(Minghui.org) Ich bin schon im Ruhestand und habe im März 1996 begonnen, Falun Dafa (Falun Gong) zu praktizieren. Vor Beginn des Praktizierens litt ich an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße, einer Nasennebenhöhlenentzündung und anderen schweren Beschwerden. Nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, verschwanden all meine Krankheiten spurlos. Seitdem habe ich keine einzige Tablette mehr eingenommen. Obwohl ich inzwischen über 80 Jahre alt bin, bin ich noch immer gesund und voller Energie.
Unter dem Schutz des barmherzigen Meisters bin ich immer wieder gefährlichen Situationen entkommen. Unter seiner Anleitung habe ich meine Anhaftungen erkannt und daran gearbeitet, mich zu verbessern. Ich habe festgestellt, dass schon das Nachdenken über vergangene Ereignisse zu vielen Erkenntnissen führen kann.
Erstaunliche Dinge passieren unter dem Schutz des Meisters
Aufrichtige Stimmen auf dem Tiananmen-Platz
Am 1. Oktober 2000 fuhr ich zum zweiten Mal gemeinsam mit anderen Praktizierenden nach Peking, um mich für Dafa einzusetzen. Als wir auf den südwestlichen Eingang des Platzes zugingen, sahen wir eine große Gruppe von Polizisten, die Elektroschockstöcke trugen und vom südöstlichen Eingang aus auf den Tiananmen-Platz rannten.
Wir beschleunigten unsere Schritte und rannten ihnen hinterher. Auf dem Platz hatten sich Tausende von Falun-Dafa-Praktizierenden aus dem ganzen Land versammelt, um Falun Dafa zu unterstützen und die Unschuld des Meisters zu bezeugen, während Polizisten und Beamte in Zivil sie schlugen und festnahmen. Ich mischte mich unter die Menge und rief gemeinsam mit anderen Praktizierenden: „Falun Dafa ist gut! Falun Dafa ist aufrichtig! Stellt unser Kultivierungsumfeld wieder her! Stellt die Unschuld von Meister Li Hongzhi wieder her!“
Bewaffnete Polizisten, Beamte in Zivil und gewöhnliche Polizisten hatten die Menschenmenge umzingelt und schlugen mit Elektroschockstöcken und Fäusten auf sie ein. Ich sah einige Praktizierende, die so zusammengeschlagen worden waren, dass sie überall blaue Flecken hatten und nicht aus der Umzingelung herauskamen. Ich kämpfte mich durch die Menge und rief: „Ihr Polizisten dürft keine Bürger schlagen!“ Noch bevor ich den Satz beenden konnte, schlug mir ein Polizist mit der Faust heftig ins Gesicht. Mir wurde augenblicklich schwarz vor Augen. Obwohl ich nichts mehr sehen konnte, setzten die Polizisten ihre Schläge mit Elektroschockstöcken und Fäusten gegen meinen Kopf und Rücken fort.
Gerade als ich zusammenzubrechen drohte, stützte mich schnell ein junger männlicher Praktizierender am Arm. „Halte durch! Fall nicht hin, sonst wirst du zu Tode getrampelt!“ Er hielt mich weiterhin fest und rief laut zur Unterstützung von Dafa auf. Daraufhin schlugen die Polizisten noch heftiger auf uns ein, und ich verlor das Bewusstsein. Mein Geist verließ meinen Körper und schwebte hoch in den Himmel. Als ich auf den Tiananmen-Platz hinunterblickte, sah ich, wie groß die Menschenmenge war. Die Menschen wogten wie Wellen auf und ab, während die Rufe der Dafa-Jünger durch den ganzen Himmel hallten.
Als die Polizei das Tempo ihrer Festnahmen erhöhte, reichten sich die Praktizierenden die Hände und standen Schulter an Schulter, sodass es der Polizei erschwert wurde, sie festzunehmen. Dieser außergewöhnliche Kampf zwischen Gut und Böse war zutiefst beeindruckend und erschütternd. Der junge männliche Praktizierende hielt weiterhin meinen Arm fest, während die Polizisten mit ihren Schlagstöcken ohne Gnade auf ihn einschlugen. Als ich sah, wie sehr er leiden musste, kehrte mein Geist in meinen Körper zurück. Ich rief weiterhin laut und versuchte, die Polizei daran zu hindern, die Praktizierenden festzunehmen.
Später wurde mir klar, dass der Meister dafür gesorgt hatte, dass dieser junge männliche Praktizierende mich in diesem entscheidenden Moment vor einem Unheil bewahrte.
Selbst im tiefsten Winter nicht kalt
Bei meinem zweiten Besuch auf dem Tiananmen-Platz wurde ich festgenommen, in meine Heimatstadt zurückgebracht und in einer örtlichen Haftanstalt inhaftiert. Eines Tages machte ich zusammen mit einem Dutzend anderer Praktizierender die Falun-Gong-Übungen. Als ein Wachbeamter entdeckte, dass wir die Übungen machten, meldete er uns beim Direktor. Dieser war außer sich vor Wut und zwang uns, unsere Mäntel, Schuhe und Socken auszuziehen. Wir mussten barfuß im Hof stehen, nur mit dünnen Unterhemden bekleidet, ohne uns zu bewegen oder zu sprechen. Es war tiefster Winter, die kälteste Zeit des Jahres. Selbst Wasser würde augenblicklich gefrieren. Wir standen drei Stunden lang dort, doch keiner von uns verspürte auch nur die geringste Kälte. Die verblüfften Polizisten konnten nur staunen: „Unglaublich! Wirklich unglaublich!“
Uns wurde klar, dass der barmherzige Meister das Leid an unserer Stelle auf sich genommen hatte, um uns zu beschützen.
Eine sanfte Brise weht durch einen geschlossenen Raum
Im Januar 2003 gelang es mir, die Haftanstalt zu verlassen und nach Hause zurückzukehren. Alle unsere Produktionsstätten für Informationsmaterial zur Erklärung der wahren Umstände waren von den Behörden geschlossen und der Zugang zur Minghui-Website gesperrt worden. Daher waren wir sehr besorgt.
Eine Mitpraktizierende und ich beschlossen, in ihrem Haus eine Produktionsstätte für Informationsmaterial einzurichten. Ich kaufte Druckgeräte und beteiligte mich gemeinsam mit einer anderen Mitpraktizierenden finanziell am Kauf eines Autos. Diese Mitpraktizierende transportierte daraufhin Materialien und verteilte unsere Informationsmaterialien zur Erklärung der wahren Umstände.
Im Jahr 2004 richtete ich in einem Bereich mit niedriger Decke in meiner Wohnung ein kleines, abgeschirmtes Zimmer ein. Ein Praktizierender brachte mir bei, wie man einen Computer bedient, sodass ich Dafa-Materialien herunterladen konnte. Meine kleine Produktionsstätte für Informationsmaterial wurde nach und nach vollständig ausgestattet. Ich stellte Dafa-Bücher, Minghui Weekly-Zeitschriften, Broschüren zur Erklärung der wahren Umstände, Amulette, CDs und geschnitzte Jade-Amulette her. Ich erhielt Bestellungen von Praktizierenden aus der Stadt, dem Landkreis und den ländlichen Gebieten. Ganz gleich, mit welchen Schwierigkeiten ich konfrontiert war, ich bemühte mich stets, die Materialien pünktlich und in bester Qualität zu liefern. Manchmal blieb ich die ganze Nacht wach, um Fristen einzuhalten, und fühlte mich am nächsten Tag dennoch nicht müde.
Ich arbeite stundenlang in diesem stickigen, schlecht belüfteten Raum, ohne dass mir das bei der drückenden Sommerhitze etwas ausmachte. Obwohl es in diesem Raum keinerlei Kühlung gab, spürte ich oft eine sanfte Brise in meinem Gesicht.
Obwohl ich eine ältere Frau bin und nur eine Grundschulbildung habe, konnte ich die Bedienung dieser technischen Geräte verstehen und erlernen. Während meiner Arbeit ereigneten sich viele wundersame Dinge. Zum Beispiel hatte ich vor, 100 Seiten mit Materialien zur Erklärung der wahren Umstände zu drucken, nahm einen Stapel leeres Papier, begann mit dem Drucken und stellte anschließend fest, dass ich genau 100 Blatt Papier genommen hatte. Solche erstaunlichen Ereignisse passierten mir immer wieder.
Eine ältere Frau, flink wie eine Schwalbe
Eines Tages im Oktober 2013 kam eine Praktizierende aus meiner Nachbarschaft zu mir nach Hause, um mir einen Drucker vorbeizubringen. Möglicherweise hatte sie unser Eingangstor beim Gehen nicht richtig geschlossen. Keine drei Minuten später stürmten mehrere Polizisten in mein Haus. Ich hielt den Drucker gerade in der Hand, als sie hereinstürmten. Da sie mich auf frischer Tat ertappt hatten, kam ein Polizist selbstgefällig auf mich zu und sagte: „Na, was sagen Sie jetzt zu Ihrer Verteidigung?“ Ich hob den Drucker ruhig auf Brusthöhe und sagte ihnen mit fester Überzeugung: „Eine bessere Zukunft für alle Lebewesen. Das ist meine Mission!“
Eine große Gruppe von Beamten des Ausschusses für politische und rechtliche Angelegenheiten, des Büros 610, der Abteilung für innere Sicherheit, der Polizeiwache und der Gemeindeleitung drängte in meine Wohnung und versuchte, mich mitzunehmen. Ich führte sie schnell nach draußen in den Hof. Mit einem Fuß außerhalb des Tores stehend, erzählte ich ihnen, meinen neugierigen Nachbarn und den Passanten lautstark von der Verfolgung von Falun Gong. Mitten in meiner Rede schlug ich schnell das Tor zu, verriegelte es und sagte zu meinem Mann, der neben mir stand: „Sie werden mich verhaften. Ich muss hier weg.“
Ich rannte schnell die Stufen hinauf auf das Dach eines Nebengebäudes auf der Ostseite des Innenhofs, sprang vom Nebengebäude auf das Dach des Haupthauses, lief über den Dachfirst und sprang auf die Traufe eines angrenzenden, verlassenen Lagerhauses im Norden. Von dort kletterte ich auf das Dach des Lagerhauses, sprang über zwei einstöckige Häuser und zwei Mauern hinweg und konnte mich schließlich in Sicherheit bringen.
Ich war damals über 70 Jahre alt. Trotz der gefährlichen Kletterpartien und Sprünge spürte ich unter meinen Füßen eine Kraft, die mich heimlich stützte, sodass ich mich leicht wie eine Schwalbe fühlte. Die nächsten Jahre verbrachte ich damit, von einem Ort zum anderen zu ziehen und meine Bemühungen zur Erklärung der wahren Umstände fortzusetzen.
Die anhaltende Anleitung des Meisters trotz meiner verspäteten Einsicht
Bei Konflikten und Problemen leitete mich der Meister dazu an, nach innen zu schauen, half mir, Anhaftungen abzulegen, und mein Verständnis zu vertiefen. Jedes Mal, wenn ich die Anleitung des Meisters verstand, stellte ich gute Ergebnisse fest. Wenn mir das nicht gelang, führte dies zu Verzögerungen und Rückschlägen.
Eines meiner langjährigen Missverständnisse bestand darin, die Durchführung von Projekten als Zeichen für fleißige Kultivierung anzusehen. Ich widmete mich von ganzem Herzen den Projekten und war bereit, Entbehrungen und Erschöpfung auf mich zu nehmen. Allerdings versäumte ich es, dabei meine Anhaftungen abzulegen. Beim Lernen des Fa hatte ich das Gefühl, alles zu verstehen, doch bei der Lösung von Konflikten und Problemen griff ich auf menschliches Denken zurück. Dadurch verpasste ich immer wieder Gelegenheiten, mich zu verbessern. Diese Lücken in meiner Kultivierung führten dazu, dass ich fünfmal von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verhaftet, inhaftiert und verfolgt wurde.
Obwohl ich nach innen schaute, um meine Anhaftungen zu hinterfragen, blieb meine Selbstprüfung oft oberflächlich und war an menschliche Vorstellungen gebunden. Ich ließ mir selbst Spielraum und schützte dadurch mein menschliches Herz. Dies führte dazu, dass ich auf meinem Weg immer wieder Rückschläge erlitt, anderen schadete und sich das negativ auf die Bemühungen zur Erklärung der wahren Umstände auswirkte.
Wenn ich darüber nachdenke, schäme ich mich. Viele Fehler, die ich anderen zugeschrieben hatte, waren in Wirklichkeit meine eigenen. Hätte ich mich gut kultiviert, hätte ich meine Schwierigkeiten und unangenehmen Begegnungen in etwas Gutes verwandeln können.
Das unvernünftige Verhalten meines Schwagers war kein Zufall
Mein Mann verstarb in der Zeit, in der ich gezwungen war, von zu Hause zu fliehen. Tage nach seinem Tod forderte mein Schwager (der jüngere Bruder meines Mannes) meine Familie auf, mich zurückzuholen, und verlangte von mir, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben. Mit einem bösen Blick packte er mich am Kragen und verlangte, dass ich mich auf der Stelle von der Praktik lossage. „Wenn du mit dem Praktizieren aufhörst, bleibst du das Oberhaupt deiner Familie. Andernfalls übernehme ich das Sagen und treffe die Entscheidungen.“ Ich blieb standhaft und unnachgiebig in meiner Entscheidung, weiterhin eine Dafa-Praktizierende zu bleiben.
Ich erzählte einem Mitpraktizierenden von dieser absurden Begebenheit, da ich glaubte, mein Schwager sei von bösen Geistern beherrscht und habe jeglichen vernünftigen Verstand verloren. Der Praktizierende antwortete: „Das unvernünftige Verhalten deines Schwagers kann kein Zufall sein. Der Meister hat uns gelehrt, immer nach innen zu schauen, wenn wir auf Konflikte stoßen. Du solltest über dein Verständnis des Fa nachdenken.“
Erst jetzt wurde mir klar, dass der Meister die Worte dieses Praktizierenden nutzte, um mich zu anzuleiten. Doch damals war ich stur und konnte es nicht erkennen. Ich war überzeugt, dass mein Schwager derjenige war, der unvernünftig handelte.
Mir ist nun klar geworden, wie falsch ich in dieser Angelegenheit gehandelt habe. Möglicherweise habe ich meinen Schwager in einem früheren Leben schikaniert, und er hat lediglich die Schuld dafür eingefordert. Sein grimmiger, wütender Blick war für mich wie ein Spiegel, in dem ich meine eigene wütende und nachtragende Seite erkennen konnte. Er ließ mich sehen, wie schrecklich mein lang gehegter Groll und mein Konkurrenzdenken waren. Obwohl der Meister beabsichtigte, dass ich meine karmischen Schulden begleiche, Groll und alte Rechnungen beilege, meine menschlichen Anhaftungen ablege und meine Ebene erhöhe, gab ich meinem Schwager die Schuld für die Ungerechtigkeit, die ich meiner Meinung nach erlitten hatte. Weil ich die Situation nach menschlichen Maßstäben beurteilte, verpasste ich die Gelegenheit, mich in der Kultivierung zu erhöhen.
Langanhaltender Neid
Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass ich Neid hegte – obwohl mich einige Praktizierende darauf hingewiesen hatten –, weil ich es nicht ertragen konnte, von anderen kritisiert zu werden. Während ich das Fa lernte, dachte ich, dass die im Zhuan Falun genannten Beispiele für Neid andere betrafen, nicht mich.
Wenn ich mich ehrlich fragte, ob ich Neid hatte, musste ich die Frage bejahen: Ja, ich hatte ihn. Nur war diese Anhaftung so tief verwurzelt und zur Gewohnheit geworden, dass sie nicht leicht zu erkennen war. Auch meine menschliche Seite schützte sie immer wieder. Bei jedem Versuch, sie aufzudecken und zu beseitigen, schlüpfte mein Neid listig davon und versteckte sich unter dem Deckmantel meines menschlichen Selbst.
Ich kenne zum Beispiel eine Praktizierende in meinem Alter, die sich in derselben Stadt nach besten Kräften für Dafa-Projekte einsetzt. Wir beide geben unser Bestes und gelten unter den Mitpraktizierenden als erfahrene Praktizierende, die schon lange an vorderster Front der Bemühungen zur Fa-Berichtigung stehen. Dennoch hatte ich Vorbehalte gegenüber dieser erfahrenen Praktizierenden und langjährigen Mitstreiterin. In Gesprächen nahm sie meine Ratschläge zwar demütig an, ging danach aber weiterhin ihren Aufgaben nach, wie sie es für richtig hielt. Wann immer Mitpraktizierende daher in meiner Gegenwart ihre Stärken lobten, fühlte ich mich unwohl und war nicht damit einverstanden. Tatsächlich war dies mein Neid, der sich unbewusst zeigte. Ich dachte, die anderen Praktizierenden würden sie nicht gut kennen, während ich sie als jemand, der ständig mit ihr zu tun hatte, besser kennen würde.
Der Meister sagt uns, dass wir weniger auf die Schwächen anderer und mehr auf ihre Stärken schauen sollen. Ich aber habe genau das Gegenteil getan. Ich erkannte nicht, dass mein Neid am Werk war, und nutzte die Konflikte, die während unserer Zusammenarbeit entstanden, nicht dazu, mich selbst zu verbessern. Dafür schäme ich mich wirklich und fühle mich dem Meister und den Mitpraktizierenden gegenüber schuldig.
Ich wurde dazu verleitet zu glauben, mein Schwiegersohn habe mich ins Gefängnis gebracht
Im Jahr 2021 erließ die KPCh eine neue Anweisung, Falun-Gong-Praktizierende, die sich auf medizinischer Haftverschonung befanden, erneut zu überprüfen, um sie wieder ins Gefängnis zu bringen. Nachdem ich lange Zeit auf der Flucht gewesen war, kehrte ich nach Hause zurück und wurde von den Behörden zu Unrecht verurteilt. Aus gesundheitlichen Gründen wurde ich jedoch nicht inhaftiert, sondern erhielt eine Haftverschonung aus medizinischen Gründen.
Bei dieser erneuten Untersuchung erfüllte mein Gesundheitszustand die Anforderungen nicht. Dennoch brachten mich der Leiter der örtlichen Polizeiwache und mehrere Polizisten in eine Haftanstalt. Der Polizeichef sagte mir heimlich: „Tante, nehmen Sie es mir nicht übel, dass ich Sie heute festgenommen habe. Es war Ihr Schwiegersohn, der mich bestochen hat, Sie festzunehmen. Warum sollte ich es sonst tun?“ Als ich das hörte, war ich sehr wütend auf meinen undankbaren Schwiegersohn, der seine Schwiegermutter ins Gefängnis geschickt hatte.
Aber ich hatte auch meine Zweifel. Ich hatte meinen Schwiegersohn immer gut behandelt. Warum sollte er zu solchen Mitteln greifen? Nach langem Nachdenken kam ich zu dem Schluss, dass es daran lag, dass mein Schwiegersohn in einer wichtigen Abteilung der KPCh arbeitet. Da meine Tochter Falun Dafa praktiziert, befürchtete er, ich könnte sie beeinflussen und ihn dadurch mit hineinziehen. Deshalb habe er mich ins Gefängnis geschickt, um selbst Ruhe zu haben. Je mehr ich darüber nachdachte, desto wütender wurde ich. Schließlich begann ich, die Lüge zu glauben, dass mein Schwiegersohn mich ins Gefängnis gebracht hatte.
Im März 2023 wurde ich entlassen und kehrte nach Hause zurück. Da ich meinem Schwiegersohn gegenüber immer noch Groll hegte, erzählte ich meiner Tochter, was ich erfahren hatte. Sie antwortete ganz direkt: „Das ist unmöglich! Dein Schwiegersohn hat zwar seine Fehler, aber im Grunde ist er ein gutherziger Mensch. Er hat sich nie gegen Falun Dafa gestellt; im Gegenteil, er befürwortet es sogar. Er hat sogar eine Nahtoderfahrung überlebt, weil er ‚Falun Dafa ist gut‘ rezitiert hat. Er respektiert dich, seine Schwiegermutter, die Falun Dafa praktiziert. Der Polizeichef verfolgt eigene Absichten, und seine Worte sind Lügen. Lass dich nicht täuschen.“
Statt meiner Tochter zu glauben, dachte ich, sie würde ihren Mann schützen.
Als ich mich bei einem Mitpraktizierenden über die Angelegenheit beschwerte, sagte dieser: „Es ist offensichtlich, dass dein Urteil falsch ist. Erstens: Aus der Perspektive des Fa beruht dein Verständnis auf deiner mangelnden Kultivierung. Die alten Mächte haben diese Lücke ausgenutzt, um dich zu verfolgen. Wäre dein Charakter ohne Lücken, würde es niemand wagen, dich anzutasten. Zweitens hätte die Entscheidung, dich inhaftieren zu lassen, nach den Maßstäben der menschlichen Welt entweder vom Provinz-Prüfungsteam, vom Büro 610, vom Gericht oder vom Justizamt getroffen werden müssen. Die Polizei führt lediglich Befehle aus. Die Behauptung des Polizeichefs, dein Schwiegersohn habe ihn bestochen, ist eine glatte Lüge. Die alten Mächte benutzen diese Person, um Zwietracht zwischen dir und deinem Schwiegersohn zu säen und dich auf den Weg zu führen, auf dem du anderen die Schuld gibst, anstatt dich selbst zu prüfen.“
Rückblickend wird mir klar, dass der Meister meine Tochter und den Mitpraktizierenden dazu benutzte, mich zur Einsicht zu bringen und mich zu warnen. Nachdem ich dem Praktizierenden zugehört hatte, erkannte ich, dass seine Worte Sinn ergaben, und mein Groll ließ etwas nach. Aber ich konnte die Angelegenheit noch immer nicht wirklich aus der Perspektive des Fa verstehen. Wenn ich meine Tochter besuchte, ging ich immer erst zu ihr, nachdem mein Schwiegersohn zur Arbeit gegangen war, und verließ das Haus, bevor er nach Hause kam. Ich versuchte, ihm möglichst nicht zu begegnen.
So übersah ich die tieferen und grundlegenden Ursachen meiner Verfolgung und verstärkte stattdessen meinen Groll, mein Misstrauen und andere Anhaftungen. Wie hätte ich damit nicht den alten Mächten eine Gelegenheit geben können, mich zu verfolgen und mir zu schaden?! Wie hätte der Meister angesichts dessen nicht besorgt sein können?! Meister, deine Schülerin hat sich geirrt, wirklich geirrt!
Schlussbemerkung
Während ich diesen Artikel schreibe, habe ich das Gefühl, dass die schlechten Dinge in mir nach und nach abfallen. Meine Gedanken werden immer klarer und meine aufrichtigen Gedanken immer stärker. Meine Stärken und das, was ich getan habe, sind alles Gaben des Meisters; sie sind auf seinen Schutz, seine Unterstützung und seine Anleitung zurückzuführen. Meine Fehler und die törichten Dinge, die ich getan habe, sind darauf zurückzuführen, dass ich die Worte des Meisters nicht wirklich befolgt, nicht nach innen geschaut und mich nicht aufrichtig und wahrhaftig kultiviert habe.
Fehler zu machen ist nicht das Schlimmste. Der Meister wird mir sicher vergeben. Nachdem ich mich wieder auf den richtigen Weg gebracht habe, werde ich meinen weiteren Weg gut gehen, die drei Dinge gut erfüllen und meine vor der Geschichte abgelegten Gelübde einlösen. Ich bin und bleibe eine wahre Dafa-Praktizierende des Meisters.
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.