(Minghui.org) Ich bin eine ältere Falun-Dafa-Praktizierende. Mein Mann praktiziert zwar kein Falun Dafa, unterstützt mich aber sehr. Unser Sohn und unsere Tochter haben inzwischen eigene Familien gegründet. So leben nur noch mein Mann und ich zusammen und führen ein ruhiges, beschauliches Leben.
Ich bemühe mich, die drei Dinge gut zu machen. Nachdem ich morgens um 3:10 Uhr die Übungen beendet habe, gehe ich auf die Straße, um den Menschen die wahren Umstände zu erklären. Nachmittags lerne ich zu Hause das Fa. Außerdem findet zweimal wöchentlich bei mir zu Hause ein gemeinsames Fa-Lernen statt. Mein Mann hat mich dabei immer sehr unterstützt und begegnet auch den Mitpraktizierenden ausgesprochen herzlich.
Vor drei Monaten kam bei mir plötzlich ein starkes Gefühl von „Neid“ gegenüber meinem Mann hoch.
Ein Konflikt bricht aus
Mein Mann erledigt so gut wie keine Hausarbeit. Ich muss sogar seine Unterwäsche waschen. Er hatte bereits zwei Schlaganfälle erlitten, sich jedoch dank des Schutzes von Dafa erstaunlich gut erholt. Er kann sogar mehrere Hundert Kilometer mit dem Auto hin- und zurückfahren, ohne müde zu werden. Jeden Morgen fährt er mit dem Auto los, um sich etwas zu essen zu holen. Den Rest des Tages verbringt er damit, durch Stadt zu bummeln. Oft lädt er mich ein, ihn zu begleiten. Da ich meine Zeit jedoch nicht verschwenden wollte, bin ich nur wenige Male mitgefahren. Zu Hause kümmere ich mich um das Putzen, Waschen und alle anderen Hausarbeiten. Gleichzeitig erledige ich die „drei Dinge“, die ein Praktizierender tun soll.
In diesem Frühjahr mietete mein Mann gegenüber unserem Haus ein Ladenlokal und richtete dort eine Teestube ein, in der er sich mit seinen Freunden treffen konnte. Sie unterhielten sich, rauchten, tranken Tee und alkoholische Getränke. Gelegentlich kochte ich einige Gerichte für sie.
Neben der Teestube befindet sich ein Geschäft, dessen Inhaberin eine attraktive, geschiedene Frau Mitte 30 ist. Sie kam häufig zu Besuch und bediente sich oft einfach an meinem Besen, Wischmopp und anderen Putzutensilien, ohne sie anschließend zurückzubringen. Jedes Mal, wenn ich die Teestube putzen wollte, musste ich erst in ihr Geschäft gehen und meine Sachen holen. Das ärgerte mich zunehmend. Ich bat meinen Mann, ihr zu sagen, sie solle die Sachen nach Gebrauch zurückbringen. Doch das tat er nicht. Schließlich kaufte ich ihr einfach einen eigenen Besen und einen Wischmopp.
Immer wenn ich die beiden allein zusammensitzen und plaudern sah, fühlte ich mich unwohl. Manchmal sagte ich zu meinem Mann: „Diese Frau ist geschieden. Könntest du bitte vermeiden, so viel Zeit allein mit ihr zu verbringen?“ Doch mein Mann sah darin kein Problem. Einige Male schaute ich nach der Rückkehr von der Aufklärung über die wahren Umstände in der Teestube vorbei, um mich etwas abzukühlen, und traf die beiden dort allein im Gespräch an. Dann stieg in mir ein unangenehmes Gefühl von Eifersucht auf. Sobald ich erschien, ging die Frau jedes Mal weg. Auch ich konnte mir einige kühle Bemerkungen nicht verkneifen.
Der Konflikt spitzt sich zu
Eines Abends kam meine Tochter zu Besuch und erzählte mir, dass ihr Nachbar, ein über siebzigjähriger Mann namens Zhang, sich von seiner Frau scheiden lassen wolle. Wie sich herausstellte, war der alte Mann wohlhabend und hatte eine Beziehung zu einer geschiedenen Frau begonnen, die im Stockwerk unter ihm wohnte. Meine Tochter bemerkte, dass es heutzutage Frauen gebe, die sich darauf spezialisiert hätten, wohlhabende ältere Männer um ihr Geld zu bringen. Als ich das hörte, kamen mir Zweifel: Könnte mein Mann unser ganzes Geld für irgendeine Frau ausgeben? Und wie stand es um die Frau, die ständig in der Teestube auftauchte? War sie vielleicht auch nur hinter seinem Geld her? Sofort schickte ich meinem Mann eine Nachricht, erzählte ihm, was ich von unserer Tochter gehört hatte, und warnte ihn davor, sich ausnutzen zu lassen.
Als mein Mann am nächsten Tag mittags zum Essen nach Hause kam, fragte er mich: „Was ist denn mit diesem alten Zhang los, der neben unserer Tochter wohnt?“ Ich erzählte ihm die ganze Geschichte noch einmal. Da knallte er seine Essstäbchen auf den Tisch und rief: „Diese alte Frau ist doch selbst schuld! Sie hat es sich selbst eingebrockt! Sie hat so lange an ihm herumgenörgelt, bis ihm schließlich der Kragen geplatzt ist.“ Daraufhin stürmte er hinaus und schlug die Tür hinter sich zu, ohne auch nur einen Bissen gegessen zu haben. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, völlig benommen und wusste nicht, was ich tun sollte. „Oh nein“, dachte ich, „jetzt ist die Sache völlig außer Kontrolle geraten.“ Die Botschaft meines Mannes war eindeutig: Wenn ich ihn weiter bedrängte, würde es mir genauso ergehen wie Zhangs Frau.
Meine Fehler erkennen
Anfangs konnte ich vor lauter Eifersucht nicht klar denken. Menschliche Anschauungen wie Eifersucht, Misstrauen, Begierde, Habgier und Gefühle gegenüber meinem Ehepartner kamen zum Vorschein. Vor einer Scheidung hatte ich keine Angst, denn ich hatte meine eigene Rente, und meine Tochter hatte mir versichert, dass sie zu mir halten würde.
Aber würde ich durch eine Scheidung nicht sowohl meinen Mann als auch diese Frau ins Unglück stürzen? Würde sich das nicht auch negativ auf Dafa auswirken? Als ich nicht mehr weiterwusste, dachte ich an den Meister. Ich stellte mich vor sein Porträt, gestand ihm meine Fehler ein und bat ihn um Hilfe. Plötzlich kam mir ein Gedanke: „Gib schnell deinen Fehler zu.“
Sofort ging ich hinunter in die Teestube. Während ich den Boden wischte, entschuldigte ich mich aufrichtig bei meinem Mann: „Es tut mir leid. Ich habe mich geirrt. Ich habe dich falsch eingeschätzt. Bitte sei nicht böse. Ich bin zu misstrauisch und habe mir alle möglichen Dinge ausgemalt. Außerdem hätte ich meine Rente nicht für mich behalten dürfen. Das Geld gehört eigentlich uns beiden. Ich habe es nur zurückgehalten, weil ich Angst hatte, du könntest es verschwenden. Von jetzt an werden wir unser Geld gemeinsam verwalten. Du kannst es ausgeben, wie du möchtest.“
Mein Mann sagte: „Eigentlich bin ich nicht wie dieser alte Zhang. Ich bin ein pensionierter Beamter und weiß, was sich gehört. Damals, als du im Gefängnis eingesperrt und verfolgt wurdest, haben mich die Leute selbst in der schlimmsten Zeit gedrängt, mich von dir scheiden zu lassen. Aber ich habe mich geweigert. Du kannst also ganz beruhigt sein: Ich werde mich niemals von dir scheiden lassen.“
Ich wurde von der Kommunistischen Partei Chinas viermal rechtswidrig inhaftiert. Jedes Mal setzte mein Mann alles daran, meine Freilassung zu erreichen. Dank des Schutzes des Meisters und der Hilfe der Mitpraktizierenden kam ich wieder frei. Während all dieser schweren Zeiten hat er mich nie im Stich gelassen. Was für ein gütiger und guter Mensch er doch ist! Wie konnte ich das alles nur vergessen? Ich sollte ihm dankbar sein.
Mir wurde klar, dass diese Eifersucht nicht meinem wahren Selbst entsprang, sondern mir von den alten Mächten aufgezwungen worden war. Ich lehnte sie entschieden ab und sandte aufrichtige Gedanken aus, um sie zu beseitigen. Danach nahm ich mehr Rücksicht auf meinen Mann und kümmerte mich liebevoller um ihn. Schließlich versöhnten wir uns wieder.
Was danach geschah
Durch das Auswendiglernen des Fa, den Erfahrungsaustausch mit Mitpraktizierenden und die Suche nach innen entdeckte ich anschließend noch viele weitere Anhaftungen bei mir. Daraufhin sandte ich wiederholt aufrichtige Gedanken aus, um diese negativen Faktoren zu beseitigen. Allmählich spürte ich, wie sich mein Kultivierungszustand verbesserte. In meinem Herzen entschuldigte ich mich bei der Frau, die neben der Teestube arbeitete: „Es tut mir leid! Ich habe dich falsch eingeschätzt.“
Einige Tage später schenkte ich der Frau und ihrem Freund ein Buch mit vielen Berichten von Menschen, die durch das Praktizieren von Falun Dafa profitiert hatten, sowie zwei Artikel des Meisters. Ich erklärte ihnen die wahren Umstände über Dafa und die Verfolgung, half ihnen beim Austritt aus der Partei und ihren angeschlossenen Organisationen und ermutigte sie, sich die Worte „Falun Dafa ist gut“ und „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ einzuprägen. Beide stimmten freudig zu.
Da ihr Geschäft nicht rentabel war, konzentriert sich die Frau inzwischen auf den Verkauf von Waren über Livestreams. Nur ihr Freund arbeitet noch neben der Teestube, wo er die Onlinebestellungen verpackt und verschickt. Schließlich erkannte ich, dass die Frau damals dort gewesen war, um mir zu helfen, meine Xinxing zu erhöhen. Ich sollte ihr wirklich dankbar sein!
Danke, Meister!
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