(Minghui.org) Eine Frau aus der Stadt Tangshan, Provinz Hebei, wurde während einer dreijährigen, unrechtmäßigen Haftstrafe brutal gefoltert. Shang Shiying wurden zudem giftige Medikamente injiziert, weil sie an ihrem Glauben an Falun Gong festhielt. Nach ihrer Freilassung im Januar 2013 gingen die Schikanen weiter. Zudem verlor sie ihren Arbeitsplatz. Später, als sie das Rentenalter erreichte, wurde ihr die Rente verweigert. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich im Laufe der Jahre zusehends. Am 27. September 2026 verstarb sie im Alter von 65 Jahren.

Shang Shiying

Shang Shiying, eine ehemalige Krankenschwester am Arbeiterkrankenhaus der Stadt Tangshan, begann 1995, Falun Gong zu praktizieren. Kurz darauf genas sie vollständig von der hartnäckigen Schilddrüsenüberfunktion, unter der sie zuvor gelitten hatte.

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong angeordnet hatte, wurde Shang in den folgenden drei Jahrzehnten sechsmal inhaftiert. Ihr Gehalt und ihre Bonuszahlungen wurden ausgesetzt; zudem wurde sie degradiert und in eine niedrigere Gehaltsstufe herabgestuft. Auch am Arbeitsplatz war sie Diskriminierungen ausgesetzt: Ganz gleich, wie sehr sie sich anstrengte – sämtliche Auszeichnungen, die ihr ursprünglich verliehen worden waren, wurden von ihrem Vorgesetzten wieder aberkannt.

Der Parteisekretär des Krankenhauses sagte einmal zu ihr: „Wenn Sie nicht Falun Gong praktizieren würden, wäre Ihnen die Auszeichnung als ‚Hervorragende Mitarbeiterin‘ sicher.“

Auch der Leiter des Büros der Krankenhausleitung äußerte sich so: „Sie stellen sich gegen die Kommunistische Partei, und dennoch wollen Sie Gehaltserhöhungen oder als Spitzenkraft ausgezeichnet werden?“

Als Shangs Schwiegervater am 11. September 1999 nach einem plötzlichen Herzinfarkt verstarb, wurde sie vom Krankenhaus festgehalten und durfte nicht an seiner Beerdigung teilnehmen.

Zwangsweise Verabreichung von Medikamenten

Shang wurde am 25. Oktober 2000 festgenommen, nachdem die Sekretärin ihrer Abteilung sie unter einem Vorwand dazu gebracht hatte, das Sicherheitsbüro aufzusuchen. Sie wurde 24 Stunden lang im Keller des Krankenhauses festgehalten und am nächsten Tag mit Genehmigung des Krankenhausleiters Li Qingming in das Erste Untersuchungsgefängnis der Stadt Tangshan verlegt. Dort wurde sie in Einzelhaft gehalten, an einen Metallstuhl gefesselt und in Ketten gelegt.

Da die Wärter Shang den Gang zur Toilette verweigerten, trat sie aus Protest in den Hungerstreik. Daraufhin wurde sie in das Ankang-Krankenhaus für Drogenrehabilitation verlegt, wo man ihr mehrere Spritzen mit unbekannten Medikamenten verabreichte. Nach den Spritzen wirkten ihre Augen stumpf und ihre Zunge war steif. Sie litt unter geistiger Benommenheit und befand sich in einem verwirrten Zustand.

Zu drei Jahren Haft verurteilt

Am 12. Oktober 2008 wurde Shang erneut festgenommen und ihre Wohnung durchsucht.

Im Sommer 2009 beantragte sie einen Urlaub mit ihrer Familie. Die leitende Krankenschwester Li Hongyan lehnte den Antrag ab und drohte damit, sie in Gewahrsam zu nehmen.

Ihre nächste Festnahme erfolgte am 14. Januar 2010, weil sie mit anderen Menschen über Falun Gong gesprochen hatte. Während ihrer Inhaftierung im Untersuchungsgefängnis Fengnan schlug ein Beamter ihr ins Gesicht und trat sie.

Shang stand im Juni und August desselben Jahres vor dem Bezirksgericht Lubei und wurde später – ohne Wissen ihrer Familie – im Geheimen zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Sie verfasste eine Berufungsschrift, doch die Wärter des Gefängnisses zerrissen die Unterlagen.

Folter im Frauengefängnis der Provinz Hebei

Während ihrer Haft im Frauengefängnis der Provinz Hebei war Shang in der 13. Abteilung untergebracht. Eine Abteilung mit strengem Regiment, die speziell für die Inhaftierung von Falun-Gong-Praktizierenden genutzt wird, die sich weigern, ihrem Glauben abzuschwören.

Shang wurde täglich gezwungen, vom frühen Morgen bis Mitternacht – also bis zu 18,5 Stunden lang – zu stehen. Wann immer sie sich widersetzte, schlugen die Wärter auf sie ein, beschimpften oder bedrohten sie. Durch das stundenlange Stehen schwollen ihre Beine extrem an und wurden steif; zudem litt sie unter Rückenschmerzen und Schwindelgefühlen.

Unterdessen verweigerte die Haftanstalt Shangs Familie über einen langen Zeitraum hinweg Besuche. Es kostete sie große Mühe, die Erlaubnis zu erhalten, sie zu sehen; sie waren bestürzt über ihren Anblick: ein ausgemergeltes Gesicht, dunkle Augenringe und geschwollene Beine.

Am 16. März 2012 nahm die Gefängnisleitung gewaltsam eine Blutprobe bei Shang und brach ihr dabei beinahe den Finger. Als sie zurück in ihre Zelle gebracht wurde, untersagten die Wärter anderen, mit ihr zu sprechen, und sie durfte ihre Familie nicht anrufen.

Als Shang am 14. Januar 2013 freigelassen wurde, war sie extrem geschwächt und nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft zu gehen.

Entlassung, Aussetzung der Rentenzahlungen und ständige Schikanen

Nachdem sie sich einige Monate lang erholt hatte, beantragte Shang am 15. April 2013 bei ihrem Krankenhaus die Wiederaufnahme der Arbeit. Wang Chunjie, die Sekretärin des Krankenhauses, sagte zu ihr: „Wir haben uns große Mühe gegeben, Sie hier loszuwerden, und jetzt wollen Sie zurückkommen? Wenn Sie wieder arbeiten, müssen wir Leute abstellen, die Sie überwachen.“

Infolgedessen wurde Shang die Arbeitsmöglichkeit verwehrt, ohne dass ihr hierüber eine offizielle schriftliche Mitteilung ausgehändigt wurde. Zudem wurden ihre 25 Dienstjahre bei der Rentenberechnung gestrichen, sodass sie im Rentenalter keinerlei Ansprüche mehr geltend machen konnte. Sie wandte sich an die örtliche Beschwerdestelle, die Schiedskommission für Arbeitsstreitigkeiten und das Gesundheitsamt, doch niemand nahm sich ihres Falls an.

Anfang Februar 2018 kaufte Shang eine Zugfahrkarte, um am 1. März desselben Jahres ihre Familie in Peking zu besuchen; doch am 28. Februar teilte ihr der Leiter des Nachbarschaftskomitees mit, dass ihr die Reise nach Peking während der jährlichen politischen Tagungen der Kommunistischen Partei Chinas untersagt sei.

Am 26. Juni 2018 gegen 21 Uhr wurde Shang erneut von der Polizei belästigt; die Beamten versuchten zudem, sie zu filmen.

Am 14. August 2024 wurde sie erneut von zwei Beamten belästigt, die Fotos von ihr machten. Zudem erkundigten sie sich, ob sie weiterhin Falun Gong praktiziere.

Die finanzielle Verfolgung und die psychische Belastung durch die anhaltenden Schikanen beeinträchtigten Shang Shiyings Gesundheit. Sie verstarb am 27. September 2026.

Frühere Berichte:

Shang Shiying im Frauengefängnis der Provinz Hebei verfolgt (Foto)

Ms. Shang Shiying Severely Tortured in Hebei Women's Prison

Ms. Shang Shiying and Ms. Shan Huanrong of Tangshan City Illegally Arrested, Tortured and Interrogated

Ms. Shang Shiying and Other Practitioners Tortured at Fengnan Police Department and the Fengnan Detention Center

Ms. Shang Shiying from Tangshan City Arrested and Tortured