(Minghui.org) Ich begann 1998 mit über 40 Falun Dafa zu praktizieren, als meine Gesundheit schlecht war. Ich hatte gehört, dass Falun Dafa sehr wirksam bei der Verbesserung der Gesundheit sei, und so ging ich jeden Morgen vor Sonnenaufgang in den Park, um die Dafa-Übungen zu machen. Danach ging ich zur Arbeit. Nach drei Monaten des Praktizierens verschwanden alle meine Beschwerden.

Als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 ihre Verfolgung von Falun Dafa begann, hatte ich das Buch Zhuan Falun erst einmal gelesen und kein tiefes Verständnis der Fa-Prinzipien, weshalb ich mit dem Praktizieren aufhörte. Im Sommer 2008 kehrte ich zur Kultivierung zurück und war dankbar, dass Meister Li mich nicht aufgegeben hatte. Ich war überrascht zu erfahren, dass es mittlerweile 40 Dafa-Bücher gab. Ich las sie Tag und Nacht und hatte sie alle innerhalb von 40 Tagen durch.

Ich verstand, dass der wahre Sinn des Lebens darin besteht, zu seinem ursprünglichen, wahren Selbst zurückzukehren, und dass die Mission der Dafa-Praktizierenden in der Zeit der Fa-Berichtigung darin besteht, dem Meister dabei zu helfen, Lebewesen zu erretten. Daher bemühte ich mich, die drei Dinge gut zu machen, ohne nachzulassen, um die verlorenen Jahre und die Schuld, die ich gegenüber Meister und Dafa hatte, wiedergutzumachen.

Als ich mich mit den Schriften des Meisters beschäftigte, erinnerte ich mich an ein Erlebnis, bei dem ich verhaftet wurde, und möchte es mit den Mitpraktizierenden teilen. Bitte weist mich freundlich auf alles hin, was nicht auf dem Fa beruht.

An einem nieseligen Nachmittag im Frühjahr 2010 ging ich wie üblich hinaus, um Informationsmaterialien zur Aufklärung über die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung zu verteilen. Ich legte einen Flyer auf ein Polizeiauto vor der Polizeiwache und ging dann weiter. Es dauerte nicht lange, bis ich hinter mir den durchdringenden Klang einer Polizeisirene hörte. Ich spürte Gefahr und mein Herz pochte vor Angst. Es war zu spät, um mich zu verstecken.

Ein Polizeiauto fuhr schnell neben mich und hielt abrupt an. Der stellvertretende Leiter der Polizeiwache und ein weiterer Beamter sprangen aus dem Auto und versperrten mir den Weg. Mit ernster Miene hielt der stellvertretende Leiter den Flyer hoch und fragte, wie ich es wagen könne, diese auf der Polizeiwache zu verteilen. Dann schubsten sie mich herum und rissen mir meine Tasche mit den Materialien darin aus der Hand. Sie befahlen mir, mit zur Polizeiwache zu kommen. Es war das erste Mal, dass mir so etwas passierte. Instinktiv wehrte ich mich und weigerte mich, ins Auto zu steigen, aber schließlich gelang es ihnen doch, mich mitzunehmen.

Der stellvertretende Leiter sperrte mich in einen kleinen Raum auf der Polizeiwache, schrie mich an und sagte, er habe sich die Hand aufgerissen, als er mich ins Auto geschubst habe. Ich dachte: „Du erhältst deine Vergeltung.“ In diesem Moment hasste ich diese beiden Beamten, die mich im Grunde genommen verschleppt hatten, wirklich. Ich sandte sogar aufrichtige Gedanken aus, mit dem Gedanken, dass sie ihre Vergeltung erfahren sollten.

Als der Tumult vorbei war, war ich körperlich und seelisch erschöpft. Allein in dem kleinen Raum beruhigte ich mich und fragte mich, warum das passiert war und warum ich den beiden Beamten die Fakten nicht klargemacht hatte. Als ich in mich ging und über etwas nachdachte, was ich kürzlich erlebt hatte, erkannte ich meinen Hochmut und meine Angeberei.

Ich ging oft nachts zur Polizeiwache und legte Informationsmaterialien und CDs in die Polizeiautos, deren Fenster offenstanden. Als dann vor wenigen Tagen Mitpraktizierende vorschlugen, Materialien an Polizeiwachen zu verschicken, sagte ich ihnen, das sei nicht nötig, da ich oft dorthin ginge und dort Materialien hinterließe. Das war wirklich nur Prahlerei. Mein Verhalten war unvernünftig und es fehlte mir dabei an Barmherzigkeit. Die alten Mächte nutzten dies aus und ich wurde hierhergebracht, um verfolgt zu werden. Ich entdeckte auch andere Eigensinne bei mir wie das Streben nach Gewinn, Geltungssucht, Überheblichkeit und Rechthaberei.

Am nächsten Tag fragte mich der stellvertretende Leiter der Haftanstalt, warum ich dort sei. Ich klärte ihn über die Tatsachen auf und er antwortete: „Ich weiß, dass Falun Dafa gut ist. Mein Onkel ist Hochschulprofessor und praktiziert es.“

Ich erklärte zwei Mitgefangenen die wahren Umstände und verhalf ihnen zum Parteiaustritt. Ich dachte: „Meister, ich muss hier weg, um Menschen zu erretten. Hier gehöre ich nicht hin.“ Daher trat ich in Hungerstreik, um mich gegen die Verfolgung zu wehren. Am vierten Tag wurde ich freigelassen, nachdem der Gefängnisarzt mich untersucht und festgestellt hatte, dass ich sehr krank sei und ohne ärztliche Untersuchung gar nicht hätte aufgenommen werden dürfen.

Ein paar Tage nach meiner Rückkehr ging ich zur Polizeiwache, um meine persönlichen Gegenstände zurückzufordern. Der eigentliche Grund für meinen Besuch war jedoch, ihnen die Tatsachen zu erklären. Ich bat darum, mit dem Leiter sprechen zu dürfen. Als ich an seine Tür klopfte, bat er mich herein und bot mir einen Platz an.

Ich nahm Platz und erzählte ihm, dass ich früher unter schlechter Gesundheit gelitten hätte und dass all meine Beschwerden verschwunden seien, nachdem ich begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren. „Ich verteile Informationsmaterialien an die Polizei, um sie – und insbesondere Sie – darüber zu informieren, dass Falun Dafa eine hohe Kultivierungsmethode der Buddha-Schule ist. Sie kommt dem Land und den Menschen in jeder Hinsicht zugute. Jiang Zemin (der ehemalige Vorsitzende der KPCh, der die Verfolgung initiierte) hatte das Gefühl, dass zu viele Menschen diese Kultivierungsmethode praktizieren. Aber sein Regime konnte keinen Grund finden, uns zu verfolgen. Also inszenierten sie den Vorfall der Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz als Vorwand, um die Kultivierung zu unterdrücken.“ Ich erzählte ihm auch, dass Falun Dafa in Ländern auf der ganzen Welt praktiziert und von deren Regierungen unterstützt wird. „Das weiß ich!“, antwortete er. „Ich lese oft eure Minghui-Website.“ Ich sagte ihm dann, ich sei gekommen, um meine Sachen abzuholen, und er wies mich an, unten mit einem der Direktoren zu sprechen.

Als ich zum Direktor ging, um mit ihm zu sprechen, befand sich ein weiterer Polizist im Raum. „Die heilende Wirkung von Falun Dafa ist wundervoll und ich habe persönlich von der Kultivierung profitiert. Falun Dafa ist eine Kultivierungsmethode der Buddha-Schule, und alle Falun-Dafa-Praktizierenden sind Kultivierende. Wie das Sprichwort sagt: ‚Einem Mönch nur eine Schale Wasser zu trinken zu geben, bringt unermessliches Verdienst.‘ Bitte verhaften Sie keine Dafa-Praktizierenden, da Sie dadurch Karma auf sich laden würden.‘“

Der Leiter antwortete: „Wir machen das nur pro forma, damit wir unseren Lebensunterhalt verdienen und unsere Familien ernähren können.“ Dann flüsterte er mir zu: „Auf der Minghui-Website ist davon die Rede, aufrichtige Gedanken auszusenden. Ich habe Sie nicht verhaftet, also erwähne mich nicht, wenn es um Vergeltung geht!“ Wir lachten beide.

Der Polizist sagte: „Falun Dafa wird seit über zehn Jahren verfolgt, doch so viele Menschen praktizieren es immer noch, und es hat sich auf der ganzen Welt verbreitet. Falun Dafa muss sehr gut sein.“ Der Direktor sagte mir, ich solle vorsichtig sein, da die Überwachungstechnik heutzutage sehr fortschrittlich sei. Er zeigte mir die Überwachungsbereiche der Polizeiwache. Ich dankte ihm für seinen Sicherheitshinweis. Seitdem achte ich sehr darauf, nicht von den Überwachungskameras erfasst zu werden.

Als mir klar wurde, dass sie die Fakten über Dafa von Minghui.org erfahren hatten, bat ich darum, die Gegenstände zurückzubekommen, die mir bei meiner Festnahme abgenommen worden waren. Der Leiter sagte, sie befänden sich in einer anderen Abteilung, und er würde sie besorgen, sobald er Zeit habe.

Oft ging ich zur Polizeiwache, um nach meinen Habseligkeiten zu fragen. Als der Polizeibeamte mich kommen sah, rief er vor vielen anderen Beamten: „Falun Dafa ist gut“. Kurz darauf wurde er zum stellvertretenden Leiter befördert und der Leiter wurde auf eine andere Polizeiwache versetzt.

Ich sprach auch mit dem stellvertretenden Leiter, der mich festgenommen hatte. Ich sagte: „Dafa-Praktizierende kultivieren ihren Charakter und bemühen sich, gut zu sein. Es gab keine offiziellen Dokumente zur Verfolgung von Falun Dafa. Alles wurde mündlich weitergegeben. Falun Dafa wird eines Tages sicherlich rehabilitiert werden, aber wer wird die Schuld für Ihre Verbrechen auf sich nehmen?“ Der stellvertretende Leiter sah mich an und sagte freundlich und aufrichtig: „Tante, wir hegen keinen Groll gegeneinander. Warum sollte ich Sie verhaften? Hätten Sie die Dinge damals klar erklärt, hätte ich Sie gehen lassen.“

Ich wusste, dass er recht hatte. Als ich verhaftet wurde, hatte mich meine Wut dazu getrieben, mich ihm zu widersetzen, als handele es sich um einen Konflikt von Mensch zu Mensch. Hätte ich gemäß den Fa-Prinzipien reagiert und ihm mit Güte die Fakten erklärt, wäre mir dieses Unglück vielleicht erspart geblieben, und er hätte kein Karma auf sich laden müssen. Später war der stellvertretende Direktor lange Zeit krank und wurde nicht zum Direktor befördert.

Als ich ihn im Einkaufszentrum traf, grüßte er mich. Als ich den verschiedenen Polizeibeamten die Tatsachen erklärt hatte, spürte ich, dass sie Dafa-Praktizierende nicht mehr verfolgen wollten. Ein anderer Beamter besuchte mich zu Hause, und als er ging, half er mir sogar, den Müllsack nach unten zu tragen.

Seit dieser Festnahme sind mehr als zehn Jahre vergangen, und ich bin weiterhin stetig auf dem Kultivierungsweg geblieben, um dem Meister bei der Berichtigung des Fa zu helfen. Jeden Tag lese ich das Fa, lerne es auswendig oder schreibe es ab. Seit 17 Jahren gehe ich, abgesehen von besonderen Umständen, jeden Tag hinaus, um die Fakten im persönlichen Gespräch zu erläutern.

Vor mehr als zehn Jahren blühten Udumbara-Blumen an den Fenstern und Zäunen meines Hauses, und ich hörte oft Musik und goldene Glöckchen aus anderen Dimensionen. Mein Körper bewegte sich zweimal in anderen Dimensionen, und ich erlebte persönlich, was der Meister beschrieben hat:

„Himmelsgewölbe, grenzenlos weit,Einmal daran denken, schon vor Augen;Weltall, grenzenlos groß,Falun sich dreht, im Himmel und auf Erden.“(Riesengroß, 09.11.1995, in Hong Yin I)