aus meinem Alltag kannte. Ich spürte den Druck, schnell wieder in die Spur zu finden, fleißiger zu sein und noch mehr Lebewesen erreichen zu können.

Ich erzählte einem Teammitglied, dass sich meine jüngsten Erfahrungen in der Kultivierung wie das Besteigen eines Berges anfühlen würden. Wenn ich mich gut kultivierte, hatte ich das Gefühl, den Gipfel eines Hügels erreicht zu haben. Doch mir wurde klar, dass ein noch höherer Berg vor mir lag und ich den Gipfel noch immer nicht erreicht hatte.

Dabei musste ich an verschiedene Textstellen im Fa denken:

„... das Fa ist wie eine Pyramide. Auf einer äußerst hohen Ebene kann es schon mit den drei Worten ‚Zhen, Shan, Ren‘ zusammengefasst werden. Seine Erscheinung auf jeder einzelnen Ebene ist aber sehr komplex. Nehmen wir den Menschen als Beispiel: In der daoistischen Schule wird der menschliche Körper als ein kleiner Kosmos betrachtet. Der Mensch hat einen materiellen Körper; aus diesem allein lässt sich allerdings noch kein vollständiger Mensch bilden. Um einen vollständigen und selbstständigen Menschen mit eigenem Charakter zu bilden, gehören noch die Temperamente, das Naturell, die Eigenschaften und die Urgeiste dazu.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 18)

„Als Shakyamuni unter dem Bodhibaum zur Freisetzung der Kultivierungsenergie und zur Erleuchtung kam, erreichte er nicht sofort die Ebene des Tathagatas. In den ganzen 49 Jahren, in denen er sein Dharma verbreitete, erhöhte er sich immer wieder. Jedes Mal, wenn er sich um eine Ebene erhöhte, blickte er zurück und stellte fest, dass das, was er gerade erklärt hatte, nicht mehr stimmte. Nachdem er sich weiter erhöht hatte, stellte er fest, dass das, was er erklärt hatte, wieder nicht mehr stimmte. Als er sich wieder erhöhte, bemerkte er, dass das Dharma, das er gerade erklärt hatte, wieder nicht mehr stimmte. In den ganzen 49 Jahren erhöhte er sich immer so weiter. Jedes Mal, nachdem er sich um eine Ebene erhöht hatte, bemerkte er, dass das Dharma, das er früher erklärt hatte, auf sehr niedrigen Erkenntnisstufen lag.“ (ebenda, S. 13)

Ich war dankbar, dass unsere Teamleiterin mir half zu erkennen, worum es bei meiner Kultivierung im Laufe der Jahre ging: fleißig den Berg oder die Pyramide zu erklimmen, auf natürliche Weise und ohne das Streben nach Erfolg zu gewinnen und keine Angst davor zu haben, dass der nächste Reiseabschnitt erfolglos sein könnte. Ich kann mich noch besser darin üben, Lebewesen zu erreichen, mich zu erhöhen und meine einzigartigen Fähigkeiten einzusetzen, selbst in kompliziertesten Situationen.

Während einer Aufführung in Worcester erzählte ein Teammitglied eine Geschichte: Er hegte den reinen und aufrichtigen Gedanken, mit der Person sprechen zu wollen, die er an jenem Tag erreichen sollte. Und fast unmittelbar nach diesem Gedanken kam ein Besucher auf ihn zu, sprach mit ihm und schloss ein Abonnement ab. Ich empfand es als sehr bewegend, wie sein reiner, aufrichtiger Gedanke alles veränderte. Ich bin sehr dankbar, jedes Jahr Teil dieses Teams von Praktizierenden zu sein und die Schönheit, Güte und Wahrhaftigkeit von Shen Yun mit der Welt zu teilen. Ich nehme mir vor, mit mehr Selbstlosigkeit voranzuschreiten, anstatt mit so vielen menschlichen Anschauungen nach innen zu blicken.

Danke, liebe Mitpraktizierende. Danke, Meister.