(Minghui.org) Die Minghui-Schule in Sydney, Australien, veranstaltete am 27. September 2026 eine Konferenz zum Erfahrungsaustausch an der Canterbury Boys High School. Siebzehn junge Praktizierende teilten dort ihre Erfahrungen mit.

Sie berichteten von ihren Kultivierungserfahrungen in der Familie, in der Schule und im Alltag, davon, wie sie fleißig das Fa lernten und die Übungen praktizierten; wie sie sich an die Prinzipien von Falun Dafa, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, hielten und wie sie in Konfliktsituationen oder bei ungerechter Behandlung nach innen schauten, ihre Anhaftungen beseitigten und ihre Xinxing (Herzensnatur) erhöhten.

In Konflikten nach innen schauen

In ihrem Erfahrungsbericht mit dem Titel „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht im Herzen bewahren“ schilderte Xinqing einen kleinen Vorfall, der sich ereignete, während sie mit ihrer Klasse im Schullandheim war.

Als sie in der Schlange für das Frühstück stand, glaubte eine Mitschülerin fälschlicherweise, Xinqing habe sich vorgedrängelt, und forderte sie auf, sich ganz hinten in der Schlange anzustellen. Obwohl die Schlange sehr lang war, stritt Xinqing nicht mit ihr. Stattdessen erinnerte sie sich daran, dass sie nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht handeln sollte, und reihte sich tatsächlich an das Ende der Schlange. Ein Mitarbeiter der Kantine hatte den Vorfall jedoch beobachtet. Er nahm sie bei der Hand und führte sie ganz nach vorne.

Durch dieses Erlebnis erkannte Xinqing, dass es nicht nötig ist zu streiten, wenn man ungerecht behandelt oder missverstanden wird. Es ist wichtiger, seine Xinxing zu bewahren. Sie dachte auch an das, was der Meister dazu im Zhuan Falun sagt.

Ein weiterer Praktizierender, Zirong, berichtete von einer Prüfung seiner Xinxing in der Schule. Eines Tages schlug ihn plötzlich ein Mitschüler aus der zweiten Klasse. Zirong fühlte sich gedemütigt und war den Tränen nahe. Er bemühte sich jedoch sehr, seine Gefühle zurückzuhalten.

Nach der Schule erzählte er seiner Mutter von dem Vorfall. Sie besprach die Situation geduldig mit ihm und schlug vor, dass sie entweder den Schulleiter informieren könnten oder er versuchen könnte, seinen Groll und seinen Unmut beiseitezulegen und der Angelegenheit mit Barmherzigkeit zu begegnen. Sie versicherte ihm, dass sie ihn bei jeder seiner Entscheidungen unterstützen werde.

Zirong dachte gründlich darüber nach und beschloss, seinen Groll beiseitezulegen und dem betreffenden Mitschüler weiterhin freundlich zu begegnen. Seine Mutter fragte ihn, ob er dazu auch innerlich wirklich in der Lage sei und nicht nur äußerlich die Situation erdulde.

Zirong dachte an die Lehre des Meisters über die Nachsicht, die im Zhuan Falun dargelegt wird. Er erkannte, dass er nicht nur in seinem Verhalten auf Konkurrenz oder Streit verzichten, sondern durch seine Kultivierung auch aktiv daran arbeiten sollte, den Groll in seinem Herzen zu beseitigen.

Selbstbeherrschung angesichts der Versuchung durch Videospiele

Da elektronische Geräte immer verbreiteter sind, war die Frage, wie man einer Sucht nach Mobiltelefonen und Videospielen entgehen kann, ein Thema, das von mehreren Praktizierenden auf der Konferenz erörtert wurde.

In seinem Erfahrungsbericht mit dem Titel „Sich aus der Spielsucht befreien“ sprach Edward offen über seine Schwierigkeiten mit der Selbstdisziplin.

Wenn jemand ein Auge auf ihn hatte, konnte Edward seine Lern- und Klavierübungszeiten gut einteilen. Sobald die Aufsicht jedoch wegfiel, lockerte er nach und nach seine Ansprüche an sich selbst und begann, Videospiele zu spielen. Er verbrachte immer mehr Zeit damit. Selbst wenn er wusste, dass er sich ausruhen, Klavier üben oder sich auf die Übungen des nächsten Tages vorbereiten sollte, wollte er einfach nicht aufhören.

Rückblickend wurde Edward klar, dass er zwar geglaubt hatte, seine Freiheit zu genießen, in Wirklichkeit aber allmählich die Kontrolle über seine Zeit und sein Verhalten verloren hatte. Er sagte: „Früher dachte ich, Freiheit bedeute, einfach zu tun, worauf man gerade Lust hat. Heute verstehe ich unter wahrer Freiheit: auch angesichts von Versuchungen die richtige Wahl treffen zu können und Herr über sich selbst zu sein.“

Diese Erkenntnis veranlasste ihn dazu, den Begriff der „wahren Selbstdisziplin“ zu überdenken. Kultivierung bedeutet nicht nur, sich unter Aufsicht korrekt zu verhalten. Viel wichtiger ist es, sich auch dann, wenn niemand zuschaut, aus eigenem Antrieb an das Fa zu halten.

Auch Zhenzhen sprach in ihrem Erfahrungsbericht „Meine Kultivierungserfahrungen 2026“ ganz offen über ihre Schwierigkeiten. Sie stellte fest, dass ihr erster Impuls nach der Rückkehr aus der Schule stets war, erst einmal am Handy im Internet zu surfen, bevor sie ihre Hausaufgaben erledigte. Obwohl sie sich eigentlich vorgenommen hatte, nur kurz hineinzuschauen, konnte sie das Gerät erst wieder aus der Hand legen, wenn ihre Mutter sie daran erinnerte.

Ihr war bewusst, dass dieser Zustand nicht in Ordnung war, doch sie empfand es als schwierig, etwas daran zu ändern. Da viele ihrer Mitschüler ständig am Handy waren, ließ sie sich leicht von ihnen beeinflussen. Sie verschwieg dieses Problem nicht, sondern setzte sich in ihrem Bericht eingehend damit auseinander. Sie erkannte, dass sie ihr Hauptbewusstsein stärken und ihr Verhalten aktiv und bewusst steuern muss.

Sie nahm sich vor, die Zeit am Handy schrittweise zu reduzieren, indem sie sich immer wieder ihren Entschluss  ins Gedächtnis rief, sich nicht länger von ihrem Gerät beherrschen zu lassen und ihre Zeit besser einzuteilen.

Zudem hofft sie, dass andere junge Praktizierende, die vor einer ähnlichen Herausforderung stehen, sich dieser offen stellen, sich gegenseitig ermutigen und gemeinsam Fortschritte machen können.

Das Kultivierungsumfeld wertschätzen und trotz Herausforderungen Fortschritte machen

In ihrem Erfahrungsbericht mit dem Titel „Das Kultivierungsumfeld wertschätzen und den Kultivierungsweg aufrichtig beschreiten“ erzählte Zhihan von einem Erlebnis, das sie sehr traurig gemacht hatte.

Sie hatte ihren beiden besten Freundinnen jeweils eine kleine Lotusblüte geschenkt. Doch schon am nächsten Tag wollten die Mädchen nicht mehr mit ihr spielen. Sie erklärten, ihre Eltern hätten ihnen untersagt, weiterhin mit ihr befreundet zu sein. Dann warfen sie die Lotusblüten einfach weg.

Diese plötzliche Veränderung bedrückte Zhihan sehr. Ihre Mutter tröstete sie und ermutigte sie zu verstehen, dass ihre Freundinnen möglicherweise Missverständnisse hatten, und ihnen deshalb nicht mit Groll zu begegnen. Zhihan berichtete offen, dass ihr damals sehr viel daran gelegen habe, Freundschaften zu schließen, und dass sie durch diesen Vorfall stark belastet worden sei. Allmählich verlor sie die Lust daran, das Fa zu lernen, die Übungen zu praktizieren oder an Aktivitäten für Dafa teilzunehmen. Auch ihr Wesen veränderte sich zum Negativen: Wenn ihre Eltern sie an etwas erinnerten, reagierte sie oft gereizt darauf und wollte nicht zuhören.

Nachdem sie die Minghui-Schule verlassen hatte, ließ sie auch beim Chinesischlernen nach. Beim Lesen des Fa erkannte sie manche chinesischen Schriftzeichen nicht mehr. Später entwickelte sie sogar eine Sucht nach Videospielen und spielte manchmal heimlich, während sie eigentlich ihre Hausaufgaben erledigen sollte.

In diesem Jahr wendete sich das Blatt: Zhihans ältere Schwester beschloss, als Lehrassistentin an der Minghui-Schule zu arbeiten. Zhihans Mutter ermutigte sie daraufhin, ebenfalls zur Minghui-Schule zurückzukehren. So begann Zhihan wieder, gemeinsam mit anderen im Park die Übungen zu praktizieren und zusammen mit ihren Eltern das Fa zu lernen. Zudem schloss sie sich anderen Minghui-Schülern an, um gemeinsam mit Freunden Falun Dafa in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Zhihan spielt heute keine Videospiele mehr, wenn sie ihre Hausaufgaben erledigen muss, da sie erkannt hat, wie schädlich dies ist. Sie hat nun die Freude bei der Kultivierung, die sie schon als kleines Kind kannte, wiedergefunden.

Früher hatte sie oft Nackenschmerzen, weil sie für ihre schulischen Aufgaben viel Zeit am Computer verbrachte. Heute geht es ihr deutlich besser.

Bei den Übungen durchhalten

Shawn berichtete in seinem Erfahrungsbericht „Meine Kultivierungserfahrung“ davon, wie er ein Jahr lang konsequent an der Ausführung der Übungen festhielt.

Während der Morgenübungen im Sommer schien manchmal die Sonne sehr stark. Zudem krabbelten Insekten umher und Mücken schwirrten herum, was eine Mitpraktizierende verängstigte und sie daran hinderte, zur Ruhe zu kommen.

Er bemerkte, dass eine andere Praktizierende völlig unbeeindruckt blieb und während der Meditation einen gelassenen Gesichtsausdruck bewahrte. Da erkannte  Shawn, dass er daran arbeiten musste, Störungen während der Übungen zu überwinden. Er passte seine innere Haltung schrittweise an und fand so allmählich zur Ruhe.

Durch dieses tägliche Durchhalten erkannte Shawn, wie wichtig Geduld und Willenskraft bei der Kultivierung sind.

Ein Bonbon half ihm, wahrhaftig zu sein

Dehao, der gerade sechs Jahre alt geworden ist, erzählte von einem Erlebnis, das er kurz zuvor gehabt hatte, um zu verdeutlichen, was es für ihn bedeutet, wahrhaftig zu sein.

Er begleitete seine Mutter und seine Großmutter, die ausgingen, um anderen Menschen von der Verfolgung zu berichten. Eine ältere Praktizierende schenkte ihm eine ganze Menge Bonbons.

Nach dem Abendessen aß er heimlich eines davon. Als seine Mutter ihn fragte, was er da im Mund habe, behauptete er, er würde gerade sein Essen kauen. Seine Mutter tadelte ihn nicht, sondern sagte: „Wir sind Falun-Dafa-Praktizierende und möchten Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben, nicht wahr? Was bedeutet es, wahrhaftig zu sein?“ Er antwortete: „Wahre Worte sprechen, wahrhaftige Dinge tun.“ Als seine Mutter noch einmal fragte, was er im Mund habe, dachte er kurz nach und antwortete ehrlich: „Einen Bonbon.“

Voneinander lernen und gemeinsam vorankommen

Die diesmal eingereichten Erfahrungsberichte deckten eine große Vielfalt an Themen ab.

Qingyuans Bericht trug den Titel „Nach innen schauen und ein qualifizierter junger Dafa-Schüler sein“, während Chenliang seinen Bericht „Ich bin ein junger Dafa-Schüler“ nannte. Yunjies Beitrag war überschrieben mit „Ich habe den Meister, also glaube ich, dass ich es schaffen werde“. Zichens Bericht trug den Titel „Auf den Meister hören“, und Jingrans Beitrag hieß „Meine Erfahrungen beim Fa-Lernen und bei den Übungen“. In den Erfahrungsberichten „Beharrlich bleiben und die Xinxing bewahren“ von Xie Tianrui, „Die Xinxing verbessern“ von He Tianrui sowie „Meine Fortschritte in der Kultivierung“ von Wenfang wird jeweils erörtert, wie man die Xinxing erhöhen kann.

Die Erfahrungsberichte „Den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen“ von Meiling und „Mein Verständnis von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ von Meizhen befassen sich beide mit dem jeweiligen aktuellen Verständnis der Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.