(Minghui.org) Die 62-jährige Li Yuju aus der Stadt Pingdu, Provinz Shandong, wurde am 17. September 2026 wegen des Praktizierens von Falun Gong zu einer vierjährigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Yuan (etwa 2.600 Euro) verurteilt.

Am Nachmittag des 7. Januar 2026 wurde Li Yuju festgenommen, während sie in der Wohnung einer anderen Praktizierenden die Lehre von Falun Gong lernte. Am Abend desselben Tages, gegen 19 Uhr, durchsuchten Beamte der Polizeistationen Tonghe und der Taishan Straße ihre Wohnung. Sie wurde zunächst im Polizeiamt von Pingdu festgehalten und am nächsten Tag zur Polizeistation der Taishan Straße gebracht. Später überführte man sie in die Polizeistation Tonghe.

Am 9. Januar brachten Polizisten sie zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus und lieferten sie anschließend in die Erste Haftanstalt der Stadt Qingdao ein, gelegen in der Großgemeinde Pudong, Stadt Jimo. Die Städte Jimo und Pingdu stehen unter der Verwaltung der Stadt Qingdao.

Gegen Li wurde am 22. Januar ein förmlicher Haftbefehl erlassen. Der Staatsanwalt Zhang Mengyun von der Staatsanwaltschaft Pingdu erhob zu einem unbekannten Zeitpunkt Anklage gegen sie.

Am 1. Januar fand vor dem Stadtgericht Pingdu eine Anhörung in ihrem Fall statt. Lis Bruder vertrat sie als nicht anwaltlicher Verteidiger. Er forderte den Staatsanwalt Zhang auf, die Rechtsgrundlage für die Anklage gegen seine Schwester darzulegen. Zhang konnte keinerlei Belege vorlegen.

Eine zweite Anhörung fand am 9. Juli statt. Staatsanwalt Zhang führte Falun-Gong-Materialien als Beweismittel gegen Li an. Auf die Frage ihres Bruders, woher diese Materialien stammten, antwortete Zhang nicht.

Zudem spielte Zhang Videoaufnahmen einer Überwachungskamera ab, auf denen jedoch nicht zu sehen war, dass Li eine Straftat begangen hatte. Nach der Anhörung reichte ihr Bruder weitere Unterlagen bei Gericht ein, erhielt aber auch darauf keine Antwort.

Am 17. September verurteilte Richter Cui Jindou Li zu einer vierjährigen Haftstrafe. Ihr Bruder legte in ihrem Namen Berufung ein. Zudem reichte er bei fast 100 Stellen auf verschiedenen staatlichen Ebenen – darunter die Oberste Volksstaatsanwaltschaft und der Oberste Volksgerichtshof – gegen Richter Cui, Staatsanwalt Zhang sowie den leitenden Staatsanwalt Li Wenqing Beschwerde ein.

Richter Cui sprach zweimal mit Lis Bruder und erklärte, dass er bei der Strafzumessung für Li nicht das Sagen habe.

Falun Gong hatte ihre Gesundheit wieder hergestellt

Li war schon von Kindheit an kränklich. Aufgrund einer Schwäche in den Beinen fiel ihr das Gehen schwer. Zudem litt sie unter Neurasthenie, die sie antriebslos machte. Nachdem sie im Mai 1997 mit dem Praktizieren von Falun Gong begonnen hatte, verschwanden all ihre Beschwerden. Zudem verbesserte sie ihr Verhältnis zu ihren Schwiegereltern und Schwägerinnen. Sie kümmerte sich aufopferungsvoll um ihre 94-jährige Schwiegermutter und beschwerte sich nie, wenn die alte Frau ihre Kleidung oder ihr Bett beschmutzte.

Lis Verhaftung versetzte ihre 94-jährige Schwiegermutter sowie ihre eigene Mutter (die fast 90 Jahre alt ist) in tiefe Bestürzung.

Früherer Bericht:

Acht Falun-Dafa-Praktizierende am gleichen Tag verhaftet, eine weiterhin eingesperrt (Stadt Pingdu, Provinz Shandong)