(Minghui.org) Tien Wen-lien ist mit ihrer 25-jährigen Erfahrung im Vertrieb eine Spitzenverkäuferin. Nach ihrem Wechsel von der Versicherungsbranche in die Medienbranche im Jahr 2013 fing sie bei NTD an. Sie musste in dem ihr unbekannten Bereich ganz von vorne anfangen. Auch wenn sie nun in einer anderen Branche tätig ist und es mit anderen Kunden zu tun hat, legt sie größten Wert darauf, deren Probleme ins Blickfeld zu rücken und sie lösen zu helfen.
Wen-lien berichtet, als sie 2005 begann, Falun Dafa zu praktizieren, habe sich ihre Sichtweise auf die Arbeit verändert. Allmählich habe sie verstanden, dass es beim Verkauf nicht nur darum gehe, Verträge abzuschließen. Viel wichtiger sei es, sich in die Lage des Kunden zu versetzen und ihm wirklich zu helfen.
Lernen, anderen zu helfen
Wen-lien wurde in einer kleinen, abgelegenen Stadt in Nantou, Taiwan, geboren. Ihr Vater war Lehrer und half häufig bedürftigen Schülern. Bevor er starb, hielt er ihre Hand und sagte: „Pass gut auf deinen jüngeren Bruder und deine jüngere Schwester auf. Spende unbedingt jeden Monat ein Tagesgehalt, um bedürftigen Menschen zu helfen.“
Wen-lien arbeitete 25 Jahre lang im Versicherungsvertrieb. Sie dachte oft über den Sinn des Lebens nach. „Schon als Kind habe ich mich oft gefragt: Woher kommen die Menschen? Wohin gehen sie? Wie kann ich ein wirklich edler und gütiger Mensch werden?“, erinnert sie sich.
Im Jahr 2004 bekam ihr Mann plötzlich eine seltsame Erkrankung – sein Nacken schmerzte extrem, wenn er aufwachte. Er suchte sowohl Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin als auch westliche Ärzte auf, doch es half alles nichts.
Als Wen-lien in eine Klinik für traditionelle chinesische Medizin ging, um dort Medikamente abzuholen, bemerkte sie einen Arzt, der einige Übungen machte. Als sie den Klinikleiter traf, war sie von ihm beeindruckt. Wen-lien bemerkte, dass er strahlend und gesund und sogar um einige Jahre jünger als sein tatsächliches Alter aussah. Sie fragte ihn, ob er eine besondere Behandlung erhalten habe oder ob er ebenfalls die Übungen mache, die der Arzt gerade gemacht habe. Der Leiter lächelte und erzählte: „Wir praktizieren Falun Dafa. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, kann ich Ihnen das Buch Zhuan Falun ausleihen.“
Als sie die Worte „Falun Dafa“ hörte, erinnerte sich Wen-lien an eine Freundin, bei der Brustkrebs diagnostiziert worden war, der sich später zurückgebildet hatte. Diese Freundin hatte ihr ein Exemplar des Buches Zhuan Falun gegeben und gesagt, Falun Dafa habe ihr geholfen.
An jenem Abend schlug Wen-lien das Buch auf. „Als ich es zuvor gelesen hatte, gab es einige Stellen, die ich nicht wirklich verstanden habe, so habe ich aufgehört, weiter darin zu lesen. Aber dieses Mal war ich so bewegt, dass mir die Tränen kamen. Ich dachte immer wieder: ,Das ist es, wonach ich gesucht habe!‘“
Danach nahmen sie, ihr Mann und ihr Kind am 9-Tage-Seminar teil. Die seltsamen Beschwerden ihres Mannes, die ihn schon lange geplagt hatten, verschwanden kurz nachdem er mit den Übungen begonnen hatte. Wen-lien hielt sich an die Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – und dachte darüber nach, wie sie mit anderen Menschen umgehen sollte.
Wen-lien und ihr Mann nehmen an einer Veranstaltung zur Zeichenbildung teil (Minghui.org)
Das Vertrauen eines Kunden gewinnen
Wen-lien begann 2013, als Vertriebsleiterin in der Abteilung für internationales Marketing bei NTD TV zu arbeiten. Der erste Vertrag, den sie unterzeichnete, stellte eine Herausforderung dar.
Als ein Firmenchef einen Vertrag unterzeichnet hatte, bestand er darauf, dass NTD hochkarätige Werbung schalten sollte, weigerte sich jedoch, die Differenz dafür zu bezahlen. Er plante, den Vertrag zu widerrufen, und verweigerte ein Treffen mit Wen-lien. Sie gab nicht auf und suchte ihn immer wieder in seinem Büro auf. Bei ihrem 20. Besuch gelang es ihr schließlich, mit dem Vizepräsidenten zu sprechen. „Ich habe noch nie eine so engagierte und beharrliche Vertriebsmitarbeiterin gesehen!“, stellte er fest.
Wen-lien koordinierte die Zusammenarbeit mit einer anderen Organisation und beschaffte Ressourcen, um den Vertrag zu erfüllen, wodurch eine Win-Win-Win-Situation entstand. Danach empfahl der Firmenpräsident sie anderen Unternehmen mit den Worten weiter: „Wenn Sie Werbespots brauchen, müssen Sie zu Wen-lien gehen. Sie ist die beste und vertrauenswürdigste Vertriebsmitarbeiterin, die ich je kennengelernt habe!“
Diese Erfahrung machte Wen-lien bewusst, dass Geduld und Kommunikation ebenso wichtig sind wie fachliche Kompetenz, wenn sie mit Ablehnung und Missverständnissen seitens der Kunden konfrontiert ist.
Vom bloßen „Dinge gut machen“ zum „an die Kunden denken“
Als sie mehr Erfahrung gesammelt hatte, entwickelte Wen-lien nach und nach ihren eigenen Ansatz. Sie stellte fest, dass die meisten Unternehmen in Taiwan ganz eigene Besonderheiten aufweisen und ihre Inhaber in der Regel großen Wert auf Produktqualität und ehrliche Geschäftsführung legen.
„Wenn ich die Kernwerte des Kunden identifiziere und seine Geschichte mit Videos und Worten erzähle, lassen sich die Stärken des Unternehmens optimal zur Geltung bringen“, erläutert sie ihre Vorgehensweise.
Es läuft jedoch nicht immer reibungslos. Wenn manchmal die Werbung hinter den Erwartungen zurückbleibt, kann es sein, dass der Kunde seine Meinung ändert. Wenn dies geschieht, reflektiert Wen-lien ihre Vorgehensweise. Sie hat festgestellt, dass obwohl sie immer hart gearbeitet habe, habe sie sich einfach darauf konzentriert, die Dinge gut machen zu wollen. Später erkannte sie, dass es schwierig ist, wenn sie nur daran denkt, ihr eigenes Ziel zu erreichen, ohne aus der Perspektive des Kunden darüber nachzudenken.
„Mir wurde klar: Wenn ich nur mein eigenes Ziel erreichen will, ohne aus der Perspektive des Kunden darüber nachzudenken, werde ich das Herz des anderen nicht wirklich berühren können. Deshalb ist mein erster Gedanke jetzt: Was kann ich für den Kunden tun? Wie kann ich ihm wirklich helfen?“
Ein kleiner Scheck führte zu einer langfristigen Geschäftsbeziehung
Ein Kunde aus der Brauindustrie gründete seine eigene Marke, weil sich seine Philosophie nicht mit der seines Bruders vereinbaren ließ. Seine Produkte waren gut, aber es fehlte ihnen an Bekanntheit.
Wen-lien rief mehrmals an, um sich mit ihm zu treffen, doch er lehnte ab. Als sie ihn schließlich doch traf, verlor er die Beherrschung, weil sie darauf bestanden hatte, persönlich vorbeizukommen. Er sagte: „Ich habe aufgelegt, als Sie angerufen haben, aber Sie haben darauf bestanden zu kommen. Ich habe einen Scheck ausgestellt. Was wollen Sie denn jetzt noch?“
Es stellte sich heraus, dass der Kunde vorhatte, einen kleinen Scheck auszustellen und mit einem kleinen Auftrag den Kontakt zu beenden. Doch Wen-lien gab den Scheck zurück und erklärte: „Es gibt über 100 Sojasaucen-Hersteller in Taiwan. Da ich Ihre Marke bekannt machen möchte, brauchen Sie Werbung. Daher schlage ich vor, dass Sie einen Einjahresvertrag abschließen. Das gibt Ihrer Marke die Chance, wahrgenommen zu werden.“
Die Geschäftsbeziehung wurde nach diesem Jahr fortgesetzt und der Kunde unterzeichnete Werbeverträge im Wert von mehreren Millionen, während der Bekanntheitsgrad des Produkts stieg.
Wen-lien (2.v.li.) mit Kunden, mit denen sie 14 Jahre lang zusammengearbeitet hat (Minghui.org)
Viele Kunden arbeiten bereits 10, 12 und sogar 14 Jahre lang mit Wen-lien zusammen. Ein Kunde sagte einmal zu ihr: „Ich habe Ihre Freundlichkeit gespürt, als ich Sie zum ersten Mal sah. Ich habe gespürt, dass Sie keine Hintergedanken haben. Wenn ich mit Ihnen zusammenarbeite, bin ich optimistisch.“
Nach 25 Jahren im Vertrieb, von Versicherungen bis hin zu Medien, hat Wen-lien Ablehnungen durch Kunden und Herausforderungen bei Verträgen erlebt, aber auch langfristige Beziehungen aufgebaut. Für sie steht nicht mehr nur der Verkauf im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie sie Kunden wirklich helfen kann.
Im Rückblick auf ihren Kultivierungsweg sagt sie: „Egal, wie viele Prüfungen ich durchgemacht habe, ich bin Meister Li sehr dankbar dafür, dass er uns so viele wunderbare Dinge geschenkt hat. Mein Herz ist erfüllt von grenzenloser Dankbarkeit und dem Gefühl, geschätzt zu werden – das ist von unermesslichem Wert.“
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